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Was Obama meint, wenn er von Herausforderungen spricht: Pakistan

Schon wenige Tage nach Amtsantritt kann es losgehen, das Spekulieren darüber, wie Barack Obama als neuer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika die unzähligen Herausforderungen meistern will, die er nach eigenen Angaben sofort angehen wird. Und wie schnell dabei die Stimmung umschlagen könnte.

Während das Erstaunen noch groß darüber ist, wie flott Obama u.a. Guantanamo zur dringenden Chefsache erklärt hat, überwiegt in Pakistan das Entsetzen über die Angriffe am vergangenen Freitag – die ersten US-Militär-Angriffe unter Obamas Führung.

Am Rande des DLD in München bemühten sich dankenswerter Weise zwei Menschen, denen ich eine realistische und vor allem fundierte Einschätzung der Lage in Afghanistan und Pakistan zutraue, mir die historischen und ethnischen Zusammenhänge und Herausforderungen der Region zu entwirren, ein nobles Unterfangen, für dessen Beurteilung ich ob der Komplexität jedoch noch eine ganze Weile benötigen werde. Doch das Gespräch beschäftigt mich (kann man mehr von einem Gespräch verlangen?), denn am Ende standen zwei Kernaussagen, die den Glauben an „Hope“ schwer machen:

– The situation in Afghanistan is fucked, fucked, fucked (ich lasse das mal auf Englisch) und es wird mindestens 30 Jahre dauern, bevor man über den Begriff Stabilisierung ernsthaft nachdenken kann.

– Im schlimmsten Fall wird Pakistan für Obama das, was Irak für Bush war.

34 Kommentare

  1. 01
    Frédéric Valin

    Was deutlich gegen größere Interventionen in Pakistan spricht, rein pragmatisch gesehen: Amerika kann sich eine weitere Intervention überhaupt nicht leisten.

    (Was von der vielzitierten moralischen Größe Obamas hierzulande übrigbleiben wird, werden wir sehen, wenn deutsche Soldaten in Afghanistan in Kampfhandlungen verstrickt werden.)

  2. 02

    ich weiß nicht, wie bekannt es ist, jedenfalls ist es keine verschwörungstheorie: pakistan ist immer schon zweigleisig gefahren. mit der einen hand unterstützt man die amerikaner, mit der anderen zeigt man den taliban, wo sie sich verstecken können.
    auch jetzt wird gesagt, dass man damit ganz einverstanden sei, die terroristen auch innerhalb der eigenen landesgrenzen von westlichen truppen bekämpfen zu lassen und gleichzeitig regt man sich auf.

    obama hat das genauso angekündigt und also wort gehalten.
    eine taube ist er nicht, nie gewesen und wird es auch nicht werden.

  3. 03
    Maltefan

    @Frédéric Valin: Moralische Größe? Hat sich irgendwer eigentlich mit Obamas aussenpolitischen Positionen ernsthaft auseinandergesetzt? Die haben sich schon vor der Wahl von denen McCains nur marginal unterschieden. Intervention in Pakistan, Georgien in die NATO, etc.pp, das volle Programm.

  4. 04
    Frédéric Valin

    @Maltefan: Der entscheidende Unterschied ist der Irak, ansonsten gibt es keinen Wechsel in der Außenpolitik. Außer eben dem, der der EU unangenehm werden könnte: Beteiligung an Kriegseinsätzen. Was Merkel/Steinmeier uns als „Verantwortung übernehmen“ verkaufen werden, die Linke als Imperialismus. Für die Grünen wird Özdemir irgendwas verwaschenes sagen, das Fischer in einem Zeitartikel dann wieder auf „potentiell regierungsfähig“ geraderückt.

    Aber, hey: change!

  5. 05

    Das hat doch mit einer eingebildeten „moralischen Größe“, die man dem Mann angeblich zuspricht (Quellen?), nichts zu tun. Obama ist US-Präsident und niemand kann ernsthaft glauben, dass er als solcher plötzlich die Interessen seines Landes über Bord wirft. Oder mal eben im Alleingang die Welt verändert. Die wichtige Frage ist doch die nach den Alternativen. Was also würde die Taube denn tun?

  6. 06
    Maltefan

    @Frédéric Valin: Klar, und weil alle Obama so liebhaben, wird es auch schwerer, sich vor dem Scheiss zu drücken. Ich sagte ja schon mal, mir wäre es lieber gewesen wenn das größere Arschloch Präsident geworden wäre, denn dann ist es einfacher, die Amis ihren Mist alleine machen zu lassen.

  7. 07

    Man kann von Obama vieles erwarten, aber sicher NICHT dass er Taliban-Verstecke verschont. Das hat Bush doch schon zum Hobby gehabt.

  8. 08
    Frédéric Valin

    @johnny: Du hast selbst gesagt, dass Obama Werte vertritt, positive Werte. Der steht für was. Das ist seine moralische Größe, die oft beschworen wurde.

    @Maltefan: Das dauert exakt so lange, bis die ersten Särge nach Hause kommen. Aber: Der Wahlsieg Obamas in den USA und die gleichzeitige Euphorie darüber in der EU haben wenigstens gezeigt, dass die Leute überm Teich genau gleich irre sind wie wir hier, man kann statt irre auch hoffnungsfroh sagen.

    (Rein pragmatisch gesehen wäre die Wahl McCain oder Obama für Afghanistan sehr wohl, für Georgien aber überhaupt kein Unterschied: Europa hat noch ein viel größeres Interesse daran, irgendwas im Kaukasus in die NATO zu holen.)

  9. 09

    @johnny:

    man hätte sich vermutlich osama (omg, ich habe wirklich zuerst obama geschrieben) kaufen können. die taliban hätten ihn verkauft, ziemlich sicher. jetzt ist man da gefangen. ab wann der krieg gewonnen ist, kann kein mensch sagen, also ist er nicht zu gewinnen.

  10. 10

    @Frédéric Valin: Sorry, Fred, aber das ist deine Interpretation meines Textes, zu dem ich nach wie vor stehe. Nach wie vor halte ich die Wahl von Obama für eine US-innenpolitische Sensation, nach wie vor glaube ich, dass er für eine andere Generation als sein Vorgänger steht, nach wie vor glaube ich, dass er Hoffnung statt Resignation verkauft hat. Und es ärgert mich, dass ein ganzer Absatz in meinem Text (der zweite nämlich) selbst von dir offenbar komplett ignoriert wird und du stattdessen interpretierst, was du interpretieren möchtest.

    Ich bin doch nicht so bekloppt und hänge meinen Kopf für einen US-Präsidenten aus dem Fenster, der damals noch nicht einmal im Amt war.

    Ich behaupte daher, dass es ein chronisches Leiden nicht nur der Linken und nicht nur in Deutschland ist, dass „Ja“-Sagen unmöglich geworden ist. Gegen Dinge zu sein (am besten gegen alles) ist leicht und vor allem sicher, denn man kann am Ende sagen: Siehste, ich wusste es ja gleich. Ein „Ja“ bedeutet, dass man evtl. Konsequenzen tragen muss, seine Meinung revidieren muss, sie anhand neuer Gegebenheiten neu hinterfragen muss. Es gibt in dieser Welt keine Patentlösungen, bei denen sich am Ende alle an den Händen fassen. Auch nicht von Obama.

    Obama ist kein Übermensch, sondern er ist amerikanischer Präsident, und wer geglaubt hat, er wird die gesamte Region einfach verlassen und dann wird alles supi, der muss ein Trottel sein. Ich erwarte nicht, dass ich alles oder auch nur den größten Teil dessen, was der Mann tun wird, unterstützen kann. Aber ich erwarte wenigstens in Teilen andere Überlegungen und Motivationen als die seines Vorgängers.

    Und wenn ich mich irre und die Verstrickungen der Obama-Familie mit der amerikanischen Wirtschaft oder aber auch den saudi-arabischen/ pakistanischen/ afghanischen Extremisten erst langsam ans Licht der Welt kommen: Dann habe ich mich geirrt und werde das bitter bereuen, aber sicher nicht so tun, als hätte ich alles vorher gewusst. Ich gehöre nach wie vor nicht zu denen, denen McCain lieber gewesen wäre, damit ihr Weltbild nicht neu herausgefordert wird.

    @Malte Welding: Glaubst du wirklich, ein Kauf (Gefangenschaft, Ermordung) bin Ladens würde die Probleme in der Region lösen? Gefangen ist man da mit oder ohne bin Laden, schätze ich.

    Worin wir uns einig sind (glaube ich): Deutschland befindet sich in einem Krieg. Der erste deutsche Politiker, der das nicht mehr mir blumigen Worten umschreibt, hat zumindest meinen Respekt.

  11. 11
    F. Kobel

    Was ist den das für ne komische Spreeblick-Betriebsversammlung?

  12. 12

    @F. Kobel: Frage ich mich auch gerade. Finde es aber nicht weiter schlimm. :)

    Besser als die Party, auf der ich gerade war.

  13. 13
    Stephan

    @Malte Welding: Dieser Krieg hat durchaus ein Ziel, es geht um die Beruhigung der Region. Hintergrund ist ein Milliarden Kredit einer asiatischen Zentralbank, Geld für den Bau einer Pipeline … hier steht alles super zusammengefasst

  14. 14
    F. Kobel

    ja, ist eigentlich ganz lustig…

  15. 15

    @Johnny Haeusler:

    die probleme in der region sind – glaube ich – nur dadurch zu lösen, dass zeit vergeht, vlt 50, vlt 100 jahre.
    es ist möglich, aber nicht sicher, dass durch westliche truppen für manche menschen dort die situation besser ist (besonders wahrscheinlich für nicht-paschtunen). für die gefallenen deutschen soldaten wäre es besser, immer noch hier in den kasernen sitzen zu dürfen.

    jetzt mal etwas, das albern klingt, aber gar nicht so albern gemeint ist: schau mal west wing an. dieses amt ist durch einen menschen im grunde nicht auszufüllen und ich kann hier aus kreuzberg letztlich gar nicht moralisch darüber urteilen, weil durch meine präferenzen keine menschen sterben. klar, bei einem extremfall wie bush kann selbst ich mir ein urteil erlauben, aber ansonsten bade ich meine hände in indifferenz.

  16. 16
    Niclas

    Zbigniew Brzezinski ist übrigens aussenpolitischer Berater Obamas. Bei den Blättern gibt es einen sehr lesenswerten Artikel über ihn und seine geostrategischen Pläne.

    Das fand ich sehr interessant: Der auch von Obama unterstützte Raketenschild in Osteuropa würde wohl die USA in die Lage versetzen, einen atomaren Erstschlag gegen Russland zu führen, ohne auch nur eine einzigen Einschlag im eigenen Land befürchten zu müssen.

  17. 17
    Frédéric Valin

    @Johnny Haeusler: Ich bin nicht gegen Obama, das ist ganz sicher einer der Punkte, die mich von @Maltefan: unterscheidet, obwohl ich ansonsten inhaltlich konform gehe. Aber ein Ja zu Obama bedeutet auch ein Ja zu seiner Außenpolitik, und die wird weder für Europa, noch für den Nahen/Mittleren/Fernen Osten angenehm. Um das zu erahnen, musste man nicht übertrieben skeptisch sein, Obama hat das in seinem außenpolitischen Programm deutlich gesagt.

    Der Mann ist Präsident, er hat Interesen zu vertreten, da bin ich Deiner Meinung. Aber what the hell means change in there?

  18. 18
    ganzunten

    War/ist denn der größte außenpolitische Unterschied der beiden Präsidentschaftskandidaten nicht, dass McCain keinerlei Verhandlungen mit Iran & Co. unternehmen wollte? Die Regierung Obama bereitet nun direkte Gespräche vor.

    Anders als beim Irak ist doch der Krieg/Kampf gegen die Taliban in gewisser Weise legitim, so schlimm es klingt. Oder?

  19. 19
    DerElton

    Ich verstehe die Indifferenz zu diesem Fall sehr gut, da es auch mir so geht. Was soll man in der momentanen Situation denn tun? Lass die Taliban/Al Quaida gedeien in Pakistan? Die dortige Regierung unternimmt meines Wissens rein gar nichts dagegen. Und einen aktuellen Präsidenten der USA dafür zur Rechenschaft zu ziehen was sein Vorgänger und führende Staatschefs (auch der BRD) angefangen (vllt sogar zu recht) haben und er nun weiter führt zur Rechenschaft zu ziehen, finde ich sehr fragwürdig! Wenn er überhaupt direkt darüber entschieden hat, der Obama!

  20. 20

    Obamas Handlungen sind durch die Hinterlassenschaften von George W. Bush determiniert. Wenn Obama die Armee einfach aus allen Kampfgebieten heraus ziehen würde, entstünden dort überall Machtvakua. Was in solchen Vakua passiert können wir uns denken. Deshalb liegt es nun an Obama die Sachen, die George W. Bush angefangen, so gut wie möglich zu beenden.

  21. 21
    Niclas

    Also hier ist der Artikel (blödes Gecode):

    http://www.eurozine.com/articles/2008-07-17-ritz-de.html

  22. 22

    Ähem, also, ich weiß gar nicht, ob ihr es mitbekommen habt. Aber Pakistan hat die Atombombe!

    Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass es irgendein amerikanischer Präsident jemals mit einer Atommacht auf sich nimmt. (Und das auch noch in einer Zeit, in der er kaum reguläre Truppen zur Verfügung hat und das Volk kriegsmüde ist.)

    Obama wird nicht mal wirklich Druck auf Pakistan machen können. Er weiß um die Instabilität der politischen Lage, dort. Ein Zuviel, kann dort die islamische Revolution bedeuten und dann ist erstmal Feierabend. Taliban mit Nukes? Gute Nacht!

  23. 23
    Frédéric Valin

    @mspro: Aber Pakistan hat keine Interkontinentalraketen.

  24. 24

    @Frédéric Valin: Ach so. Na dann. Dann ist ja alles prima! „Ätschibätsch, ihr kommt ja gar nicht an uns ran!“ Und wen interessiert schon Asien, das dann zumindest halb in Schutt und Asche liegt?

    Spaß bei Seite. Obama wird das nicht tun, wenn er nur einen Funken Verstand hat. Was wieder zu Obama und seine, naja, Haltung führt. Auch ich habe hohe Erwartungen an ihn geknüpft und tue es auch weiterhin. Nur ist diese Hoffnung nicht auf eine pazifistische Geisteshaltung oder so bezogen, die Obama sicher nie hatte, sondern auf einen relativ scharfen Verstand. Im Gegensatz zu Bush ist Obama alles andere als ein Vollidiot und allein deswegen wird er nicht wie ein Trampeltier durch die Weltpolitik brettern, sondern kluge Entscheidungen fällen. Das glaube ich nach wie vor.

  25. 25
    karmacoma

    Obama hat doch immer gesagt, dass man den Terrorismus nicht nur mit diplomatischen Verhandlungen besiegen kann, man muss ihn auch mit Waffengewalt in die Schranken weisen, siehe auch die Inauguration. Mich wundern daher diese Angriffe gegen Pakistan so gar nicht und sind auch nachvollziehbar für einen US-amerikanischen Präsidenten. Der kann sich halt nicht wie unsere Politiker zurücklehnen und sich zu Kaffee und Keksen mit drittrangigen Botschaftern treffen.

  26. 26

    Ich denke ganz und garnicht das Obama so wie Bush werden kann… die Sache mit Pakistan ist eine andere sache… dort wird nicht mit aller gewalt eingerügt sondern es wird mit der unterstützung der Regierung Pakistan die Taliban dort zerstören.

  27. 27
    jochen

    @mspro: da gebe ich mspro recht. was mir die hoffnung gibt dass sich die politik der usa (innen wie aussen) zu einem besseren wendet beruht eigentlich im grossen und ganzen darauf dass ich obama fuer um ein vielfaches intelligenter halte als bush. und daran schliesst sich an dass dieser praesident vielleicht nicht so leicht von (falschen/schlechten/boesen) lobbyisten beeinflussbar ist.
    zum glueck will das amerikanische volk auch gerne die truppen aus dem irak abziehen. das duerfte es ihm einfacher machen.

  28. 28
    ZeroG

    NurmalsoamRande:

    Obama liess Waziristan bombadieren, das ist die Gegend Pakistans in der die Regierung keinerlei Autorität besitzt und sich im Micro-Bürgerkrieg befindet, wo Osama bin Laden als Held das Gastrecht der Stämme geniesst, die auch gerne mal ein paar Frauen steinigen.

    Klar ist die Destabilisierung einer Atommacht nicht ohne, aber hier geht es gegen die Taliban, nicht gegen Islamabad. Und destabil ist ein anderes Wort für Pakistan seit Gründung …

  29. 29

    Habe vor ein par Tagen einen sehr interessanten Artikel (wird nicht verlinkt, weil eh ungarisch) über Obama+Afghanistan gelesen. Zum einen wird die Vermutung nahegelegt, dass der afghanische Nationalsport Buzkashi (http://de.wikipedia.org/wiki/Buzkashi) mit seiner alle-gegen-jeden-im-grösstmöglichen-Chaos-Mentalität nicht zufällig so beliebt ist, und es praktisch unmöglich ist, in dem Land Frieden zu stiften.
    Und da weder die diplomatische Lösung (die unter anderem beinhalten müsste, das Indien und Pakistan zu verbündeten werden), noch ein „surge“, wie im Irak erfolg versprechen, legt der Artikel nahe, dass es am Ende vielleicht doch zu einer pragmatischen, allerdings auch nicht unproblematischen Lösung kommen könnte: alle Nato-Truppen raus aus dem Land, und dann sehen, was Iran, Pakistan, China und Co. mit Afghanistan anfangen können…

  30. 30
    Maltefan

    @Frédéric Valin:

    (Rein pragmatisch gesehen wäre die Wahl McCain oder Obama für Afghanistan sehr wohl, für Georgien aber überhaupt kein Unterschied: Europa hat noch ein viel größeres Interesse daran, irgendwas im Kaukasus in die NATO zu holen.)

    Europa kann überhaupt kein Interesse daran haben, die guten beziehungen mit Russland zu gefährden, und ich denke, die Russen haben ziemlich deutlich gemacht, dass sie sich zwar in den letzten Jahren vieles gefallen lassen haben, der Spaß bei Georgien aber endgültig aufhört.
    @Frédéric Valin: Ich bin auch nicht gegen Obama, ich denke, die USA haben intelligent gewählt, weil er die innenpolitischen Probleme sicherlich besser lösen wird als McCain und auch ansonsten ein sympathischer Mensch zu sein scheint, der sich wohltuend von dem ganzen Filz abhebt. Ausserdem finde ich es durchaus bewundernswert, wie er sich praktisch von unten gegen eigentlich viel aussichtsreichere Kandidaten wie Hillary Clinton durchgesetzt hat. Bloß für Europa wäre mMn ein Präsident McCain besser gewesen.

  31. 31
    Hr.Lohmann

    @mspro: Es gibt eigentlich eine einfache Regel in der Internationalen Politik. Man greift einen Staat mit Atomwaffen nicht direkt an. Demnach könnte Pakistan nur als Grenzscharmützel (oder in Koop. mit der pak. Regierung) gezielt angegriffen werden. Niemals als Krieg USA gegen Pakistan.

    Sonst wäre das ein neues Kapitel der Weltgeschichte – und dafür halte ich Obama für zu klug.

  32. 32

    kinder, jetzt lasst doch mal die sprengkrper im schrank. erstmal wird geredet. woran alle erstmal interesse haben ist wohlstand. der wirkt am besten gegen den wahnwitz.

  33. 33

    Und mal wieder zeigt sich, dass alles was im Web diskutiert wird schwarz-weiß gesehen wird. Krieg gibt“™s mit Pakistan wohl nicht, dennoch ist dieses Land eine der wichtigsten Spieler auf der internationalen Bühne! Und Pakistan ist hoch zersplittert, dort gibt es alles: von fundamentalen Islamisten und liberalen Laizisten (zugegeben eine Minderheit). Der seit Jahren schwelende Konflikt mit Indien und die Terroranschläge in Bombay bereiten mir schon Kopfzerbrechen. Die ganze Region ist gefährlich aufgehetzt, muss aber in den internationalen „žKampf gegen den Terrormus“ in jedem Fall mit einbezogen werden. Und das ein Krieg da kontraproduktiv ist, dass kann sich jedes Kind ausrechnen.

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