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Spickzettelmauspad

Als ich mich neulich laut fragte, wie ich zum Teufel nochmal einen echten Gedankenstrich auf meinem Windows(!)-Netbook tippen kann (auf dem Mac funktioniert das mit ALT-„Minus“), war ich am Suchergebnis „ALT-0150“ natürlich schon gescheitert, und erst die versammelte Twitteria konnte mich erlösen. Denn die Zahl muss auf dem temporär mit FN eingeschalteten Nummernblock eingegeben werden.

Nochmal langsam: Um einen Gedankenstrich unter Windows zu produzieren, hält man die FN- sowie die ALT-Taste gleichzeitig gedrückt und tippt zusätzlich die Zahlen 0150 auf dem Nummernblock (also M-J-I-M) nacheinander. Danach hat man zwar gebrochene Finger und rund vier Sekunden für ein einziges Satzzeichen verschwendet, aber hey: Niemand hat gesagt, dass Computer leicht zu bedienen wären!

Vielleicht bestelle ich mir für die nächste Sonderzeichensuche lieber ein Mauspad mit Spickzettel.

Disclaimer: Ich habe aus Imagegründen auch Linux auf dem Netbook installiert und lasse dort hin und wieder sinnlose Skripte in einem Terminal-Fenster durchlaufen, um kleine Jungs zu beeindrucken.

19 Kommentare

  1. 01
    Andre Leistner

    Da war die Twitteria etwas ungenau: Alt-0151 (Shift-Alt-Minus) ist der Geviertstrich, der im englischen Spachraum als Gedankenstrich verwendet wird. Alt-0150 (Alt-Minus) ergibt den im deutschen üblichen Gedankenstrich.

  2. 02
    Björn

    Viel schneller und ohne Fingerbruch würde es gehen, wenn du Strg-Fn-(minus) (in meinem Fall liegt es auf dem P) drückst.

  3. 03

    Nochmal langsam: Um einen Gedankenstrich unter Windows zu produzieren, hält man die FN- sowie die ALT-Taste gleichzeitig gedrückt und tippt zusätzlich die Zahlen 0151 auf dem Nummernblock (also M-J-I-J) nacheinander.

    Das gilt dann aber nur für Note- oder Netbooks. Eine handelsübliche Workstation Tastatur hat keine FN Taste. Da reicht dann Alt-0150. Habe ich aber ehrlich gesagt noch nie benutzt.

  4. 04

    « = alt-q
    » = alt-shift-q
    „¹ = alt-shift-b
    㼠= alt-shift-n

    „¦ alles aus dem Kopf! *angeb*

  5. 05

    @Andre Leistner: Mein Fehler! 0150 ist korrekt. Hab’s geändert, diesmal ohne die alte Version durchzustreichen, denn sonst kann man den text überhaupt nicht mehr lesen „¦

    @Björn: Das klappt leider nur in einigen Programmen, in Online-Editoren aber bspw. nicht (GoogleDocs z.B.).

  6. 06
    Jan(TM)

    Ah „” mit Üben hab ich das jetzt auch auf dem Vaio hinbekommen. Im Umgang mit Sonderzeichen ist für mich der iPod Touch die Offenbarung. Das System müsste man irgendwie mal für eine richtige Tastatur umsetzen. Einfach auf Tschechisch stellen, r etwas länger gedrückt halten und es ploppt eine Auswahl mit r + Å™ auf.

    Wir haben jetzt auf Arbeit diverse HDD Testprogramme zur Auswahl und nach Tests hat sich gezeigt das die Version von Seagate vielleicht nicht besser funktioniert, aber verdammt wichtig aussieht. Damit kann man nicht nur kleine Jungs beeindrucken(was auch wichtig ist, weil oft steht man doof rum und schaut 2-3 Notebooks beim testen zu).

  7. 07
    _Sven

    Sind Mouse-Pads nicht out? Leider sind die „žSpickzettel“-Pads zu klein – aber nützlich allemal. steht da Alt-0150 drauf?

    richtige Anführungsstriche :
    „ž <- alt ^ " <- alt-shift ^ ;)

  8. 08

    Ja, Windows macht’s den Typographen nicht grad leicht.

    Ich bin irgendwann auf AutoHotkey gestoßen, ein kleines Programm aus dem Lifehacker.com Dunstkreis, daß es (unter anderem?) ermöglicht, eingegebenen Text automatisch durch einen anderen zu ersetzen. Das Programm ist nicht grade benutzerfreundlich aber sehr praktisch:

    Durch ein kleines, selbstgebautes Skript muss ich jetzt nur noch – – eintippen und das Programm wandelt es automatisch in „” um oder >> für » usw. Das funktioniert natürlich auch mit Wörtern/Sätzen etc (ist zum Programmieren sehr praktisch).

    Hier das AH-Skript:

    :*:<>::»
    :*:…::“¦
    :*:–::“”
    :*:´´::“ž
    :*:„::“

  9. 09

    Am Mac geht’s mit dem Programm „PopChar“ auch einfacher. Da reicht ein Klick aufs Icon in der Statusbar und man kann sich das gewünschte Zeichen raussuchen.

  10. 10
    nrq

    Kopiere immer noch Halbgeviertelstriche aus der Wikipedia, wenn mir jemand verraten könnte wie man das unter Linux schafft wäre ich total dankbar. Und dann beeindrucke ich ein paar kleine Jungs damit, versprochen!

  11. 11
    JanM

    @09 nrq: Das geht mit dem „Compose Key“, den Du via setxkbmap auf beliebige Tasten legen kannst — ich hab ihn bei mir mit „setxkbmap -option compose:rwin“ auf die rechte Windows-Taste gelegt (geht auch klickibunti in den KDE-Einstellungen: Land/Region & Sprache -> Tastaturlayout -> Advanced -> Compose key position). Danach kannst Du einen Halbgeviertstrich mit Compose + „- – .“ und einen Geviertstrich mit Compose + „- – -“ einfügen.

    Aus unerfindlichen Gründen funktioniert der in meinem kubuntu allerdings nicht in Firefox. Scheint einer oberflächlichen Google-Suche zufolge ein schlichter Bug zu sein.

  12. 12
    nrq

    Fein, danke dir! Rechte Windowstaste ist in Gnome anscheinend mit dem Kontextmenü der rechten Maustaste belegt, mit der linken Windowstaste/lwin funktioniert das super, sogar unter Firefox.

  13. 13

    @Mathias: danke, hatte das mal unter system 8 und 9 und konnte mich nicht mehr an den namen erinnern. #popchar

  14. 14
    Bege

    hey, Du kannst auch Dein schönes kleines Netbook mit einem externen Nummerntastenfeld tunen – dann musst Du nicht mehr den Nummernblock temporär herbeizaubern. Ist bestimmt saumäßig praktisch ;-)

  15. 15

    Ich benutze immer http://www.copypastecharacter.com – das geht schnell und gut, auf Mac und PC. Sind nicht immer alle Zeichen drin, die man braucht, aber fast immer.

    Mist. Jetzt habe ich einen falschen Gedankenstrich gemacht, nur weil ich zu faul für das Copypasten war. Whatever.

  16. 16
    Frogster

    Unicode ist toll, ausser, dass man das nicht vernünftig tippen kann.
    Aber es gibt so fantastische Zeichen wie z.B.:
    http://decodeunicode.org/en/u+2042

  17. 17
    Fahabian

    Na toll, Spreeblick war das einzige Blog, wo ich auf solche Feinheiten in meine Kommentaren geachtet habe. Dann hab ichs aufgegeben, weil „žInteressiert ja doch kein Schwein“. Ab heute also wieder Alt-Codes“¦

  18. 18

    Fassen wir zusammen: Was auf dem Mac mit zwei Tasten geht, schafft man unter Windows nur mit 5 Tasten (und braucht dafür etwa viermal so lange)??

    Welch ein Paradebeispiel für die „kleinen“ Unterschiede zwischen Mac und PC :D

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