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Der Guardian gibt seinen Content ins Netz (UPDATE)

Der Guardian hat heute ein Tool veröffentlicht, mit dem Website-Betreiber Guardian-Content auf ihrer Website mit ein paar Einschränkungen veröffentlichen können (nur 5000 API-Zugriffe, Speicherung nur für 24 Stunden, keine Remix-Möglichkeiten). Außer der New York Times fällt mir grade keine andere Zeitung ein, die ihren Content so massiv mit dem Netz verflechtet (was nichts heisst, da gibt es bestimmt noch weitere Beispiele). Sicherlich ein Schritt in die richtige Netzrichtung, ob diese Maßnahmen der Zeitungskrise Paroli bieten können, bleibt allerdings abzuwarten.

[update] Wichtige Anmerkung von Armin:

Du hast einen wichtigen Teil nicht erwaehnt, durch diese Aktion erweitert der Guardian naemlich auch seine Werbeschaltungsreichweite. In dem „Kleingedruckten“ (na ja, so klein ist das gar nicht) verpflichtet sich jeder der den Service nutzt auch eventuell eingebundene Werbung des Werbenetzwerks des Guardians unveraendert zu veroeffentlichen.

8 Kommentare

  1. 01

    Du hast einen wichtigen Teil nicht erwaehnt, durch diese Aktion erweitert der Guardian naemlich auch seine Werbeschaltungsreichweite. In dem „Kleingedruckten“ (na ja, so klein ist das gar nicht) verpflichtet sich jeder der den Service nutzt auch eventuell eingebundene Werbung des Werbenetzwerks des Guardians unveraendert zu veroeffentlichen.

    Wie heisst es noch so schoen: There’s no such thing as a free lunch…

  2. 02
    westernworld

    das ist der mut der verzweiflung.

    wenigstens hat der guardian inhalte die leute einbinden wollen von wievielen blättern kann man das schon behaupten.

    bin gespannt wie lange die NYT sich noch eine printausgabe leistet, kürzlich hörte ich auf twit die kosten für print beliefen sich auf 600mio.$.

  3. 03

    Nach kurzem Stöbern immer noch eine Frage: Was unterscheidet das jetzt von einem strategisch platzierten iframe-Element ?

  4. 04

    so und wenn jetzt alle aufgehört haben, wie benebelt zu klatschen, kann mir jemand das wozu erklären? also den realen nutzen dahinter? :)

  5. 05

    @Marcel:

    Fuer den Guardian sollte das doch recht klar sein: Die Reichweite erhoeht sich, vermutlich koennen sie hoehere Werbepreise verlangen waehrend die Kosten im Vergleich vernachlaessigbar sind.

  6. 06

    ja der nutzen für den guardian ist mir schon klar, ich meine den nutzen für den potentiellen nutzer :)

  7. 07
    Johannes

    „verflechtet“ … heißt das nicht „verflicht“ ??

  8. 08

    @Marcel:

    Das wonach so viele suchen die selber nichts viel schreiben koennen oder wollen? Kostenlosen „Qualitaetscontent“, den man mit ein paar Einschraenkungen in sein eigenes Layout einbinden kann?

    Man kann die Inhalte ja auch einschraenken und z.B. nur Sportthemen nehmen wenn man eine Sportwebsite betreibt oder aehnliches. Als Autor koennte man z.B Rezensionen seiner Buecher und Lesungen direkt auf seiner eigenen Website einbinden und somit die Leser auf der eigenen Seite halten (was ja durchaus das Ziel vieler Websitebetreiber ist, bloss keinen Besucher wegschicken).

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