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Autofahren unter dem Einfluss von Salbei

Ich sammle jetzt schon seit einigen Wochen Material für einen ausführlichen Drogenführer*. Azteken-Salbei (Salvia divinorum) ist mir dabei bisher noch nicht untergekommen. Dabei soll der Wirkstoff der Pflanze, Salvinorin A, das potenteste natürliche Halluzinogen sein.

Im folgenden Video ist zu sehen, wie gut man dennoch Autofahren kann unter Einfluss von Azteken-Salbei.

*Bis jetzt habe ich zu Cannabis, Stechapfel, LSD und Crack kurze Erfahrungsberichte. Wenn ihr in drei, vier Sätzen eure Erfahrungen (oder auch Wissen aus Erzählungen) schildern könntet (egal, ob Langzeiterfahrung oder einmaliges Erlebnis), wäre mir sehr geholfen. Gern natürlich auch von unbekannteren Drogen.

44 Kommentare

  1. 01
    Markus

    Azteken. Nicht Atzteken … Oder hat das was mit Atze zu tun? ;)

  2. 02
  3. 03

    Sieht auf jeden Fall heftig aus…

  4. 04
    Chr

    Und fährt er nochmal los? Scheiße, immer wenn’s spannend wird… Interessant in diesem Zusammenhang:
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/061/1606150.pdf

  5. 05

    @Chr:

    nach der unheimlichen begegnung wohl eher nicht.

  6. 06
    Fab

    Schon mal was von 4-AcO-DMT gehört? Dann empfehle ich diesen netten Artikel über Substanzen an die man nicht mal am Wiener Karlsplatz rankommt: http://www.viceland.com/germany/v4n2/htdocs/chinese_fingertrap.php

  7. 07

    GENIALE Nummer – SO wird die Verkehrssicherheit doch wieder hergestellt.

  8. 08
  9. 09
    lars

    hey babe, nur für dich, aus meinem archiv, wie das war mit salvia d.:

    Gestern (bei J.) war es so, dass ich den Eindruck hatte, man sei in dem Zustand des Einschlafens. Und: es ist anstrengend! Man wird seelisch gefordert. Ich habe laufende Muster gesehen, kleine Tiere auf festgelegten Bahnen. Sie schienen mir zuzurufen: „wir sind wieder da! wir zeigen dir jetzt, wie die Welt wirklich funktioniert. Oder wie sie funktionieren *könnte*. Egal, wie auch immer, aber Du wirst Dir Deiner Welt nie wieder sicher sein können!“.

    Neuer Versuch. Das Hirn wird in den Schraubstock geklemmt. Und dann diese schönen Muster. „Wir müssen weg“, sagt das Tier, oder die Gottheit, oder das *große Alles*. Es ist wie eine Offenbarung, aber sie ist wie eine Komödie. Sie ist das Gegenteil von dem, was uns sonst so als Offenbarung verkauft wird. Es treibt einen Schabernack mit mir, es tanzt vor meinen Augen. Ich werde wieder zum Kind. Ich brauche es nicht zu bewerten.

    Danach ist man erledigt wie nach einem spannenden Kinofilm. Ein wenig tut auch der Kopf weh. Auf jeden Fall will ich mich hinlegen und mich ausruhen. Der Gewinn besteht außerdem darin, nicht jeden Tag auf die Reise zu gehen. Und es ist eine Art, allein zu reisen. Salvia ist nicht unbedingt gesellschaftsfähig.

    Ich kann mich schlecht bewegen. Bewegung wird sehr anstrengend. Vielleicht hilft kühlerer Dampf. In den Kissen wird man tatsächlich schnell zum Objekt. Ich habe noch keinen sehr hohen Level erreicht, aber man scheint zu versteinern, fühlt aber um so mehr. Allerdings nicht auf emotionaler Ebene. Es schneinen nur kognitive Fähigkeiten betroffen zu sein.

    Immer klappt die Realität auf und zeigt mir die „Mechanik dahinter“, vieltausendfache Zahnrädchen, die ein einfaches Bild am Leben erhalten. Bloß sind es keine Zahnrädchen, es sind Tänze und Bewegungen mit vielen lustigen Pointen. Nicht selten muss ich lachen. Der Türrahmen gegenüber wird zum Rücken eines Pferdes, das an mir vorübertrabt. Auf dem Pferd reitet SIE natürlich. Aber ich habe sie bisher noch nicht gesehen…

    In allen Reisen war immer das „wir müssen weg / weiter“-Motiv vorherrschend. Als ob die große Mutter mir bedeutet: Was hältst du dich mit deiner oberflächlichen Realität aus, wir müssen arbeiten, um die Welt am Laufen zu halten. Ist so auch die Idee des „Ersten Bewegers“ geboren worden?

    Die Reizüberflutung währt kurz, ich bedauere, schon wieder Abschied nehmen zu müssen. Andererseits freue ich mich sehr auf die „einfache Realität“ und auf die Möglichkeit, mich auszuruhen.

    Arbeitsthese: Auf Salvia nehmen wir die Welt wie Autisten wahr. Was diese Menschen erleben, ist schwer zu verkraften. Aber vielleicht wissen sie ja mehr als wir…

  10. 10
    Chr

    @Malte Welding: Du meinst die waaaaahnsinnig gefährlich aussehende Katze des TODES? Da wär ich allerdings auch nicht mehr losgefahren! Bis März 2008 hätte man sich ja tatsächlich legal mit dem Zeug vergnügen können. Wie ist denn den BTM-Leuten so’ne Pflanze so lange durch die Lappen gegangen? Und wieso mir? *stirnrunzel*

  11. 11
    Chr

    @Fab: Ach du meine Güte!!!

  12. 12
    Meerjungfraumann

    Aufklärung ist gut, Beliebigkeit ist scheiße. Die aufgezählten Drogen sind derart unterschiedlich in Wirkung und Gefährlichkeit… find nich gut, dass die hier so unter Trallala-Drogenspaß abgehandelt werden.

    Bin da für mehr Respekt und diffenzierte Nutzung. Schamanisten braucht die Welt.

  13. 13

    @Meerjungfraumann:

    du weißt doch gar nicht, ob die nicht auch entsprechend unterschiedlich behandelt werden

  14. 14
    Sebastian

    Hallo Malte

    Ich bin so einiges gewohnt was psychedelische Drogen angeht, aber „Salvia divinorum“ ist „anders“.
    Viel stärker, viel krasser, viel schwerer zu dosieren, VIEL unkontrollierbarer, aber zum Glück(?) auch sehr schnell wieder vorbei.

  15. 15

    wie wärs mit der modedroge spice? könnte dazu was sagen

  16. 16

    Für mich 2 Tütchen, bitte!

  17. 17
  18. 18

    Spice gibt es in drei Varianten – oder besser: Güteklassen. Silver mutet mehr als Abfallprodukt der Gewürzmischung an und enthält sogar noch kleine ästchen. Gold ist annehmbar und für den weniger Betuchten die Wahl während Diamond qualitativ am besten die schnellere sowie größere Wirkung erzielt. Die Wirkung kann sich sehr unterschiedlich auswirken, fängt aber meist mit einem Lachflash (Auslöser oft Banales) an und geht weiter bis zu Dingen die man zu sehen glaubt die aber nicht exisitieren (zB. Vögel die einen angreifen – nicht selbst erlebt). Die Dosis dazu muss aber recht hoch sein. Um eine angenehme und unterhaltsame Phase zu haben ohne sich abstürzen zu lassen reichen 3 g. Am besten Pipe oder Joint. Ich bevorzuge Pipe.

  19. 19
    Radbruch

    Ich hatte im Alter von 18 Jahren in einem Moment völliger geistiger Umnachtung mal zerriebene Muskatnüsse verspeist, weil ich gehört hatte, dass die eine psychedelische Wirkung hervorrufen.
    Psychedelika hatten mich halt wahnsinnig fasziniert und LSD-Pappen waren mir doch einen Tick zu gewagt.

    Es passierte ung. eine halbe Stunde nichts, so dass ich auch nicht mehr mit irgendeiner Wirkung rechnete. Der Fernseher war zufällig an und es war alles wie immer.
    Irgendwann hatte ich dann das merkwürdige Gefühl, dass der Sprecher mich direkt anspräche. Ab da bemerkte ich, oha, jetzt gehts doch los. Der widerliche Geschmack der Nüsse kam auch wieder und ich fühlte mich generell nicht wohl.
    Es hatte was von der leicht paranoiden Verstimmung auf Cannabis, wenn ihr wisst was ich meine… Negative Gedanken, depressive Grundstimmung, Grübeln. Es war alles in allem gut, dass ich allein war in dem Moment. Ich löste mir ein bisschen Ascorbinsäure in nem Wasserglas auf, daraufhin wurde der „Trip“ angenehmer.
    Insgesamt nicht zu empfehlen ^^ Ich war jung und dumm. Für

    Psychedelika generell: Bitte nur Leute mit gefestigter Persönlichkeit, Ich-Auflösung und Wahrnehmungsverschiebung ist kein Spaß.

  20. 20

    hehe: ALT!

    „salvia“ zumindest ;-) in den usa, zumindest in alabama steigen die kiffer auf salvia um, wenn sie grad nich an gras kommen. mir wurde zugetragen, dass die wirkung zwar kurzweiliger wäre, dafür aber stärker.

  21. 21
    moses

    Ich warte auf Heroin.
    Nadeln! Alles Gute kommt durch Nadeln!!!

  22. 22
    Michael

    Hirn im Schraubstock – genau das waren die Worte, mit denen ich die Salvia-Erfahrung auch beschreiben wollte. Allerdings habe ich dieses einzwängende Gefühl in recht unangenehmer Erinnerung, ganz ohne Muster und Pferderücken. War aber auch nur ein kurzzeitiger Versuch, weil der THC-Markt zu diesem Zeitpunkt etwas öde aussah.

    Kälte war auch dabei und ein leichtes Gefühl der Taubheit in Armen und Beinen. Vielleicht lag das tatsächlich an der Blutzirkulation, vielleicht lag es daran, dass die körperliche Wahrnehmung nicht ganz mitspielte. Eine weitere Unannehmlichkeit war nämlich das Gefühl, als ob der Körper zu klein würde – als ob man sich trotz Hunger vollgefressen und fett fühlte. Autofahren hätte ich für eine blöde Idee gehalten.

  23. 23
  24. 24
    fabi

    salvia is nich für jeden was, aber damit kann man schon sich in andere welte beamen.

  25. 25
    spacecake

    Lars (9) beschreibt es sehr gut. So ähnlich ging es auch mir.

    Eine Reise zu sich selbst, die spätestens nach 45 min endet.
    Allein schon das Rauchen (am besten Bong pur) ist ne echte Herausforderung.

    Ansonsten kann ich die Seite der drugscouts empfehlen.

    http://www.suchtzentrum.de/drugscouts/dsv3/stoff/salviadivinorum.html

  26. 26
    Irreversibel

    Ich habe Salvia als körperlich eher unangenehm empfunden und von einer halluzinogen Wirkungen, wie ich sie von LSD, Psilocybin oder anderen Substanzen her kenne kann keine Rede sein. Ist allerdings auch schon einige Jahre her, dass ich es einmal ausprobiert habe (pur in der Bong). Kurz zusammengefasst fühlte ich mich als ob ich 3 Meter neben mir schwebe während ich Probleme hatte IM SITZEN das Gleichgewicht zu halten und keinen echten Gedanken fassen konnte. Ich war eher froh als es rum war und konnte die Wirkung nicht sonderlich genießen. Da gibt´s für mich besseres ;-)

  27. 27
  28. 28
  29. 29

    Da wurde doch tatsächlich noch etwas Katzen-Content versteckt – wer hätte damit noch gerechnet. Malte, geb’s zu, es gibt gar keinen Drogenführer. Du hast das Video nur wegen dem Kätzchen gepostet.

  30. 30

    Hehe, jetzt weiß ich warum es bei mir so lustig zugeht!!!

    Bin seit 1/2 Jahr rauchfrei, und gebe mir ab und zu ein Salbeipfeifchen!!!

    HerzLich…)T(…

    Lustiges Video!!!

  31. 31
    asta

    vielleicht solltest du auch mal naked lunch lesen. im anhang beschreibt burroughs seine erfahrung mit vielen verschiedenen drogen, hab das mal rausgesucht:
    http://www.cs.cmu.edu/afs/cs.cmu.edu/user/ehn/Web/release/BurroughsLetter.html

  32. 32
    Ezekiel

    Salvia schmeckt auf jeden Fall wie getrocknete Katzenpisse. Ich empfand es immer am schwierigsten das Zeug überhaupt zu inhalieren. Der Trip ist dann lustig, aber der Geschmack! Bäh!

  33. 33
    Furb

    Ich muss mich Ezekiel anschließen, der Geschmack von Salvia ist wiederlich, egal ob als Tee, zum Rauchen oder kauen. Deswegen war mir meistens auch immer leicht übel.

    Aber ich habe auch mal Hawaiianische Babyholzrose probiert. Man kann die Samen essen oder auch als Auszug trinken.
    Ich hatte angenehme Halluzinationen. Dennoch fühlt ich mich, als hätte ich einen Moment der absoluten Klarheit gehabt. Als sei mein Verstand auf einem anderen, höheren Level angelangt. Außerdem empfand ich nichts als Glück.
    Die halluzinogene Wirkung war jedoch, wenn ich mich recht entsinne schwächer und irgendwie angenehmer als bei LSD.

    Es gibt auch noch Kratom, die Wirkung sei wie Opium (wird auch als Ersatz dafür genommen), aber ich persönlich habe das noch nie genommen.

    Adieu

  34. 34
    oehi

    @radbruch (19)
    kommt auch gut:
    irgendeine der hier erwähnten Drogen einwerfen,
    anschließend das städtische Irrenhaus aufsuchen,
    und sich von den Insassen die dazugehörigen Drogen- und Psychosenkarrieren erzählen lassen.

  35. 35

    Ich hab mal irgendwo gelesen, ich glaub es war in der Wikipedia, dass Spinat in großen Mengen irgendwie psychedelisch wirken soll, aber das kann ich noch nicht bestätigen da die größte von mir je verzehrte Spinat Menge bei ca. 500g lag und ich trotzdem nichts merkte. Ich stelle mir das Kacken dann auch nich so toll vor, nach 3 Kilo Spinat vermute ich da eher das grüne Erlebnis.

    update: Rubiscolin heißt das Zeug und gehört zu den Opioiden.

  36. 36

    Da war sicherlich Petersilie gemeint.

  37. 37

    2 maß aztekensalbei sollten erlaubt sein…

  38. 38
    nichtwennichsowasschreibe

    Ich hab es damals von einem Ethnologie-Professor aus den Staaten bezogen (als KOnzentrat, dass durch die Mundschleimhaut aufgenommen wird).

    Unangenehm durch den konzentrierten Alkohol (brennt eben) aber viel besser dosierbar als wenn man sich das Zeug raucht (1x nie wieder). Nach dem Rauchen lief ich los, und irgendwo auf den Treppenstufen fragte ich mich: „Wie bin ich hierhin gekommen und was will ich hier?“

    Beim über-die-Mundscheimhaut-aufnehmen war alles viel angenhemer und ich hatte auch was davon (was bringt schon ein Rausch an den man sich nicht erinnern kann?).

    Besonders die Musik habe ich viel feiner wahrgenommen (aber nichts mit: Ich kann die Musik sehen, sie hat Fransen), sondern ich konnte Töne un Instrumentengruppen klar trennen. Hab anfangs Oldfield gehört, später musste es aber Bach oder Beethoven sein, damit ich auch wirklich beschäftigt war und nicht meine Zeit verschwendete…

    Leider man immer recht schwindlig dabei, deshalb konnte ich mich nur selten im Vollrausch an den Synthie setzen.

    Während man bei Pilzen den größten Müll spielen kann und es trotzdem (gefühlt) super klingt (siehe Goa), fällt bei Salvia ein unharmonischer Ton oder eine Taktunsicherheit sehr stark auf. Zum Glück aber hatte ich beim spielen das Gefühl alle Zeit der Welt zu haben um den jeweils nächsten Ton zu spielen.. war auf jeden Fall interessant.

    Nunja, heute hab ich eh von all den Mittelchen Abstand genommen, ich rauche nichtmal mehr Kippen (nur lecker-Whisky muss von Zeit zu Zeit sein).

    ME HUM MATO, DU HEIL MATO

  39. 39

    Single Malt bitte.

  40. 40

    in den ersten sekunden des videos dachte ich „der hat aber schon einiges drin, bei den augen“ … aber dann setzt der erst die bong an!

    sieht definitiv lustig aus, aber ich bleib beim „danke, aber nein danke“ ;-)

  41. 41
    Vladimir

    @moses: Nicht wirklich komisch, aber ich freue mich zynischerweise über jeden, der mir später nicht meine Rente streitig macht.

  42. 42
    lilbean

    @lars: sorry das ich frag aber muss ich beunruhigt sein wenn ich das alles kenne(und noch mehr) wiemuster-sehen….. sachen vorbeihuschen sehen….körperfehlempfindungen: ich schrumpfe ohne kleiner zu werden…ich drehe mich um mich selbst ohne mich zu bewegen….. das ich alles plötzlich hinterfrage: mich, die welt, die existenz und die einfachsten sachen wie warum haben wir augen und warum im gesicht?…. oder silluetten die ich sehe ….köpfe die schrumpfen ohne kleiner zu werden …..
    oder einfach der zustand wo alles so intensiv und detailiert ist ,dass man nur noch mental überfordert ist und stundenlang einen baum anstarren kann wegen den ganzen farben und details und man dannach nur noch erschöpft ist
    oder man beim musik hören farben fühlt
    oder vor dem schlafen das gefühl hat im eigenen brustkorb schwillt ein schwarzer klumpen an der aus einem kantigem ,schwarzen band besteht und trotzdem glatt und glänzent ist und einen inerlich aufspiesst

    und das meiste davon empfinde ich schon (wenig davon sogar verstärkt) seit meiner kindheit/heisst kindergartenalter
    und in phasen meines lebens verschieden intensiv und verschieden belastend (manchmal sogar als angenehm)

    ps: ich habe keine psychose (sagen ärzte) und seit ich seroquel nehme ein neuroleptikum ist viel davon verschwunden bzw schwächer geworden
    (habe schizotype störung ) (es wurde mal autismus vermuted aber wiederlegt)
    heisst dass das asteken salbei einen eine psychische erkrankung vorgaugelt
    ich habe das zeug nie genohmen und sonst och clean

    bitte um antwort (auch aus neugier)

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