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Juan Enriquez über technische Evolution und die Finanzkrise

Hier der Vortrag von Juan Enriquez auf der TED-Konferenz 2009, der mir gestern bereits untergekommen ist, den ich mir allerdings aus Gründen der Faulheit nicht zu Ende angesehen habe, jetzt allerdings schon. Und der Vortrag ist fantastisch, er hangelt sich von der Finanzkrise zu einer futuristischen Vision, die Biotechnologie, Robotik und Prothesen vereint und daraus einen nächsten Evolutionsschritt formt: Den Homo Evolutis
, den Menschen, der seine Evolution beeinflusst. Ähnliche Gedanken machte sich Wired-Gründer Kevin Kelly auf seinem The Technium-Blog vor ein paar Wochen. Vortrag nach dem Klick, unbedingt ansehen, denn: hochinteressant!


(Youtube Direktevolution, via MeFi)

Even as mega-banks topple, Juan Enriquez says the big reboot is yet to come. But don’t look for it on your ballot — or in the stock exchange. It’ll come from science labs, and it promises keener bodies and minds. Our kids are going to be … different.

24 Kommentare

  1. 01
    Nanuk

    Der neue Mensch…
    Hatten wir schonmal am beginn des 20jh anschliessend hat der neue Mensch die gröste Selbstvernichtung der Geschichte gestartet.
    http://www.achtphasen.net/media/users/achtphasen/hunger.jpg
    Bekommt der kleine Pedro auch nen Roboter…

  2. 02
    soralis

    Evolution ist per sé schonmal ne gute Sache , man denke nur an die Velociraptoren oder das fortschrittliche Schnabeltier. Und zur Evolution unserer Demokratie hätte ich auch ne feine Idee. Macht doch aus der HRE eine Partei und sichert ihr die Wahlkampfkostenrückerstattung der nächsten 500.000 Jahre zu. Problem gelöst!

  3. 03

    ich kann mich nur wieder holen:

    der terminator wird kommen und uns alle mitnehmen.

  4. 04
    ZeroG

    Endlich kommt die schöne neue Welt !
    Mit unseren Technologien werden wir das Leben beherrschen, die Natur besiegen, unsere Schiffe werden unsinkbar sein.
    Hatten wir zwar schon 1912, aber diesmal stimmts wirklich, Ehrenwort!

  5. 05
    ste

    Der Mensch wird seine Evolution bestimmen!
    ….muhahahahahahaha! Ja, klar! Man(n) schafft ja gerade mal so sich Butter auf die Stulle zu schmieren. Vielleicht gibt es bald ein Roboter der das für einen tut. Dann kann ich mich in der Zeit vielleicht tatsächlich um die Evolution kümmern, mal sehen wer mit macht….pfffft.

  6. 06
    Gunnar

    Toll!
    Dann wird uns bald nicht nur befohlen wo wir hinsurfen sollen sondern auch wo wir hingehen sollen. Automatisch. Breakthrough Technology!

  7. 07

    Ein sehr interessanter und überzeugender Vortrag. Ganz im Gegensatz zu den bisherigen Kommentaren. Ich bin entsetzt: Die mangelnde Bereitschaft Kritik in einer nachvollziehbaren Form zu äußern hat hier wirklich unüberschaubare Formen angenommen (Butterstullen usw.). Stattdessen verfällt man allzu leicht in eine Polemik, die jeden menschlichen Fortschritt diskriminiert. Dadurch habt ihr gezeigt, dass ihr nicht bereit seid euch mit dem Thema wirklich auseinander zu setzen. Sicher gibt es Kritikpunkte an der technologischen Entwicklung, aber hier hat bisher niemand auch nur ein stichhaltiges Argument zu diesem Thema genannt.

  8. 08

    Ich denke, Enriquez greift etwas kurz, wenn er andeutet, in den nächsten 20 bis 50 Jahren würde sich nur die Biotechnologie weiterentwickeln. Mir fallen jetzt aus dem Stand einige Bereiche ein, in denen sich eine ebenso fundamentale Weiterentwicklung andeutet (Staatsorganisation, Kommunikation, Wirtschaftssystem, Energieproduktion), und das ist sicherlich noch nicht alles.

    So wie ich das sehe, besteht die zentrale Herausforderung darin, dass unsere moralischen / gesellschaftlichen / juristischen Kontrollmechanismen mit dem Tempo Schritt halten, mit dem unsere Welt sich weiterentwickelt. Was passiert, wenn wir das versäumen, das zeigt gerade anschaulich die Finanzkrise.

  9. 09
    soralis

    @Stefan Rings,

    Entschuldigung! Ich habe mir den Film gar nicht angeguckt. Vielleicht mach ichs noch. Aber die Konzepte des Transhumanismus sind mir nicht fremd. Werden sich wahrscheinlich auch nicht aufhalten lassen. Aber die Tatsachen, die dagegen stehen, sind düster. Zurzeit 6.7 Mrd. Menschen, 2050 9 Milliarden. Oder vorher. Die Reichen werden sich sicher so einige Gadgets leisten können, wenn es so weit ist. Der Rest wird versklavt, wie auch heut schon, man nennt es halt Leiharbeit, 1 € Jobs, Outsourcing, Minijobs, Ich-AG, jeder sein eigener Unternehmer. Brustkrebsgenfreie Babys gibts ja heute schon und sicher auch den besseren Zugang zur Spenderniere, wenn man das nötige Holz dazu hat. Und das Geschwalle „vorher“ habe ich ja noch mitbekommen von soner Consulting Tusse. Revolution in der Informationstechnologie, dann die Revolution in der Biotechnologie, dann die Revolution in der Nanotechnologie. Es wird immer weiter aufwärts gehen. Wachstum und Wohlstand und Wollbeschäftigung für alle, spätestens nach dem Endaufschwung, alles dank den Segnungen des Neoliberalismus und der Technik. Und manche machen sich so Gedanken, ob nochmensch die Nanotechnologie vorher oder nach der TEchnologischen Singularität auf die Menschheit loslassen soll.
    Eigentlich reicht es drei Bücher gelesen zu haben: Orwells 1984, Huxleys Schöne neue Welt und Lems Futurologischen Kongress. Das war’s!, was man wissen muss über die Zukunft.

  10. 10
    soralis

    @Simon
    Prima, welches Wirtschaftssystem hättest denn gerne? Und wer soll das derzeitige aufhalten, dass den Planeten in den Klimawandel jagt? Und nicht nur da rein.

  11. 11

    @Simon: In diesem Punkt kann ich dir nur zustimmen. Unsere Aufgabe ist es nicht nur neue Errungenschaften zu produzieren, sondern auch zu lernen damit umzugehen. Dies darf sich nicht in einer speziellen starren Antwort, einem Gesellschaft- und Wirtschaftssystem oder einer Moralvorstellung erschöpfen, sondern sollte in der immer neuen Bewertung der Entwicklungen unserer Welt liegen. Nur so können wir sicher sein immer flexibel auf entstehende Probleme zu reagieren.

  12. 12
    ste

    @ Stefan Rings: Lies mehr Nietzsche! Und nebenbei wird der wohl lächerlichste und verlogenste Kampf auf Erden weiter gehen (Nietzsche in paraphrase).
    Wie das aussieht wenn Menschen Evolutionsaction spielen sieht man heute in allen Zeitungen seit September 2008. Und deine aufmunternden Worte: Naja, okay, verstehe, aber ist doch klar, dass das nur geht, wenn wir hübsch gelassen und lieb zueinander sind. ……Das sind „wir“ eben nicht, und da hilft auch keine Technik, sondern da ist allein die Fähigkeit der Menschen zu mehr Liebe und Poesie gefragt!
    Und Humor.
    Dann klappts auch mit der Evolution.

  13. 13

    Schön zusammengefaßt. G.W.Bush wird als Messias gelten, denn er hat für Menschen1.2 die Energiereserven gesichert. Die anderen können hungern.

  14. 14
    ZeroG

    @stefanrings
    Stichhaltiges statt Polemik ? Sicher ist der Verweis auf Titanic und schöne neue Welt zynisch – aber letztlich ist es auch ein historischer Beweis des Scheiterns des Allglaubens, die Menschen seien Kraft Technologie nun der Natur überlegen …
    Nieren aus Stammzellen sind nett, dito tapsige Roboter aber vielleicht sollten wir die Kirche mal im Dorf lassen und nicht gleich den Sieg über die Evolution ausrufen – wir sind auch nur Teil des Ganzen und kriegen nicht mal Hämorrhoiden in den Griff …

    Und sorry, wer lumpige 3% der US Amerikanischen Militärausgaben einsparen will, aber die nationale Gesundheitsversorgung cappen, entlarvt sich in meinen Augen selbst als planloser Oberzyniker …

  15. 15
  16. 16
    Nanuk

    @Stevan Rings
    „Sicher gibt es Kritikpunkte an der technologischen Entwicklung, aber hier hat bisher niemand auch nur ein stichhaltiges Argument zu diesem Thema genannt.“

    Der kleine Pedro hat keine Argumente er hat nur Hunger…

  17. 17

    Bezeichnend, wie bei einem solchen Thema gleich Vulgärmarxismus und Dystopien bemüht werden.

    Ein wenig mehr Optimismus würde gut tun. Wundert wenig, dass die inovativsten Produkte auf den meisten Feldern der Zukunftswissenwschaften (Nano, Gen, Netz) aus den USA kommen, wenn der erste Impuls, auf neue Ideen und technische Entwicklunegn in Deutschland die Schwarzmalerei und Prognose der Apokalypse ist.

    Behindert zudem die notwenige Auseinandersetzung mit den wirklichen Risiken und Chancen, wenn Schlagworte und Klischees eine Debatte bestimmen bzw verhindern.

  18. 18

    wenn in terminator nach den angepassten amis gegangen wäre, wären alle vor dir hunde gegangen.

  19. 19
    ste

    @fpk: …weil einfach schon der Ausgangspunkt der falsche ist, will ich mich darauf überhaupt nicht einlassen. Es reicht eben nicht systemisch von Innovationen in den neuen Technologien zu reden und vorauszusetzen es ist alles wunderbar so, die neuen Techniken machen uns besser und friedlicher und alles einfacher. Da dreht sich bei mir gleich alles auf den Kopf und ich habe schon keine Lust mehr darüber nachzudenken wie ich das jetzt erkläre, dass das so einfach nicht ist. Und by the way, dass aus Amerika die innovativsten Erfindungen kommen möchte ich erstmal bewiesen haben.

  20. 20

    @ste

    … überhaupt nicht einlassen … keine Lust mehr darüber nachzudenken …

    … du hast das Problem auf den Punkt gebracht. :-)

    Und by the way, dass aus Amerika die innovativsten Erfindungen kommen möchte ich erstmal bewiesen haben.

    Was das Netz angeht:
    Google
    Facebook
    Youtube
    amazon
    Flickr
    Twitter
    iPod
    iPhone
    Wikipedia
    23&me
    Threadless
    usw. usf.

    Die Nobelpreise sind auch ein ganz nettes Barometer dafür, wer so die Nase vorn hat.

  21. 21

    spielereien die, wenn man ehrlich ist, niemand braucht:

    Facebook
    Youtube
    Flickr
    Twitter
    iPod (wohl eher aus china)
    iPhone (auch)

    23&me und Threadless kenne ich nicht mal.

    der tarnkappenbomber kommt auch aus den staaten.

  22. 22
    ste

    Mag ja sein, jedoch ist diese kleine Liste jetzt nicht das Ausschlaggebende; man kann in diesem Kontext auch nicht „Innovation“ als Maßstab nehmen, das ist viel zu schwammig. Hin und wieder mag ein „Ding“ an die Öffentlichkeit kommen, aber dann liegt es nicht an den Entwicklern und der Idee, sondern wie die Leute damit umgehen und was sie kreatives damit machen. Und da würde ich dann ungern von Technik bzw. technischen Errungenschaften sprechen, sondern von der „poetischen“ Fähigkeit der Menschen mit „Neuem“ umzugehen. Es ist lächerlich zu sagen: „Youtube ist toll, danke Amerika!“ Nein, sondern was machen wir jetzt damit, wie entwickelt sich das fort, wie verändern die ganzen Nutzer dessen Möglichkeit, was ist davon dann noch die tatsächliche Meisterleistung der Entwickler….

  23. 23
    HP

    Brot und Spiele ….(und dann kann die Obrigkeit schalten und walten)

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