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Neocon-Solidaritätsposse: Macht Hitler doof?

Der aus der Politically-Incorrect-Ecke stammende Blogger Marco Kanne ist vom DGB aufgefordert worden, einen Screenshot von seiner Seite zu entfernen. Auf dem Screenshot sieht man die DGB-Seite zum Thema Mindestlohn, auf der unter der Rubrik Gesicht zeigen ein Porträt Adolf Hitlers abgebildet ist. Zudem ist in dem Screenshot Folgendes zu lesen:

Was mirr nicht gelungen ist, (Volks-Genossen), das werrrrdet ihr schaffen – Die totale Vernichtung Deutschlands! Ein Volk! Ein Reich! Ein Mindestlohn!

Unter diesen Screenshot hatte Kanne geschrieben: „Ist der Mindestlohn die Endstufe des Nerobefehls?“ Die Überschrift zu diesem Einzeiler samt Screenshot lautete: „Hitler wirbt für DGB-Mindestlohn“.

In Reaktion auf den Aufruf Kannes, ihn im Kampf um die Meinungsfreiheit zu unterstützen, überschlagen sich einige Blogger mit Solidaritätsbekundungen – die Hintergründe, die geraten – nunja – dabei etwas durcheinander. Hier eine Auswahl der schönsten Fehldeutungen.

Querblog: „(…) vom DGB abgemahnt wurde, weil er einen zugegebenermaßen rüden Vergleich in bildlicher Form angestellt hat. Seht selbst.“

Geisteswelt: „Aber Adolf Hitler war doch auch sozial! So etwas mußte sich ein dem DGB nahestehender Internetuser gedacht haben, als er auf einer DGB-Seite unter der momentan ausgegebenen Parole „Deutschland braucht den Mindestlohn“ ein Hitler-Bild einstellte. Der findige Blogger „opponent“ fand das bemerkenswert und fertigte
einen Screenshoot davon an, um ihn auf seiner Seite als Kuriosität zu präsentieren!“

3axiome: „Marco Kanne von Opponent.de wird vom DGB bedroht. Natürlich mit staatlicher Gewalt. Hier ist die ganze Story. Warum….wegen diesem köstlich amüsanten Screenshot.“

Antibürokratenteam: „Da verstehn die Genossen keinen Spass. Vor allem nicht, wenn man ihnen erklärt, wo der Sozialstaat herkommt.“

So viel Solidarität, so wenig Durchblick. Hat nun der findige Kanne den DGB bei der Werbung mit Hitler erwischt? Hat er einen rüden Vergleich angestellt? Womit wird Kanne bedroht? War der Screenshot köstlich amüsant? Oder Kannes Einzeiler? Und was wollte Kanne uns eigentlich damit sagen?

Zuvor hatte Kanne zum Thema Mindestlohn unter anderem geschrieben:
„Wer im Glashaus sitzt … Der asoziale, von den Gewerkschaften getragene „Sozialstaat“ zwingt den Arbeitgeber, für einen seiner Arbeitnehmer mindestens dreimal (!) so viel zu zahlen, wie dieser netto in der Tasche hat. Zwei Drittel des Geldes, das der Arbeitgeber eigentlich dem Arbeitnehmer zahlen würde und diesem zustände, sackt der beschissene Staat als Abgaben und Steuern ein und verteilt es um.“

Und wer hat das Hitlerbild nun hochgeladen? Ein dem DGB nahestehender Internetuser, wie man bei Geisteswelt vermutete? Bei den Freunden der offenen Gesellschaft bedankt sich Kanne für die Solidaritätsbekundung und antwortet auf die Frage eines anderen Kommentators:

„Daniel,

nochmals Dank für Deine Unterstützung in dieser Sachen.

DB,

„Wer das wohl eingestellt hat?“

Wer weiss … ;)“

Aller Wahrscheinlichkeit nach* hat Kanne also ein Hitlerbild auf der DGB-Seite hochgeladen, im Text zu seinem Profil dann die Auswirkungen des Mindestlohns und die des Nationalsozialismus für Deutschland gleichgesetzt, einen Screenshot seines Werks angefertigt, behauptet, der DGB werbe mit Hitler und noch einen Vergleich dazugesetzt, dieses Mal zwischen Mindestlohn und Neroplan.

Da erstaunt es doch, dass keiner der Solidaritäts-Blogger schreibt:
„Wo kommen wir denn da hin, wenn man den Mindestlohn nicht mehr mit dem Neroplan vergleichen darf?“

Kanne wäre gut beraten gewesen, still und leise seinen pubertären Streich ungeschehen zu machen. Denn ein Copyrightvergehen ist in der Regel die geringste Sorge von jemandem, der nicht nur den Nationalsozialismus verharmlost, sondern darüber hinaus ausgerechnet den DGB in die Nähe Hitlers rückt.

* Update: Kanne hat mittlerweile geschrieben, dass er das Hitler-Profil nicht erstellt hat, den Ersteller jedoch kennt.

„Nein, das Hitler-Bild + Statement stammt nicht von mir, wie Du unterstellst. Meine Aussage bezog sich darauf, dass mir der Urheber bekannt ist.“

96 Kommentare

  1. 01
    nicnac

    Och nö, so geht das wirklich nicht. Zwar soll Satire eigentlich alles können dürfen, aber sie muß als solche schon erkennbar sein. Hier aber sehe ich nur ungemein schlechten Geschmack, neoliberale Grundtendenzen und ein miserables Geschichtsbewußtsein.
    Das hat keine Solidaritätsbekundungen verdient!

  2. 02
    Helge

    Laut Eigenauskunft schreibt der Herr Kanne „über die Freiheit von Mensch und Markt.“ Freiheit vom Markt will ich auch, Freiheit vom Menschen immer nur am Montag. Nun kann Kanne entweder Dativ und Genitiv nicht auseinanderhalten – oder ist ein Anarcho-Primitivist. Discuss!

  3. 03

    Endlich entlarvt diesen braunen Spinner mal jemand, dankeschön!

  4. 04

    Ich bekam sogar eine Mail in der ich aufgeforderte wurde Stellung zu beziehen, aber dass war mir dann doch zu durchsichtig und zu blöd.

  5. 05

    Liebe Kollegen, Satire muß auch dann noch sein dürfen, wenn deren neoliberaler Hintergrund Ihnen nicht gefällt. Stellen Sie sich bitte einmal vor, was Sie sagen würden, klagte Schäuble gegen die Verwendung des Stasi-2.0-T-Shirts!

    Bitte, bitte: Beim Thema Freiheit und Kunst und Satire kann es nicht um die eigene Weltanschauung gehen. Freiheit derjenigen, die anders denken als man selbst, sollte uns genauso wichtig sein wie die eigene.

    Finde ich die Aktion gut? Nope. Ich halte nix von Hitlervergleichen. Ich halte auch den dahingeschmierten Satz für nicht witzig. Aber das stört nicht: Es gibt genügend Organisationen, über die einzelne Blogger sich aufregen. Und Satiren in Umlauf bringen. Stasi2.0, „žDu bist Deutschland“ — es geht eben nicht darum, ob jemandem persönlich die Satire gefällt, sondern nur darum, ob eine mächtige Organisation unerwünschte Kritik durch Einzelpersonen via Abmahnung unterdrücken kann.

  6. 06
    nicnac

    @Helge: Ein Anarcho-Primitivist ist er sicher nicht. Das würde ja bedeuten, er wäre dafür, zurück auf die Bäume zu klettern.
    Ich halte ihn für einen durchgeknallten Spinner, der sich momentan in seinem 5-Minuten-Ruhm sonnt und dem in seiner Verblendung gar nicht klar ist, wieviel Porzellan er da zerdeppert.
    Der Typ ist eine Nullnummer, kaum des Aufsehens wert. Trotzdem danke Malte für den Hinweis darauf, daß sich in der Blogsphere derartige Sumpfblüten tummeln.

    Nachtrag @GermanPsycho: Im Prinzip stimme ich Dir zu. Aber kann etwas derart unwitziges als humorige Satire durchgehen?

  7. 07

    @nicnac: Und Du willst dann entscheiden, was als Satire durchgeht, und was nicht?

  8. 08
    nicnac

    Nö, aber vielleicht wäre Geschmack ein Kriterium?
    Ich maße mir nicht an, Kulturrichter sein zu wollen. Das muß jeder mit sich selber ausmachen.

  9. 09

    Eva Herman ist momentan leider nicht für einen Kommentar zu erreichen.

  10. 10

    nicnac: Genau das ist nämlich das Problem: Wenn erstmal angefangen wird, etwas nach Geschmack zu beurteilen, ist es vorbei mit der künstlerischen Freiheit. Das darf eben nicht passieren. Daher ist der Begriff der künstlerischen Freiheit so weit wie möglich zu fassen.

    Kritisch würde es, wenn durch die Darstellung Hitler verherrlicht würde. Aber es ist ja erkennbar, daß Hitler eben nicht für etwas Positives stehen soll. Daher ist der Vergleich zwar völlig bescheuert, aber eben nicht volksverhetzend.

  11. 11

    @German Psycho:

    Hitler wird nicht verherrlicht, aber verharmlost. Und das auf der Seite und auf Kosten einer Organisation, deren Vorläufer zu den ersten Opfern gehörten. Zitat aus der oben verlinkten Seite:
    „Alle Verbandsvorsitzenden, aber auch den Nazis missliebige Gewerkschaftsfunktionäre werden in „Schutzhaft“ genommen. Sie müssen schwere Misshandlungen ertragen. In Duisburg werden vier Gewerkschaftsfunktionäre ermordet, unter ihnen Julius Birck, Sekretär des Gesamtverbandes.

    Das Eigentum der Gewerkschaften wird konfisziert, Schriftgut beschlagnahmt und nicht selten verbrannt, so auch in Leipzig. Die freie Gewerkschaftsbewegung ist zerschlagen.“

    Das ist jedoch gar nicht der Punkt meines Artikels. Bis jetzt gibt es eine Aufforderung seitens des DGB, den Screenshot zu entfernen. Woraufhin sich Kanne als Märtyrer geriert und ihm in blinder Solidarität unter vollkommener Verkennung der realen Situation Blogs dieser Szene folgen.

    Mit der Frage, was Satire darf, habe ich mich hier gar nicht befasst.
    Darf Satire Hitler verharmlosen und Gewerkschaftler in ihrer Wirkung mit ihm vergleichen? Nicht, wenn sie treffend sein will.

  12. 12

    Danke Malte.
    Ich bin vor längerer Zeit mal über den Kerl gestolpert, als er jemand für einen sachlichen Artikel als „Typisch linkes Pack“ (vielleicht wars auch der andere der beiden Neocon-Kraftausdrücke) beschimpft hat. Er ist ja übrigens auch der Ansicht, dass „Demokratie tötet„.

    Trotz allem halte ich die Abmahnung vom DGB für schwach und unnötig, aber das sind Abmahnungen ja meistens…

  13. 13
    nicnac

    @GermanPsycho: Ich zück ja schon bereitwillig die Ruderblätter für den Rückwärtsgang. War ja nur als rhetorisch Frage gedacht, das mit dem Gechmack als Kriterium …
    Ich weiß, daß es ein Holzweg ist, der im Dickicht ender.
    Kurzun: Satire darf das, auch wenn es mir nicht passen mag.
    Insoweit Konsens.

  14. 14

    Ich kenne die Geschichte um die „žGleichschaltung der Gewerkschaften“ auch ganz gut. Selbstverständlich ist das nicht zutreffend, wenn man jene als Nachfolgerin des Hitler-Regimes gleichsetzt.

    Aber mir geht es auch nicht um den inhaltlichen Wert dieser Satire. Die Frage, ob der DGB gut daran tut, juristisch zu drohen, ist ebenfalls für mich nicht relevant. Aber ich halte es für ganz wichtig, daß eben nicht mal eben jede Organisation einer Einzelperson drohen kann, wenn diese einen Screenshot einer Website als Satire darstellt.

    Die Historie der Gewerkschaften hat damit nichts zu tun. Die Qualität der Satire auch nicht.

    Daher halte ich es auch nicht für „žblinde Solidarität“, wenn Blogger sich hinter den Mann stellen. Sondern für Ausdruck einer realen Freiheitsliebe, die eben auch diejenigen verteidigt, deren Ansicht sie nicht ist.

    Denn eine Androhung juristischer Maßnahmen ist nun wirklich nichts, was man mal eben als unwichtig wegwischen kann. Da steht der große DGB und erklärt dem Blogger: „žDu hast mir ans Bein gepißt, jetzt holen Dich meine Anwäte.“

    Was solls. Immerhin sind wir uns ja in bezug auf den Gehalt der Satire einige ;-)

  15. 15

    Marco Kannes Problem ist, daß er desöfteren den Libertarianism konservativ überfrachtet. Euer Problem ist, daß Ihr gewaltig die Hosen runterlaßt, wenn Ihr jetzt nicht auch für seine Meinungsfreiheit streitet! Ihr habt das größere Problem!

    Eine Linke, die nach dem Staat ruft, hört auf, links zu sein!

  16. 16

    Der anonyme Spammer auf der DGB-Website (willste wirklich den „Opponenten“ denunzieren, werter Kollege Malte… da fällt mir ein Spruch von Mark Twain zu ein…) hat mit seiner – platten, ja da stimme ich zu – Satire keineswegs den DGB mit Hitler gleichgesetzt, sondern in Bezug zu der Mindestlohnforderung gesetzt. Und so falsch lag er damit ja nun auch nicht

  17. 17

    @jo@chim:

    kanne verbingt also seine freizeit damit, sich durch die gallerie derer, die „gesicht zeigen“ zu klicken, findet zufällig vor den admins der seite dieses bild, der dazugehörige text gibt zufällig genau seine meinung wieder. dann sagt er unter seinesgleichen mit zwinkersmiley, er wisse auch nicht, wer das bild hochgeladen habe.
    ihr zeuge.

  18. 18
  19. 19
    Luke

    >Hitler wird nicht verherrlicht, aber verharmlost

    ja, und zwar in erster Linie vom DGB, der die national-„sozialen“ Ideen der braunen Sozis weiter propagiert. Hand in Hand mit „Links“partei und anderen National-Sozialisten.

  20. 20
    jo

    @Malte Welding/Marco: Herrje, was ein peinliches Geschwurbel. Dabei hätte „Ich bin ’ne Wurst“ vollkommen gereicht.

  21. 21

    @malte: darin zeigt sich gerade die Denunziation, dass sie sich auf einen begründeten Verdacht stützt, anderweitig wär’s ja nur üble Nachrede :D

    @luke: wer durchaus unterschiedliche Dinge zu einer absurden Melange verquirlt lässt die tatsächlichen Gemeinsamkeiten verschwinden…

  22. 22

    @Jo@chim: Ich wäre froh, wenn Luke die gemeinsame anti-liberale Front von NPD, attac, Linkspartei und Großgewerkschaften zum Verschwinden bringen könnte! Denn nach dem 20. Jahrhundert mit seinen diktatorisch-totalitären Exzessen gehören die alle in den Orkus der Geschichte!

  23. 23

    Bei all dem Gerede vergesst Ihr leider völlig, dass es um die Tatsache einer Abmahnung bzw. Strafandrohung gegen ein Blog (egal wie geartet) geht, der nichts weiter gemacht hat, als den Screenshot einer Webseite einzubinden.

    @jo: Das Wort „Geschwurbel“ passt ganz gut ;-)

    Es geht hier um ein stumpfes „Plattmachen“ anderer Meinungen, bzw. einem satirischen Kurzbericht – und um nicht mehr! Wenn hier jetzt eine Art „konservative Weltverschwörung“ herbeigeredet wird, geht das doch wohl ziemlich am Thema vorbei…

  24. 24

    Und Malte Welding verbaut der Blick auf die Spree offensichtlich die Klarsicht auf das Corpus Delicti. Denn die Fragen, die der Ermittler in Sachen political corectness stellt, erklären sich doch wohl von selbst. Hier die Antworten zum Mitschreiben:

    http://blog.fdog.org/2008/08/22/die-blogosphare-als-satirefreie-zone/

  25. 25

    DDH:

    Du stellst die NPD auf die gleiche Ebene wie Attac, Linkspartei und Gewerkschaften? Du bist echt jenseits von Gut und Böse.

  26. 26

    @Christian S.: Eben. Mit solchen Aussagen dekonstruieren sich diese Pfeifen schön selber, sollen sie rumturnen, mehr als konstruierte Weltbilder, die sie liberal nennen, hinter denen sie tatsächlich nur ihre braune Neigung verbergen, haben sie nix zu bieten. Ach ja doch: jede Menge Geschwurbel.

  27. 27

    Mal ehrlich: Der Inhalt des Screenshots mag für Liberallalas lustig sein. Für andere ist er es nicht. Vor allem für Leute, die sich mit der Geschichte der Gewerkschaften im Dritten Reich auskennen. Für Leute, die wissen, wie viele Gewerkschafter in nationalsozialistischen Lagern umgekommen sind. (Die Zahl dürfte in 10er Potenz höher liegen als die der dollen Liberalen dieser Zeit)

    Aber: allein durch die Verwendung, bzw. eindeutige Erkennbarkeit des DGB-Logos, das mit Sicherheit markenrechtlich geschützt ist, hat der Marco sich in die Scheiße gesetzt. Und zwar volle Kanne.

    Und deshalb wird er zahlen. Oder kneift den Schwanz ein.

    Da können die Liberallalas johlen wie sie wollen.

  28. 28

    O.K. Kindergeburtstag mit gegenseitigen Verhitlerungsspielchen ist vorbei. Guckt mal auf den iuf-blog. Da steht ein einigermaßen seriöser Beitrag von Steffen Hentrich unter der Überschrift „Unliebsame Vordenker“. Link bei mir unter „DGB vs. opponent“ zu finden.

    Macht ein gesetzlicher Mindestlohn die Gewerkschaften nicht noch überflüssiger und den Staat noch mächtiger?

    Think.

  29. 29

    @scrutograph:

    Macht ein gesetzlicher Mindestlohn die Gewerkschaften nicht noch überflüssiger und den Staat noch mächtiger?

    Nein.

  30. 30
  31. 31

    @scrutograph (28):

    Auch hinter dem von Dir Verlinkten gilt die wissenschaftliche Regel, sich erst die Literaturliste und die Fußnoten antzuschauen, um zu wissen, woher einer kommt. Insofern: Geschenkt.

  32. 32

    Die Idee einer Gewerkschaft ist ja ganz gut und sollte immer einem Platz in einer Demokratie haben, aber was sich leider daraus bis heute entwickelt hat, diese sich „Gewerkschaften“ nennenden Ungetüme, sind ja vor lauter Selbstbeschäftigung kaum noch handlungsfähig.

  33. 33

    @ Jens (32) Das ist aber eine ganz andere Geschichte. Versuchst du volle Kanne abzulenken? :-)

  34. 34

    Ja. Ignorieren ist noch das beste was der Typ von mir erwarten kann.

  35. 35
    Pollux

    Auf einige Meinungen kann ich sehr gut verzichten.

    Die dümmlichen Ergüsse eines Marco Kanne gehören zweifellos dazu.

    Wenn er dann noch den einen oder anderen Euro in die Gewerkschaftskasse abdrücken darf, freut mich dies umso mehr.

    Dummheit gehört bestraft.

  36. 36

    @jolly rogers: „…gilt die wissenschaftliche Regel, sich erst die Literaturliste und die Fußnoten antzuschauen, um zu wissen, woher einer kommt“

    Diese Regel hab ich dann auch mal befolgt und war nicht wirklich verwundert, auf eine Guevara-Ikone zu stossen. Insofern: geschenkt.

  37. 37
    Luke

    @joachim: Ausgerechnet *du* sagst mir das? Das FDP-Mitglied? Hat was Tragikkomisches.

  38. 38
    Luke

    >Du stellst die NPD auf die gleiche Ebene wie Attac, Linkspartei und Gewerkschaften?

    Nein, ich stelle Attac, „Links“partei und Gewerkschaften auf eine Ebene mit der NPD.

  39. 39

    @stitch (36) Und du glaubst, das interessiert in diesem Zusammenhang – mindestens Verstoß gegen Markenrechte – jemanden? :-)

  40. 40

    Fällt für mich in die Kategorie: Für sein Recht sowas auf seiner Seite zu haben, solange ich mein Recht behalte direkt dazu zu sagen, dass die „Satire“ ähnlich dumpfbackige Rotzwichse ist, wie der Rest seines Blogs und seine überkandidelte Selbstinszenierung als Berufsopfer.

    (Kommt her, und seht die Gewalt, auf die sich das System gründet! Hilfe! Hilfe! Ich werde unterdrückt!)

    Kann ich für dieses Recht sein oder mich dabei „solidarisch“ erklären zu müssen? Erinnert mich an das Zitat: „Was ich am Ayatollah Khomeini am meisten hasse, ist dass er mich gezwungen hat Salman Rushdie zu verteidigen.“

  41. 41
    Skeptiker

    OH Gott, hat hier jemand mal wieder einen Stock gefressen, warum können Deutsche nicht lustige Satire, Satire sein?!
    Kein Wunder ist das Bild des Deutschen im Ausland von mangelndem Humor geprägt, wenn schon ein solcher Artikel in klein Blogdorf einen Moloch wie den DGB in Schwierigkeiten bringt und eigentlich aufgeschlossene Blogger sich auf die Seite dieses Großunternehmens stellen!

    Manchmal sollte man nochmal Satire (Tucholsky) und vor allem Meinungsfreiheit im Deutschen Raum neulernen…
    Schade Spreeblick, griff ins Klo.

  42. 42

    @Luke: wg. FDP – *plonk*

    Wobei Dein Kommentar durchaus sehr gut hier her passt: während der Autor des Beitrags und seine Jubelperser alles was ihnen nicht genehm ist unter „Neocons“ subsummieren, sind bei Dir und den anderen libertären Helden eben alle politischen Gegner Neonazis: Zwischentöne sind bloss Krampf im virtuellen Hahnenkampf…

    … mangelndes Differenzierungsvermögen oder mangelnder Diffferenzierungswille?

    @Björn: :-) Von wem ist das Zitat?

  43. 43
    Pollux

    Wenn jede dümmliche Diffamierung als „“Satire“ eingenordet werden kann, dann ist bald Land unter.

    Marco Kanne sollte Arsch in der Hose haben und erkennen, dass er Scheiße gebaut hat, statt sich als Opfer zu inszenieren.

    Das was er da absonderte ist dümmlich, geschmacklos und historisch ziemlich verpeilt.

    Also Marco – Schwanz einziehen, sich entschuldigen und zeigen, dass man soviel Selbstbewußtsein hat, dass man auch selbstkritisch eigene Fehler erkennen kann.

  44. 44
    Reifenstein-Herbig

    Jetzt schafft doch endlich diese lästige Kunstfreiheit ab ! Vielleicht ist der DGB dann ja wieder glücklich …

  45. 45
  46. 46
    der_gute_don

    „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“

    Voltaire

  47. 47

    @Jo@chim: >Von wem ist das Zitat?

    Damit hast Du Dich jetzt endlich entgültig ins Abseits geschossen. Die populäre Front sitzt da drüben. Spalter!

  48. 48

    @der gute don

    Um zu solch einer moralischen Haltung zu gelangen, braucht es ein ordentliches Maß an Selbstreflexion, Selbstkritik und Einfühlungsvermögen, das zumindest ein Rene Walter überhaupt nicht und ein Malte Welding leider nicht ausreichend besitzt. Das Zitat läuft deshalb in Bezug auf die involvierten Spreeblick-Genossen ins Leere.

  49. 49

    @Joachim: schon vergessen, das mit den Blutsaugern? Bisweilen nimmt der Sozialismus da schon deutlich nationale Züge an, nicht nur bei Lafontaine. So völlig aus der Welt ist das nicht, was Luke sagt.

  50. 50

    jo@chim, drchaos

    Sozialismus ist Kollektivismus. Nationalismus ist Kollektivismus. Was ist dann wohl Nationalsozialismus? Die Grundstruktur ist doch jeweils die selbe. Nur das Subjekt ändert sich („Volk“, „Rasse“ bzw. „Nation“, „Arbeiterklasse“ usw.)

  51. 51

    @Jo@chim: Ehrlich, keine Ahnung. Ich hab’s neulich in irgendeinem englischen Artikel gelesen, aber leider vergessen von wem es stammt. Und ich finde es auch nicht wieder. Was ich schade finde, weil’s mir mit dem Karikaturenstreit damals so ähnlich ging… oder eben jetzt mit dem Marco-Gelöt…

    Nachtrag: Hab’s wiedergefunden. War aus diesem Artikel im Daily telegraph.

  52. 52
    Pollux

    Sozialismus ist universalistisch angelegt, da er sich nicht auf die Grenzen von Volk, Ethnie oder anderen askripitiven Merkmalen bezieht.

    Insofern ist Nationalsozialismus auch eine unzulässige Vermischung zweier an sich unvereinbarer Kategorisierungen.

    Ein „Nationalsozialismus“ der die Klassenschranken unter Rückgriff auf einen Volksbegriff wieder einführt, ist eine Perversion und keine logisch stingente Erweiterung, weder in Hinsicht auf „Nation“ noch auf „Sozialismus“.

    Das läßt sich populistisch aber gut verkaufen, da damit zwei für viele Menschen relevante Topoi vermengt werden.

  53. 53
    Luke

    „Differenzierungsvermögen“ und der Mangel an selbigem wird von Staatsliberalen immer dann bemüht, wenn man ihren mit freiheitlicher Rhetorik behübschten middle-of-the-road Etatismus als das bezeichnet, was er im Grunde ist: Eine Spielart von „Sozial“demokratie, „Marktsozialismus“ nannten das Andere.

    Analoges gilt für die Erben der tschechischen „Sozial“demokratie, die heute gemeinhin als „Rechtsextreme“ gelten sofern sie wenig Wert auf political correctness legen – tun sies doch, heißen sie bei gleicher Programmatik „Links“partei, Attac oder DGB.

    Ich werd beides weiter National-Sozialismus nennen und hol da vorher auch keine Genehmigung vom DGB oder dem neo“liberalen“ „Anti“bürokratieteam ein.

  54. 54

    @drchaos 48: Wo habe ich Deiner Aussage oder der von Marco 49 widersprochen?

    Dass es mit dem „Universalismus“ des Sozialismus zumindest in der schnöden Realität so weit nicht her ist, hat nicht nur schon Hayek analysiert (nicht:verrührt) darauf deutet auch die Lafontain’sche Hetze gegen „Fremdarbeiter“ hin oder der oft deckungsgleiche Antiglobalisierungs-Agitprop von NPD und attac.

    Ich hab mich doch nur gegen dieses sektiererische „Alles-in-einen-Topf-werfen“ gewandt, das einfachere Gemüter offensichtlich benötigen, um den Schmerz des Selbstdenkens zu mildern.

    Kenn‘ das noch aus den 80ern vom KBW, bei dem auch alles Faschisten waren ausser Maozedong. Immerhin, aus einigen von denen ist noch was geworden… in diesem Sinne: viel Glück Luke :D

    Ich steige an dieser Stelle mal aus dieser unerquicklichen Diskussion aus.

  55. 55

    @Björn 50: ja, beim Karikaturenstreit lief die Entsolidarisierungsmethodik nicht anders ab – die Freiheit der Meinungsäusserung wird relativ gesetzt, indem sie von den Absichten oder der politischen Verortung desjenigen abhängig gemacht wird, dem der Mund verboten werden soll. Das ist aber auf der Ebene völlig irrelevant.

  56. 56

    @Jo@chim:

    Aber die Kiste ist ja – damals wie heute – wie man Solidarität übersetzt. Nimmt man die Wörterbuch-Definition „Verbundenheit, Zusammengehörigkeit“, dann lehne ich das für mich ab. Denn verbunden fühle ich mich mit Marco und den Positionen die er vertritt in keinster Weise. Und, ganz ehrlich, der Nero-Befehl-Kommentar und der unkommentierte Gaskammer-Spruch in seiner Kommenatarsektion (nicht von ihm selbst), machen es mir schwer auch nur sowas wie Sympathie für ihn aufzubringen. Ging mir mit der Jyllands-Posten damals keinen Deut anders. Aber in der Sache an sich stehe ich halt auf der Position, dass er das Recht haben sollte sowas zu sagen. Mir wäre es aber persönlich unangenehm, würde jemand daraus dann „Solidarität mit Marco“ ableiten. „Solidarität mit der Meinungsfreiheit“, selbst für depperte, geschmacksverwirrte und von mir abgelehnte Aussagen, schon eher…

    Wobei ich allerdings sogar verstehen kann, dass man bei sowas manchen Leuten die näher an der eigenen Position liegen eher entgegenkommt, als Leuten die exakt entgegengesetzt positioniert sind. Keiner von uns hat zuviel Freizeit, da entscheidet man halt interessensgesteuert, bei wem man sich aktiv einsetzt und bei wem man andere Methoden seine Zeit rumzukriegen vorzieht. Ist zwar keine großartige Haltung, aber so ist das halt. Sollten zum Beispiel die Hetzklopse von PI mal richtig Probleme bezüglich ihrer Meinungsfreiheit bekommen, dann bin ich mir sicher dass bei meiner Entscheidung „für die Meinungsfreiheit von PI kämpfen oder doch lieber noch ’nen Kaffee aufsetzen und dann dem Gras beim Wachsen zusehen“ Kaffee und Gras gewinnen würden. Inkonsequent, aber menschlich…

    Speaking of Kaffee, ich glaube, das ist gerade ’ne gute Idee.

  57. 57

    Marco wird ja ad personam wegen einer Meinungsäusserung angegriffen. Sympathie oder die Frage, ob er sich da nicht selbst reingeritten hat, ist in dem Zusammenhang nicht relevant.

    Wenn sich jemand passiv dazu verhält, ist das sein gutes Recht (wir alle müssen uns zur Mehrzahl der Vorgänge auf der Welt passiv verhalten).

    Die Bigotterie derjenigen hier allerdings, die auch noch ihre klammheimliche Freude über die Abmahndrohung der DGB-Apparatschiks rauskotzen, ist mir aber schon schwer erträglich. Sollen die zukünftig die Waffel halten, wenn irgendein Unternehmen mittels Markenrechtabmahnung oder anderer juristischer Tricks versucht, Kritiker mundtot zu machen.

    btw: „Kaffee und Gras“ – gute Kombination ;-)

  58. 58
    fpk

    Sorry, aber ich kann Leute nicht wirklich ernst nehmen, die bei Hitlerbildern von Verharmlosung sprechen, bei Stasi-Vergleichen von gelungener Satire.

    Da scheint die politische Verortung doch etwas die Ansicht zu den Grenzen dessen, was gesagt werden darf und was nicht zu beeinflussen.

    Lustig auch, dass man automatisch zum Neocon wird, wenn man für Meinungsfreiheit eintritt.

  59. 59

    ich finde ja, dass Blödheit (z.B. saublöde Scherze) abmahnfähig werden sollte. Dann wäre die Rechtslage eindeutig.

    Und wer die Stasi-Spießer-Republik mit dem Zig-Millionen-Menschen-Mordmaschinen-System der Nazis auch nur ansatzweise vergleicht, gehört der Internetausweis abgenommen. Und zwar sofort.

  60. 60
    fpk

    Vielleicht meinst du ja gleichsetzten, mspro. Kleiner Unterschied zu vergleichen. Vergleichen sollte man alles können dürfen. Äpfel mit Birnen genauso wie NSDAP und SED.

    Nur hab ich weder das eine noch das andere gemacht.

  61. 61
    nicnac

    Da ist mir gestern doch gestern glatt das System restlos abgestürzt (vor lauter Schreck über ein solches Ausmaß an Dreistigkeit?)
    Nach erfolgter Neuinstallation hab ich mich soeben durch das durchgelesen, was inzwischen dazugepostet wurde …
    Der gescheiteste Kommentar stammt von Björn (#40). Ich sehe es ähnlich.
    Auch wenn Marco in meinen Augen ein ultrareaktionäter Anarcho-Schwurbler ist, muß er das Recht haben, seine merkwürdigen Ansichten unters Volk bringen zu können. Er sollte allerdings auch mit dem Widerspruch leben können, den er provoziert. Den Part der verfolgten Unschuld spielt er ganz zu Unrecht.
    It’s coffee time! Let’s watch the grass grow. It’s not yet harvest time :)

  62. 62
    westernworld

    @mspro

    :“ich finde ja, dass Blödheit (z.B. saublöde Scherze) abmahnfähig werden sollte. Dann wäre die Rechtslage eindeutig.

    Und wer die Stasi-Spießer-Republik mit dem Zig-Millionen-Menschen-Mordmaschinen-System der Nazis auch nur ansatzweise vergleicht, gehört der Internetausweis abgenommen. Und zwar sofort.“

    endlich, endlich stellt mal jemand amtlich fest was lustig ist und was nicht!

    das wurde auch zeit und keiner ist berufener als sie herr pro.
    dann herrscht wieder zucht und ordnung und die jugend hat orientierung.

  63. 63

    @nicnac

    „Auch wenn Marco in meinen Augen ein ultrareaktionäter Anarcho-Schwurbler ist, muß er das Recht haben, seine merkwürdigen Ansichten unters Volk bringen zu können.“

    Wow, nicnac, das klingt ja schon fast vernünftig, zumindest das bis auf „ultrareaktionäter Anarcho-Schwurbler“. Dies klingt für mich nach keinem Plan und Bullshit, aber Du hast das Recht, diesen Bullshit zu äußern.

    „Er sollte allerdings auch mit dem Widerspruch leben können, den er provoziert.“

    Alter, mit Widerspruch muss ich mein ganzes Leben leben und dagegen gibt’s auch gar nicht einzuwänden. Es besteht allerdings ’n Unterschied zwischen Widerspruch, also dem Äußern einer gegensetzlichen Auffassung und der Drohung mit einem Gerichtsverfahren. Das wirst Du doch wohl verstehen. So, die Drohung ist es, um die es geht, nicht, dass der DGB den Screenshot nicht toll findet oder was darauf abgebildet ist. Wer alles mit einander vermischt, ist entweder dumm oder tut’s auf Grund einer politischen Agenda, die Meinungsfreiheit nicht universell, son nur als Instrument sieht, das anderen natürlich beliebig eingeschränkt werden darf.

    Und mal Grundsätzlich: Ich habe nichts gegen Gewerkschaften, sondern gegen staatlich protektionierte Gewerkschaften, also den Staat. Ich sympathisiere durchaus mit freien Gewerkschaften wie der anarchosyndikalistischen FAU, deren Zeitung „Direkte Aktion“ ich auch lese.

  64. 64

    ich finde ja, dass Blödheit (z.B. saublöde Scherze) abmahnfähig werden sollte.

    Hat was!
    … wenigstens blieben uns dann Kommentare wie der von mspro58 erspart ^ ^

  65. 65
    nicnac

    @Marco:
    Wir sind uns insoweit einig, daß Dir das Recht zusteht, Dein Meinung auf die von Dir geübte Weise zu aüßern. Mir mißfällt indes die Art und Weise, in der Du diese Freiheit nutzt.
    Daß die DGB-Reaktion auf Dich das Sahnehäubchen auf das Maß an kleinkarriertem Spießerverhalten darstellt, ist eine ganz andere Geschichte.
    Das kann Dich eigentlich nur freuen, damit hast Du ja ein Ziel erreicht. Dennoch bleibst Du für mich der Durchgeknallte im Spiel, der üble Geschichtsklitterung betreibt, um sein Ziel zu erreichen. Du selbst setzt eine gewerkschaftlich Dachorganisation – den DGB – mit staatlichen Oranisationen gleich (protektioniert). Hast Du auch nur den Hauch einer Ahnung davon, welche Kraft es einst gekostet hat, zum Beispiel Dinge wie die Mitbestimmung (Arbeitnehmerrechte) durchzusetzen?
    Das wurde erst in der Äre Brandt möglich und mußte sauer erkämpft werden. Von wegen Protektionismus … Pah!
    Ein klein wenig mehr Fähigkeit zur Selbstkritik würde Dich gleich etwas sympathischer aussehen laßen.

  66. 66
    Sir Francis Drake

    @joachim (63) Vielleicht bliebe uns dann auch Dein dummes Gewäsch erspart.

    Aber man weiß ja: die Renegaten sind immer die 150%-igen, weil sie ihrer neuen Kameradschaft beweisen müssen, wie doll sie hinter der Sache stehen, gelle?

  67. 67
    JuH

    Komisch, in welchem Ausmaß mal wieder das Doofmeinungsgetrolle wichtigtuerischer Unterinformierter losbricht. Ich dachte eigentlich, die Schulferien seien vorbei.

  68. 68
    srm

    Ach.du.meine.Güte.

    Ich verweise an solchen Stellen immer auf den LTI-Apparat. Da leuchten dann braune Lämpchen…Was manche Menschen für einen Scheiß erzählen.
    Leider habe ich keinerlei Bewunderung übrig für die Wortfindungsideen dieser Wortwurfnazis.
    Mal haben sie ’nen Baseballschläger, dann ne Richterrobe, dann wieder holen sie sich Marx an den Tisch…Marx! Hallo! Nazis? Ich pack das nicht. Und dann sind sie auf einmal wieder liberal. Oder Globalisierungsgegner (keine Kritiker wohlgemerkt! Zum Kritisieren fehlt es dann wohl doch an einigen Stellen).

    Kommt, desillusioniert mich nur weiter!

  69. 69
    nicnac

    @JuH: Noch viel seltsamer scheinen mir hingegen jene zu sein, die sich im Besitz der Weisheit und der Unfehlbarkeit wähnen. Die sich in geheimbüdlerisch anmutenden Zirkeln zusammenrotten und ihren verrucht syndikalistischen Sermon vor sich hinmurmeln …
    Bakunin ist längst tot und seine Brut eigentlich ebenfalls, nur weiß sie es noch nicht so recht und vergißt deswegen einfach, umzufallen. Zwar weilt der Fürst Kropitkin auch nicht mehr unter uns; doch wenigstens wußte der ein Faß aufzumachen. Und er wußte, wie mit Scharfmachern und Wichtigtuern umzuehen ist: Gewalt ist überflüssig, gebt sie einfach mal der Lächerlichkeit preis.
    Und nun zu Dir, JuH: Weiß Dein Papa eigentlich, daß Du umdiese Zeit an seinem Rechner rumspielst? Wo doch die Kita schon morgens um Neun anfängt!

  70. 70
    JuH

    Wenn sich jemand an einer Taktlosigkeit ergötzt und sich dann, deswegen abgestraft, in albernem Meinungsfreiheitsgeschwurbel verrennt, muß ich dem dann noch eine Verständniskulisse in einer ‚Diskussion‘ (deren Sinn wohl hauptsächlich darin besteht, daß jeder mal sein Ego streicheln darf) aufbauen? Ich bin halt ein intolerantes Arschloch und meine ’nö‘.

  71. 71

    @fpk: Konvertit, richtig denunziert, nicht Renegat. Um der sprachlichen Präzision willen. Ansonsten lass mich in Ruhe. Spiel mit dir selbst, das entspannt.

  72. 72
    der_gute_don

    @JuH:
    > „Die Aufklärung, welche die Freiheiten entdeckt hat, hat auch die
    > Disziplinen erfunden“ (Foucault)

    etwas am Thema vorbei, verstehe aber worauf Du hinausmöchtest, deswegen gerne noch ein Zitat:

    „Greift die Aufklärung zur Waffe, wird sie schnell zur Inquisition.“

  73. 73
    nicnac

    @JuH: Das mit dem „intoleranten Arschloch“, das hast jetzt Du geschrieben. Von mir stammt lediglich der fehlende Widerspruch.
    Dein eigenes Ego will gewiß ganz doll gestreichelt werden, so wie es hier um Aufmerksamkeit heischt. Allerdings sind „styling and profilung“ in Deinem Fall höchst verbesserungswürdig. Geh also nach Haus und üb noch mal. Dunkle, mehrdeutige Sprüche mögen tauglich sein, anderen seine grenzenlose Verachtung auszudrücken. Zum Transport eindeutiger Botschaften sind sie denkbar ungeeignet.
    Nur weil Dich keiner liebt, mußt Du Dich nicht gleich zum hochkarätigem Misanthrophen stilisieren, dessen einziges Prinzip aus dem Dagegensein besteht.
    Du tust mir wirklich irgendwie leid: So viele Feindbilder im Sinn und so wenige tasächliche Persektiven im Kopf, die sich dagegen halten lassen, das muß scheußlich wehtun!

  74. 74
    JuH

    @der_gute_don : mein fehler. namedroppingscheisse, die bestenfalls nichts bringt.
    @nicnac : meine güte, was du alles aus meinen zwei(!) sätzen rauslesen vermagst. fantastisch! und ja, es ist tatsächlich alles genau so, wie es dir deine überragenden analytischen fähigkeiten verraten. also verneige ich mich vor dem neuen visionären vordenker unserer zeit und suhle mich in seinem mitleid, ich jämmerliche gestalt. zufrieden?

  75. 75
    nicnac

    @JuH: Welch groteskes Mißverständnis! Wie kann ich zufrieden sein, wenn jemand so offensichtlich kreuzunglücklich ist?

  76. 76
    Luke

    @joachim: Im Gegensatz zu dir erkenne ich in einem politischen Amt keine „Karriere“, sondern recht herkömmliche Kriminalität unter dem Deckmantel des öffentlichen „Rechts“.

    Extremism in the defense of liberty is no vice. Moderation in the pursuit of justice is no virtue, und der gebetsmühlenartige Verweis auf die K-Gruppen müsste sich einerseits selbst im gelbsozialistischen Niveau langsam abnutzen, andererseits ist er für mich natürlich auch irrelevant.

    Als richtig erkannte Prinzipien müssen selbst verständlich radikal (radix, lat.; also an der Wurzel) verteidigt werden. Du bist doch stattdessen längst mit Kleingeld im Rückzugsgefecht beschäftigt, dessen Frontlinie mangels grundsätzlicherer Koordinaten ohnehin stetig nach hinten verschoben wird. Das merkst du ja sogar, aber in Sachen Schmerztoleranz ist da noch viel Raum für Lafontaine & Co. – klassisches FDP-Milieu halt.

    Erwachet,
    L-Gruppe „Bewegung 7. Januar“

  77. 77

    Wie niedlich!

    Unsere Sektierer-Freunde vom rechtslibertären Blogufer haben ein Hitlerbild auf eine DGB-Seite zum Mindestlohn hochgeladen, dann ein Bildschirmfoto davon angefertigt und nun: fühlen sie sich „žverfolgt“ und in ihrer „žMeinungsfreiheit“ schlimm eingeschränkt, wenn der DGB damit nicht einverstanden ist und sich dagegen wehrt, wenn seine Mindestlohn-Kampagne von ihnen mit Hitler in Verbindung gebracht wird.

    Wie macht das der DGB? Ohne Abmahnung.

    Wo waren diese rechtsdrehenden „žFreunde der Freiheit“, wenn Firmen mit Abmahnungen Jagd auf kritische Blogger veranstalteten? Wo waren sie, als Rechtsextremisten auf der Webseite „žPolitically incorrect“ meine Identität aufgedeckt haben und damit drohten, mich zu erschlagen?

    Richtig: In solchen Fällen waren sie still oder freuten sich sogar über derlei Treiben. Ich hatte beispielsweise einen dieser Rechtslibertären (ein sog. „žRayson“) während dieser Zeit darum gebeten, den Hinweis auf meine Identität von seinem Blog zu löschen.

    Spott und Hohn war die Reaktion. Es stört sie eben nicht sonderlich, wenn ein Linker bedroht wird. Der zu löschende Hinweis auf meine Identität steht bis heute im rechtslibertären Sektierer-Blog „žBissige Liberale“, was in Zusammenhang mit der Morddrohung steht.

    Und jetzt heulen sie, alle gemeinsam und überaus verzweifelt, weil der DGB einen Brief geschrieben hat. Niedlich, oder?

  78. 78

    Immer noch sauer über’s Outing (nicht als Person, das hat nie stattgefunden, sondern:) als Kommentarspammer „Dr. Dean“ (der Dr. fehlt in letzter Zeit ehrlicherweise)? Sei froh, dass Dr. Trier *dich* damals nicht angezeigt hat, Troll ;-)

  79. 79

    Ich muss dieser Darstellung entschieden widersprechen. Auf unserem Blog ist kein Hinweis zur Identität eines »John Dean« zu finden (ich habe das Archiv gerade durchsucht). Wer der Meinung ist, ein Problem mit unserem Blog zu haben oder wer der Meinung ist, dass seine »Identität« in unserem Blog berührt wird, der möge uns einfach eine Mail schreiben, aber sich nicht anderswo beschweren. Die Adresse steht in unserem Blog. Selbstverständlich kann man bei uns auch kommentieren;-)

    »John Deans« persönliche Einschätzungen zu unserem Blog möchte ich nicht näher kommentieren. Wer unser Blog liest, wird sich seine eigene Meinung bilden können.

  80. 80
    arnold

    @Joachim(77) Hej, Du bist ziemlich erfahren im politischen Geschäft, wie? Stört es Dich eigentlich nicht, dass man Dich als sowas wie eine „(edit: bitte ohne persönliche beleidigungen)“ wahrnehmen könnte?

  81. 81

    @ Stefanolix

    Dasss du gerade das ganze eigene Archiv durchgesucht hast, sorry: Das glaube ich dir einfach nicht. Das Archiv der verbissenen Liberalen ist da wohl doch ein wenig zu umfangreich, gell? Sorry, es ist nicht so, dass ich dir die Redlichkeit prinzipiell abstreiten würde (dies im Gegensatz zu manchen deiner Blogfreunde), aber erstens weißt du doch nicht, wo du suchen musst, und zweitens hättest du einfach „žRayson“ fragen können.

    Das hast du aber nicht.

    Zu Deinem

    Wer der Meinung ist, ein Problem mit unserem Blog zu haben oder wer der Meinung ist, dass seine »Identität« in unserem Blog berührt wird, der möge uns einfach eine Mail schreiben, aber sich nicht anderswo beschweren.

    Dein Blogkollege Rayson hat sich bereits geweigert, dieser Bitte nachzukommen. Stefanolix: Wie oft soll ich diese Bitte denn aussprechen, damit man ihr einmal folgt? Dein Blogfreund „žRayson“ hat meiner Bitte doch längst schon abschlägig beschieden — guck mal Stefanolix, das hat er geantwortet::

    Wenn uns (dieser Blog bin nicht nur ich) jemand darauf hinweist, dass bei uns über ihn etwas Privates veröffentlicht wird, was er nicht veröffentlicht sehen möchte, bzw. wenn wir das selbst erkennen, löschen wir das natürlich. Deswegen wäre mir ein konkreterer Hinweis (z.B. durch eine Bestätigung der obigen Vermutung) schon recht. Die Erneuerung eines Mordaufrufs kann man daraus aber nun wirklich nicht basteln.

    Mit anderen Worten: Rayson weiß genau, wo sich dieser Hinweis verbirgt, aber kann das nicht als „žErneuerung eines Mordaufrufs“ werten. Also lässt er ihn drin, trotz meiner Bitte nach Löschung. Außerdem hätte er (der gerne anonym bleibt) gerne ein paar nähere Angaben zu meiner Person, bevor er darüber nachdenkt, ob er die Hinweise auf meine Identität in seinem Blog löscht.

    @ (edit: wenn es ein problem mit dem realnamen gibt, dann bin ich dafür, dass wir den außen vor lassen)

    Vielleicht solltest du wieder den lächerlichen „žStoppt Dean“-Button auf deiner Homepage aktivieren, den du dir Mal mit großen Mühen gebastelt hast. Deine Lach- und Krachgeschichten rund um Dr. Trier nimmt doch eh´ keiner für voll.

  82. 82

    Dr. „John“ Dean – Du bist ein (edit: der name ist gelöscht und somit hat auch diese beleidigung ihre grundlage verloren).

    (@webmaster: nein, das ist IMHO keine editable Beleidigung, weil sie an jemanden gerichtet ist, der aus der Anonymität heraus anderer Leute Realname Suchmaschinengerecht promotet)

  83. 83
    der_gute_don

    „mr. dean“, ich erinnere mich an den damaligen Fall. Du bist wirklich ein ziemlich fieser Charakter.

  84. 84
    harry

    Ach lasst doch die Beleidigungen (jemandes RN hier zu bringen ist aber in der Tat ziemlich fies und sacht mehr über den der die Scheiße wirft als über den den sie trifft)

  85. 85

    Nachdem unser Blog hier ein zweites Mal mit unverständlichen Beschuldigungen ins Zwielicht gerückt werden soll, biete ich nochmals an:

    Wer der Meinung ist, ein Problem mit unserem Blog zu haben oder wer der Meinung ist, dass seine »Identität« in unserem Blog berührt wird, der möge uns einfach eine Mail schreiben, aber sich nicht anderswo beschweren.

    Ich gehe jedem ernsthaften Hinweis nach, aber wenn ich keinen bekomme, kann ich einfach nichts machen. Wir hatten in der Vergangenheit mal eine Anfrage, in der es um Daten ging, die ein Kommentator versehentlich selbst preisgegeben hat. Natürlich haben wir das unkenntlich gemacht.

    Aber ich finde keine personenbezogenen Daten zu »Joe Dean« oder zu »Dean«. Und ich habe keine E-Mail bekommen. Also liegt für mich die Vermutung nahe, dass hier nur öffentlich nachgetreten werden soll. Es ist unredlich, einerseits mein Angebot nicht zu nutzen und sich andererseits weiter öffentlich zu beschweren. Ich weiß nicht, aus welcher Quelle diese Antwort von Rayson kommt. Aber wenn sie aus einer privaten E-Mail stammen sollte, ist ein öffentliches Zitat wohl fehl am Platze (um das noch ganz höflich auszudrücken).

    Für mich ist das Bloggen eine Freizeitbeschäftigung, so dass ich nicht immer sofort reagieren kann. Aber wenn eine ernsthafte Anfrage (mit URL des Beitrags) kommt, wird sich hier jemand in angemessener Zeit darum kümmern.

  86. 86

    @Dean: Nach Rücksprache mit Rayson kann ich jetzt nochmals sagen, dass wir keine identitätsbezogenen Daten über Sie im B.L.O.G. gefunden haben. Sollten Sie nach wie vor der Auffassung sein, dass Daten aus wichtigem Grund gelöscht werden sollen und sollten Sie nach wie vor nicht mit mir direkt in Kontakt treten wollen, dann schalten Sie bitte eine Vertrauensperson ein, die mir konkrete Angaben macht. Meine Adresse haben Sie. Mehr kann ich Ihnen wirklich nicht anbieten.

  87. 87
    srm

    ach, wie lieb sich doch alle haben.
    jetzt wird schon fröhlich gesiezt.
    ignorebutton anyone?
    das ist ja einer der vorteile des netzes, ausblenden per knopfdruck.

    hmm…vielleicht macht ihr auch einfach für jede meinungsverschiedenheit ein eigenes blog auf? je nach anspruch auf weiterführung vor gericht dann mit den entsprechenden siez-formen und so zeugs.

    nochmal hmm….dann könnt‘ man vielleicht, ajax sei dank, eine echtzeit analyse der geschriebenen worte und gesetzten bilder gegen die im netz vorhandenen gesetzesdatenbanken einbauen…
    bin ich offtopic? who cares? not me! i never lost control.
    „Morde? Was für Morde?!“ – „Ich kenne diese eMail nicht.“

  88. 88
    srm

    entschuldigt bitte.
    ja, hitler macht doof (punkt)

  89. 89

    Nachtrag:

    Das in Kommentar Nr. 81 angesprochene Problem ist heute von Stefanolix ausgeräumt worden.
    Schönen Dank dafür!

    Moral: Es ist nie zu spät.

  90. 90

    Und es hat auch nur deshalb etwas mehr als vier Stunden vom Eintreffen der E-Mail bis zur Lösung des Problems gedauert, weil ich heute etwas länger arbeiten musste. Erledigt. Vergessen.

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