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Twittern und gegen Vorratsdatenspeicherung sein

Auch von ansonsten völlig normalen Menschen höre ich regelmäßig folgenden Satz (gerade erst wieder in den Kommentaren):
„Ich weiß nicht, wie man sich über die Regierung aufregen kann, wenn man selber bloggt/bei MySpace/Xing/Facebook ist/twittert.“

Dieser Satz ist so scheinvernünftig, dass er sich geradezu viral verbreitet (aber wahrscheinlich muss man den Satz überhaupt nicht schonmal gehört haben, um ihn aussprechen zu können, er gedeiht wohl auch so ganz gut). Darüber hinaus kommt er auch noch aus zwei gegensätzlichen ideologischen Richtungen. Aus der einen Richtung kommend bedeutet der Satz: „Wenn der Staat sich um eure Sicherheit kümmert, regt ihr euch auf, aber auf Twitter schreibt ihr doch viel mehr, als der Innenminister jemals wissen wollte.“ Aus der anderen: „Der Staat will euch scannen und ihr GEBT ihm auch noch FREIWILLIG die Daten?“
Vielleicht sollte man sich zunächst mal anschauen, was in einem real existierenden Twitter-Account, nämlich meinem, überhaupt so steht:

@stijlroyal kg? iq? kontominus? ungefähr 1 Stunde ago from web in reply to stijlroyal

@Die_Gruenen habt ihr keinen twitterberater? das ist ja furchtbar. ungefähr 1 Stunde ago from web in reply to Die_Gruenen

@pauneu es ist doch erstaunlich, mit seinem twitter- auf seinen identica-account zu verweisen. machst du nix langes? ungefähr 1 Stunde ago from web in reply to pauneu

jetzt hat sie gewonnen und ist im schmiegefieber ungefähr 1 Stunde ago from web

meine katze stellt gerade den weltrekord im klagesingen ein. die müssen mehr zwerchfelle haben als unsereins. ungefähr 2 Stunden ago from web

klinsmann tritt ja wohl eher nicht zurück, aber wenn rummenigge jetzt flipper oder mathematik sagt, explodierts. was meint ihr? #3:3 vs vfl 05:30 PM October 04, 2008 from web

@Piraat Dieser Magenstiel dient sowohl zur Aufnahme von Nahrung, als auch zur Verdauung. http://twiturl.de/nuppe 11:26 PM October 03, 2008 from web in reply to Piraat

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass ich mich geradezu aufdränge, mit Whiskaswerbung überhäuft zu werden. Auch dass ich mich für Fußball und das Verdauungssystem von Quallen interessiere, würde einem geübten Sicherheitsfachmann nicht entgehen. Und wenn man das mit meinem Facebook-, meinem Xing-Account und meiner MySpace-Trutzburg abgleicht, bekommt man ein so rundes Bild von mir, dass es reicht, mir in den Kommentaren zu sagen:
„Du sahst auch schonmal besser aus. Hast du ne Katzenallergie?“

Das alles sind Informationen, die so privat sind, dass ich sie jedem Menschen nach ungefähr fünf Minuten Gesprächsdauer zukommen lasse. Darüber hinaus sehe ich sowieso wie ein Macchiato-Linker aus (ich könnte also unerkannt FDP wählen, vielleicht tue ich das beim nächsten Mal). Aus dem Blog kann man dann ein paar Informationen filtern, die nach fünf Minuten noch nicht auf dem Tisch wären, aber das wäre schon mehr Aufwand, man wüsste nicht, was Dichtung ist und was nicht oder wo ich längst meine Meinung geändert habe und am Ende würde man feststellen, dass man sich das meiste eh schon gedacht hat, typischer Macchiato-Linker halt.

Halten wir also mal fest: Handfeste Daten bekommt man über Twitter und MySpace undsoweiter eher nicht. Wie anders wäre das, wenn jemand abrufen könnte, welche Seiten ich im vergangenen Jahr angesteuert habe. Mit wem ich telefoniert habe. Was ich mit Kreditkarte gezahlt habe. Und. Und. Und. Dieser Mensch wüsste mehr über mich als meine Eltern, mein Ärzteteam und mein Beichtvater.

Muss ich den Unterschied wirklich noch erläutern?

46 Kommentare

  1. 01

    außerdem ists halt auch ein unterschied, ob man etwas freiwillig preisgeben möchte, oder ob man nicht genau weiß, wer jetzt was von einem weiß.

  2. 02

    Danke! Du hast genau das geschrieben was ich schon eine ganze Weile denke!

  3. 03
    Herr_M

    Meine Maxime lautet ohnehin, „Verbreite nichts über Soziale Netzwerke, worüber du nicht auch mit einem flüchtigen Bekannten beim Bier am Tresen plaudern würdest.“

  4. 04

    stimme dir bei: das ist in etwa so ein unterschied, als ob ich ein tagebuch oder wagners bild-kolumne schreibe.

    na ja, letzteres sollte man vielleicht auch nicht öffentlich zugänglich machen .-)

  5. 05

    Stimmt schon Malte,

    letztendlich ist der Unterschied einfach:

    Im Netz entscheide Ich was von mir zu sehen ist, im Staat entscheidet dies ein kleiner griesgrämiger Mann für mich.

  6. 06
    Thunder77

    Ich denke, der wesentliche Unterschied zwischen VDS/Bundestrojaner und Bloggen/Twittern/anderes Web2.0-Zeug ist die die Freiwilligkeit des Betroffenen.Beispiel: Schreibe ich ein Weblog, ist es allein meine Entscheidung, ob ich darin erwähne, welche Webseiten ich mir so ansehe.Bei der VDS hab ich diese Entscheidung nicht.Mal abgesehen von der grundsätzlichen Schweinerei der von Schäuble, Zierke und Co geforderten Überwachungsmaßnahmen: der kompletten Perversion der Unschuldsvermutung.Bis jetzt wurde man Überwacht, wenn es einen begründeten Verdacht für eine Straftat gab, jetzt soll das GESAMTE VOLK präventiv überwacht werden, weil evtl. möglicherweise ein geringer Anteil davon irgendwann eine Straftat begehen KÖNNTE!

  7. 07
    peter h aus b

    @Thunder77:
    „Bis jetzt wurde man Überwacht, wenn es einen begründeten Verdacht für eine Straftat gab, jetzt soll das GESAMTE VOLK präventiv überwacht werden, weil evtl. möglicherweise ein geringer Anteil davon irgendwann eine Straftat begehen KÖNNTE!“

    Ich glaube, das ist ein Denkfehler. Niemand wird in Echtzeit die Daten von 80 Millionen Bürgern überwachen. Die VDS soll doch letztendlich dazu dienen, bei einem begründeten Verdacht die Kontrolle zu erleichtern. Oder irre ich da?

    Ausserdem: die VDS soll lediglich legalisieren, was die Polizei und die diversen Dienste jetzt schon im Dunkeln treiben. Der Bürger bleibt so oder so machtlos.

    Am besten ist, man tut nichts illegales…

  8. 08
    Georg_

    @Malte: Erstmal Danke das Du meinem Kommentar einen ganzen Artikel gewidmet hast. Nun habe auch ich es verstanden und werde in Zukunft bei dem Thema etwas gelassener reagieren und als ebenso wie Du „Macchiato-Linker“ ggf. sogar zur Demo gegen Vorratsdatenspeicherung gehen. DANKE MALTE! You made my day.

  9. 09
    stefan.puhmuckel

    Ich denke, man muss aber immer noch differenzieren, ob ich einer einzelnen privaten Person am Thresen etwas über meine Katze oder über die Quallenverdauung erzähle, oder ob diese Informationen von großen Konzernen genutzt werden um ein Werbeprofil zu erstellen. Der Bekannte am Thresen will mit den Infos kein Geld verdienen, der Konzern schon.

  10. 10
    dralles

    @peter h aus b:
    Sicher. Aber als Maxime um Überwachung abzuwehren in einem Rechtsstaat trotzdem vollkommen inakzeptabel.

  11. 11
  12. 12
    Piraat

    Ich kann eclario nur zustimmen!

  13. 13

    Vielleicht wäre Twitter auch für alle, einschliesslich Innenministerium, interessanter, wenn nicht die“”ansonsten sehr lesenswerte und meist sehr lustige“”Berliner Avantgarde sich in Kalauern ergehen würde bei Twitter. Aber es ist vermutlich alles ein großes Missverständnis.

    @kleinski „” Ich präferiere Wagner, at any rate.

  14. 14

    @Georg_:

    ich hoffe, dass ich da jetzt nicht irgendwelche sarkasmus-signale übersehe, aber ich traue mich einfach mal: freut mich:)

  15. 15
    Hendrik

    @peter h aus b: Nein, in echtzeit überwachen ist wohl, rein Personaltechnisch reine Utopie.
    Aber ich für meinen Teil frage mich, wieso ich mich von Leuten vertreten lassen soll (Die Regierung: Vertretung des Volkes!) die mich, und alle anderen die sie vertreten, grundsätzlich für potentielle Mörder, Terroristen und sonstwas halten.
    Achja: Von 80 Millionen Menschen – wieviele werden da Verbrechen begehen das die Speicherung gerechtfertigt ist? 5%? 5″°?
    Darf man anhand solcher Quoten ein ganzes Volk unter Generalverdacht stellen?
    Und, grade für FDP Wähler (;)), nicht ganz unwichtig: Ist der kostenaufwand wirklich gerechtfertigt, wenn damit doch keine Verbrechen verhindert, sondern nur im nachhinein eindeutiger belegt werden können?

  16. 16
    Thunder77

    @peter h aus b: Überwachung, die nicht in Echtzeit stattfindet, ist also weniger schlimm? Was ist das denn für eine Logik?! Außerdem war die von mir erwähnte VDS nur EIN Beispiel aus dem Überwachungskatalog.
    „Ausserdem: die VDS soll lediglich legalisieren, was die Polizei und die diversen Dienste jetzt schon im Dunkeln treiben.“ Und ist deswegen weniger schlimm oder was?! Super, dann führen wir doch gleich noch die Folter zur Informationsgewinnung wieder ein, wenn wir schon dabei sind.Ist ja dann auch legal (wie in vielen sog. „Schurkenstaaten“ auch) und damit vollkommen in Ordnung….

  17. 17
  18. 18

    Das mit dem Fünf-Minuten-Gespräch bringt es gut auf den Punkt.
    Toller Post, Malte!

  19. 19

    haha, sehr gut! wenn ich so manchmal in meinem twitteraccount zurückschaue, verstehe ich selbst manchmal nix mehr.

  20. 20

    Ich bin auch der Meinung von Malte. Solange man noch selber die Kontrolle darüber hat, was man preis gibt, kann man eben auch bestimmte Sachen vorenthalten. Der Punkt ist die eigene Kontrolle, und die will ich mir nicht von jemandem nehmen lassen, der mit den Informationen Sachen anstellt, die ich nicht will. Darum heißt es ja auch Informationelle Selbstbestimmung und nicht Fremdbestimmung

  21. 21

    Das ist freundlich gesagt ein alter Denkfehler der Gegenkultur, und er geht in etwa so: Politische Probleme mit individuellem Handeln verwechseln. Statt politisches Handeln einzufordern auf Individuen behelligen. „Global denken, lokal handeln“ (the usual blabla) „I’m starting with the man in the mirror“ (Michael Jackson). Alles bullshit. Man kann sehrwohl als Individuum ein facebook-Profil unterhalten, und zugleich von der Politik verlangen, sie solle das Schnüffeln lassen.

  22. 22

    lösche „auf“, sorry.

  23. 23
    peer

    Die Frage ist doch eher was zu dem Drang führt sich permanent
    mitteilen zu müssen. Den sinn dahinter habe ich noch nicht erschlossen.

    Ein Hund leckt sich die Eier – Warum? Weil er’s kann :)

  24. 24
    bongokarl

    Und ich dachte, du wärst jetzt offizieller Twitter-Berater der Grünen. Schade.

  25. 25

    Ich denke wenn man etwas für sich behalten möchte sollte man es auch nirgends schreiben usw. Jeder Mensch ist für seine privatsphähre selbst zuständig das ist meine Meinung!

  26. 26
    MakeAMillYen

    @Herr M (3)

    „Meine Maxime lautet ohnehin, „Verbreite nichts über Soziale Netzwerke, worüber du nicht auch mit einem flüchtigen Bekannten beim Bier am Tresen plaudern würdest.“ “

    Der Meining bin ich eigentlich auch. Aber nicht alles, was ich schon unbedacht einem fluechtigen Bekannten beim Bier erzaehlt habe, ist fuer alle Ewigkeiten bei Google festgehalten. Da ist der Unterschied.

  27. 27
    Philipp A.

    Klasse Post Malte, nur hast du damit meine kritische Frage (wie Google und Datenschutz zusammen passt) nicht ganz beantwortet.

    Was bloggen und twittern angeht gebe ich dir selbstverständlich recht.

  28. 28
    peter h aus b

    Zum twittern: es mag ja sein das Malte lediglich belangloses Zeug twittert (Dann muss man es auch nicht lesen ;) ) aber weiss er, was alle seine „Follower“ so twittern? Wenn da ein Dösbaddel sich als Quaida-Lover outet, könnte Malte ebenso unter einen – natürlich unbegründeten – Generalverdacht fallen, wie wenn er mit jemandem telefoniert hat, der wiederum mit einem Quaida-Lover in Kontakt steht.
    Beides rechtfertigt natürlich keinen Verdacht, für normale Menschen zumindest, aber für die paranoiden Dienste allemal. Da ist der Zusammenhang zwischen twittern, bloggen etc.. und VDS..

    @Thunder: was hat Folter mit Hausdurchsuchungen und Telefonabhören zu tun? Bisschen an den Haaren herbei gezogen.
    Und das ich es nicht schlimm finde, habe ich nicht geschrieben.

    Gut finden tut keiner hier die fragwürdigen Praktiken der Dienste, ich auch nicht, allein es kümmert sie nicht! Hat es nie und wird es nie.. so what? Da kann man auch seinen Schädel an die Wand hauen, bis er blutig wird. Die Wand wird dadurch nicht dünner!

    Aber es tut sicherlich gut, seinen Unmut auf einer duften Demo kund zu tun.. ich hab sinnvolleres mit meiner Freizeit vor.

    Die Diskussion ist so müssig, wie über die Existenz eines Gottes zu streiten…

  29. 29
    Martin2

    @peter h aus b: Geäußerter Unmut kann möglicherweise nicht das Gesetz verhindern, aber ist nicht wirkungslos. Mit dem Argument „die Wand wird dadurch nicht dünner“, könnte man viele Engagements infrage stellen. Alles hat mal mit einer duften Demo angefangen. Außerdem wohnt der Kampf gegen die Ohnmacht eine Romantik inne. Es ist eins der wenigen Dinge, die den Menschen veredeln. (vgl. don quichot, james dean)

  30. 30
  31. 31
    peter h aus b

    @ovit:
    Wasser auf meine Mühlen.. Danke!

    @Martin2:
    Sag ich doch: „es tut sicher gut….“

    Aber das „Alles“ mal mit einer duften Demo angefangen hat, ist leicht übertrieben..oder? ;)

    Hab mir grad mal die Argumente der Demo-Organisatoren angeschaut:
    Unter einer Vorratsdatenspeicherung leiden wir alle:
    1. Eine Vorratsdatenspeicherung greift unverhältnismäßig in die persönliche Privatsphäre ein.
    „¢
    Nein, höchstens wenn meine Daten TATSÄCHLICH gecheckt und aufgrund irgendwelcher Auffälligkeiten Maßnahmen ergriffen werden. Die wären dann aber u. U. gerechtfertigt.

    2. Eine Vorratsdatenspeicherung beeinträchtigt berufliche Aktivitäten (z.B. in den Bereichen Medizin, Recht, Kirche, Journalismus) ebenso wie politische und unternehmerische Aktivitäten, die Vertraulichkeit voraussetzen. Dadurch schadet sie letztlich unserer freiheitlichen Gesellschaft insgesamt.
    „¢
    Kein Unterschied zu bisherigen Praktiken, siehe Cicero und ähnliche Fälle

    3. Eine Vorratsdatenspeicherung verhindert Terrorismus oder Kriminalität nicht. Sie ist unnötig und kann von Kriminellen leicht umgangen werden.
    „¢
    Kommt drauf an welchen Maßstab man für „Leicht“ ansetzt. Schon die jetzigen Möglichkeiten setzten eine extrem aufwändige Organisation seitens der Kriminellen voraus.

    4. Eine Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen das Menschenrecht auf Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung.
    „¢
    Siehe Punkt 1.

    5. Eine Vorratsdatenspeicherung ist teuer und belastet Wirtschaft und Verbraucher.
    „¢
    Was noch zu beweisen wäre. Rechnungen? Beispiele?

    6. Eine Vorratsdatenspeicherung diskriminiert Nutzer von Telefon, Mobiltelefon und Internet gegenüber anderen Kommunikationsformen.
    „¢
    Welche anderen Kommunikatonsformen? Zeichensprache? Rauchzeichen? Briefe?

    Ich bin definitiv kein Fan der VDS, aber ich halte es für einen „Kampf gegen Windmühlen“ (um das „romantische“ nicht zu kurz kommen zu lassen)

  32. 32

    beim twittern nutzen eben auch die schlechtesten kalauer nichts.
    und nicht zu vergessen ist der fantastische selbstüberwachungsdienst last.fm! der bringt es auch und sollte bei möglichen stalkingversuchen stark miteingebunden werden.
    vorratsdatenspeicherung olé.

  33. 33
    Niko

    @peter

    Die VDS speichert, wie der Name schon sagt, ein Profil von mir auf Vorrat, und das auch wenn ich bisher nichts verbrochen habe. Das ist für mich bereits ein unverhältnismäßiger Eingriff in meine Privatsphäre. Dein Spitzenargument mit dem Kopf-an-die-Wand-hauen finde ich peinlich, so entziehst du dich also der Verantwortung als (vermutlich) mündiger Bürger? Die Politiker sind doch unsere gewählten Volksvertreter, und nicht die Beherrschenden, Unmutsäußerungen sind demnach erwünscht und Pflicht.

    Wieso hat eigentlich noch keiner den Totschläger #1 „Wer nichts verbrochen hat, hat auch nichts zu befürchten“ gebracht?

    @topic: Guter Artikel, ich befürchte die „Scheinvernünftigkeit“ wird trotzdem erstmal bleiben…

  34. 34

    Danke!

    In meinem Facebook/MySpace-Profil steht ungefähr das drin, was ich auch durch Kleidungsstücke zum Ausdruck bringe: Lieblingsbands und -fußballverein (auch wenn ich dessen Kleidungsstücke im Moment eher selten durch die Öffentlichkeit trage).

    Meine Nachbarn brauchen meinen last.fm-Account gar nicht zu kennen, dafür sind unsere Wände dünn genug.

    Und was ich bei twitter, in meinem Blog und in den Kommentaren bei Spreeblick schreibe, ist auch immer nur zu 85% wahr — und niemand wird je erfahren, welche 85%.

  35. 35

    @Lukas:
    du spielst nicht zufällig auf den zu 85% wahren roman eines amerikanischen autoren an?

  36. 36

    ach, das ja irre, geht auch ganz schnell mal für malte.
    ich komme sonntag nachts übrigens auch immer nur schwer ins bett. ich versuche daher manchmal, sonntags bisschen früher aufzustehen. klappt natürlich nie.

  37. 37
    peter h aus b

    @Niko:

    Deshalb sollte man auch bei den nächsten Wahlen, die entsprechende Partei wählen.
    Aber welche? Ich habe ’98 Rot-Grün gewählt: wer hätte ahnen können das Otto Schily vom Saulus zum Paulus wird? Das Fischer einen Krieg betreibt? Na?

    Und wieso sind deine/meine gespeicherten Daten, wenn kein Schwein sie liest oder auswertet, ein Eingriff in die Privatsphäre? Verstehe ich nicht..

    Ich könnte den ganzen Aufstand ja verstehen und unterstützen, wenn es darum ginge, das jeder x-beliebige (Versicherung, Zeitungswerber, Rewe, etc..) meine Daten verwerten darf.. aber das ist auch bei der VDS nicht der Fall.

    Illegal passiert es allerdings schon heute, mehr als jedem von uns lieb ist – siehe neuester Telekom Skandal.. kannste ja auch gegen demonstrieren..

    BTW: Man könnte auch gegen die Schufa oder die Banken demonstrieren..was da an wirklich sensiblen Daten weiter gegeben wird.. eiwei..

    Solche Demos sind Jammern auf hohem Niveau – reiner Luxus. Siehe
    http://www.spreeblick.com/2008/10/08/krisenfrei-dank-sklaverei/

    Anstatt meinen Kopf an der Wand blutig zu hauen, unterstütz ich lieber ein Patenkind in Indien.. sinnvollere Freizeitvergnügung!

    Jedem das seine..

  38. 38

    @ovit:

    kannst du das denn auch für mich interpretieren?
    für mich reimt sich das nicht zusammen.

  39. 39

    eine interpretation wäre, dass ich nur 2 mausklicks benötige, um mir mittels eines total harmlosen und aussagelosen twitteraccounts das onlineverhalten eines menschen zu ermitteln.
    während du dich in deinem artikel vor allem auf die harmlosigkeit deiner twitter-beiträge stützt, gibt es eben viel mehr, was man über einen menschen erfährt.

    muss ich den unterschied wirklich noch erklären? oder ist es angenehm, so schnell und einfach durchleuchtet zu werden?

  40. 40
  41. 41
    srm

    @Malte
    „(ich könnte also unerkannt FDP wählen, vielleicht tue ich das beim nächsten Mal)“
    untersteh‘ dich!

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