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Yeaahh-Mob bei Obama!

Sehen Sie, Frau Merkel, Obama hat das gleiche Problem wie Sie: dieses inhaltsleere Yeah-Geblöke von Jugendlichen nach jedem seiner Sätze!
Er nennt es nur nicht so.
Vielleicht hört man ihm deshalb zu?

37 Kommentare

  1. 01

    Obama ist dann doch eine andere Liga ;-)

  2. 02

    @zws: Das würde Merkel über das Publikum auch sagen.
    Naja, das eine bedingt wohl das andere.

  3. 03

    Bei Merkel war es hinter jedem Satz… _DAS_ ist nervig. Das ist ja garnix ;)

  4. 04
    jim

    bei obama sind ja auch keine freunde aus dem internet. die wählermotivation indes ist ein fall für hubertus h.

  5. 05
    nicht-YEAAHH!-Rufer

    Manno Mann,

    könnt Ihr Euch an diesem YEAAHH! hochziehen. Der Mob bei der Kanzlerin war doch nur peinlich. Ja, anfangs vielleicht zum Schmunzeln, aber irgendwann sollte man damit ja auch durch sein. Erinnerte mich irgendwie an meine frühe Schulzeit.

    Ach ja, das ist ja ein politisches Statement gewesen.. ich vergaß.

    Wie sagte die Dame in den Tagesthemen: „… äh ja, ich bin eigentlich nur hier wegen… ähm GAGA…“ Ich behaupte mal, dass diese Intention auf einen nicht unbeträchtlichen Teil des Mobs zutraf.

    Wenn politisch aktiv sein = auf Wahlkampfveranstaltungen nerven ist, dann gut’s Nächtle!

  6. 06
    Name (muss sein)

    Null Toleranz bei innerer Sicherheit! *Yeaaahhhhh!!!!*

    Wollt ihr den dodaaaaaaaalen Überrrrwochongsstaat? *Yeaaahhhh!!!!*

  7. 07

    >Wenn politisch aktiv sein = auf Wahlkampfveranstaltungen nerven ist, dann gut“™s Nächtle!

    Wenn man sich diese Weltanschauung 1789 hinter die Ohren geschrieben hätte, gäbe es heute keine Demokratie außerhalb Griechenlands. Denk mal drüber nach.

  8. 08
    Jan

    Ab 0:45 könnte das glatt der Anfang eines James Brown-Songs sein. :)

  9. 09

    @nicht-YEAAHH!-Rufer:
    Dass dieser Wahlkampf inhaltslos ist, haben sich nicht die Blogs oder vermeintlichen Internetfreunde Merkels ausgedacht.
    Dem mit einem, wenn du so willst, inhaltsleeren „Yeaahh“ zu begegnen ist die folgerichtige Reaktion darauf.
    Und wenn Frau Merkel kein Gehör bei diesem Publikum findet, liegt das an ihr allein.
    Als Kanzlerin allerdings wäre sie gut beraten, ihrerseits mal zuzuhören.
    Denn inhaltsleer, spaßversessen und unpolitisch ist nicht die Netzgesellschaft.
    Unpolitisch nenne ich die Netzmöbel, mit denen sich die Parteien dort einzurichten versuchen.

  10. 10

    Wobei man hinzugügen muss, dass das Gelaber von Herrn Obama ähnlich inhaltsleer ist wie das von Merkel. Let’s go change the world. Ja, natürlich Herr Obama. So ein Yeah-Flashmob wär vielleicht gar nicht so schlecht…

  11. 11

    @Joscha: Findest du wirklich?
    Geht mir ganz anders.
    Er redet über Gesundheitspolitik (gibt es ein langweiligeres Thema für Jungendliche?) und schafft es dennoch, Begeisterung für die Idee zu vermitteln.
    Man spürt, dass es ihm wichtig ist, von jedem einzelnen verstanden zu werden, dass ihm jeder einzelne wichtig ist.
    Und ja, bei Jugendlichen gilt in diesem Sinne: Let’s change the world!
    Was hast du dagegen?
    Auch Frau Merkel sagt, unsere Zukunft läge in den Händen der Jugend, sie spricht aber weder mit ihnen, noch versucht sie zu verstehen.
    Merkel tätschelt.
    Und das macht weder Mut, noch schafft es Vertrauen.

  12. 12

    Es geht um die Worthülsen. Obamas Politik ist bisher in erster Linie von Misserfolgen und gebrochenen Wahlversprechen geprägt. Sein herbeigeredeter „Change“ ist inzwischen in so weite ferne gerückt, dass ein „Let’s Change the world“ nur noch platt daherkommt. Der schwule Offizier, der von Obama entlassen wurde kann da sicherlich ein Lied von singen.
    Ich finde es inzwischen reichlich befremdend wenn Obama in den deutschen Medien immer noch als der Messias dargestellt wird, so wie er sich vor der Wahl präsentiert hat. Inzwischen hat ihn die Realität eingeholt und es stellt sich heraus, dass er ein ganz stinknormaler Politiker ist wie Bush und Clinton und sonstwer – mit dem Unterschied, dass er halt wahnsinig eloquent und charismatisch ist. Aber ich denke es gibt in der Politik wahrlich wichtigerer Eigenschaften als die Fähigkeit die Massen zu begeistern.
    Das soll nicht die „Wenn ich nichts sage, werde ich nicht kritisiert“-Politik von Merkel in ein positiveres Licht stellen. Aber man sollte die deutsche Politik kritisieren können ohne vermeintlich positivere Beispiele heranzuziehen, die gar keine sind.

  13. 13

    @Joscha:
    Es geht mir nicht darum, Obama toll zu finden und ich würde nie behaupten, dass seine Politik vollkommen ist.
    Aber er geht ein Thema sehr richtig an und nur um dieses ging es mir bei dem Posting: Politikverdrossenheit der jüngeren Generation.
    Zu erkennen, dass deren Welt anders aussieht, einen Schritt hineinzutun, Interesse zu zeigen und zu wecken, ist Grundvoraussetzung.
    Und zumindest in diesem Punkt macht ihm so schnell keiner was vor.

  14. 14
    jim

    @nicht-YEAAHH!-Rufer: peinlich waren in hamburg angelas leere worthülsen und die jubelperser der jungen union. und wenn merkel in wiesbaden sagt, die leute sollten lieber zuhören, weil sie dann noch was lernen könnten, dann sage ich: ich habe sehr genau hingehört, was unsere bundeskanzlerin in hamburg sagte, nein, redete (ja, das ging auch mit yeah-rufen). und ich konnte von ihrem geseiere nichts lernen, weil es ihr garnicht darum geht, anderen etwas lehrhaftes zu sagen. das kann man auch gaga nennen.

  15. 15

    Äpfel mit Birnen mit Bananen mit Tomaten …

  16. 16
  17. 17
    michael

    @Joscha: Wie es Obama innenpolitisch so ergeht ist mir ziemlich egal. Das was er sich da vorgenommen hat ist durchaus ambitioniert, deshalb ist es völlig normal, dass es viel Gegenwind gibt. Das ist eben so, kann man nicht ändern, sollte man nicht ändern und hat Obama auch nicht versprochen zu ändern. Und in diesem Kontext schlägt sich Obama mehr als wacker.

    Außenpolitisch war es mehr als ein Genuss Obama in den letzten Monaten zu beobachten. Sein Umgang mit dem Iran ist zum Beispiel taktisch extrem klug. Taugt jetzt nicht für populistische Heilsversprechen, aber dieselben sind ja nun normalerweise auch nicht effektiv.

  18. 18
    Konsti

    Ja, so ist der Deutsche nun mal. Obama findet er geil, aber wenn wir in Deutschland einen Obama hätten, dann würde er von den Dosenköpfen der Nation als Populist verschrieen werden.

    Glück auf, ihr Deppen. Geht mal schön die Grünen wählen und kauft teure Bio-Eier, die sich unser eins nicht leisten kann… wer braucht schon ein Auto? Wir sind doch alle Künstler-Schmarotzer und wohnen im Bergmannkiez :)

  19. 19

    als wir anfingen das yeaahh zu verstehen, sind wir in die alten muster zurückgefallen. ein yeaahh ist niemals nur ein yeaahh. die grabenkämpfe über die deutungshoheit haben schon wieder angefangen.

    es ist nicht witzig und trotzdem lachen welche drüber
    es ist nicht politisch und trotzdem verstehen einige das als politisches statement
    es ist nicht unterhaltsam und trotzdem haben welche spaß dadran
    es ist doch vollkommen klar, wie es zu verstehen ist, und trotzdem macht es jeder anders, jeder wie er nämlich will

    irgendwie schade ums yeaahh. man hat es leider zu ernst genommen.

  20. 20

    Sorry Tanja,

    das ist keine Wahlkampfveranstaltung irgendwo in der freien Wildbahn, sondern ein extrem kurzer Ausschnitt aus einer Promo-Veranstaltung (inkl. warm-up!), der nun als Werbespot eingesetzt wird. Man könnte auch von einem politischen Heimspiel sprechen.

    Gleichwohl kam es in der trotz massiver Werbung nur zu 3/4 gefüllten Halle auch zu lautstarkem Widerspruch, wie man u.a. in der Baltimore Sun nachlesen kann:
    http://www.baltimoresun.com/health/health-care/bal-obama0917,0,7506761.story

  21. 21
    cl44s

    Beim 1. mal in Hamburg fand ich die YEAAH Aktion lustig und interessant gleicher maßen. In Wuppertal wurd es dann schonwieder albern.
    Was mich interessiert, ihr schreibt alle in schön durchdachten Sätzen, dass Merkels Wahlkampf inhaltslos ist. Ebenso erzählt ihr von leeren Worthülsen und das Deutschlands „wahren“ Probleme nicht im Wahlkampf erwähnt werden.
    Jetzt stellen sich mir ein paar Fragen:
    – Ist nur Merkels Wahlkampf inhaltsleer, der von Steinmeier ist es nicht?
    – Welche „wahren“ Probleme meint ihr, die nicht erwähnt werden?

    Ich finde es ist immer einfach eine These aufzustellen, aber diese sollte dann auch belegt werden. Solange dies nicht geschieht sind eure Kommentare meiner Meinung nach auch inhaltsleer.

    Gruß

  22. 22

    Schon mal darüber nachgedacht, daß nicht die Realität ihn eingeholt hat, sondern die Hinterlassenschaft von Bush einfach alles übertrifft, was bisher dagewesen ist?

    @Joscha:

  23. 23

    Geht wohl Hand in Hand mit dem anderen Blog-Thema „Was ein schöner Bildungsauftrag“ von Björn….das „Yeah“ ist dann, was nach der Grundschule kommt…..

  24. 24
    tokmitstock

    @cl44s: Merkels (Steinmeiers auch aber das ist gerade nicht Thema) Wahlkampf ist inhaltsleer. Ich bitte dich, die werben auf Plakaten mit „Wir wählen die Kanzlerin“ und „Zuversicht“ und im Fernsehspot kommt ein bisschen „Die Einheit war ein Glücksmoment“-Wohlfühlgeseusel. Reicht dir das als Beleg?
    Wahre Probleme? Hmm, mir fällt da gerade die Finanzkrise und ihre Folgen ein, aber die ist ja schon für beendet erklärt, für die die das glauben. Aber wie die Abwrackprämie, die bis jetzt die Automobilindustrie über Wasser gehalten hat, bezahlt werden soll und wer jetzt überhaupt noch Autos kaufen kann, nachdem es so aussieht als würden nach der Wahl massive Entlassungen bevorstehen, das wird nicht diskutiert.

  25. 25

    Gut dass er kein Sänger ist, sein Umgang mit dem Mikro ist ne Katastrophe. Yeah.

  26. 26
    fruddi

    Ja mit schönen Worten kann man eine Wahl gewinnen (siehe Obama), aber Politik machen ist dann doch was anderes. Da bin doch recht froh mit Frau Merkel die offensichtlich nicht wegen ihrer Rhetorikkünste Kanzlerin ist.

  27. 27
    Jolly

    @fruddi:
    „Da bin doch recht froh mit Frau Merkel die offensichtlich nicht wegen ihrer Rhetorikkünste Kanzlerin ist.“

    Nein, da reicht in Deutschland mittlerweile durchaus weniger, um die Massen (naja, bei knapp 50%iger Wahlbeteiligung kann man das immerhin noch sagen) zu begeistern. Mir völlig unklar, warum jemand der Atomkraft ..eh Frau Merkel seine Stimme geben sollte…

  28. 28
    Menogo

    Mittlerweile gibt es ja schon ein regelrechtes Fanartikelsortiment. :P

    http://tinyurl.com/ya35562

  29. 29
    Dirk

    Spreeblick hat seit Wochen, ja fast schon Monaten keine Themen mehr. Ein Besuch des Blogs lohnt schon lange nicht mehr. Mit diesem Yeaahh Kram wird es auf Dauer auch nicht besser. Wenn man nur oft genug Yeaahh Artikel schreibt, mag das zwar noch ein paar Klicks abfischen, vielleicht ein paar Werbekunden beeindrucken, aber mehr auch nicht mehr.

  30. 30

    @jo: „auch zu lautstarkem Widerspruch, wie man u.a. in der Baltimore Sun nachlesen kann“

    Vielleicht habe ich ja was uebersehen, aber kannst Du mir da mal die Textstelle zeigen? Das hier wirst Du doch wohl nicht meinen:

    „At one point, Obama’s remarks were interrupted by a long-haired anti-abortion heckler who stood near the back of the arena and shouted until he was escorted out by security personnel.“

  31. 31

    Ich frage mich gerade, ob es von Merkel in diesem Wahlkampf überhaupt so eine Art „žget-to-gether“ mit dieser Zielgruppe der Wähler gegeben hatte?

    Ich habe sie noch nie bewusst konstruktiv nah mit Jugendlichen diskutieren sehen.

  32. 32
    IRS

    Bei dem bekritzelten Plakat wars noch lustig, aber jetzt zum x-ten mal auf diesem Yeah rumzureiten führt wohl kaum zu mehr als nem Anruf von Karen Os Anwalt.

  33. 33

    @Armin: Doch, die meinte ich. Interessanter ist aber eigentlich der Rest des Artikels. Ansonsten waren offenbar ausschließlich Supporter in der Halle. Was beim ersten Termin einer Promotour ja auch nicht ungewöhnlich ist.

    @creezy: Nein, das ist ja auch nicht das Ziel von Wahlkampfveranstaltungen. Gerade Merkels Auftritte haben eher was von Audienzen, wo dem geneigten Volk ein paar inhaltlich erschreckend nichtige Textbausteine zur Bestätigung vorgelesen werden. Der Rest ist Folklore: Die Anhänger sind beseelt (da ist sicher auch Alkohol im Spiel!), die Studenten protestieren (da ist sicher auch Alkohol im Spiel!) und der große Rest ärgert sich, dass die Straße verstopft ist.

  34. 34

    @jo:

    Ja, was denn nun? Lautstarker Protest oder nicht? Wenn sich da also ein Heini mit einem Thema reinschmuggelt das nur am Rande mit dem eigentlichen Thema zu tun hat und ein bisschen rumkrakeelt, dann ist das lautstarker Protest?

    Also ich stelle mir unter lautstarkem Protest was anderes vor.

  35. 35
    Alb

    Hier noch was Geniales zum Thema professionelle öffentliche Auftritte von Obama: http://vimeo.com/6747788

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