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Schlüsselringschlüssel

Der jüngere Sohn möchte Erfinder werden. Er hat heute beim Frühstück auch schon was erfunden, einen Stuhl nämlich, der automatisch an den Tisch heranfährt, wenn man sich auf den Stuhl setzt (Sitzfläche als Schalter) und wieder ein Stück vom Tisch abrückt, wenn man aufsteht. Ich glaube, Faulheit ist ein guter Motor für Erfinder.

Scott Amron ist bereits Erfinder, und sein Bestreben scheint es ebenfalls zu sein, den Wert von Gebrauchsgegenständen zu maximieren. Der Magnetclip „The Endo“ stammt von ihm, aber auch die etwas spektakulärere Wasserstrahl-zu-Munddusche-Umwandler-Zahnbürste und vieles mehr.

Zum Beispiel der Schlüsselringschlüssel. Da hätte man auch selbst drauf kommen können. Ist man aber nicht.

Schlüssel, vor allem mehrere davon, bleiben eine Herausforderung. Es gibt wenig, was mich im Alltag so sehr nervt wie Schlüsselbunde.

[via]

25 Kommentare

  1. 01

    Doch es gibt noch etwas Nervigeres: Einkaufswagenchips. Ich verbummle nämlich immer alle und ich habe auch nie ein Eineurostück. Manchmal gehen ja auch 50 Cent, aber die habe ich dann auch nie. Und wenn mir dann eine Omi entgegenkommt und ich mit einem Euro in Zehnern und Zwanzigern dastehe, sagt Omi definitiv: „Ich hab‘ ’nen Chip drin.“ Bin immer kurz davor zu fragen: „Wo? Im Einkaufswagen?“;)

  2. 02

    Etwas Metall weniger in der Tasche – schön und gut, aber was wird aus diesem wichtigen Zweitnutzen von Schlüsseln?! Mein Urteil: Tinnef.

  3. 03

    Ich muss ja zugeben dass mir nicht klar ist wie das Ding funktioniert, zumindest wenn der Ring so funktioniert wie ein normaler Schluesselring. Bei dem muss man ja einmal komplett rum, da waere doch der Bart im Weg, oder nicht?

  4. 04
    Harm

    bei der schwachen Verwindungsdingsigkeit des Rings funktioniert das aber nur bei leichtgängigen Riegeln. Und bequem ist bestimmt auch nicht, wenn Daumen und Zeigefinger ins Leere greifen.
    Bonus-Fail: „Warte, ich leihe Dir eben den Schlüssel, bzw. mache alle anderen ab“.
    Gegen den Schlüsselterror leiste ich mir lieber ein Zahlenschloss.

  5. 05

    @Armin: Der Hersteller verspricht auf der Artikelseite: „Real working key blank.“…
    Der besteht wahrscheinlich nur aus zwei einander überlappenden Ringbögen die dafür etwas stärker sind…
    Zudem dürfte der ohnehin bei den wenigsten Schlössern funktionieren, weil die meisten ja mittler Weile einen System-„Bart“ haben.

  6. 06
    Martin2

    @Prüfstelle Nützlichkeit: Dafür gibts doch Telefonbücher.

  7. 07

    Schlüsselbunde nerven doch nicht.
    So ein voller Schlüsselbund lässt einen selbst doch unglaublich wichtig erscheinen.

  8. 08
    Kommentator

    Tipp von mir @Johnny:
    Ich nutze seit Jahrzehnten Schnürsenkel, um die Schlüsselflut zusammenzuhalten – durch mehrere Knoten getrennt reihen sich in einer Art „langem Ring“ alle kleinen und großen Schlüssel samt einem Zugangs-Chip „thematisch sortiert“ (mit einigen Zentimetern Abstand) aneinander. (Für das bessere Verständnis bitte kurz mailen, dann schicke ich ein Foto meines aktuellen Bundes; darf dann auch gerne publiziert werden.)
    Allerwichtigster Vorteil: Die Schlüssel bohren nicht „igel-stachelig“ in alle Richtungen wie bei einem klassischen Metallring, sondern legen sich dank des flexiblen Trägers in jeder Situation flach an.
    Weitere Vorteile:
    Thematische Sortierung – kein Witz, bei mir sind die einzelnen „Schlüsselgruppen“ (Haus, Firma, Auto, Fahrrad etc.) deutlich und praktikabel voneinander abgesetzt.
    Schnelle Erweiterung – Knoten auf, Schlüssel dran, Knoten zu. Die Fingernägel werden nicht strapaziert.
    Der „lange Ring“ fällt nicht so leicht aus der Tasche – das ist kein kompaktes, sondern ein flexibles Gebilde, das sich auf bei Heraushängen „festhält“.
    Günstig – Schnürsenkel kosten wenig und halten sehr lange.
    Jeder Schlüssel passt an den Bund.
    Modisch – Schnürsenkelform und -farbe sind frei wählbar :)
    (Es geht nicht um Schlüsselbänder zum Umhängen, sondern um eine besondere Anwendung von Schnürsenkeln.)

  9. 09

    @farmersland:

    Quatsch, wer wirklich wichtig ist hat keine Schluessel bei sich. Der hat Assistenten die die Mistdinger rumtragen und die Tueren fuer ihn aufschliessen und offen halten.

  10. 10

    das stimmt. ohne faulheit keine erfindungen.

  11. 11

    Ich verstehe nicht, … Ich verstehe es einfach nicht!
    Warum erst jetzt?
    So einfach.
    Ich verstehe es nicht.
    Ernsthaft nicht.

  12. 12
    Harm

    @Kommentator: Wenn hier jemals was zum Thema Schlüssel verlost wird, und Nerd-Kompetenz eingefordert wird, möchte ich dass Du gewinnst.

  13. 13

    @Kommentator: Eigenartig, aber klingt gut ausgearbeitet. Würd mich sehr über nen Gastpost mit Foto freuen…

  14. 14
    Felix

    Ein Lob der Faulheit!
    Was glaubt ihr wer das Rad erfunden hat?
    Da hat vor ca 4500, 5000 Jahren irgend jemand einfach kein Bock mehr gehabt seinen ganzen Kram rum zuschleppen.
    Oder Wein, irgend ein Steinzeitverpeiler hat ne Ziegenhaut mit lecker Apfelsaft im hintersten Teil der Höhle vergessen. Und was soll man machen, wenn man nachts bei schlechtem Wetter noch Durst bekommt?
    Da trinkt man auch das komisch riechende Zeugs, muss man wenigstens nich runter zum Fluss latschen. Im Dunkeln, bei dem Wetter. Echtma!

  15. 15

    Hoffentlich mißbraucht keiner dieses Ding, könnte sonst gefährlich werden ;-)

  16. 16
    Martin2

    Der ganze technische Fortschritt basiert doch auf dem Prinzip der Faulheit.

  17. 17
    Marc

    hehe, der magnetclip ist gut, und so neu! und einen Ipot kann man damit also auch befestigen, super einsatzmöglichkeit^^

    Die Zahnbürste würd mein leben allerdings echt leichter machen :)

    Ps: …die Steckdosendinger sehen auch vielversprechend aus…gibts aber schon von artlebedev konsequent zuende gedacht.
    http://www.artlebedev.com/everything/vilcus/
    Aber falls man auf spannende überrascheungen steht sind die diversen steckdosenhalter nat. das nonplusultra.

  18. 18

    @Kommentator: Ich *wusste*, dass es auch für Schlüsselbunde Fetischisten gibt. ;)

    Im Ernst: Guter Tipp. Löst aber das generelle Problem nicht. Wir sammeln unsere Passwörter doch auch in einem Programm, das mit einem einzigen PW geschützt ist, wieso geht das nicht mit haptischen Schlüsseln? One Key to rule them all! Sowas wie ein universaler Generalschlüssel muss her.

  19. 19
    Daniel

    Dazu hab ich mal was erfunden. Es heißt: Kooperative Materie. Die Tür WEISS, dass ich es bin und geht auf. Genau wie der Bankautomat eben nur mir Geld von meinem Konto gibt.

  20. 20
    TexasI

    Na, da mußt du dich vorher mit der Tür aber erstmal anfreunden. Also immer schön grüssen, nach dem Befinden fragen oder auch mal zum Essen einladen. Dann wirds vieleicht was.

  21. 21

    Das sind fast immer die besten Erfindungen – jene bei denen man aufschreit: „Warum bin ich da nicht drauf gekommen???“

  22. 22

    @Kommentator: Ich würd aber gerne so ein Erklärbärfoto (noch besser wäre kuzes Erklärbärvideo) sehen. Einfach schicken, der Johnny wird das schon irgendwo hinpacken. Danke.

  23. 23
    Daniel D.

    Schlechte Erfindung.

    Macht sicher richtig Spaß den zu drehen wenn er im Schloss steckt.

  24. 24
    xconroy

    Die OpenID-Version fürs Reallife nennt sich übrigens „Dietrich“. Der Besitz ist vollkommen legal, die sinnvolle Anwendung (Minimierung des Schlüsselwaldes) leider nicht…

  25. 25

    Yippeh. und wieder sind dem alltag einige probleme genommen worden. man erfindet eigentlich jmd geschirr, dass sich nach dem gebrauch von selber säubert….

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