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G8-Doku: Trouble — Teatime in Heiligendamm


(Youtube Direkttrouble, Danke Silke!)

„žTrouble — Teatime in Heiligendamm“ ist eine Dokumentation über die Proteste im Zuge des G8-Gipfels 2007 in Heiligendamm, inszeniert von 100 Filmemachern und mit Preis für die „žMost Valuable Documentary of the Year“ der „žCinema for Peace—Awards“ ausgezeichnet. Der Film ist bei Dropping Knowlede und auf der Website zum Film online zu sehen, hier gibt’s noch viele, viele weitere Infos zur Doku.

An award winning Documentary directed by 100 Filmmakers about violence, politics, confusion, resistance, policeboys and courage: TROUBLE is a compilation of the cinematic output from the Mind Pirats Summer Camp 2007. A trip through the G8, a diary of the protest generation, a pop-art documentary, a Heimatfilm from the ten days in which it seemed like the whole world was interested solely in Rostock and Heiligendamm.

29 Kommentare

  1. 01
    Waschl

    Mal sehen, wie da die Steinewerfer wieder romantisiert werden.
    Oder vielleicht ist es wirklich mal ein neutraler Bericht?

  2. 02

    Das soll die wertvollste Dokumentation des Jahres gewesen sein?! Ich finde es ja nicht schlecht und bla bla bla aber wertvoll…ne auf die 1:19 hätte ich auch verzichten können.

  3. 03
    Dieter

    Linksradikaler Circle-jerk. Da mache ich einen großen Bogen drum. Diese Chaoten sind mir sowas von unsympathisch.

  4. 04
    Jan(TM)

    Wo lässt der schwarze Block eigentlich seine Uniformen schneidern? Sind die aus ökologisch angebauten Stoffen, frei von Kinderarbeit und fair gehandelt? BTW was ist mit den Giftstoffen und dem CO2 das durch abbrennen von Mülltonnen und Autos entsteht?

    Ach ich hätte doch lieber „Hooligans“ schauen sollen, die verstecken sich wenigstens nicht hinter dämlichen Politsprüchen. Der Film könnte auch gut 20 min kürzer sein ohne das Informationen verloren gegangen wären.

    Spoiler: Bei Minute 43 taucht Campino auf und labert unerträgliche Scheiße, vonwegen Zaun = KZ.

  5. 05

    Das blonde Mädel im Trailer ist super: „Warum muss es denn eigentlich Rostock sein? Es gibt so viele andere Städte, die – sag ich mal – die schon so zerstört sind und wo das eigentlich stattfinden könnte.“ Geil. Warum machen die denn keine andere Stadt kaputt?

    Werde ich mir gleich mal morgen anschauen. Danke für den Hinweis.

  6. 06
    Jan

    Warum muss die Polizei denn dabei immer nur zugucken? Warum ziehen die nicht einfach mal ihre Dienstwaffen und schießen so eine Gruppe von Steinewerfern zusammen. Nicht nur bei G8 auch am 1. Mai in Berlin oder beim Schanzenfest in Hamburg immer lässt man die mordlüsternden Vandalen gewähren.

    Und dieser Kindergeburtstag nennt sich dann „wehrhafte Demokratie“. So ein Scheiß! Da wünscht man sich echt wieder die Stasi zurück. Nicht nur die drei Hanseln, die sie jetzt bei der Brandenburger Polizei entdeckt haben. Nein den ganzen Apparat mit Blitzgerichten und Stasi-Gefängnissen.

    Das Problem autonomer Gewalt könnte innerhalb einer Woche gelöst sein. Dasselbe gilt für rechte Schläger oder mafiöse Familienclans mit Migrationshintergrund. Der Staat muss sein Gewaltmonopol auch durchsetzen, sonst herrscht pure Anarchie.

  7. 07
    Jan(TM)

    @Jan: Hast du vergessen deine Pillen zu nehmen?

  8. 08
    Niara

    ach du dicke henne! so gedoppelt, daß man einerseits gegen gewalt schäumt und andererseits fordert, „steinewerfer zusammen zu schießen“ um ein „problem zu lösen“ muß man erstmal sein. wie kriegt man sowas hin?

    nota bene, die frage war rein rhetorisch.

    lektüre zum schanzenviertel:

    http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,634632,00.html

  9. 09

    Fand ich sehr gut. Zeigt viele Aspekte des Konflikts, und regt zum nachdenken an. Und was die ersten paar Kommentare hier für ne Scheiße ablassen ist wirklich unfassbar.

  10. 10
    Waschl

    Pseudointellektuelle Gehirnwäsche.

    Man nehme das Standardprogramm: „prügelnde“ Polizisten, rumlaufende und schreiende Demonstranten und alte Leute, die Sympathie für die Chaoten zeigen. Dazu die passende Musik.

  11. 11

    @jan

    hoffentlich ist dein faschistoides gelaber (und bevor du jetzt rumschreist, google den begriff faschismus erstmal) nicht ernst gemeint. falls doch, halt einfach das maul! hat einer von euch „die-bullen-müssen-mal-richtig-durchgreifen-typen“ schon einmal sein demonstrationsrecht genutzt und gesehen, wie es da oft abgeht? oder meldet sich hier die tagesschau und heute journal fraktion, die nur in der ersten reihe saß, aber niemals dort stand!?

  12. 12
    Andremoda

    Guter Film, der sich sehr schön beiden Seiten gewidmet hat.

    Allerdings hat mich Campino auch ein wenig überrascht und geärgert. Natürlich erzeugt Gewalt immer Gegengewalt, so ist nun mal unsere Natur und die damit verbundenen physikalischen Gesetze, aber so wie er das gesagt hat klingt es als Rechtfertigung mit Steinwaffen auf lebende Menschen zu schiessen. Das war wirklich tote Hose.

  13. 13
    hans-peter

    @andremoda: die (englische) aussagen von campino hat mich ehrlich gesagt nicht gewundert. :|

  14. 14
    hans-peter

    btw „¦ der g8 2009 scheint eher ruhig verlaufen zu sein; und das gleich im doppeltem sinn.

  15. 15
    Scharfrichter

    Kannst du nicht einfach den Politikteil (als den teil wovon du keine Ahung hast) sein lassen.

  16. 16
  17. 17
    hans-peter

    sagt wer? der schafrichter? haha!

  18. 18
    Jan

    @fiaskojoke

    Bevor ich nach Faschismus google, google du mal lieber nach Demonstrationsrecht. Und zeig mir bitte die Stelle im Gesetz, nach der Gehwegplatten aus dem Boden reißen und zu Wurfgeschossen zerdeppern eine legitime Form der Meinungsäußerung ist.

    In dem Moment, wo ein Landfriedensbrecher (nein das sind keine Demonstranten!) einen Stein aufhebt, um ihn auf einen Polizisten zu werfen, hat er sein Recht auf körperliche Unversehrtheit vollständig verwirkt. Wenn die Polizei nicht in der Lage ist, solche Ausschreitungen anders zu beenden, dann müssen sie eben mit Waffengewalt niedergeschlagen werden. Da ist gar nichts dabei, das ist eigentlich ganz normale Polizeiarbeit, eine spezielle Nationalgarde zur Unruhenbekämpfung gibt es in Deutschland ja nicht.

    In Brandenburg hat eine Bürgerinitiative 17 Jahre lang gegen das Bombodrom protestiert. Sie haben gegen das Vorhaben 27 Prozesse geführt und tausende Plakate auf unzähligen Demonstrationen in die Luft gehalten. Nicht ein einziger Polizist wurde in der ganzen Zeit von einem Demonstranten verletzt, trotzdem hat die Initiative ihr Anliegen verständlich gemacht und letztendlich die Mehrheit in allen Parlamenten und Gerichten von ihrer Sache überzeugt. Das ist ein hervorragendes Beispiel für eine demokratische Demonstration, bei der es darum geht, die Menschen mit Argumenten von der Richtigkeit eines Anliegens zu überzeugen.

    Und es ist das glatte Gegenteil von dem was Autonome unter einer „Demo“ verstehen. Was der Schwarze Block da treibt, ist exakt dasselbe was die Braunhemden in den 30er Jahren gemacht haben. Straßenterror und gewalttätige Ausschreitungen gegen Andersdenkende sind keine Demonstrationen. Ja hierbei geht es um Faschismus, um rotlackierten Faschismus, der von der Polizei einer weinerlichen Schönwettergesellschaft nicht ausreichend bekämpft wird.

    Und das sage ich als Demokratischer Sozialist, der einfach nur der Meinung ist, das sich unsere Polizisten, die in unserem Land für unsere Sicherheit sorgen, nicht mit Steinen bewerfen lassen müssen.

    UND JETZT HASS MICH !

  19. 19
    MausB

    wer das cover anschaut, muss den film nicht sehen.
    Most Valuable Documentary? of the Year, aha.

  20. 20

    @fiaskojoke:

    mir scheint, dass es dir vllt ganz gut tun wuerde nach faschismus zu googlen.
    und evtl auch mal ein buch darueber zu lesen.
    aber nicht von diesem guido knopp.

  21. 21
    Niara

    na dann mal her mit den literaturtipps, zionist juice!

    jan, ich rate dringend zur entspannung. dann kannst du vielleicht auch zur kenntnis nehmen, dass von einem „recht auf steine schmeißen“ hier gar nicht die rede war.

    und vorsicht vor der annahme, dass eine handlung (sogar eine schlimmere als das steinaufheben!) einem anderen ein grundrecht entziehen kann. nach dieser logik kann ich einen anderen, der mir vorher in die schnauze haut, auch einfach erschießen. müsste dann für beide parteien gleichermaßen gelten, und dann sind wir letzlich nur bei der kippeligen frage, wer denn nun angefangen hat.

    ich glaube dass du nicht erfasst wie nahe du mit deiner „da ist gar nichts dabei“-kaltschnäuzigkeit an den krawallbrüdern bist.

    dass fiaskojoke der meinung ist, dass sich irgendjemand mit steinen bewerfen lassen muss glaube ich übrigens nicht.
    seinen verdacht, dass du dich noch nie mit vorverurteilender repression, provokation oder der thematik der „agentes provocateurs“ vor ort hast auseinander setzen müssen teile ich aber auch.

  22. 22

    @Niara:

    Finaldi, Giuseppe; Mussolini and Italian fascism /. Harlow, England ; New York : P. Longman, 2008. xxii, 184 p., 8 p. of plates :ill. (some col.); (Seminar studies in history )

    Kallis, Aristotle A., 1970-; Genocide and fascism :. New York ; London : Routledge, c2009. xi, 413 p.; (Routledge studies in modern history ; 6 ) 002165497

    Meir-Levi, David; History upside down : the roots of Palestinian fascism and the myth of Israeli aggression . New York ; London : Encounter Books, c2007. xiii, 131 p. (Brief encounter

    Fascism past and present, West and East :. Stuttgart : Ibidem-Verlag, c2006. 510 p.; (Soviet and post-soviet politics and society ; 035 )

    Fascism and neofascism :. New York : Palgrave Macmillan, c2004. xi, 286 p. :ill.; (Studies in European culture and history )

    Paxton, Robert O.; The anatomy of fascism /. New York : A. A. Knopf, c2004. xii, 321 p.

    Europe“™s century of discontent : the legacies of fascism, nazism and communism / edited by Shlomo Avineri and Zeev Sternhell. Jerusalem : Hebrew University Magnes Press, c2003

    The fascism reader / edited by Aristotle A Kallis. London : Routledge, 2002

  23. 23

    Where the Wild Things Are von Maurice Sendak von HarperCollins (Gebundene Ausgabe – 9. November 1988)

  24. 24

    da mein arm eingegipst ist (keine demonstration, ein fahrradunfall) und ich dadurch nur bedingt schreiben kann, lass ich mich mal auf keine ausführliche diskussion ein. nur so viel: wer von der weinerlichen schönwettergesellschaft labert und die sa/ss mit den heutigen autonomen vergleicht, hat für mich nicht mehr alle latten am zaun, verharmlost aufs peinlichste die deutsche geschichte und zeigt außerdem, wie viel ahnung er von aktuellen politischen forderungen und diskursen der außerparlamentarischen linken hat. nämlich keine!

    ich schließe mich niara und ihrer interpretation an und empfehle an dieser stelle (wem eigentlich, mir selbst?): faschismus und neofaschismus von reinhard opitz.

  25. 25
    Manül

    ich auch

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