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Popgun! 54 im SXSW-Downloadfieber

Die Mutter aller Festivals, das South By Southwest in Austin, Texas, ist auch in diesem Jahr in seiner Onlinearbeit vorbildlich. Seit Freitag steht der Zeitplan mit allen 1.800 auftretenden Bands. Teil des Service: eine kleine alphabetische Übersicht und die inzwischen obligatorischen Downloads. Einen Torrent aller Songs gibt es zur Zeit noch nicht — viel besser — ich hab‘ alle Titel einmal auf Popgun!-Kompatibilität hin überprüft und zusammen gestellt.Im folgenden also eine Auswahl der Songs, abzüglich derer, die bereits in der Popgun!-Berichterstattung auftraten:

[MP3] Au Revoir Simone – ‚A violent yet flammable world‘
[MP3]
Black Lips – ‚O Katrina!‘
[MP3] Dananananaykroyd – ‚Pink sabbath‘
[MP3]
Fight Like Apes – ‚Lend me your face‘

Kein weiteres Iggy Pop Cover, besser, griffiger, niedlicher. ‚Hellhole ratrace‘ von den Girls war Pitchforks 100ster bester Song 2008. Und da ist noch Potential nach oben, denn ein Album haben sie noch gar nicht draußen.

[MP3] Girls – ‚Lust for life‘
[MP3] Grand Analog – ‚Touch your toes Part.2‘

Einer meiner Songs des letzten Jahres, jetzt auch als freier Download. Mit ‚Ali in the jungle‘ haben The Hours aus London ein Rockepos, einen für die Analen der Stehauf-Songs geschrieben.

„It’s not how you start, it’s how you finish.“

[MP3] The Hours – ‚Ali in the jungle‘

Nach Folk schiesst man sich in Brooklyn jetzt auf Country ein. Hymns — komplett irreführender Name, die Lieder der New Yorker sind weniger hymnisch, umsomehr einprägsam, beinahe hypnotisch das Banjo in ‚Your movement‘.

[MP3] Hymns – ‚Your movement‘

‚Pisshead‘ von The Miserable Rich macht schon mit den ersten zwei Zeilen so viel Spass wie die Sachen von Daniel Johnston. Dodo auf Photo, das geht nur mit breitem Südenglischen Akzent gut.

[MP3] The Miserable Rich – ‚Pisshead‘

Port O’Brien (Foto, oben) werden in der SXSW-Beschreibung kurz mit Rock getaggt, Indiefolkrock, à la Polyphonic Spree, würde die Funktion eines solchen Genre-Labels allerdings mehr mit Sinn füllen. Nochmehr zur Sortierung: Wertschätzung für die Kalifornier äußerten schon M.Ward und Modest Mouse, mit denen Port O’Brien bereits durch Europa tourten.

[MP3] Port O’Brien – ‚I woke up today‘
[MP3]
Post War Years – ‚Black morning‘

Rademacher, klingen wie der nächste Dylan, stimmlich zumindest, weniger visionär tragen die Kalifornier Folk dahin wo es sich bereits einige Jahre bequem gemacht hat: ins Frickelstudio.

[MP3] Rademacher –‚Believer‘

Das war für mich dann doch eine kleine Überraschung, Neues von The Tiny aus Schweden. Auf das Album muss ich noch bis zum Herbst warten, allein der Produzent läßt allerdings die Vorfreude steigen: Paul Webb aka Rustinman, der auch schon Beth Gibbons und James Yorkston produzierte.

[MP3] The Tiny – ‚Burn‘

Die Jungs von Gorilla vs. Bear und Uli haben bereits ebenfalls ihre kleinen Auswahlen zusammengestellt.

[via]

8 Kommentare

  1. 01

    ich muss auch mal wieder hinfahren.. Das was berlin jetzt dort macht, habe ich in den 90zigern mit Brandenburger Bands gemacht: Subway to Sally, Potsdam Posse….

  2. 02

    @Nico

    Lob erfährst Du erst nach durchsicht aller ‚aktiven‘ Links.

    Danke
    auch
    wenn es
    immer kleiner
    erscheint

    ;-)))

  3. 03

    Danke für Fight Like Apes – von denen hatte ich noch nie gehört. Ich bin hingerissen!

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