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Spreeblick hilft beim Schenken (3): Die besten AppStore-Programme für iPhone und iPod touch

Ok. Gut. Zugegeben. Etwas monothematisch. Kann man auch nicht so richtig toll einpacken. Ist eher was von Nerd zu Nerd. Via Gutschein. Oder eben für sich selbst. Aber da ich viele Programme teste: Eine Auswahl der meiner Meinung nach besten Apps fürs iPhone und den iPod touch, in diesem Fall alle aus dem AppStore, obwohl es auch andere — wenn auch aktuell etwas komplizierter gewordene — Softwarequellen fürs iPhone gibt.

(Hinweis: Alle AppStore-Links sind Affiliate-Links, Spreeblick erhält bei Einkauf über diesen Link eine Provision)

Spiele

Ich mag für den Ausklang des Tages oder die Wartezeit eher klassische Games. Bejeweled 2 (€ 2,39) ist so ein Klassiker, keine Innovation, aber wahlweise minuten- oder stundenlanger Spaß. Auch noch sehr nett zum Puzzlen: Trism (€ 2,39) und Numba (€ 1,59, hier ist die kostenlose Lite-Version). Max steht übrigens auf Galcon (€ 3,99, Lite) und meine Jungs lachen sich bei Jelly Car (kostenlos) kaputt.

Aurora Feint: The Arena (€ 5,99) geht zwar auf den ersten Blick in eine spielerisch ähnliche Richtung wie Bejeweled 2, versucht aber etwas größer zu denken und integriert Chat, Social Networkig und ein paar nette iPhone-exklusive Spielgimmicks. Auf jeden Fall ein sehr spannendes Konzept — das in den kommenden Tagen teurer werden soll.

Meine Neuentdeckung dieser Woche heißt Touch Physics (€ 0,79), sieht erstmal furchtbar aus und ist der absolute Kracher. Das Ziel, einen kleinen Ring zu einem kleinen Stern zu bewegen, kann nur über auf den Bildschirm gezeichnete Objekte erreicht werden, die den Ring schubsen oder katapultieren oder sonstwie bewegen. Diese Objekte verhalten sich „physikalisch korrekt“. Würde man im echten Leben z.B. ein Dreieck in die Luft malen, würde das ja auch runterfallen und umkippen. Oder so. Sehr klasse, wirklich.

Ebenso innovativ: Touch Grind (€ 3,99), Skateboarden auf dem iPhone. Hölle schwer und wahnwitzig gut gemacht. Dass meine Ollies auf dem Touchscreen genauso erbärmlich aussehen wie in echt ist nur fair.

Als alter Flash-Klassiker darf in dieser Liste Line Rider (€ 2,39) nicht fehlen, selbstgemalte Strecken lassen sich speichern, laden und tauschen und überhaupt kann ein Spiel mit solch trashiger Optik bei gleichzeitig genialem Spielkonzept (ein Schlitten gleitet auf selbstgemalten Linien entlang) empfohlen werden.

Jetzt aber mal Schluss mit Lustig. Das Leben ist schließlich kein Touchscreen!

Produktivität

Things (€ 7,99) ist die zweifelsfrei beste und außerdem schönste Aufgabenverwaltung auf dem iPhone und auf dem Mac. Obwohl das Programm noch im „Preview“-Stadium ist (Release zur Macworld Expo am 6.1.2009), funktioniert es für mich als eher unstrukturierten Listenverwalter schon jetzt besser als bspw. OmniFocus (€ 15,99) und andere Programme, die sich an halbesoterischem Unfug wie GTD aufhalten. Es gibt unzählige To-Do-Listen fürs iPhone, aber nur Things konnte mich bisher wirklich überzeugen. Außerdem stammt die App von vier offenbar sehr findigen Jungs aus Stuttgart, die es mit dem Suchbegriff „Things“ auf die erste Stelle bei Google geschafft haben.

Evernote (kostenlos) darf für notorische Vergesser auf dem iPhone nicht fehlen, so lassen sich Kamerafotos, Text- oder Audio-Notizen per iPhone im eigenen Evernote-Bereich speichern, durchsuchen und abrufen. Noch bin ich unsicher, in welchen Alltagsbereich Evernote bei mir genau passt, aber die Tatsache, dass man nach Text auf Fotos suchen kann, ist immer wieder beeindruckend.

1Password benutze ich seit einiger Zeit als Passwort-Speicher auf meinem Mac und bin sehr froh über die kostenlose iPhone-Version — alle Logins und Geheimzahlen und wasweißich immer dabei, das Ganze leicht synchronisierbar: Ja, bitte. Danke.

Auch noch gut und praktisch: Instapaper (kostenlos, Web-Account notwendig) für den Zugriff auf zum späteren Lesen gemerkte Websites, AirSharing (€ 3,99) oder MobileFiles (kostenlos, me.com-Account notwendig) für den schnellen Datenaustausch zwischen Desktop und iPhone und der qualitativ wirklich erstaunlich hochwertige iTalk Recorder (€ 3,99, Lite), dessen Podcasttauglichkeit ich irgendwann mal ausprobieren möchte; ich glaube nämlich, das könnte für „Notfälle“ genügen. Und überhaupt:

Sound

allRadio (€ 0,79) ist ein Muss für jeden iPhone-Besitzer, denn ganz locker Radiostationen aus aller Welt hören zu können ist schon sehr hübsch. Und das ohne Radio! Und wenn dann im „normalen“ Radio ein Song läuft, dessen Titel und Interpret mal wieder nicht angesagt wurden: Einfach Shazam (kostenlos) vor den Speaker halten, das Programm erkennt erschreckend viele Lieder. Wer selbst musizieren möchte, dem sei als Audio-Skizzenbuch FourTrack (€ 7,99) empfohlen, ein echter kleiner Vierspur-Rekorder, vielleicht nicht ganz Übungsraum-tauglich, aber für Songnotizen völlig okay.
Auch sehr klasse, aber leider noch teurer: BeatMaker (€ 15,99). Der Preis tut weh bei einer iPhone-App, aber das Ding ist ein echter kleiner Sequencer mit unfassbar vielen Möglichkeiten, vielen guten Samples und einem für Interface-Designer sehr interessantem Bedienkonzept. BeatMaker ist fürs kurze Rumspielen zu teuer, dafür gibt es genug kostenlose Musik-Apps, aber für Musiker wirklich sehr, sehr spannend.

Foto

Das iPhone zur Videokamera machen kann man derzeit nur mit gejailbreakten (das Wort!) Geräten, aber auch für den Fotobereich gibt es trotz der nicht wirklich überzeugenden Kamera im iPhone ein paar hübsche Apps, wobei CameraBag (€ 0,79, Lite) mein absoluter Favorit ist. Fotos aus dem Album oder neu aufgenommene Bilder lassen sich damit in diverse „Kameraformate“ und Farbtemperaturen transferieren. Ich sag‘ nur: Fischauge, 1974, Lomo, 1962, Polaroid. Alles sehr hübsch. Bei FTP Cam (€ 5,99) sagt der Name alles: Das Ding lädt Bilder der iPhone-Kamera in bestimmten Intervalen auf einen voreingestellten FTP-Server. Für wenn mal was ist. Auch eine nette Spielerei: MovieMaker (€ 0,79, Lite) erstellt StopMotion-Filme. Natürlich fehlen auch die ganzen Upload-Programme für flickr usw. nicht, die findet ihr aber sicher selbst.

Misc

Unsortiert, aber empfehlenswert: WikiMe (€ 0,79) sucht und findet standortbezogene Wikipedia-Einträge per GPS oder Eingabe einer PLZ. Das funktioniert inzwischen recht gut und ist bspw. bei Familienausflügen sehr nett („Auf dieser Bank hat mal Goethe gesessen“). Ähnlich agiert AroundMe (kostenlos), allerdings werden hier keine Wikipedia-Einträge gefunden, sondern Cafés, Hotels, Banken, Tankstellen und Kinos in der direkten Umgebung. Auch das funktioniert erstaunlich gut, ich wünschte nur, die Entwickler würden sich mal ein nicht ganz so hässliches App-Icon gestalten lassen. Und da wir schon bei Kinos und hässlichen Icons sind: teXXas (kostenlos) verschandelt die iPhone-Oberfläche ebenfalls, doch auch hier kann man über die Funktionalität nicht meckern: TV- und Kinoprogramme auf Abruf, Favoritenlisten und (manchmal) Film-Kurzreviews inklusive.

Tja. Und Private-I (€ 0,79, Lite) hätte ich mal vor einigen Wochen haben sollen. Das Programm mit einem geheimnisvollen „Privat“-Icon und einem Fake-Ladebildschirm sendet bei neugierigem Aufruf die GPS-Daten des iPhones an eine angegebene E-Mail-Adresse. Praktisch bei Verlust oder Diebstahl. Vielleicht.

Ich könnnte diese Liste noch eine Weile weitertippen, aber dann wäre Weihnachten 2009. Wer mag, kann in den Kommentaren gerne weitere Tipps und Ergänzungen hinzufügen!

Bonus-Tracks

Das aller-, aller-, allerbeste Programm fürs iPhone gibt es ausschließlich für gejailbreakte (…) iPhones: Mit PDAnet nutzt ein Mac- oder PC-Laptop eine AdHoc-Verbindung, um via iPhone online zu gehen, was sogar während einer Bahnfahrt großartig funktioniert, bestehende Netzversorgung vorausgesetzt. Eigentlich eine Funktion, die beim iPhone Standard sein sollte.

Disclaimer: Dieser Artikel erscheint aus naheliegenden Gründen parallel auch beim 01blog, welches wir im Auftrag der CeBIT betreuen.

Tut’s noch mal:
der Gabentisch 2007 von Tanja, Johnny, Malte, Fred, René und Andreas.

20 Kommentare

  1. 01
  2. 02

    Hmm, dachte eigentlich, dass Bloom im Bereich Musik da reingehört. Produced by Brian Eno. Sieht übrigens so aus
    http://12seconds.tv/channel/baranek/60504

  3. 03

    @baranek: Ich hab gegrübelt, ob ich das empfehlen würde. Weil es wirklich sehr nett ist, aber ehrlich gesagt: Aufrufen tue ich es nie. Das ist so eine dieser Apps, mit denen man anderen das iPhone vorführt, finde ich.

    Aber ich habe sowieso ganz viel vergessen, man könnte das zu einer Rubrik machen, doch da sind andere Blogs wohl dichter dran.

  4. 04
    jeve stobs

    „….Ist eher was von Nerd zu Nerd…“
    häh?? i-phone und nerd??
    das verstehe ich nicht??? ist doch wohl eher ein mädchen- als ein nerd-handy.

  5. 05
    uli

    mein spieletipp: bix. funktioniert fast gleich wie damals styx auf dem c64. simpel, aber großer suchtfaktor.

  6. 06
  7. 07
    Enno

    Wenn wir schon ueber Nerds reden ….
    —–> isqueak :)

  8. 08

    @steve jo, ich hab damit auch mehr mädels bis jetzt rumtippen sehen. ich finds immer geil wenn mir ein mädel mit iphone bei starbucks gegenübersitzt und ich dann auf der tastatur vom htc arbeit . tasten haptik ist halt doch noch was anderes als ein touch screen. tja iphone hin oder her, mir ist mein htc seit jahren lieb und irgendwie brauch ich was zum telefonieren und nicht zum spielen und rumgadgeten.

  9. 09

    Bloom fand ich ja ganz nett – aber synthPond kann, bei ähnlichem Grundkonzept, ungleich viel mehr.

  10. 10
    Gunnar

    @nick
    Dann kauf dir doch ein Handy mit dem man nur telefonieren kann.

  11. 11
    Wildwichtel

    Bestgemachtes Spiel mit dem größten Suchtfaktor:

    Dizzy Bee

    Sehr zu empfehlen…

  12. 12
  13. 13

    Vielen Dank für die Tipps. Ich werde mir im nächsten Jahr auch ein IPhone zulegen, obwohl ich kein Mädchen bin. Dann werde ich auf diese Liste sicher mal wieder zurückkommen!

  14. 14

    Zu dem PDAnet: Kann man das iPhone nicht wie ein UMTS-Modem / W-Lan-Modem für den Mac ohne extra Software und jailbreakerei benutzen? Hätte ich jetzt gedacht.

  15. 15

    @Jo:
    Wenn Du denn Gedacht hättest…

  16. 16

    @Jo: Nee, eben nicht. Das geht nur mit Jailbreak.

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