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Embedded Art


Die erste Ausstellung im Jahr 2009 widmet die Akademie der Künste, Berlin, einem aktuellen und hoch politischen Thema: EMBEDDED ART beschäftigt sich mit den Bedrohungen eines freien öffentlichen Lebens nach den Anschlägen von New York, Madrid, Moskau und London.


Die Ausstellung versteht sich als künstlerischer Kommentar zu einer der Kernfragen globaler Entwicklung. Die Kuratoren Olaf Arndt, Moritz von Rappard, Janneke Schönenbach und Cecilia Wee von der Künstlergruppe BBM haben internationale Künstler beauftragt, auf die aktuelle Situation zu reagieren.
Gezeigt werden ausschließlich Arbeiten, die „žeingebettet“ vor Ort oder vor dem Hintergrund komplexer Recherchen realisiert wurden. EMBEDDED ART ist das Arbeitsprinzip, „žKunst im Namen der Sicherheit“ das Thema der Ausstellung, die mit über 30 Arbeiten spannende Einblicke in aktuelle Tendenzen zeitgenössischer Kunstpraxis gibt. Künstler aus Deutschland, Großbritannien, den USA, Japan, Südafrika, Italien, Kroatien und Slowenien sind mit Malerei, Video, Medienkunst, Fotografie, Musik und Hörspiel vertreten.
Die Videokünstler Korpys / Löffler filmen einen Workshop der rheinland-pfälzischen Bereitschaftspolizei, bei dem die Beamten im Umgang mit der Elektroschockwaffe Taser geschult werden. Der Maler Moritz ® porträtiert „žFive Peace-Monsters“, fünf Protagonisten neuer Technologien politischer Kontrolle. Die Fotografin Christina Zück reist nach Karachi, wo sie die „žPsychogeografie“ eines Ortes auf der „žAchse des Bösen“ aufzeichnet und dafür mit dem pakistanischen Fotografen Zahid Hussein kooperiert. Die britische Kultgruppe Kode 9 (aka Steve Goodman) und Toby Heys lassen in ihrer Installation „žUnsound“ eine künftige Kriegsführung mit Schallwaffen physisch fühlbar werden. Weitere Arbeiten stammen u.a. von Peter Kennard, Jörg Möller, Gunter Rambow, Heidi Specker, Akademie-Präsident Klaus Staeck & REMOTEWORDS, Timm Ulrichs, Omar Vulpinari.
Die Präsentation der Ausstellung nimmt das Thema Sicherheit zentral auf und macht es so für die Besucher erfahrbar. In den Ausstellungssälen der Akademie sind nur die Projektionen der Werke zu sehen, die mit moderner Überwachungstechnik aus den gesicherten Untergeschossen des Gebäudes übertragen werden; der Zugang zu den Originalen ist nur in einer Führung durch den Sicherheitsbereich möglich.
Begleitend finden Diskussionen, Filmvorführungen, Vorträge und Interventionen im öffentlichen Raum statt.
In der temporär eingerichteten „žBar zur Inneren Sicherheit“ diskutieren jeweils freitags beteiligte Künstler und weitere Gäste.

2 Kommentare

  1. 01
    Booti

    Yay, Tanja!

  2. 02

    Ist mir zu weit weg.

    Danke für die Einladung

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