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Popgun! 41 Department of Eagles, …

Ist einiges passiert während der kleinen Eugene McGuinness Sondershow hier auf Popgun!. Deshalb die 41 wieder als einen der beliebten Rundumblicke. Mit Department of Eagles (Foto), The Long Blondes, Of Montreal und White Denim.

Department of Eagles ist die Ersatzband von Grizzly Bear Sänger/Songwriter Daniel Rossen. Genau genommen ist das Unsinn, denn Department of Eagles hat Daniel Rossen zusammen mit seinem College-Flatmate Fred Nicolaus lange vor Grizzly Bear gegründet, sie stehen, wenn, dann höchstens im Schatten Letzterer. Dennoch läßt sich beider Band Geschick nicht ganz voneinander trennen. So wurde das aktuelle Album des Brooklyner Adleramtes ‚In ear park‘ von Chris Taylor produziert und genau dieser Chris Taylor steht bei Grizzly Bear unter anderem am Bass.
Auch sonst schlägt Department of Eagles in die Grizzly Bear Kerbe. Ihre Musik ist ähnlich folkig verträumt, lediglich der Gesang ist mehr diesseitig und präsenter. Dank einer aktuellen Daytrotter Session hab ich nach Wochen vergebliche Klopfens endlich auch Zugang zu Daniel Rossens Erstband gefunden. Das reduzierte Daytrotter-Studioset machts möglich. Bei Grizzyl Bear hat es damals schließlich auch eine Weile gedauert, da kann man schonmal hartnäckig sein.
‚In ear park‘ ist vor etwas mehr als einer Woche erschienen und kann hier im Komplettstream gehört werden.

[MP3] Department of Eagles – ‚In ear park‘
[MP3] Department of Eagles – ‚No one does it like you‘ (mit Prädikat: Besonders wertvoll)

Ich hab überhaupt nicht mitbekommen, dass The Long Blondes‚ Gitarrist Damian Cox im Juni einen Herzinfarkt Schlaganfall hatte. Doppelt erschreckend dann auch die späte Reaktion der Band: Bekanntgabe der Auflösung am Montag dieser Woche. Damian erklärt:

I do not know when / if I will be well enough to play guitar again.

Was für ein Verlust.

[MP3] The Long Blondes – ‚Once and never again‘
[MP3] The Long Blondes – ‚Here comes the serious bit‘
[MP3] The Long Blondes – ‚Guilt‘

Of Montreal aus Athens, Georgia, haben am Montag mit ‚Skeletal lamping‘ ihr inzwischen neuntes Studioalbum veröffentlicht. Albumstream hier, gratis Download da:

[MP3] Of Montreal – ‚Id engager‘

Darauf hab‘ ich seit dem Frühjahr gewartet: White Denim veröffentlichen ein Album. ‚Exposion‘ heißt es und erscheint zuallererst digital auf Topspin. Ganz interessantes Portal bei dem weg. Nicht nur wie sie ganz selbstverständlich auf andere Label und Portale verlinken, auch die Bedingungen zu denen Topspin veröffentlicht, lesen sich sehr fair:

  • Directly from band to fan
  • Ability to listen to tracks, buy individual songs, bundle the whole record, download artwork and lyrics, etc.
  • optional subscription service (limited 7″, limited live tracks, vids, artwork by steve, etc)
  • Ability to get songs in FLAC format with album art

So kommt es, dass ich bei Topspin zum ersten Mal von einem White Denim non-Vinyl Release bei Full Time Hobby gehört habe. Macht aber auch nichts, denn die CDs sind bereits ausverkauft. Umgerechnet circa 7,15 Euro muss man für ‚Exposion‘ auf den Micropayment-Tisch packen. Geschenkt!
Für 30 Dollar kann man sogar dem, in der obigen Aufzählung bereits erwähnten, White-Denim Fanclub beitreten und bekommt dann weitere Downloads und Vinyls und und und. Das sind Leute, die lieben Musik.

[via]

6 Kommentare

  1. 01

    L E U T E

    Mal hören…

    Nico erwartet zu Recht eine Resonanz der Leser/Konsumenten.
    – Halte diesen Beitrag aus innerer Überzeugung für Wichtig! –

    Siehe auch:
    http://www.spreeblick.com/category/kategorien/pop/

    Alles Gute
    @PiPi

  2. 02
    Nico [Jackpot Baby!]

    @PiPi: ich erwarte lediglich dass du dich regelmäßig meldest, lieber pipi;)

  3. 03

    @Nico [Jackpot Baby!]:
    Das mit dem gegenseitigen Kokettieren macht auch keinen Sinn.

    Viiiiel wichtiger sind die Meinungen derer, die sich deinen ‚Mist‘ ;-)
    anhören, und sich nicht trauen einen Beitrag zum Artikel schreiben.

    Alles wird gut.

    @PiPi

  4. 04
    DonNino545

    Vielleicht fühlen sich viele Leser von der ungeheuren Kompetenz des Beitragsverfassers erschlagen. Was will man denn da noch groß kommentieren?

    Weiter machen. Danke.

  5. 05

    ja, schade das vorzeitige Aus der Long Blondes, auch wenn sie doch immer das ewige unerfüllte Versprechen waren. Trotzdem zwei gute Alben, die zwar nicht die Güte der frühen Singles erreichten, aber immer noch interessanter waren als das meiste, was England sonst in den letzten drei Jahren vorstellte.

    Als kleine Anmerkung: Dorian hatte einen Schlaganfall, keinen Herzinfarkt. Machts natürlich nicht besser.

  6. 06

    @Christian: die wandelbarkeit der long blondes war doch erstaunlich. auf eine englische weise so unenglisch, dass es eine freude sein konnte.

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