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Obama erhält Friedensnobelpreis [Updates]

Update Sonntag Obama nimmt den Preis im folgenden Video an, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass er ihn eher als „Call for action“ (Aufruf zum Handeln) ansieht denn als Auszeichnung für seine bisherige Tätigkeit.

Update Samstag Die Huffington Post meint, im folgenden Video wäre Thorbjoern Jagland zu sehen, dessen Wikipedia-Foto allerdings etwas anders aussieht. Hier also ein Video mit jemandem (Update: Es ist Geir Lundestad) zur Entscheidung:

Mein ursprünglicher Artikel vom Freitag:
Ich saß gerade sieben Stunden lang im Zug, ab und zu funktionierte Twitter, „Netz“ konnte man das jedoch nicht nennen. Und dabei sehnte ich mich nach einer echten Tastatur, die ich nun habe, um laut folgende Fragen stellen zu können:

Obama? Friedensnobelpreis? Jetzt schon? Wofür?
Und: Ist das nicht mindestens ein bisschen … verfrüht?

Hat sich in der Kommission mal jemand gefragt, was daran, nicht zuletzt auch für Obama selbst, gut sein soll? Ist es im internationalen politischen Gefüge von Vorteil für einen amerikanischen Präsidenten, gleich am Anfang seiner Amtszeit mit diesem Preis honoriert zu werden? Und angenommen, er würde sich den Preis in der Zukunft einmal verdienen: Er wird ihn sicher nicht bekommen. Denn er hat ihn ja schon.

Vielleicht habe ich etwas übersehen. Falls nicht, halte ich diese Entscheidung für ziemlichen Unsinn.

SpOn wundert sich auch, aber länger.

Update Es gibt einige Kommentare, die (salopp zusammengefasst) der Meinung sind, dass die Auszeichnung eher als Aufgabe zu verstehen sein sollte oder aber als Zeichen dafür, wie froh „die Welt“ darüber sei, dass Bush endlich abgelöst wurde.

93 Kommentare

  1. 01
    dietrich

    @andre: schwarz, nicht „farbig“. (http://braunermob.de)

  2. 02

    oh P.C. polizei in da house.

  3. 03
    Martin

    Dann hat der nächste Bundesinnenminister auch einen verdient, wenn er Schäuble ablöst. Zumindest, sofern nicht Hans-Peter Uhl oder Ingo Wolf auf diesem Sessel landen…

  4. 04

    @ martin – versteh ich jetz nich. :ouw

  5. 05
    marcel

    nochmal so nebenbei und hintenran…
    (vermutlich eher mittenrein)

    der preis ging nicht an den präsidenten der usa sondern an herrn obama, der jetzt „auch“ präsident der usa ist und es (den klugscheißern zuliebe) auch schon bei seiner nominierung war, aber sicher nicht weil er die „cholera zur pest alternative“ darstellt. jetzt mal ehrlich: wer verliert denn was, wenn er diesen preis verliehen bekommt?

    ;¬)

    ps: hätte ghandi den friedensnobelpreis bekommen, wäre das ja irgendwie genaugenommen fürs nichtstun gewesen (passiver widerstand und so).

    aber ich seh schon… das thema ist zu ernst und man kann nichts richtiges dazu sagen… schaun wir mal, was weiteres (ver)sacken noch so an unschönheiten zu tage bringt…

  6. 06

    @ andre

    also, ich glaube du verschwurbelst da was. die ureinwohner in amieland waren nicht die schwarzen der südstaaten.
    die ureinwohner waren die indianer. und deren erste waren quasi russen, denn von dort kamen die, über den nördlichsten weg! klingt komisch. is aber so. schau dir mal die karte an… die kamen aus sibirien. im nördlichsten teil. interessant, oder?

    ^^

  7. 07
    phil

    vor allem mit der begründung „hoffnung auf frieden“….den hat er nur bekommen, weil er im gegensatz zu bush nicht gleich im ersten halbjahr seiner amtszeit einen krieg angefangen hat…ein relativer preis also! Oslo muss sich auch fragen, ob der preis dadurch nicht an glaubwürdigkeit verliert.

  8. 08

    Vielleicht ist es gar nicht so schwer.

    Die Erwartungshaltung in/an Obama, gerade unter den Leichtgläubigen und Utopisten war riesig (Ihr, nicht ich, damit das klar ist). So riesig, dass sie praktisch unerfüllbar ist. Zugegeben, vor der Wahl war das alles ja noch lustig (vgl. den Verklärungsevent an der Siegessäule). Eine neue, gerechtere Weltordnung? Frieden und Wohlstand für alle? Müssen nur wollen! Aber, hee: Yes, we can!

    Dumm nur, dass Obama inzwischen in der Realität angekommen ist: Truppen, die man nicht einfach so abziehen kann, Diktatoren und Despoten, die frech werden, wenn er Schwäche zeigt. Oh, und dann noch diese leidige Sache mit der Finanzkrise.

    Kurz, der Mann kann etwas Zuspruch gebrauchen, um seine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Vielleicht hin und wieder auch einen kleinen Wink mit dem Zaunpfahl, damit er sie nicht vergisst. Keine Ahnung, wie ihr das sehr, aber so ein präventiver Nobelpreis scheint mir da nicht das verkehrteste Mittel.

    Letztendlich ist’s ja auch nur ein weiterer Medienpreis.

  9. 09

    Mein erster Gedanke war: Wasser auf die Mühlen der Gegner im eigenen Land, wenn er aus dem sozialistischen Europa den Friedensnobelpreis bekommt. Steilvorlage für die Republikaner. Die werden das als Versuch der Einflußnahme verkaufen und bei nicht wenigen Amis damit sogar punkten. Ich hoffe ich täusche mich. Falls nicht: Eigentor.

  10. 10
    peter h aus b

    Die Amis sind seit 10 Monaten nirgends einmarschiert. Grund genug ;-)

    Im Ernst: Der Preis wird mittlerweile inflationär vergeben, er ist faktisch wertlos..

  11. 11
    karmacoma

    Das zeigt nur wie witzlos der Nobelpreis inzwischen ist. Der Mann hat wirklich noch nichts geleistet, was diesen Preis rechtfertigt. Von seinen Versprechen (Guantanamo, Irak etc.) ist auch nicht mehr viel übrig geblieben. Klar, nach Bush sieht irgendwie jeder gut aus, aber das ist doch ein großer Scherz und ein Bauchschuss für alle die sich seit Jahrzehnten um den Frieden in der Welt verdient machen.

  12. 12
    ste

    Ich hab schon nicht verstanden warum ihn Al Gore bekommen hatte.

  13. 13
    Christoph

    Schaut euch mal die Liste der Preisträger des Friedensnobelpreises an. Der Friedensnobelpreis ist schon lange ein Preis, der auch unterstützend für aktive Politiker genutzt wird. Beispiele aus der jüngeren Geschichte:
    1983 Walesa: da gab es noch den Eisernen Vorhang, sieben Jahre bis zur politischen Wende in Polen.
    1992 Mandela und de Clerc: da gab es die Apartheid noch, zwei Jahre bis zu den ersten freien Wahlen in Südafrika.
    1993 Arafat, Peres, Rabin: und den Nahostkonflikt gibt es immer noch, wobei hier zwei von drei Preisträgern mittlerweile tot sind.

    Ja, das sind zum Teil Vorschusslorbeeren. Aber wenn man sich tatsächlich ein paar Sachen genauer anschaut, dann hat Obama auch in der Weltpolitik einige Neuerungen umgesetzt, wie ja schon ein Vorredner ein paar aufgezählt hat.

  14. 14

    Obama? Friedensnobelpreis? Jetzt schon? Wofür?
    Und: Ist das nicht mindestens ein bisschen „¦ verfrüht?

    Wow, das sind ja gaaanz außergewöhnliche Fragen, gaaanz besonders, gaaanz schlau ;). – Da ich mich bereits an anderer Stelle im Netz hinreichend dazu äußerte und mich nicht wiederholen mag, nur soviel: Wer sich ein wenig damit befasst, was es mit dem Nobelpreis ansich auf sich hat und vielleicht auch s’n bisserl die Hintergründe versteht – nein, nicht warum Obama, sondern wie es zu der Entscheidung kam/kommt – also nicht nur laut „yeahh, find‘ ich auch scheiße“ mitschreit oder gar ein wenig auf ’nem journalistischen Pfad (Stichworte Objektivität und Recherche, etc.) langschlendert, der wird hernach sicherlich keine schlauen Fragen mehr haben, zumindest zu diesem Thema. – Und wer macht es allen recht?

  15. 15
    manu3l

    schlecht für Obama, schlecht für den Nobelpreis

  16. 16
    Sebastian

    Kurzer Kommentar zum Video: Der Moderator sagt am Anfang, dass er mit Geir Lundestad spricht (http://en.wikipedia.org/wiki/Geir_Lundestad). Keine Ahnung, wie die Huffington Post auf Thorbjoern Jagland kommt… Man müsste einfach mal hinhören.

  17. 17
    martha dear

    öhm, das da im interview ist nicht thorbjørn jagland, wie man auch hier bei der verkündung ziemlich gut sehen kann: http://www.aftenposten.no/nyheter/iriks/article3311299.ece

  18. 18

    Meine Güte, ist es denn so schlimm? So relevant ist dieser Preis doch nun auch nicht, so löblich die Idee seines Stifters auch ist. Und das Komitee spricht doch selbst vom Symbolgehalt der Entscheidung.

    Ich zitiere aus der Begründung:
    „Es kommt nur sehr selten vor, dass eine einzelne Person es in dem Maße wie Obama schafft, die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich zu ziehen und den Menschen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu geben. Sein Verständnis von Diplomatie gründet sich auf der Überzeugung, dass diejenigen, die in der Welt den Ton angeben, dies auf der Grundlage von Werten und Maßstäben tun, die der Großteil der Erdbevölkerung teilt.“

    Ich finde das alles andere als verwerflich. Alleine dass der Großteil der Welt – in den verschiedensten Kulturen! – einem US-Präsidenten wie ihm Vertrauen schenkt, ist doch schon ehrwürdig. Ob man dies nun mit Worten oder einem Preis tut… wurst! Aber wenn es ihn in seinen diplomatischen Vorhaben unterstützt, soll es mir recht sein.

    Die meisten Kommentare und Meinungen zu dem Thema lesen sich so, als sei man nahezu enttäuscht darüber, dass Obama es in 9 Monaten noch nicht geschafft hat, dass sich die ganze Welt lieb hat und es nur noch Gummibärchen regnet. Hat das denn ernsthaft jemand erwartet? Er hat doch immer gesagt, dass nichts von heute auf morgen geht (und schon gar nicht alleine). Und die, die noch damals davor warnten, in ihm einen Messias zu sehen, schimpfen jetzt, dass er gar keiner ist. Irgendwie absurd.

  19. 19
    earl

    Vielleicht hat es ja wenigstens die Wirkung, dass der amerikanische Wähler beim nächsten mal lieber wieder den diplomatischeren Kandidaten zum Präsidenten wählt, statt den, der Lieder wie „Bomb Iran“ auf Wahlkampfveranstaltungen singt.

    Und vielleicht wirkt das auch in die Richtung, wer die nächsten Kandidaten werden. Vielleicht gehts ja noch weiter in Richtung diplomatische Konfliktlösung.

  20. 20
    Andi

    Laut Wikipedia hat Obama den Preis „žfür seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken“ bekommen.

    Also explizit für seine Bemühungen, nicht aber für seine Leistungen.
    Dabei hinten raus kommen muss nix. Kennt man ja aus dem Arbeitszeugnis, von wegen „stets bemüht“ und so.

  21. 21
    andre

    @ jens… deine belehrung ist ausführlich aber ein wenig unnötig. ich ging davon aus, dass das mit den Indianern und den unfreiwillig importierten Arbeiterm afrikanischer Abstammung jedem halbwegs intelligenten leser hier bekannt ist… ich erwähnte ja auch explizit nicht die chinesischen Eisenbahnklopper oder die zahlreichen anderen einwanderer in die usa..

    und ob´ s nun 2009 farbig oder schwarz heisst is mir echt gesagt schnurzepiepe als spontaner kommentator… vielleicht schreibt ja mal ein wordpress programmierer ein plugin „Redaktionssitzung“ „oder „RedundanzReduzierer“ „PC_KONTROLLE“ Das Geposte zu solchen Themen zeigt mir mal wieder deutlich warum ich es lieber wieder lasse. Man kommt schnell in den Sumpf aus Unsachlich, Dümmlich, Langweilende, Verletzende und am Ende ist man wieder an der „Klowand“ von Herrn JvM.

  22. 22
    menomena

    vielleicht gibt es ja bald eine umfrage in der schwarzen bevölkerung der usa. ich glaube, hier wird die zustimmung zur entscheidung größer sein.

    der punkt „hoffnung geben“ wird hier unterschätzt. man kann wohl ohne übertreibung sagen, dass die obama-präsidentschaft millionen von afroamerikanern (und anderen minderheiten weltweit) einen neuen glauben an ein mögliches, besseres leben gegeben hat.

  23. 23
  24. 24
    Koz

    Also mir stand erstmal der Mund offen als ich das im Radio gedhört habe…
    Klar sollte man spätestens seit Arafat und Gore wissen was dieser Preis tatsächlich Wert ist – aber die orvellsche Komponente dieser Sache ist schon grandios…Man erinnere sich an das „Ministry of truth“ (Propagandaministerium), „Ministry of PEACE“ (Kriegsministerium) oder das „Ministry of Love“ (Eugenikministerium) – guter Doublespeek.
    Man wundert sich dass die Verkündung in den USA nicht so toll ankommt – der uninformierte wundert sich zumindest. Da wird behauptet die Kritik käme vor allem aus dem „Republikanischen Lager“, was einfach nicht stimmt. Erstens hat es den so genannten Erdrutschsieg bei der Wahl nie gegeben – Es war sehr knapp bei der Wahl. Zweitens hat Obama i.m. die schlechtesten Beliebtheitswerte seit Carter. Das hat nicht mal Busch hinbekommen. Fakt ist dass sich die Kritik an Obama in ALLEN Teilen der Gesellschaft stark und zunehmend manifestiert – besonderst in den Minderheiten denn diese fühlen sich zurecht von BHO verkauft. Da können die Medien soviel Ablenken wie sie wollen. Und für die welche meinen er hat sich ja bemüht: Werft mal GoogleNews an und sucht nur nach „Drohnenangriff Pakistan“ – Nur mal so, mit Pakistan haben die USA keinen Krieg – zählt mal die Angriffe mit Zivilen Verlusten seit Amtseinführung. Gitmo ist weit davon entfernt geschlossen zu werden. Die Paar Zigenhirten die sie jetzt entlassen nach 8 Jahren Gehirnwäschefolter sind ja auch nur Augenwischerei – Der Rest(Also die bei denen sie nicht sicher sind obs nur Zigenhirten sind) bleibt – zwar nicht in Gitmo aber in anderen Hochsicherheitstrakten. Und da Waterboarding keine Folter ist kann man das auch weiter machen. Und wenn die Briten Informationen über CIA-Geheimgefängnisse veröffentlichen wollen, droht BHO persönlich damit in Zukunft nicht mehr mit britischen Geheimdiensten zu kooperieren. Klar könnte man nach Bush auch einen beliebigen Talkshowmaster hinsetzten der intelligenter wirkt – Aber hat BHO auch nur eine der widerlichen Bushdoktrine rückgängig gemacht? Im gegenteil, es geht weiter wie bis her, nicht nur werden Repressalien wie der PatriotAct beibehalten, sie werden auch noch ergänzt und ausgeweitet. BHO hat versprochen keine Lobbyisten in sein Kabinett zu holen – Dumm nur das es jetzt zu 90% aus Wallstreetbänkern besteht(Wir holen die, die die Krise ausgelöst haben um sie zu überwinden). Manche seiner Nominierungen musste BHO zurückziehen weil sie (!sic) Jahrelang keine Steuern gezahlt haben.
    Das Schlimmste ist aber – Und da spielt die Verleihung des Friedensnobelpreises mit rein -Das Schlimmste ist dass dieser Telepromptlesende AmericanIdol Präsident von allem und jedem zum Messias hochstilisiert wird.Ich erinnere mal an diverse Wochenzeitschriften mit der Überschrift: „Der Weltpräsident“…
    Übrigens ist Obama auch gerade Präsident des UN-Sicherheitsrats. Der Erste amerikanische Präsident in diesem Amt. Warum? Weil das in den USA gegen das Gesetz verstößt. Deshalb war bis jetzt IMMER der UN-Botschafter der USA im Sicherheitsrat – und nicht der Präsident. Ich hasse es sagen zu müssen – aber die Verschwörungstheoretiker haben wohl recht ;)
    Aber ich bin ja jetzt schon als Nazi abgestempelt – weil ich ein Staatsoberhaupt an hand der Fakten beurteile und nicht weil er eine andere Melaninkonzentration in seiner Haut hat….
    Schöne Neue Welt.

  25. 25

    Vielleicht kann man sich darauf einigen, dass der US-Präsident weiterhin seine
    ‚Friedenspolitik‘ betreibt und auch auf Globaler Ebene durchsetzen kann.

    Ungeachtet sämtlicher Lobbyisten – Wirtschaft & Kirche – die ihre eigenen Ziele verfolgt sehen möchten.

    Demnächst (In Futur) wird wohl eine Art „Zukunftspreis“ von den Verantwortlichen ausgeschrieben. http://nobelprize.org/

    Search: „Zeitachsen-Ergebnisse für Nobel“

    Egal

  26. 26

    Der Nobelpreis ist sicher gut gemeint, würde bei mir aber nicht derartige Verwunderung auslösen (immerhin kann man ihn bei Obama a) als Rückenstärkung und b) als Auftrag, sich endlich vom innenpolitischen, lähmenden Kuschelkurs zu lösen, verstehen).

    Was er allerdings ganz sicher noch deutlicher vor Augen geführt hat, als bisher, ist der verlogene Patriotismus der amerikanischen Rechten.

  27. 27
    Koz

    @Andreas: „Was er allerdings ganz sicher noch deutlicher vor Augen geführt hat, als bisher, ist der verlogene Patriotismus der amerikanischen Rechten.“

    Das halte ich für ausgemachten Blödsinn. Die Demokraten hatten bereits 2 Jahre vor Bush’s Amtaustritt die Mehrheit im Senat erlangt – Und trotzdem weiter ProWar abgestimmt – kann man in Obamas Votingrecord auch sehr schön nachvollziehen. Damit will ich nicht sagen dass der durchschnittliche US-Bürger nicht Überpatriotisch ist – Ich will damit nur sagen dass das kein Phänomen der konservativ Rechten ist. Mir ist eigentlich Egal ob jemand der 1,5Millione zivile Verluste in kauf nimmt sich Repuplikaner oder Demokrat schimpft .

    „(…)und b) als Auftrag, sich endlich vom innenpolitischen, lähmenden Kuschelkurs zu lösen, verstehen).“

    Erzähl das mal den Demontranten des jüngsten G20 Gipfels…

  28. 28
    bby

    Damit ist er der erste, der den Preis zwei mal bekommen könnte.

    Passt auch in die inflationäre Zeit und zu manch Kommentar hier. Ein Friedens-Nobel-Preis na ja, zwei mal: Yeaahh!

  29. 29

    Obama hat sicherlich gute Ansätze -er hat schließlich die diplomatischen Beziehungen zu zahlreichen Ländern, wie etwa Cuba oder muslimischen Regionen wieder aufgenommen. Bisher zeigen diese Bemühungen jedoch noch kaum Früchte. Ich halte es auch für unmöglich, dass Obama innerhalb einer Legislatur-Periode die Wunden, die die USA bei vielen Ländern in der Vergangenheit hinterlassen hat, heilen kann – zumal er gleichzeitig die enorm schwierige Aufgabe hat, die amerikanische Wirtschaft in kürzester Zeit zu beleben.

  30. 30

    Bin Parasitiert

    http://www.youtube.com/watch?v=1aBaX9GPSaQ&NR=1

    Vielleicht ist Humor eine Grundlage sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren.

    Rothaarige beherrschen das vermeintlich freie Internet.

    http://www.youtube.com/watch?v=tK1Lsg-oJcc

  31. 31

    Bezeichnend, wie sich Menschen anmaßen, eine Entscheidung Dritter auf Berechtigung oder Verdienst abzuklopfen.
    Das Nobelpreiskomitee ist der Ansicht gewesen, dass Obama unter den zur Wahl stehenden Alternativen, ein würdiger und verdienter Preisträger ist. Kann ich nachvollziehen. Er hat bereits zu diesem Zeitpunkt enormes geleistet. Sowohl innen- wie auch aussenpolitisch aus Sicht der USA. GS Lundestad spricht von der Klimaveränderung in der Welt. Zutreffend: Zu Rußland, zur Arabischen Welt, zum Iran hat Obama ganz neue Signale gesendet. Bravo dafür!
    Und selbst wenn es eine verdeckte Unterstützung für die US-interne Debatte um die Gesundheitsreform sein sollte. Es wäre ok für mich!!

  32. 32

    Dieses Nobelpreiskomitee ist wirklich nicht mehr respektwürdig, meiner Meinung nach…

    Da lobe ich mir das Ig-Nobelpreiskomitee, das keine opportunistischen Entscheidungen trifft…

    Aber lest selber…

    http://hauptstadt.tumblr.com/post/210327356/f-r-mich-ist-der-friedensnobelpreis-von-obama

  33. 33
    ste

    Und der Oscar für den besten ausländischen Film geht an …… das Team Nobelpreis in Oslo! Herzlichen Glückwunsch.

    Spreeblick-User kommentieren: Der Oscar ist ja schon lange nicht mehr was er mal war.

  34. 34

    Hab mich bei mir auch schon darüber ausgelassen. Unsinn, andere reißen sich Jahrzehnte den Hintern fast entzwei um Frieden in der Welt zu stiften und Käptn Segelohr bekommt ihn als ‚Reminder‘ ja bloß keinen Krieg anzufangen.

    Sicher kann man das positiv sehen, aber ich denke der Nobelpreis ist eine Auszeichnung für etwas das man getan hat und keine Erinnerung für etwas das man hoffentlich besser machen sollte als ein Ex-Alkoholiker, der auf den Satz „Wir werden angegriffen!“ einige Minuten braucht um aus dem Stuhl zu kommen…

    …aber nu‘ – von allen Kontroversen darum, die es bis jetzt gab, ist das hier eher die harmloseste.

  35. 35

    Dass virales Marketing auch auf Superstar-Niveau, weit über die Grenzen des Webs hinaus funtioniert, zeigt uns einmal mehr das Komitee.

    Im nächsten Jahr wird das Motto endlich wieder lauten: „Der Preis ist heiß“.

    Auf dass sich möglichst viele Medien auf die Suche, nach einem geeigneten Kandidaten, der den Friedensnobelpreis noch weniger verdient haben könnte, begeben mögen.
    Wahrscheinlich aber wird ein Inder, den dann doch wieder keiner kennt, nur eine Meldung für ganz Interessierte auf Seite 2, 3 oder 4, wert sein.

  36. 36
    Alf

    Ich meine Obama kann ja nix dafür das er mit diesem Nobelpreis schon so früh ausgezeichnet worden ist, aber er kann ihn aufjedenfall als ansporn sehen zukünftig vieles dafür zutun. Denn der erste Schritt zur besserung sind immer erst einmal Ideen und versprechen… und diese sind aufjedenfall schon einmal besser als die ganze Amtszeit zusammen von Busch. Das allein sollte ihn schon ehren, mit einem Nobelpreis zwar nicht unbedingt aber das haben ja auch andere entschieden.

  37. 37
    Sebastian

    Wen interessiert denn dieser blöde Preis?!?
    Ist doch keine FIFA E- oder WM.

    Aber die Kommentare von wegen „žfriedliebendes Volk“ kann man sich auch klemmen.
    DAS gerade aus Deutschland oder was? Die Amis sind auch nur Imperialisten wie WIR Europäer.

  38. 38

    Ich sehe in einem Friedensnobelpreises nicht den Sinn eine Idee oder Aufgabe zu unterstützen, sondern schon Geleistetes zu prämieren. Dies geschah bei Obama nicht – eine Fehlentscheidung.

  39. 39

    Was ist denn der „Sinn“ des Friedensnobelpreises? In erster Linie ist ein privat gestifteter Preis nach privat gestifteten Maßgaben. Und nach denen ist eine Würdigung Obamas durchaus nachvollziehbar – zumal keiner der ganzen Kritiker eine ernstzunehmende Alternative aus den vergangenen 12 Monaten genannt hat und viele von ihnen sicherlich auch mit ein wenig Respekt und Bewunderung die kulturübergreifende weltweite Aufbruchstimmung wahrgenommen haben, die Obama vor einem knappen Jahr entfachte. Kaum einer kann vermutlich auch alle Preisträger der vergangenen Jahre bei Namen und Leistung nennen (ich jedenfalls nicht) und falls doch, wird durchaus ersichtlich, dass Obama nicht der einzige Preisträger auf Grund seiner „Bemühungen“ ist.

    Also lasst den Preis einfach mal Preis sein (so wie Mr.President himself es tut), denn das Lächerlichste daran ist die Diskussion darum.

  40. 40
    vera

    dann mach ich mal den vorläufigen schluss: meine 2 cents. und im grund genommen ist die diskussion wirklich überflüssig.

  41. 41
    vera

    – upps…

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