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No God on Twitter

Es entbehrt einer gewissen Ironie nicht, wenn Gläubige den Satz „No God“ zum Trending Topic bei Twitter machen.

Trending Topics, in etwa „aufsteigende Themen“, werden bei Twitter angezeigt, wenn sich die Erwähnung bestimmter Begriffe oder Phrasen auffällig häuft. Heute nun twitterte RevRunWisdom den oben gezeigten Kalenderspruch und erntete damit unzählige Re-Tweets (Weiterleitungen, Wiederholungen) von den 386.878 Twitter-Nutzern, die seine Tweets lesen, seinen „Followern“ also.

Mit dem dadurch entstandenen ersten Auftauchen von „No God“ in den Trending Topics brach offenbar ein Sturm der Entrüstung unter twitternden Christen aus, die wiederholt betonten, dass „No God“ kompletter Unfug sei — und die damit den Satz als Trend weiter nach oben trieben — und dies zur Zeit auch weiter tun.

Weder Technik noch Sprache sind nunmal perfekt. Doch es steht fest:
There is No God on Twitter …

[via, via]

16 Kommentare

  1. 01

    Irgendwie finde ich diese Diskussionen um bzw. über Gott und Glauben immer so .. müßig und sinnfrei. Das ist kein Thema, bei dem die eine Seite gewinnen bzw. die andere verlieren kann – wie will man schon beweisen, dass es einen/keinen Gott gibt. Bei Twitter wird so einiges innerhalb von Sekunden, Minuten und Stunden zum „trendigen Hashtag“ – was sagt uns das …

  2. 02

    naja. die trending topics werden bei twitter ja von hand editiert – wie man schön am vergleich mit ‚q=“Know Peace“ OR „no peace“‚ sieht …

  3. 03

    das ist doch der Run DMC Run, oder!?

  4. 04

    Herrlich. Perpetuum Mobile würd ich mal sagen.

  5. 05

    Wenn es keinen Gott auf twitter gibt, ist das wohl ein Fake:

    http://twitter.com/Jahwe

    steht ja auch nicht verified account darüber… >_<

  6. 06
    vib

    Ein bisschen erinnert mich das an die Reaktionen auf den Satz „Tokio Hotel sind scheiße“ ;)

  7. 07
    Schtuef

    @Hannah: Ich sehs wie die Unschuldsvermutung: Es gibt so lange keinen Gott bis jemand der behauptet es gäbe einen mir dies beweist.
    Hab ich jetz gewonnen ? :-)

  8. 08

    @Schtuef: Ich sehs genau andersrum :D Ich glaube solange an alles, bis mir jemand das Gegenteil beweist und es ist mir gleich, ob ich „kindisch“ oder „naiv“ bin, weil ich an Gott, Einhörner, Magie, den Weihnachtsmann und Sockenwichtel glaube, weil .. Irgendwie macht es die Welt schöner. Bzw. es macht meine Welt schöner : )

  9. 09
    peter h aus b

    Eines ist Twitter definitiv: amusant.

  10. 10
    Julian

    Wie schnell Gott wieder auf Twitter ist. Da muss nur „no god“ per Hand aus den TT herauseditiert werden.

  11. 11
    Jay

    @ Hannah:

    Schön, das du Gott gleich mit in die Märchenschublade reingesteckt hast ( da gehört er ja auch hin).

    Und gleich dazu lieferst du eine tiefenpsychologische Erklärung:

    Der Mensch sehnt sich nach einfachen, „magischen“ Lösungen und Antworten.

    In der Hinsicht kann man gläubige Verstehen: Gott mach ihr leben besser(subjektiv).
    In der hinsicht kann man Junkies auch verstehen: Drogen machen ihr leben besser(subjektiv).

    Aber wer versucht, ein rationale denkendes, eigenständiges und geistig freies Individuum zu sein, der kommt nich umhin sich zu fragen:
    Welchen Nutzen / Schaden ziehe ich aus solch ( religiösen ) Denkmodellen?
    Was bedeutet Glaube für meine Persönlichkeitsentwicklung?

    Schöne guten Morgen Grüße,
    Jay

  12. 12

    @Jay: Ich habe ihn nicht in die „Märchenschublade“ gesteckt, das hast du getan. Ich habe ihn lediglich in einem Atemzug mit einigen anderen Wesen aufgezählt, an die (zu) viele Menschen nicht glauben.
    Was deine „tiefenpsychologische Erklärung“ angeht, kann von tiefenpsychologisch keine Rede sein, da gerade in diesem Bereich der Psychologie ein starker Individualcharakter herrscht und Begrifflichkeiten wie „der Mensch“ als Allgemeinschublade nicht verwendet werden (können). Davon abgesehen mag es stimmen, dass „der Mensch“ sich nach einfachen Lösungen und Antworten sehnt, ja, wo er diese sucht ist aber natürlich seine Angelegenheit. Der Schluss „Gott macht ihr Leben besser“ ist in meinen Augen fragwürdig, macht wirklich Gott das Leben eines Gläubigen besser? Macht nicht eher der Gläubige sein Leben selbst besser und schreibt diese Besserung Gott zu?
    Ich denke, dass du tatsächlich Recht damit hast, dass religiöse Denkmodelle einen Schaden anrichten können und zwar dann, wenn der Kollektivcharakter ins Spiel kommt, die Kirche, die Glaubensgemeinschaft. Sowas macht mir immer ein wenig Angst. Ich konnte nie verstehen, wieso Menschen in die Kirche rennen und zusammen .. „glauben“.
    Was Glaube für deine Persönlichkeitsentwicklung bedeutet, kann ich dir nicht sagen, aber generell .. ist Glaube nicht auch eine Art der Interaktion? Und könnte sich eine Persönlichkeit entwickeln, ohne, dass vorher Erfahrungen gemacht wurden, die durch die Interaktion mit anderen Menschen/Wesen zustande kamen?

  13. 13
    Nicklas

    @Hannah: Ich finde die Diskussion auch müßig und sinnfrei.
    Aber über die Konsequenzen, die jemand aus seinem Glauben zieht, kann man wieder trefflich diskutieren.
    Ob jemand nämlich z.B. diesen riesigen patriarchal-hierarchischen Apparat namens Kirche wegen seines Glaubens an Gott toll findet, der sehr erfolgreich dabei ist, vielen Menschen das Leben im Namen des Lebens zu versauen.

  14. 14

    Resultat:

    Macht doch was ihr wollt.

    Alles andere wird sich ergeben.

    Kostenfreie SMS
    AOL Server
    Smart Surfer

    http://www.charts-surfer.de/musikcharts1024.htm

  15. 15

    Wann kapieren die Menschen,dass es keinen Gott gibt.Denn hat es nie gegeben.Seht euch doch mal in der Weltgeschichte um.Das ist wohl eine eindeutige Sache.

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