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Paid content

Ich war gerade Gast bei der Eröffnung der Jugendmedientage in Hannover und wurde in einem anschließenden Gespräch nach meiner Einschätzung gefragt, wie viele der Spiegel-Online-Leserinnen und -Leser wohl übrig blieben, würde SpOn ab morgen drei Euro im Monat für den Zugang zur Website verlangen und daneben keinerlei kostenlosen Inhalt mehr anbieten.

Als jemand, der oft genug Profis beobachtet hat, beantwortete ich die Frage zunächst einfach gar nicht. Ich lamentierte stattdessen über meine Überzeugung, dass ich es für unklug halte, Kunden zunächst etwas wegzunehmen und dann dafür zahlen zu lassen, es wieder zurück zu bekommen. Geld kann man im Netz meiner Ansicht nach nur verlangen, wenn man zusätzlich zum Bestehenden etwas Neues anbietet.

Das war jedoch nicht die erwünschte Anwort. Nachdem ich mich technisch abgesichert hatte (schließlich würden die Inhalte ja an anderen Stellen wieder kostenfrei auftauchen, aber das mal außen vor für dieses Gedankenspiel) und auch noch Feinheiten abklopften konnte (RSS mit ganzen Artikeln wäre im Preis mit drin), ließ ich mich zu einer Schätzung hinreißen und antwortete:

„20 bis 30 Prozent?“

Und biss mir sofort auf die Zunge. Wahnsinn. Viel zu viel. Mein Gegenüber jedoch war aus anderen Gründen erstaunt, nein, er war enttäuscht: „So wenig?“ — „So viel!“, erwiderte ich. Und war immer noch unsicher.

Was hättet ihr geantwortet? Technische Finessen wirklich außer Acht gelassen: Wie viele der aktuellen SpOn-Leserinnen und -Leser würden eurer Meinung nach übrig bleiben, wenn sie plötzlich drei Euro im Monat bezahlen müssten?

Achtung! Die Frage lautet nicht: „Würdet ihr drei Euro für SpOn bezahlen?“

93 Kommentare

  1. 01
    42

    5 bis 10 Prozent.

    Eigentlich jeder SPON-Nutzer, den ich kenne, nutzt die Seite nur weil sie einigermaßen aufgeräumt und übersichtlich alle wichtigen Nachrichten liefert, dazu „etwas“ Boulevard und hin und wieder einen interessanten Artikel. Die Qualität ist nur ein zweitrangiges Kriterium, und diesem Teil der Leserschaft auf keinen Fall drei Euro wert.

    OK, die Begründung liest sich jetzt wie eine Antwort auf die ausdrücklich nicht gestellte Frage. ^^

  2. 02

    5%
    eher weniger
    sagt mein bauch :)

  3. 03

    Ich blocke absichtlich keine Werbung und klicke bei meinen Lieblingsblogs bewusst welche an. Aber ich wüsste nicht warum ich Geld für was ausgeben soll, was ich an anderer Stelle kostenlos bekomme.

  4. 04
    erz

    Da ich SpOn erst letzte Woche als Startseite gekickt und daraufhin auch gleich ganz aus meinen Bookmarks verbannt habe, bin ich vielleicht etwas voreingenommen. Aber ein Grund für die Verbannung war, dass SpOn ein fast vollständig dem Boulevard untergeordnetes Portal ist. Und wenn ich schneller und schriller informiert sein will oder die neusten Gerüchte zum Sport lesen möchte, kann ich besser zu BildOnline gehen.

    Ich muss zumindest in diesem letzten Punkt von mir auf andere schließen: Nehmen wir an, der durchschnittliche SpOn-Leser ist genau wie ich in erster Linie der schnellen und eigentlich eher überflüssigen Häppcheninfo wegen da. Die holt er sich doch sofort woanders, wenn es den Stoff nicht mehr gratis gibt.

    Ich glaube kaum, dass wegen der Handvoll gehaltvoller Artikel, die aus dem Print übernommen werden, jemand nicht auf das Portal verzichten kann. Genau so wie auf die Videos, die mit der glühend heißen Nadel fußgemalt sind. SpOn sind weder schnell, noch haben die viel Substanz: Ich würde auf nahe 0 setzen. 3Euro für Fastfood, das ich woanders gratis bekomme? Da fehlt einfach das Alleinstellungsmerkmal.

  5. 05
    norbert

    Ohne Mehrwert? Etwa 1% denke ich. Online ein gutes Bezahlmodell zu entwickeln halte ich für unglaublich schwierig. Etwas was man schon kostenlos gewohnt ist, und auch sonst an jeder Ecke kostenlos bekommt kann man jedenfalls nicht einfach wieder kostenpflichtig machen.

  6. 06

    Ich schätze die Anzahl ein wie mein Vorredner.

    Heute war ein Artikel in der taz, laut dem Rupert Murdoch den Printmedien noch eine Lebensdauer bis 2030 einräumt – die Frage ist also nicht, ob Onlinemedien die entsprechende Qualität liefern können, sondern wie Medienunternehmen künftig existieren können.

    Ich wüde wohl zu den 5 – 10 % gehören.
    Und ärgere mich, mal wieder was shakend- und movendes in meiner Heimatstadt Hannover verpasst zu haben.

  7. 07
    Die Japaner

    schließlich würden die Inhalte ja an anderen Stelen wieder kostenfrei auftauchen

    An dieser Stelle würde ich mich als Leser fragen, ob die angeblich von SpOn stammenden Inhalte auch wirklich von SpOn stammen. Und ich finde, dass der 3-Euro-Leser in erster Linie für die Wahrhaftigkeit und gewissenhafte Recherche zahlen würde, für die ein Magazin wie der Spiegel eigentlich steht (oder stehen sollte).

    Es ist doch so, dass es in der Blogosphere viele Blogs gibt, die die selben Informationen verbreiten wie der SpOn. Aber bis sich ein Blog etabliert und sich als glaubwürdig erweist, vergeht Zeit. SpOn hat es da viel leichter, weil er den Namen und das Image schon besitzt.

    Ich sage: am Anfang der Umstellung würden es wirklich 20 bis 30 Prozent werden, doch danach würde die Anzahl der Abonnenten steigen.

  8. 08
  9. 09

    Niggemeier zeigt ja recht häufig, wie Tickermeldungen einfach nur noch kopiert werden, auch von SpOn. Spontan fällt mir als wirkliches Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Online-Nachrichtenportalen auch nur einestages.spiegel.de ein, das allein würde den Preis aber wohl nicht rechtfertigen. Unter der Prämisse, dass sich das Angebot von SpOn nicht ändert: 5%, allerhöchstens.

  10. 10

    Maximal 5% denke ich.

  11. 11

    Seltsame Frage eigentlich, oder? Was wäre Spiegel Online wert, wenn es nicht mehr im Internet stattfinden würde?

    Denn unverlinkt bzw. hinter einer Bezahlsperre versteckt wäre es ja im restlichen Netz nicht mehr wirklich wahrnehmbar und würde allein dadurch sofort rasant an Relevanz verlieren. Zumal es ja nun nicht so ist, dass die Inhalte auf SpON so außergewöhnlich sind, dass man die Nachrichten nicht auch woanders lesen könnte. Und außerdem: Das Wesen einer Nachricht ist doch, dass sie weitergetragen wird, oder?

    Ich würde mir also wohl, wie viele andere eine kostenfreie Alternative im Netz suchen. Und Spiegel Online würde recht bald niemanden mehr interessieren.

  12. 12
  13. 13
    Shoom

    Würde auch so 1% bis max. 5% schätzen.

    Hatten die nicht mal so kostenpflichtige Dossier PDFs? Gibt es die noch? Hat die irgend jemand gekauft?

  14. 14

    Ich denke 2-3 Prozent. Es sei denn, es würden tatsächlich besondere Premium-Features geboten. RSS ist gut, aber ICH würde dafür keine 3 EUR im Monat bezahlen. Aus dem Stehgreif fällt mir nichts ein.

  15. 15
    a7p

    mmm … 3%… eher weniger … ehrlich gesagt, keine Ahnung. Mir fällt in meinem weiten Bekanntenkreis niemand ein, der die Seite nicht gelegendlich ’nutzt‘ … und niemand, dem ich zutrauen würde dafür zu zahlen.

  16. 16

    Dann schon lieber drei Euro fuer den Spiegelfechter.

  17. 17
    Martin2

    Hi Johhny, eigentlich wollte ich schon pennen gehen und hab hier nur sporadisch reingeschaut, aber das Thema interessiert mich sehr. Gerade habe ich in Maltes Blog einen Kommentar zu den Solokarpfen geschrieben, mit ähnlicher Thematik.
    Deine Schätzung finde ich zu hoch zu hoch. Falls das wirklich so wäre, könnten die bei Spon jetzt den Champagner kühl stellen.
    Bezahlcontent für Abos funktioniert nur dann m.E., wenn die Informationen exklusiv sind, bzw. an anderen Stellen nicht auffindbar sind und im Idealfall für den Rezipienten notwendig bzw. brauchbar sind für die eigene berufliche Karriere. Wenn Spon zeitnah eine Kritik über die letzte Will-Sendung schreibt, dann ist das interessant zu lesen, aber bezahlen würde ich dafür nicht, zumindest nicht im Rahmen eines Abos. Meines erachtens gibts es folgende 2 Strategien:

    1. Abo:
    Man bietet Content, der exklusiv ist, d.h. in diesem Fall, Insiderinformationen für bestimmte Themenbereiche, die im Idealfall nicht anderweitig zugänglich wären und möglicherweise einen eigenen Wettbewerbsvorteil bieten für die Karriere.
    2. Man bezahlt freiwillig für einzelne Artikel:
    Wenn der Rezipient einen Artikel für honorarwürdig hält, dann sollte es eine möglichst niedrigschwellige Bezahlmethode geben, die in ihrer Ausführung nicht nervenauftreibender sein darf, als die Begeisterung die man für den Artikel hegt. Ich meine die Bezahlung muss innerhalb von ca. 30sec. ohne Komplikationen passieren können, nach 1min. ist die Bereitschaft enorm gesunken zu bezahlen. Dafür ist das Internet zu schnelllebig.

    Und da kommt natürlich die Stärke der Blogs zum Zuge, weil ihnen das Image anhaftet „der macht das freiwillig, das ist kein großer Verlag im Hintergrund, der hat nicht die Infrastuktur soetwas in 10min. zu recherchieren“. Und zudem haben Blogeinträge noch eine stärkere emotionale Wirkung als reine Infotexte bei Spon.
    Was ich damit sagen möchte: Wenn ich z.B. bei spreeblick die Möglichkeit hätte 30 cent für einen Artikel zu zahlen, der mir gefällt, dann würde ich das machen. Ich verschicke teilweise SMS für den selben Geldwert mit dem Inhalt „Ok, dann halt morgen“
    Und damit kommen wir zum Thema micropayment.
    Für mich wäre Handypayment immer noch die idealste Lösung einen Blogeintrag in wenigen sec. würdigen zu können. Das scheitert leider an den enormen Tarigen der Mobilfunkdienstleister. Aber muss das sein?
    Hat schon mal jemand mit denen geredet? Denen entgehen doch enorme Umsätze im Internet, die könnten doch kräftig daran verdienen.

  18. 18
    Julius

    ich würde auch sagen: nicht mehr als 5%. Wobei: was ist ein Leser? Wohl auch diejenigen, die SpOn nicht direkt aufsuchen sondern über Links kommen. Da Inhalte, die im Netz nicht auftauchen (weil hinter einer Bezahlmauer versteckt), eher selten verlinkt werden, fallen schonmal ne ganze Menge Leser weg. Die meisten werden wegbleiben, da man so ziemlich alles, was es bei SpOn gibt, auch woanders lesen kann, das, was man eh nur ’so nebenbei‘ aufschnappt, erst recht. Es bleiben also von den Artikeln überzeugte Spiegel/SpOn-leser, von denen sich dann einige vllt. lieber das Druckwerk kaufen.
    Oder mal anders: Würden wirklich 20-30% (s.o. #7) der Leser 3Euro im Monat bezahlen, gäbe es dann das spon-abo nicht schon längst? Gegenrechnen kann man da ohne Zahlen natürlich nicht, nur ins blaue raten.

    Update: OK, inzwischen wurde eigentlich alles, was ich hier getippt habe auch von meinen Vorrednern gesagt. Was mir noch einfällt: Ich bin erstmal nur von Privatkunden/Nutzer ausgegangen. Der Rest rechtfertigt allein aber m.E. natürlich kein Bezahlmodell.

  19. 19
    RC

    Das ist auch so ein Punkt. Ich glaube ich würde NIE für Boulevard bezahlen, sondern immer nur für richtige Nachrichten. Steckt jetzt da zwar schon drin, aber: Boulevard sind für mich halt einfach keine Nachrichten. Welche Pseudo-Promifrau jetzt ihre Naughty Parts in eine Kamera gehalten hat ist das grausame Nebenprodukt der Newsbranche.
    Was mir Geld wert wäre, wäre ein Medium das Nachrichten 2-3 Tage _später_ bringt als die Konkurrenz, sich dafür aber die Zeit nimmt/diese nutzt den ganzen Mist auch mal zu recherchieren. Ich lese viel lieber die korrekte Meldung morgen, als die Falsche heute. Das ist auch sowas was Newstypen nicht schnallen, in dieser Welt geht es nur darum FIRST brüllen zu können.

    Um aber die Frage zu beantworten: 5%.

    Gerade bei Spiegel müsste es diesbezüglich ja sogar schon Erfahrungswerte geben. Früher haben die doch schon alte Artikel nur noch gegen bares dem Leser zukommen lassen. Heute bieten sie plötzlich alles für lau an. Das sagt mir doch, dass sie jetzt dadurch, dass man bei Spiegel alles free bekommen kann, mehr Kohle durch die Werbung machen können, durch die Leute die jetzt dort zusätzlich hinsurfen, als vorher mit den Beschränkungen und paar verkauften Artikeln. So viele Käufer haben die also ganz sicher nicht gefunden.

  20. 20

    Johnny, ich benutze den Spiegel immer nur als weitere Kontrolle für Recherche-Ergebnisse. Wäre er kostenpflichtig würde ich ein anderes Medium verwenden. Tatsächlich hat der Spiegel kaum bis keine originären Artikel, die politisch oder wirtschaftlich relevant wären.

    Nach meiner Einschätzung würden vielleicht fünf Prozent der Online-Leser die drei Euro im Monat zahlen, dann aber völlige Werbefreiheit und den Verzicht auf Klickstrecken verlangen.

    Das ist kein Geschäftsmodell und wird auch keines. Wenn jemand mit seinem Content über Paid Content Geld verdienen will, dann geht dass nur über Teaser und Micropayment für die Seite. Micropayment, heisst irgendwas von 0,09 Cent bis vielleicht 0,5 Cent pro Text.

  21. 21
    PS

    1%-3%
    Die Seite gewinnt durch ihre Übersichtlichkeit und ihre schnellen Updates.
    Aber sicher nicht durch sauber recherchierten originären content.

  22. 22
    Kommentator

    Die erstaunt-enttäuschte Reaktion des Fragers finde ich interessant – stellen sich die SPONler wirklich vor, dass ihre Webseite so einzigartig und unverzichtbar ist?
    SPON ist übersichtlich gebaut und brauchbar, um sich einen Überblick zu verschaffen, das erklärt – aber übermäßige Qualität oder Originalität kann man SPON in der Regel nicht vorwerfen (einestages zum Beispiel ist ziemlich trivial, da kann man auch mittelmäßige Dokus im TV anschauen oder stern lesen, das ist dasselbe).
    Und: Ich denke, die SPONler zehren (wie auch die anderen Redaktionen dort) immer noch vom Mythos des alten Spiegels, als der noch ein echtes Leitmedium war – die Zeiten sind vorbei, SPON ist nicht Spiegel, schon garnicht der alte Spiegel.
    5 – 10%.

  23. 23
    Aksel

    3-5% inkl. Freunde und Verwandte der Redakteure.

    Ich finde ein hervorragendes Beispiel in dem Zusammenhang der Finanzierung den Webradiosender KEXP. Dort gibt es ungewöhnliches Indie-Spartenprogramm, aber wirklich gut gemacht mit Trüffelschwein-Neuheiten und guten Moderatoren. 2x im Jahr machen die immer ihren Pledgedrive, dass heisst sie Sammeln drei Tage lang sehr engagiert Spenden und werben dafür massiv. Die haben ihre Fanbase, die dann als Supporter eine nicht unerhebliche Summe spenden, um das Radio wieder weiterlaufen zu lassen für ein halbes Jahr.

    Ausschlaggebend bei dem ganzen ist halt a) gefühlte Echtheit und Fairness, und b) das Gefühl dass man die wirklich unterstützt, bzw. dass die im Umkehrschluss weg vom Fenster sind, wenn sie nichts im Pledgedrive auftreiben.

    Das ist eben das Problem mit Spiegel Online und P2P: die Leute gehen, bisher *noch* richtigerweise, davon aus, dass die Angebote eh da sind, ob sie nun zahlen oder nicht. Das ist nicht motivieren (wenn auch zynisch).

    Wenn hypothetischer Weise SpOn in 4 Jahren dichtmacht und die Redakteure in PR2.0-Agenturen aufgesaugt werden, dann kommt das Wehklagen und viele werden *dann* im nachhinein sagen, „Ok, so eeetwas Micropayment oder Abo für einen Artikel hätte ich ja schon gemacht…“

  24. 24

    5% — 8%
    Das Alleinstellungsmerkmal von SPON ist in meinen Augen die Übersichtlichkeit und Durchdachtheit der Navigation, da sind sie wirklich gut und das würde bei einigen Leuten den Ausschlag geben. Dazu kommen dann noch die neoliberalen FDP-Wähler, für die es ein Statussymbol sein mag, sich Paycontent leisten zu können.

    Wenn die Onlinekonkurrenten, zB. TAZ und ZEIT nicht so gnadenlos unübersichtlich und leserunfreundlich gemacht wären, würde ich SPON keine 2% geben.

  25. 25

    Aus dem Bauch heraus hätte ich vielleicht 10% gesagt. Möglich, dass das aber auch noch zu hoch ist. Die Nachteile einer kostenpflichtigen Seite wurden ja von den Vorschreibern schon zur genüge breitgetreten.
    Wenn ich die Geschäftspolitik von SPON so verfolge (Vernetzung über Twitter, Facebook etc) geht es denen mittlerweile hauptsächlich darum die Leserschaft zu verbreitern. Wer heutzutage noch über Paidcontent nachdenkt hat ein ernsthaftes Problem.
    Was ich mir vorstellen kann wäre grade noch ein Micropayment in der Form „Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, klicken Sie hier um diesen Beitrag zu honorieren.“. Dann aber auch wie Jochen Hoff schon schrieb nur mit minimalen Beträgen. 1-3 Cent halte ich für realistisch.

  26. 26
    Jens

    2%-5% würde ich sagen.

    Ich lese SpOn aus dem Grund der im ersten Kommentar bereits genannt wurde. Wenn SpOn Geld verlangen würde, würde das nur meine Tageszeitungs-Abos rechtfertigen (die von mir bestenfalls nur quergelesen werden). Ob ich Agentur-Meldungen nun brand-aktuell online lese oder erst einen Tag später macht für mich keinen Unterschied. Ich kann mich so oder so informieren.

  27. 27
    TheLord

    Ich tippe auf 15 Prozent, allerdings nur wenn folgendes gegeben ist:
    – Flatrate
    – Monatlicher Preis unter 5 EUR
    – Begleitende Marketingmaßnahmen
    – Kostenlose Probemitgliedschaften
    – Attraktive Prämien (iPod Shuffle, Elektrogrill etc)
    – Jahrespreis ist geringer als der Wert der Prämien
    – SPON-Abo wird als Prämie angeboten, z.B. bei Abschluss eines Bank-Kontos oder einer Lebensversicherung.
    – Spigel-Abo-Kunden erhalten kostenlosen Zugriff
    – Mitbewerber wie sueddeutsche.de, faz.net etc. werden ebenfalls kostenpflichtig.

    Die Abo-Verkäufe aus dem Print-Bereich zeigen, dass sich durch Marketing-Maßnahmen einige Leser gekauft werden können.

    Umsonst wird SPON keine zahlende Leserschaft aufbauen. Allerdings ist die Qualität und Geschwindigkeit wesentlich besser als bei anderen News-Sites, die ihre Wurzeln im Print-Bereich haben, wie z.B. Sueddeutsche.de

  28. 28

    Deutlich weniger, höchsten 7%. Der Spiegel hat in den letzten Jahren massiven Leserverlust, und zwar wegen der sinkenden Qualität seiner Inhalte. Das Online-Portal ist noch schlechter. Man muss auch online mehr bieten als dpa-Meldung widerzukäuen, wenn man Geld verdienen will mit dem Kunden.

    Subjektiv: ich besuche SPON immer seltener. (Aus dem Feed ist es vor einem Jahr geflogen.) Aber: für sehr gute Inhalte würde ich auch problemlos eine Abo-Gebühr hinlegen. Dann erwarte ich aber auch Qualität. Für zeit.de würde ich beispielsweise zahlen. Die haben aber auch noch eigene Inhalte.

  29. 29
    trinity

    Für das wichtigste Argument meiner Vorredner halte ich die fehlende Exklusivität der auf SPON angebotenen Inhalte. Gezahlt habe ich im Netz schon öfter für content, z.B. für Stiftung Warentest Testurteile und einmal sogar für ein SPON Dossier. Aber wie gesagt, diese Inhalte kriegt man sonst nirgendwo her.
    Die neuesten Karstadt- und Schweinegrippen-News gibt es an anderer Stelle weiterhin kostenlos und die überflüssigen Häppchen wie z.B. welches Kleid Angelina Jolie bei der letzten Oscar Verleihung anhatte, kann man auch auf anderen Feuilleton-Portalen nachlesen.

    Ich denke ebenfalls 1% bis allerhöchstens 5%

  30. 30
    stefanx

    spon lebt meiner meinung nach nur noch davon, dass sie so ziemlich die ersten und die größten in deutschland waren. die qualität ist langsam aber sicher bei bild-online angekommen. nachrichten werden einfach 1:1 von dpa abgeschrieben. das + die deutsche „ich zahl doch nicht, wenn ich’s woanders umsonst bekomme“-mentalität führen zu: 1-2%, mehr nicht.

  31. 31
    flokru

    Nicht mehr als 5% würde ich schätzen ohne dass ich irgendeine Kompetenz hätte, sowas zu schätzen.

  32. 32
    jens

    Ich würde es beazahlen – allerdings bin ich mir nicht sicher ob ich den Zahlungsvorgang bewältigt bekommen würde.

  33. 33

    Ich sag auch weniger als 5%, da man den Content von SpOn auch an 2500 anderen Stellen im Netz kostenlos findet ;-)

  34. 34
    Jan(TM)

    10 nee nicht Prozent – Leser.

    Das Internetz funktioniert durch Links, wer sollte aber auf eine Seite linken die sich abschottet?

  35. 35

    7%.
    5% bei aufgeklärten Lesern, jedoch bei der Boulevardisierung sank gewiss das Niveau der Leser – die Fragen nicht mehr nach.

    Und die Thematik des Alleinstellungsmerkmal ist ja schon angesprochen. Wenn daran im Vorfeld gearbeitet würde, dann vielleicht 12%.
    Jedoch sind die Zeiten, wenn der Mensch informationen bekommen wollte und vier Möglichkeiten mit Magazincharakter zur Auswahl hatte (Stern, Spiegel, Focus und Zeit) lange – oder soll ich sagen zum Glück vorbei.

  36. 36

    20-30% sind viel zu hoch gegriffen. Die aktuellen Nachrichten gibt es im Netz überall und wenn Spiegel.de kostenpflichtig wird, dann werden sueddeutsche.de , zeit.de und der ganze Rest einen neuen Besucheransturm erleben. Nur um aktuell informiert zu sein, wird keiner ein Spiegel.de-Abo abschließen.
    Dabei ist Spiegel.de besser aufgestellt, als mancher andere Konkurrent: EinesTages ist ein Alleinstellungsmerkmal und es gibt das komplette Spiegel-Archiv.

  37. 37

    Deutlich weniger als 1% würde ich sagen. Den Zahlen nach schließe ich mich auch der Argumentation an, dass bei einer Abwägung Abomodell minus Verluste von Werbeeinnahmen, ein solches Abomodell keine Chance hätte. Ältere Spiegelausgaben sind komplett frei verfügbar. Nur die des letzten Jahres sind gegen Bezahlung zu beziehen. Dieser Wandel vom Bezahlcontent zu einem mehr an Exklusivität mit EinesTages udn SpiegelWissen kommt sicher nicht von ungefähr.
    Die fehlende Möglichkeit, ohne großen Aufwand, kleine Geldbeträge zu zahlen ist sicher ein Grund für die fehlende Monetarisierung von deutschen Webinhalten.

  38. 38

    3% – Ich vermute, dass es vielen Leuten ähnlich geht: Spiegel Online ist nicht unbedingt ein Musterbeispiel für guten Journalismus. Man ertappt sich allerdings des öfteren dabei, wie man sich – einem Junkie gleich – diese Seite ansieht, um schnelle Information über die Welt zu erlangen.

  39. 39
    Frogster

    Vor 9 Jahren habe ich gehört, dass bald von verschiedenen Anbietern sogenanntes Micropayment im Netz etabliert werden würde. Ich dachte dann, dass man bald für einen Artikel mit einem Click 0.3 ct für einen Artikelabruf bezahlen kann, oder 1 ct, um sich ein Video anzusehen. Leider haben die Anbieter vergessen, das Micropayment anzubieten und man muss immer noch relativ umständlich und überhaupt nicht anonym mindestens 1 Euro überweisen. Das ist aber viel zu teuer für einzelne Artikel, die man nur mal schnell überfliegen möchte und nicht gerade dringend zur Recherche benötigt. Abo-Modelle, die jemanden an einen Anbieter binden, sind eher unattraktiv – bei der Fülle die man im Netz findet.
    Ich würde also sagen 1% bleibt übrig. Maximal 5%.

  40. 40
    Simon Pfirsich

    @Shoom: Ja, hat mal jemand gekauft… aber nur, weil ich es als Quelle für ne Hausarbeit benötigte.
    War aber statt des einseitigen Artikels ein dreiseitiges PDF. Die erste Seite war irgendein Text, der mich davor warnte, irgendeine Scheiße zu bauen. Die zweite Seite war Werbung. Die dritte Seite schließlich war dann der Artikel. Also so in etwa, weiß das nicht mehr auswendig, ist ne Weile her.

    Aber um mal auf die eigentliche Frage zu antworten:
    Ich würd ja auf nahezu 0% tippen. Aber dann überlege ich kurz und denke, dass das wohl etwas zu krass ist (es sei denn, es gibt einen organisierten Boykott) und verfalle daher dem allgemeinen Tenor hier – maximal 5 Prozent.

  41. 41

    Spiegel online hat ja soweit ich weiß über 100 Millionen Besuche im Monat! Ich schätze das es höchstens 1 % der Leser sind die Geld für diese Seite ausgeben…besonders weil die Konkurrenz einfach so groß ist.

    Quellenangabe ^^: http://www.kefk.org/akteure/spiegel.online

  42. 42
    Simon

    @erz: mir ging es vor einigen Monaten ähnlich!
    Das war bei der Gelegenheit als Spon über den Tod eines Hundes einer US-Fernsehköchin meinte berichten zu müssen.. Als ungefähr 5. Nachricht auf der Startseite.

    Entscheidend für den Erfolg so einer Bezahl-Variante wäre wohl das Verhalten der anderen vergleichbaren Nachrichtenseiten. Wenn SpOn die einzigen wären die sowas einführen würden die Leser natürlich abwandern.
    Würden andere es ähnlich machen, könnte ich mir Zahlen um die 10% vorstellen

  43. 43
    Bu

    Ich schließe mich dem Grand an und sage auf keinen Fall mehr als 5%. Vermutlich eher in Richtung 2%.

  44. 44
  45. 45

    Ich bin, wie das Gros der Kommentatoren hier, auch bei max. 5%. Aber das ist tatsächlich nur eine sehr gefühlte, auf keinerlei Fakten beruhende Annahme.

    Ich denke, viele der oben genannten Argumente sind stichhaltig. Ich glaube aber, dass es SPON neben relativ wenigen anderen (stern.de, faz.net, und evtl. sueddeutsche.de und focus.de) durchaus originäre Online-Inhalte aufweisen kann, die eben nicht nur übernommene Agentur-Meldungen sind. Für die Rubriken Wissenschaft und Netzwelt gilt das in jedem Fall. Nur sind diese allein wohl kaum ein Abo wert.

    Seit einiger Zeit tun sich dazu noch deutliche Lücken auf, die von anderen bedient werden. Die Berichterstattung zur Europawahl auf SPON war unterirdisch, FAZ war in diesem Falle meine Alternative (die auch nicht überzeugte). Dennoch schaue ich inzwischen sehr regelmäßig in Faz.net

    In jüngster Zeit lese ich relativ viel freitag.de – das heisst, ich steuere das Angebot bewusst an.

    Alle anderen News-Angebote erreiche ich nur durch Links aus Blogs oder Twitter oder über Google News Alerts.

    Wer liest eigentlich Focus.de?

  46. 46
    Steffen

    Schwierig. Geht man davon aus dass der spiegel als einziges portal mit bezahlcontent anfängt und den gleichen inhalt wie jetzt bietet…10% wg macht der gewohnheit. Da aber meiner ansicht nach andere portale auch schnell auf solche modelle umschwenken müssten, kann ich mir vorstellen dass der spiegel in diesem szenario schon eine populäre wahl wäre.

    Groß/kleinschreibung sind t9 geschuldet.

  47. 47
    vib

    Ich würds tun und würde tippen, dass das ca. 10% auch tun würden. Mir drängt sich allerdings eine weitere Frage auf: Würde eine ähnliche Anzahl von Leuten auch für bild.de bezahlen – oder mehr?

  48. 48
    schnutinger

    Schöner Beitrag, gute Kommentare! Danke dafür.

  49. 49
    Jörg Reinhardt

    dafür müsste man wesentlich mehr über die Leser von SpOn wissen, aber 20% halte ich auch für deutlich zu hoch geschätzt.
    Gerade „netzfremde“ Leser, die als zahlendes Publikum als einzige in Frage kämen, da alle anderen Alternativen finden würden, haben auch Probleme mit Vertrauen gegenüber ABO Verträgen und Bezahlmodellen im Internet.
    maW die einzig in frage kommende Zielgruppe (neben den Redaktionen der anderen Zeitungen), hat ein Problem mit jedem in Frage kommenden Abrechnungsmodell…
    ganz schlecht!

  50. 50

    Gute Frage. Wenn es alle Mainstream-Medien gleichzeitig machen würden, vielleicht mehr als 30%. Ansonsten würde das nach einer gewissen Zeit wohl in den Promille-Bereich abrutschen…

  51. 51

    In Frogsters Sinn: Kommt drauf an, wie sie es machen… ich für meinen Teil benutze im web einige dutzend Zeitungen ziemlich regelmäßig (wenn ihr euch ob der Zahl wundert: Das erste Dutzend kommt schon im englischsprachigen Raum zusammen). Ich würde also allerhöchstens ein paar Cent pro Monat und Zeitung zahlen. Deswegen lieber ein Bezahlsystem, bei dem ich mir alle Zeitungen für vielleicht 5 Euro pro Monat erhalten kann. Wenn das 1 Million Leute hätten, käme auch gut Geld zusammen.

  52. 52

    @c@lvin: ich denke auch, ein Bundling mehrerer Publikationen würde Paid Content erheblich attraktiver machen…

  53. 53
    alex.

    Also ich glaub auch an unter 10%. Ich behaupte mal, die meisten SpOn-Nutzer klicken sich vom Büro aus während der Arbeit rein und können und/oder wollen da keine privaten LogIn-Daten hinterlassen.

    PS: Soll es im 3. Absatz wirklich „Stelen“ heißen, oder ist’s ein Vertipper?

  54. 54
    Pell

    3%, meine Idee ist ja immer noch, dass Printkäufer einen Online-Premiumzugang mit besonderen Inhalten erhalten sollten. Nicht jetzt, aber zukünftig.

  55. 55

    Sehr wenige, denn den kopierten Presseagentur-Content gibt es anderswo gratis.

  56. 56
    Christoph

    Fast niemand. Weniger als 10%. Wahrscheinlich weniger als 5%. In meinem Bekanntekreis gehen die Leute bereits jetzt von SpOn zu anderen seiten weg, weil die Nachrichten immer mehr Richtung Bildniveau gehen. Wenn sie bezahlen müssten würde ich niemanden kennen, der dazu derzeit bereit ist.

  57. 57
    Ede Lstahl

    Die Frage, die wie ein Damoklesschwert über diesem Fred hängt, ist doch, wieviel euren Lesern der Zugang zum SPREEBLICK wert wäre. Ich kann nur für mich sprechen: Keinen müden Cent. Lieber kauf ich mir 4-lagiges Klopapier, statt, wie bisher, 3-lagiges. So, nun wisst ihrs.

  58. 58
  59. 59
    Florian

    Die Zielgruppe, an die sich SpOn wendet und das, was die Seite bietet, passen nicht zu bezahlten Inhalten. SpOn funktioniert wie eine Online-Tagesschau mit Klatschabteilung.
    Die Tagesschau ist eben auch kostenlos (ja ich weiss, das wirkt nur so) und fuer den Klatschteil wird kaum jemand bezahlen wollen.

    Ich denke daher auch, dass sie bei unter 10% landen wuerden, langfristig noch weniger.

  60. 60
    Frank Schenk

    1%

    Ich hab aufgehört, regelmässig Spiegel Online zu besuchen, als ich feststellte, daß die selben (weichgespülten, falschen, irritierenden) Beiträge auch auf 93,5% aller anderen Onlinezeitungen auftauchten und fast immer steht ap, afp, dpa oder reuters drunter – oder – worst case – es ist einfach nur Quatsch.

    Früher fand ich den Zwiebelfisch sehr schön, das eine oder andere Quiz aber auf dauer reicht das nicht, um mich als Kunden zu binden.

    Abgesehen davon, daß Spon nur mit Adblocker erträglich wird.

    gruß

  61. 61

    0% solange Spon keine einzigartigen Inhalte anbietet. Nachrichtenhäppchen und Boulevardeskes gibt’s auch bei sueddeutsche.de und anderen Anbietern.

    Viele Grüße von Zippo!

  62. 62

    Hmm, wenn SPON nix neues bietet, sondern denselben Quatsch wie bisher, dann bleiben da wohl nur ganz verblendete Spiegel-Anhänger, denn das was man dort lesen kann, kann man auch woanders lesen. Ich schätze zwischen 1 und 3 % der Leser würden zahlen.

  63. 63
  64. 64
    juergeen

    < 1 %. Hätte vor ein zwei Jahren vielleicht noch unter 5% gesagt, aber wie man hier im Forum ja wunderbar nachvollziehen kann ist es in letzter Zeit mit SPON qualitativ bergab gegangen.
    Auch mal schön seine eigene Erfahrung bestätigt zu sehen. Danke auch an die vielen Alternativvorschläge.

    gruß

  65. 65
    at

    30 bis 70 Prozent — je nach Provider, bei dem der Kunde mit seinem neuen Internet-Zugang automatisch einen sich selbst verlängernden Abo-Vertrag à la „3 Monate SpOn gratis!*“ abschließt. Das Sternchen regelt dann wie üblich die 3 Euro für jeden der weiteren 21 Monate Restlaufzeit.
    Die 30 Prozent beziehen sich auf eine Kooperation mit 1&1, Vodafone und einigen Kabelnetzbetreibern oder Mobilfunkanbietern, die sich so inhaltlich von Wettbewerbern wie T-Online absetzen könnten. Die 70 Prozent wären bei einer zusätzlichen Kooperation mit T-Online möglich, was aber eine grundlegende Umstrukturierung des T-Online-Portals erzwänge und daher eher unwahrscheinlich ist. Da käme von den 3 Euro sicher nicht mehr viel bei SpOn an.

  66. 66

    Da die Leistung ohne großen Aufwand durch ein anderes und kostenfreies Angebot substituiert werden kann, halte ich die Chancen für sehr gering.

  67. 67
    Julian

    Solange sich die Artikel in der Überzahl aus AP-, DPA-, Reuters- und anderen Presseagentur-Berichten zusammensetzen, hoffe ich doch auf 0%!

  68. 68
    Irreversibel

    1-3%

  69. 69

    Bei der ‚Suche‘ hängen geblieben…
    http://www.onlinekosten.de/news/artikel/32733/0/Spiegel-Online-bleibt-die-Nummer-Eins

    Schon seit langer Zeit bietet SPON auch Kostenpflichtiges Material an.

    Ohne Nachweis (Link) glaube ich mich zu erinnern, dass nach Aussagen
    der Redaktion die Internetpräsenz wirtschaftlich arbeitet = sich trägt bis
    Gewinne erzielt.

    Tja denn…

  70. 70
    KayHH

    5%, mehr ist IMHO unrealistisch.

  71. 71

    Ich würde 3 Euro im Monat zahlen, wenn nicht jeder Hansel SpOn-Artikel in seinem Blog/Forum/Twitter verlinken würde.

  72. 72

    Ich kenne keine einzige Person, die dafür zahlen würde. Also tippe ich auf 1-3%. Ich würde dafür keine 30ct zahlen.

  73. 73
    Mouseheart

    So, ja, 10-30% vielleicht. Natürlich nicht auf anhieb. Aber etwa 4-6 Monate nach der Einführung dieses Bezahlsystems wären wir wieder bei solchen Zahlen, schätze ich. Drei Euro im Monat ist nicht die Welt [Welt Online würde ich eher so im 2,50-Bereich einordnen! haha!]. Und ich glaube, wenn SpOn das machen würde, dann ziehen andere Internetauftritte solcher Schundblätter auch glatt mit. Und das mag nun irgendwie schon fast eklig klingen: Es herrscht nunmal der Irrglaube, dass SpOn eine seriöse Seite ist, auf die man sich verlassen kann. Vor allem im Vergleich zu anderen Seiten. Kein Spaß. Leute glauben das. Erschreckend, nicht wahr?

    Und lasst uns nicht alle immer wieder diese öffentliche Gier nach „Dem Neuen“ [dun dun dun!] vergessen. Wenn’s halt mehr kostet, scheiss drauf. Hauptsache hip, modern und cool. Und ich könnte mir nichts cooleres vorstellen, als täglich mit meinem Handy – MIT Datenflatrate natürlich! – SpOn abzuchecken und den Inhalt zu überfliegen, den meine Großmutter früher immer in der Bunten las {hier Augenzwinkern einsetzen}.
    Spiegel ist für Bildleser schließlich das, was die Zeit für Leute ist, die sich für intellektuell halten! Da darf man net knausrig sein!

  74. 74

    Maximal 5%, mit PDF-Download in ansprechendem Layout vielleicht 10%, weil man dann mehr in der Hand hat als den Feed oder die Webseite.
    Allerdings müssten sie dann auch die ganzen Werbeparternschaften, die momentan in die Seite integriert sind, überdenken.

  75. 75

    Ich bezweifel gar nicht, dass die Leute hier mit ihren Einschätzungen daneben liegen, aber wenn es wirklich so ist, dass die „Umsonst-Kultur“ des Internets jede Art von Bezahl-Content mehr oder weniger zum Scheitern verurteilt, dann wird es in absehbarer Zeit ein riesen Problem geben. Wenn das Internet in den nächsten Jahren klassische Medien wie Fernsehen und Presse wirklich „kaputt“ macht, aber im Netz kein Geld im größeren Maßstab zu verdienen ist, wird professionelle (sprich: verlässliche) Information zur Mangelware. Wo soll das hinführen?

  76. 76

    Maximal 5%. Es gibt einfach zu viele Alternativen. Dann lese ich halt sueddeutsche.de, zeit.de, faz.de, ftd.de usw …

  77. 77
    Anderer Gregor

    Prozent der Leute, die ab und an mal nem Link nach SpON folgen? Oder % der Leute, die ohnehin ein Abo haben, oder zumindest ab und an nen SPIEGEL gekauft haben, zumindest zu vor-Aust-Zeiten? Das sind ja auch schon deutlich unterschiedliche Gruppen …

    Also, ich denke, ich wuerde die 3,- im Monat zahlen — wenn dafuer der Boulevard-Mist rausgeschmissen wird, und auch die aktuellen Meldungen zumindest kurz gegenrecherchiert werden. Und eben auch laengere, gut recherchierte Beitraege (Augstein-SPIEGEL-Qualitaet) erscheinen. Und wenn gewaehrleistet ist, dass ich einfach und sicher auch von unterschiedlichen Rechnern (Arbeit, Notebook, Zu Hause, bei Bekannten) auf die Angebote zugreifen kann. Soweit ich mich erinnere, ist der Micropayment-Kram nicht an der mangelnden generellen Bereitschaft zu zahlen gescheitert, sondern daran, sich dem Martyrium zu unterwerfen, dass dieses Bezahlen technisch war. Sprich, einmal einloggen pro Rechner und Woche, und gut ist.

    Nur habe ich erhebliche Zweifel, ob alle diese vier Punkte umgesetzt werden, und mehr als einen Monat Vertrauensvorschuss wuerde ich SpON ebensowenig geben wie anderen Webseiten.

  78. 78
    Sowieso Anders

    10 bis 20 Prozent.

    Auch wenn es den anwesenden SpOn-Hassern nicht gefällt: Für sehr viele Menschen (ich nenne sie mal „Stinknormale“) ist SpOn die zentrale Medien-Ressource geworden. Morgens rein ins Büro, Rechner hochfahren, Spiegel.de lesen. Ein bisschen informieren, paar Bilder gucken, ein bisschen lachen. SpOn produziert viele dieser „Hast du schon gehört“-Geschichten, die man sich mittags in der Kantine erzählt.

    Auf der anderen Seite: Was würden wir machen, wenn google 3 Euro pro Monat haben will? Für alle Dienste zusammen. Es würde wohl in kürzester Zeit ein neuer Anbieter kommen, ein Konkurrent nach vorne preschen.

    Wenn eine deutsche News-Seite ein Paid Content-Modell erfolgreich einführen könnte, dann SpOn. Wenns klappt, freue ich mich schon auf die vielen anderen, die folgen- und derbe auf die Schnauze fallen, weil sie sich überschätzen.

    Ein weiterer Aspekt: Das Risiko. Wenn SpOn 3 Euro Gebühr einführt und es nicht schafft, dann ist alles verspielt. Warum zocken, wenn der Laden profitabel ist?

  79. 79

    http://short.to/ffjp

    ‚Manchmal liegt die Kürze in der Würze‘

    Da muss man nicht unbedingt seinen Bildungsstand
    allen, die es eh nicht interessiert, offen legen.

    Mein ja nur :-)

    Alles Gute

  80. 80
    Daniel

    Jede Wette: Maximal 5%.

    Grüße!

  81. 81

    Um die 10%, vielleicht sogar nur 5%. Schon 20% halte ich für ziemlich utopisch.

  82. 82
    Waschbrettkopf

    0%
    Wenn Firefox auf einmal 3 Euro kostete würde ich auch nicht nachdenken, sondern auf Chrome oder Opera oder sonstwas umsteigen, auch wenn Firefox sicherlich 3 Euro wert wäre.

    Spiegel könnte auch seine online Präsenz einstellen und auf mehr Leser der Print-Ausgabe hoffen, das könnte tatsächlich 2-5% mehr Leser bringen schätze ich.

  83. 83
    the_stephan

    never ever 20-30%.
    wer’s im alleingang probiert, wird untergehen, und dass alle player sich zu einer konzertierten aktion verabreden, das wird im guten alten kapitalismus nicht stattfinden.

  84. 84
  85. 85
    Jan

    Bin etwas spät dran, aber komischerweise hat’s noch keiner erwähnt: iPhone in-app-payed content kommt mit der Version 3.0 des iPhone-OS.

    Das ein einfacher Download- und Installationsprozess zu ziemlich viel bezahlten Downloads führen kann, hat der App-Store schon gezeigt.

    Eine der ersten Anwendungen, mit denen man In-App-Bezahlungen durchführen kann, ist ein E-Book-Reader. Damit kann man dann ganz einfach E-Books kaufen. Apple muss da keinen eigenen E-Book-Store aufbauen, das macht schon die E-Book-Firma. (Das allein ist schon genial.) Aber für mich ist der Schritt kein besonders großer mehr, für kleinere Content-Häppchen kleinere Summen zu verlangen bzw. auszugeben.

    Meine These, warum das mit dem Bezahl-Internet nie geklappt hat: war einfach zu kompliziert und um die Ecke gab’s es ja um sonst. Vielleicht ist das iPhone ja auch beim paid content ein „game changer“.

  86. 86

    0,4 Prozent maximal.

  87. 87

    Ich würde lieber auf die Frage „žWürdet ihr drei Euro für SpOn bezahlen?“ antworten. :-)

    Es ist schwer abschätzbar, wieviel übrig bliebe. Ich vermutlich nicht – dafür bietet mir die Seite zu viel Boulevard, den ich im Gratis-Zustand gerne mitnehme, aber nicht wirklich bereit wäre zu bezahlen.
    Ich glaube, es wären weniger als 10%.

    Da führe SPON sicher besser mit einem kostenpflichtigen Zusatzprogramm, dass tatsächlich Mehrwert bietet.
    Der gedruckten Spiegel Online zum Beispiel könnte ein Teil davon werden. Aber ausreichen würde es sicher nicht. Vielleicht noch Zugriff auf alle Artikel des Archivs und zusätzliche Such/Recherche-Optionen.
    Auf jeden Fall sollte es ein Mehrwert sein, der signifikant über das aktuelle Angebot hinausgeht

  88. 88

    @RC: Wenn du dieses Nachrichtenportal findest, sag mir Bescheid – das hätte ich auch gerne.

  89. 89
    Frank Meier

    der falsche Ansatz würd ich meinen …

    Folgende Idee:
    SPON bleibt mehr oder weniger so wie es ist. Zusätzlich zu den DPA-Häppchen kommen hintergründige und ordentlich recherchiert Bericht hinzu. Meinetwegen auch die aus dem Printbereich.

    Diese werden inhaltlich gekürzt frei verlinkt. Wer den kompletten Inhalt haben möchte kann den Artikel monitär erwerben.

    Die einzige Gefahr die diesem Geschäftsmodell zu wieder läuft ist die Gier des Betreibers (in dem Falle SPON), denn sollte sich auch nur einer der diesen zusätzlichen Artikel gekauft hat, enttäuscht werden, da sich die zusätzliche Information als wertlos erweist, fällt dieses Geschäftsmodell in sich zusammen.

    So gesehen müsste es SPON eigentlich nur schaffen, diesen Mehrwert mit Inhalt zu füllen. Am besten mit Orginalscans von Unterlagen zum betreffenden Artikel, hochauflösendes Bildmaterial etc … pp. Es muss sich also lohnen!!!

  90. 90

    Auch wenn ich sehr regelmäßig Spiegel-Online lese würde ich auf garkeinen fall 3€ im Monat für das lesen der Online Ausgabe bezahlen. Aus folgenden Gründen…

    1. Ich stoße nicht selten auf „unterirdische“ Artikel.
    2. Der gefühlt zunehmende Boulevard-Anteil lässt sich zurzeit ganz gut ignorieren, aber auf gar keinen fall möchte ich ihn aktiv mit finanzieren.
    3. Oft lese ich SPON nur um zu sehen was und wie sie über ein Thema schreiben, also mich dort zu informieren.
    4. Ich lese in zu vielen unterschliedlichen Quellen als dass ich es mir leisten könnte für jede einzelne 3€ im Monat zu zahlen.

    Was ich mir daher eher vorstellen könnte wäre, z.B. 5 € im Monat für die Online-Ausgaben der „wichtigesten“ überregionalen Tageszeitungen. Also etwas in Richtung Flatrate. Alles andere würde auch das Modell von Hyperlinks ad absurdum führen. Wenn man jedes mal zahlen muss um einen verlinkten Artikel zu überfliegen.

  91. 91

    Kommt auf die Leserverteilung an. Gehts jetzt nur um die jungen Leser? Es gibt einfach [noch] keine Internetkultur, die für Content selbstverständlich bezahlt. Ich denke, dass wird früher oder später in irgendeiner Form passieren – Abonnement von Infopaketen, keine Ahnung… Spiegel Online ist ja auch für viele Journalisten eine wichtige Informationsquelle, denke Mitarbeiter der Medien würden zahlen. Jüngere Leute kaum, jüngste Nutzer auf keinen Fall; mittlere Altersgruppen z.T.?!

    Lustig übrigens, dass zwischen Medienkrise, Leserschwund und den aller verzweifeltsten Versuchen, Kunden zu binden, auch noch die Frage gestellt wird, ob junge Leser zahlen würden [selbst wenn sie notwendig ist].

  92. 92
    Hank

    Unter 1%

    Das ist Spieltheorie: Solange es irgendwo ein kostenloses Angebot gibt, dass einigermaßen ordentlichen Inhalt bietet, wird man dieses nutzen. Das heißt es müssten schon alle Anbieter ihr Angebot kostenpflichtig machen und sobald einer da ist, der kostenlos ist, ist das Thema wieder erledigt. :)

  93. 93
    rage

    ich stell mal eine frage: wie viele spOn-schreiber würden übrig bleiben, wenn sie für ihre arbeit kein geld bekämen?

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