3

Popgun! 58 G-g-g-g-ghostbusters

Es gibt kaum Fotos von Dananananaykroyd auf dem die sechs nicht irgendwelche schwarzen Band- oder Comicshirts tragen würden. Ganz so als müßten sie ihre Nerdigkeit auch über die Namenswahl hinaus nocheinmal unterstreichen, als wäre die gestotterte Referenz auf einen bekennenden Eierkopf und Ufologen (von den Filmen und Sketchen gar nicht zu sprechen) noch nicht geekig genug.

Musikalisch kann der Name eines Blues Brothers ein wenig in die Irre führen. Zeitgeschichtlich macht die Wahl des 80er Jahre Comedystars dann wieder etwas mehr Sinn, denn Dan Aykroyds Jahrzehnt war (auch wenn unter all dem Neon-Kitsch gern übersehen wird) das des (Post-)Hardcore. Und genau da passen Dananananaykroyd hin, irgendwo zwischen Ghostbusters und Sonic Youth.

Die Band aus Glasgow, Schottland, deren Name nur eine sehr kurze bis gar keine Offline-Überlebenspanne hätte, beschreibt ihre eigene Musik mit dem Oxymoron „Fight Pop“, das bei mir unweigerlich Bilder von Mariah Carrey im oliven Overal auf einer Showtreppe im Irak und einer gliedmaßenverdrehten Madonna beim Foltern aufruft. Das kann eigentlich nicht im Interesse von Dananananaykroyd sein, die, soweit so poppig, eine härtere Version der Waliser von den Los Campesinos! abgeben, dann in letzter Konsequenz allerdings unmelodiöser, schneller und vor allem härter sind.

Dazu trägt das doppelt besetzte Schlagzeug seinen Teil ebenso bei, wie zwei Gitarren und der At The Drive-In-artige Sprechgeschreigesang, ebenfalls gedoppelt, von Calum Gunn und John Baillie Junior.

Dananananaykroyds Debüt-Album ‚Hey Everyone‘ ist am 06. April bisher nur im Vereinigten Königreich erschienen. Gestern Abend waren sie noch auf dem Camden Crawl, kommende Tourtermine auf dem kontinentalen Europa sind leider auch noch sehr spärlich.

[VIDEO] Dananananaykroyd – ‚Black Wax‘

[MP3] Dananananaykroyd – ‚Pink Sabbath‘
[MP3] Dananananaykroyd – ‚Chrome Rainbow‘ (kein Direktlink)

3 Kommentare

  1. 01
    Leuchtie

    Habe sie am Anfang des Jahres in Vorprogramm der Kaiser Chiefs. Waren nicht schlecht. Ich fand den Sound bloß ein bisschen Blöd und den Gesang hat man bei den beiden Schlagzeugen auch nicht immer gehört. Die Gitarre und den Bass konnte auch schwer raus hören. Das beste am ende des auftritt war die „Wall of cuddle“

Diesen Artikel kommentieren