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Die Yes Men beenden den Irak Krieg in einer gefakten New York Times-Ausgabe vom 4. Juli 2009

Die Yes Men haben in einer supergeheimen Aktion 1,2 Millionen gefakte New York Times-Ausgaben vom 4. Juli 2009 verteilt, in der sie den Irak Krieg beenden, das amerikanische Gesundheitssystem auf die Beine stellen und einen Maximal-Lohn verabschieden. Improv Everywhere’s Charlie Todd hat ein Video dazu bei Urban Prankster gepostet, Gawker hat den Mail-Aufruf zu einer Website der Yes Men zurückverfolgt und die Fake NYT gibt es auch online (lädt aber sehr langsam grade, weil praktisch alle amerikanischen Blogs darauf verweisen).

(via Waxy)

[update:] Die NYT reagiert (via Thomas):

„I would say if you“™ve got one, hold on to it,“ Mr. Jones, a former Times reporter, said of the fake issue. „It will probably be a collector“™s item. I“™m just glad someone thinks The New York Times print edition is worthy of an elaborate hoax. A Web spoof would have been infinitely easier. But creating a print newspaper and handing it out at subway stations? That takes a lot of effort.“

He added, „I consider this a gigantic compliment to The Times.“

[update] Die Ausgabe kostet auf Ebay mittlerweile bis zu 100 Dollar.

34 Kommentare

  1. 01

    4000 ?
    Indiskretion Ehrensache spricht von 1,2 Millionen Ausgaben.

    Wie auch immer: bewundernswerte Aktion!

  2. 02

    @Mart: Ja, ich glaub, da hab ich ein paar Zahlen vertauscht, ich korrigiere das grade mal, danke für den Hinweiß!

  3. 03

    cool, bin neulich auf die aufmerksam geworden. woher aber? wo hab ich sie gesehen, hmmm. irgenwas mit mcdonalds

  4. 04
    Dieter

    Maximum Wage, was für ein sozialistischer Schwachsinn.

  5. 05

    @Dieter: Iwo. Man darf es vielleicht auch mit Humor nehmen.

  6. 06
    Dieter

    @form: Ich hab mal gegooglet, die leute wollen das wirklich.

  7. 07

    @Dieter: Iiiiigit: Sozialistisch. Da steckt ja Sozial drin!
    Ekelhaft das, lieber nicht drüber nachdenken.

  8. 08

    @Dieter: Erkläre mir mal bitte, was an der Idee ein solcher Schwachsinn ist. Ich würds gerne hören. Und meine Betonung liegt ganz explizit auf Idee, auf Realpolitik hab ich keine Lust.

  9. 09
  10. 10

    @Dieter: Umso cooler.
    Der muss ja nicht bei 10 Dollar die Stunde liegen.

  11. 11

    A maximum wage, also often called a wage ceiling, is a state enforced limit on how much income an individual can earn. This is a related economic concept that is complementary to the minimum wage used currently by some governments to enforce minimum earnings. Both a maximum and minimum wage are methods by which wealth can be redistributed within a society.

    Das ist für mich Sozialismus.

    Und wenn man den Arbeitnehmern klar macht dass sie ab einer gewissen Stufe in ihrer Karriere nicht mehr Geld verdienen können, wie motiviert man solche Leute dann mehr zu leisten. Ist ja klar dass ein SPD-Wähler sowas super findet, wenn die da oben mal bestraft werden, nur sind dies die Leistungsträger der Gesellschaft. Ja, selbst die Vorstandsvorsitzenden.
    Ein kleiner Staat in dem die Leute freie Verträge mit ihren Arbeitgebern machen können ist immer noch das beste für ein Land. Diese Debatte hat nichts mit ökonomischen Überlegungen zu tun, sondern ist eine reine Neidsache.

  12. 12

    @Dieter: Sorry Dieter, das ist Unsinn. Und dann natürlich noch die Neidkeule hinterher, logo.

    Umverteilung ist kein Sozialismus sondern eine Realität in der sozialen Marktwirtschaft und wird schon lange praktiziert, auch ohne Max- oder Mindestlöhne. Es geht bei der Idee vom Maximal-Einkommen auch nicht um Arbeitgeber und -nehmer, sondern um eine Maximal-Deckelung. Sagen wir mal: hunderttausend Euro im Monat sind genug. Gerne auch mehr. Alle weiteren Einkünfte kommen der Gemeinschaft zugute. Das hat nichts mit Endpunkten irgendwelcher Karrieren zu tun.

    Und die da oben sind die Leistungsträger der Gesellschaft, ja, bla. Ich denke ja nach wie vor, dass die Arbeiter die Produktivität stellen und damit die echten Leistungsträger im Wortsinne sind, oder nicht? Nur können Deine Fuzzis da „žoben“ mittlerweile dank technischem Fortschritt und Automation, Erfindungen die die Gesellschaft als Ganzes geschaffen hat, Arbeit immer weiter verbilligen oder ganz einsparen. Diese Möglichkeit wird der Gesellschaft allerdings in Deinem Modell keine Rechnung getragen, weshalb sich eine Schieflage entwickelt, die sich mehr und mehr spürbar macht. Oder denkst Du wirklich, die berühmte Arm/Reich-Schere geht immer weiter auf, weil die Leute immer fauler werden? Get real.

    Deshalb halte ich ein Maximal-Einkommen (wie Du siehst, verzichte ich ganz bewusst auf das Wort Lohn) für angebracht, gerne in ausreichender Höhe, so dass sich Deine Leistungsträger damit wohlfühlen.

    Den Irak-Krieg haben sie übrigens auch beendet. ;)

  13. 13
    rio

    @Dieter: ja wie motivert man solche leute mehr zu leisten?

    schon scheisse wenn geld die einzige motivation im leben ist – und das darausfolgende kaufen von statussymbolen und damit auch die lebensqualität mit einem maximallohn von z.b. 100000€ so stark eingeschränkt wird – da verliert man ja die lust zum konsum!

  14. 14

    Die Devise der linken Realitätsverweigerer: Ich bin arm, also darf kein anderer im Überfluss leben. Eure tollen Reden kann man gänzlich auf Neid reduzieren. Hättest du halt was vernünftiges studieren sollen.

  15. 15

    „Die Devise der linken Realitätsverweigerer: Ich bin arm, also darf kein anderer im Überfluss leben.“

    Ähh, ja. So lässt sich das zusammenfassen. Solange in Afrika Kinder verhungern braucht bei uns in München keiner Kaviar fressen. Inwiefern man so eine „tolle Rede“ auf Neid reduzieren kann, kann ich ja nicht beurteilen, ich studier ja nichts „richtiges“…

  16. 16

    @Dieter:
    Sorry, ich habe auch nix studiert, auch nix falsches. Ich hoffe, dass ich hier trotzdem noch posten darf.
    Du schriebst:
    nur sind dies die Leistungsträger der Gesellschaft. Ja, selbst die Vorstandsvorsitzenden.
    Es mag ja sein, dass manche Vorstandsvorsitzenden auch was geleistet haben. Aber ich denke, dass Leistungsträger in Wirklichkeit ganz andere Leute sind: Zum Beispiel Frauen, die allein Kinder ernähren müssen, während sie gleichzeitig noch arbeiten gehen. Mein Nachbar hat zwei Jobs, 12 bis 14 Stunden am Tag, am Wochenende nur halb so viel. Auch er leistet sehr viel, trotzdem wird er beschissen bezahlt.
    Und wenn ich mir anschaue, wie Deine angeblichen „Leistungsträger“ dabei sind, die Weltwirtschaft an die Wand zu fahren, dann werde ich echt langsam zu Sozialisten.

  17. 17

    Jetzt mal abgesehen davon, dass ich die Diskussion um maximum wages für sehr interessant halte, finde ich die Aktion als solche spannend. Gewissermaßen so etwas wie eine gehijackte Zeitung ;-) Web 3.0? ;-)

  18. 18

    @Dieter: >Die Devise der linken Realitätsverweigerer: Ich bin arm, also darf kein anderer im Überfluss leben. Eure tollen Reden kann man gänzlich auf Neid reduzieren. Hättest du halt was vernünftiges studieren sollen.

    Kommen da jetzt nur noch Unterstellungen und Floskeln? Und hast Du überhaupt gelesen, was ich geschrieben habe? Scheinbar nicht. Wäre schön, wenn Ihr scheinbaren Liberalen mal was anderes könntet, als „žNeid, Neid“ zu bellen, aber argumentativ kommt da ja nicht viel mehr, als das Mel Gibbsonsche „žFreiheit“-Husten aus Braveheart.

    Nochmal, nur für Dich, zum mitschreiben: Deine „žLeistungsträger“ können gerne im Überfluß leben. Aber warum private Vermögen eine gewisse Grenze, sagen wir mal, von 500 Millionen übersteigen müssen/dürfen, erschließt sich mir ganz einfach nicht. Erklär mir das mal bitte, ohne den Begriff Freiheit zu verwenden. Mir erschließt sich genausowenig, was an Umverteilung ungerecht sein soll, die Argumente habe ich dargelegt. Oder fällt Dir dazu einfach nur nix ein?

  19. 19

    hat eigentlcih mal jemand auf die werbeanzeigen geachtet?

  20. 20
    rio

    @René Walter: vergiss es, da kommt jetzt nichts mehr, solche leute stehen nun mal auf sehr dünnem argumentativen eis – ihre lösung: sich den scheiss von hajek & co mantra-artig immer und immer wieder vorsagen: ich darf den markt nicht kritisieren, ich habe nicht den weitblick dafür, ich darf den markt nicht kritisieren, ich habe nicht den weitblick dafür, ich darf den markt nicht kritisieren, ich habe nicht den weitblick dafür, ich darf den markt nicht kritisieren, ich habe nicht den weitblick dafür, ich darf den markt nicht kritisieren, ich habe nicht den weitblick dafür…

  21. 21
    Matti

    Haha, ich liebe die Yesman.

    Die armen Leute, die das ernsthaft geglaubt haben. So schnell können Träume platzen.

    @Harald: Über die Yesman gibt es mindestens eine tolle Doku, wo sie sich als WTO-Mitglieder ausgeben und irrwitzige Vorträge halten. Musst mal bei wiki nachschauen.

    @Dieter: Typisches Geschwätz. Und dass immer die, die keine Argumente haben, genau das den anderen vorwerfen, ist erbärmlich. Aber hier haben sich schon genug Leute drüber ausgelassen.

  22. 22
    Alex

    1,2 Mio Exemplare? Wer soll das denn bezahlt, gedruckt und verteilt haben?

  23. 23
    Zeitarbeiter

    @Dieter: Bitte erzählen sie diesen Käse einem verhungernden Kind, am besten direkt ins Gesicht, damits noch etwas mehr wehtut.

    @Spreeblick: baut mal ne Trollwiese ein, Dieters „Meinung“ hat hier ja augenscheinlich nur einen Zweck…

  24. 24
    Ohngesicht

    man, dieter ist ein Noman, er will provozieren und der welt nur ungutes :(

  25. 25
    arme sau

    @dieter: ich wünsch dir von ganzem herzen mal n tag-nee besser ne woche, mit meinem geldbeutel-(wobei das wort geld nur zur komplettierung des wortes an sich steht) mehr nicht.

  26. 26
    Bu

    Hut ab vor der Reaktion der Times!

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