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Der unsichtbare Mann


Der 35-jährige chinesische Künstler Liu Bolin hat sich vom Breiten-, Fun- und Autotuningmessensport Bodypainting inspirieren lassen und bemalt Landsmänner dermaßen komplett, dass sie mit ihrem Hintergrund verschmelzen. Leichtsinnigerweise nennt er die Arbeiten fortlaufend ‚Camouflage‘, dabei wissen in der Kulturgeschichte der Camouflage gestählte Spreeblickleser längst, dass es in diesem Fall genau genommen eine Mimikry Mimese ist, die Chinesen überall verschwinden läßt.

René hatte Liu Bolins Arbeiten bereits vor etwas mehr als einem Jahr auf Nerdcore, der Künstler hat in der Zwischenzeit allerdings sein Portfolio spektakulär erweitert. Liu Bolin auch. Mehr von seinen Werken bei Oddity Central und Fubiz (letzterer ist auch für das [via] verantworlich).

7 Kommentare

  1. 01
    Jay

    Der Biologe in mir vermutet, es ist doch eher eine Mimese!

    Bei Mimikry werden eher Signalfarben z.B. gelbe streifen für „hallo ich bin giftig“ gebraucht.

    Mimese ist eher die Tarnung z.B. als Blatt

    mfg xD

  2. 02
    Nico Roicke

    @Jay: ui, da hast du natürlich recht. mein bio-lk ist wohl schon zu lange her.

  3. 03
    Christopher

    Schöne Spielerei mit dem Relativsatz ;-)

  4. 04
    bongokarl

    Geil. Wie der Spion in Asterix und Kleopatra! :)

  5. 05
    pat

    wieso kann ich das bild ncih direkt verlinken? aufmerksamtkeitsdefizit?

  6. 06
    F.Meyer

    @Jay:

    Es gibt unter anderem auch das Phänomen der Urban Mimics. Das Wort ist wahrscheinlich auch dem Wort Mimikry entlehnt. Da geht es, so viel wie ich verstanden habe aber eher um Tarnung im weitesten Sinne. Es ist eher sowas wie das Cultural Hacking denn die Urban Mimics stellen sich unter anderem auch vor große Werbetafeln und funktionieren Sie für Ihre eigenen Interpretationen um.

    Ich glaube man sollte das Wort Mimicry in diesem Sinne nicht so streng nehmen

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