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Google-CEO Eric Schmidt: „We’re not trying to design the future. We’re trying to invent it along the way.“

Es ist eine durchaus unterhaltsame Dreiviertelstunde, die man nach dem Klick begutachten kann, sobald man die ersten, furchtbar gekünstelten Minuten überwunden hat. Google-Chef Eric Schmidt steht dabei vor 5.000 Fachbesuchern der diesjährigen Gartner ITxpo in Orlando zwei leitenden Gartner-Analysten Rede und Antwort.

Wohlgemerkt: Wir sehen kein journalistisches Interview, sondern ein Fachgespräch auf einer Konferenz für CIOs und andere IT-Entscheider. Es geht in erster Linie um Googles Strategien in Sachen Enterprise-Expansion, also der Nutzung von Google-Produkten in größeren Unternehmen. Wer jemals hierzulande ein ähnliches Fachgespräch erlebt hat und dabei nicht eingeschlafen ist, weiß es zu schätzen, wie sich Eric Schmidt präsentiert. Denn auch, wenn der ein oder andere Satz zu Themen wie Gmail, Google Wave, Twitter, Facebook, Netbooks und dem Netz generell interessant ist, bleibt das gesamte Auftreten, die Haltung Schmidts das, was an dem Video fasziniert: Frei von Überheblichkeit unterbricht und korrigiert er die beiden Fragenden immer wieder und lässt sie mit ihrem Analysten-Denken im Regen stehen. Während die Gartner-Angestellten auf Quartalszahlen und Gewinnverteilungen eingehen wollen, kontert Schmidt gelassen mit „So denken wir bei Google nicht“ und präsentiert gekonnt seine Visionen für die kommenden fünf Jahre.

Auf wichtige Themen wie Datensicherheit beim Cloud-Computing geht Schmidt wenig ein (wird danach aber auch nicht weiter gefragt), gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsstandards für den Datenaustausch innerhalb bestimmter Branchen überlässt Google Drittanbietern, für die er vielfältige Geschäftsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Google-Applikationen und deren APIs sieht. Immerhin verspricht er mit Nachdruck die komplette Verfügbarkeit aller Daten für den Kunden bspw. bei einem Wechsel des Dienstleisters („We will not trap user data“) und berichtet augenzwinkernd von der Google-internen, „poorly named“ Data Liberation Front.

Die meisten Aussagen von Eric Schmidt werden niemanden groß überraschen, der die Branche verfolgt: Es geht weiter in die Wolke, klar, und Googles Haupteinnahmequelle wird wohl noch lange Zeit die Werbung sein, selbst wenn das 50-Dollar-pro-Kopf-und-Jahr-Modell für Unternehmen anscheinend ziemlich gut funktioniert. Dass sich das Internet innerhalb der nächsten fünf Jahre rapide verändern wird („Five years from now, the internet will be more non-english than english. It will be chinese“) kann man zwar wissen, muss es aber vor der versammelten Entscheiderschaft auch erstmal deutlich sagen. Und natürlich gibt es auch genügend Marketing-Blah.

Doch neben diesen Nichtsensationen zeigt Schmidt durch seine verhaltnismäßig klare Sprache einen Typ CEO, den man in den vielen anderen Unternehmen vergeblich sucht. Und nicht zuletzt machen seine Sätze zum Google-Betriebssystem Chrome OS einmal mehr deutlich: Microsoft ist sowas von tot. Und, das meine ich überhaupt nicht hämisch, jedes aufgeregte Bashing ist also völlig fehl am Platz: Diverse Linux-Distributionen unter Umständen auch.

Was die große Frage übrig lässt, die uns in den nächsten Jahren sicher nicht weniger beschäftigen wird: Wie gesund, wie gut für Markt, Nutzer und Gesellschaft kann ein derartiges Quasi-Monopol wie das von Google sein? Wieviel Kontrolle braucht es (braucht es?), welche Risiken ergeben sich?

Obwohl es noch möglich ist, als Internet-Nutzer Google zu meiden, wird dies immer schwieriger, zumal einige Dienste tatsächlich überzeugen und Schmidts Worte „You don’t build brands by advertising a lot. You build brands customer by customer“ unterstreichen. Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem man kaum noch die Wahl hat, eine Situation, die durch Microsoft bekannt ist.

Vielleicht aber ist dieser Vergleich genau derjenige, der einen Teil der Antworten mit sich bringt. Denn auch Monopole können kippen, wenn jemand kommt, der etwas besser macht, oder die Nutzer aus anderen Gründen die Nase voll haben.

30 Kommentare

  1. 01
    Dirk

    Indem du schreibst „Microsoft ist sowas von tot“, bescheinigst du dir selber, keinerlei Ahnung von diesem Thema zu haben. Solche Artikel solltest du eventuell lieber Menschen überlassen, die einen Überblick über den Markt haben.
    Microsoft macht sein Geld nicht über Betriebssysteme, die auf leistungsschwachen Netbooks laufen, also den Markt, für den Chrome OS entwickelt wird.
    Microsofts Haupteinnahmequelle sind die Unternhemen, und da laufen eben MS Betriebssysteme und Anwendungen auf Servern und Clients.
    Schau in die großen Banken, Sparkassen, Finanzdienstleister, Verwaltungen, überall läuft dort MS, und nicht nur dort. MS Server, SQL Server, Exchange, BizTalk, System Center, Sharepoint, usw. sind die Produkte, um dies es dort geht. Nebenbei fallen dann auch noch Betriebssysteme wie XP oder nun Windows 7 für die Hundertausenden von Clients ab. Auch den Industriestandard Office darf man dabei natürlich nicht vergessen. Auch in den großen Softwareentwicklungsfirmen arbeitet man mit Microsoft, und entwickelt dafür.
    Gerade aktuell kenne ich alleine ich so einige große Unternehmen, die gerade erst auf die MS Schiene im großen Stil aufspringen, indem sie Lotus Domino durch Exchange ersetzen. Ein MS Active Directory ist für solche große Firmen der Grundstein für alle weiteren Anwendungen.

    Die Behauptung „Microsoft ist sowas von tot“, ist völliger Blödsinn und wahrscheinlich aus der Sicht eines kleinen Anwenders, der lediglich 2 -3 Rechner bedient. Nur weil man selber und die meisten Bekannten Apple Hardware im Einsatz hat, sollte man sich nicht zu solchen ahnungslosen Behauptungen hinreisen lassen.
    Schau mal dort hin, wo das große Geld umgesetzt wird, in die oben genannten Unternehmen, dort spielt Apple überhaupt keine Rolle, weil man seine Rechner dort für etwas mehr benutzt, als im Internet zu surfen. Zum Beispiel zum Entwickeln von Client und hauptsächlich Serveranwendungen.

    Bei einer IT Umgebung in großen und auch kleineren Unternehmen, muss sich jeder Client und jeder Server in eine vorhandene Infrastruktur integrieren, um Prozesse wie Authentifizierung, Wartung, Softwareverteilung, Überwachung, Patchen, usw. zu gewährleisten. Das alles funktiniert wunderbar in einer Servergestützten MS Umgebung. Du sprichst hier aber aus einer Sicht eines kleinen Lichtes, also eines Einzellanwenders. Das sind zwei völlig unterschiedliche Welten, die nichts miteinander zu tun haben.

  2. 02

    @Dirk: dem kann ich nur zustimmen.

  3. 03
    Mister t

    @Dirk: Hab ich mir auch gerade beim Lesen gedacht. Eigentlich müsste sich da eher Apple Sorgen um die Notebooksparte machen. Chrome OS ist vermutlich mittekompatibel sexy und damit perfekt für die manikürten Finger geeignet, die normalerweise über i- und Airbooks gleiten und die Kaufentscheidung eher nach Lifestyle- denn nach Leistungsgesichtspunkten fällen (bzw. bestimmte Leistungsgesichtspunkte außer acht lassen können).

    Die Qualität des Artikels würde ich jetzt aber nicht an diesen drei Zeilen festmachen. Auf der anderen Seite ist er ja angenehm nerdsprechfrei und als Begleittext für den Link nicht uninformativ. Ist halt Spreeblick und nicht Chip.de.

  4. 04
    jens

    Warum wandeln sich digitale Produkte scheinbar immer zu Monopolen?

  5. 05

    Hoppla, ich hatte erwartet, dass „du hast keine Ahnung“ zuerst aus der Linux-Ecke kommt. :)

    @Dirk: Hast du dir das Video angesehen?

    Natürlich gibt es viele serverseitige MS-Anwendungen, die Google oder auch Lunix-basierte Systeme (noch) nicht ersetzen kann. Den Umstieg in einzelnen Kommunikationsbereichen geht Google jedoch bereits an und könnte damit z.B. das Thema Exchange u.U. schnell ins Wanken bringen. Letztendlich galt Lotus auch mal als das Non-plus-ultra der Unternehmenskommunikation und nun wird gewechselt.

    Gaubst du, dass es in 10 Jahren noch Unternehmen geben wird, die Lotus einsetzen? Okay, schwere Frage, könnte ja sein dass IBM nochmal einen ganz anderen Weg damit einschlägt, aber was ich sagen will, ist: So sicher, wie du in Sachen MS klingst, wäre ich nicht.

    Klar. Der Satz „MS ist sowas von tot“ ist reichlich weit aus dem Fenster gelehnt. Hat aber Spaß gemacht zu tippen.

  6. 06
    peter h aus b

    @Dirk,2,3

    Interview gehört/gesehen? Nein? Ach so..

    Und wurde irgendwo in dem Artikel die Firma Apple erwähnt? Auch nein? Ach so..

  7. 07

    @Johnny Haeusler: Klar wird Lotus in 10 Jahren noch eingesetzt.

    Was glaubst du, wie oft Unternehmen in den Bereichen, die Dirk angesprochen hat, ihre komplette Infrastruktur austauschen? Wir haben Kunden, bei denen laufen 15 Jahre alte Office-Varianten – und die sehen keinen Grund, zu wechseln.

    Deutschland ist, denke ich, aufgrund der Struktur der Unternehmen (sprich: vergleichsweise sehr hoher Anteil an Mittelstandsunternehmen) sogar eher dafür prädestiniert, schwer durchdringbar (aus Sicht von Softwareherstellern) zu sein. Mit Ausnahme einiger Branchen, die sich selbst mehr oder weniger direkt mit Software befassen.

    Und übrigens, der Satz „MS ist sowas von tot“ hat auch Spaß gemacht zu lesen. Gut geschriebener Artikel.

  8. 08
    Dirk

    @Johnny Haeusler: Lotus gilt auch immer noch in vielen Unternhemen als das Non-plus-ultra, z.B. im Sparkassenbereich, der ein riesiger Softwaremarkt ist. Das liegt ganz einfach daran, dass Lotus Domino nicht in erster Linie ein Mailsystem ist (dafür wäre es viel zu teuer), sondern ein Datenbanksystem auf dem sehr viele Anwendungen sehr kostengünstig genutzt werden können. Die Unternehmensübergreifende Replikation solcher Anwendungen ist darüber hinaus immer noch ein gutes Argument und funktioniert sehr gut.
    Aber: Die Anwender sind diejenigen die Lotus Notes nicht mehr nutzen wollen, weil es einfach ziemlich kompliziert ist und sich nicht wie bekannte MS Standardsoftware bedienen lässt. Trotzdem kann man damit wirklich fast alles machen. Wenn man ohnehin Lizenzen dafür hat, kann man damit sehr viele Workflow Prozesse sehr kostengünstig abwickeln.
    Wer Lotus aber als reines Mailsystem nutzt, hat bei der Anschaffung etwas falsch gemacht und Geld zum Fenster heraus geschmissen, solche Unternehmen steigen jetzt gerne um, auch weil sie vielleicht irgendwann mal die letzte Lotus Anwendung zu einer Webanwendung portiert haben, was ja im moment sehr in ist.

    Im Unternehmen wird Google Exchange nicht ins wanken bringen, weil kein deutsches Unternehmen aus den oben genannten Bereichen seine geschäftskritischen Mails einem amerikanischem Unternehmen, welches sein Geld mit Werbung verdient, anvertrauen wird. Das verbieten in vielen Fällen schon die Sicherheitsrichtlinien. Da darfst du noch nicht mal Mails per Regel irgendwo ins Internet weiterleiten, aus gutem Grund.

    Ob in 10 Jahren noch Unternehmen Lotus Domino einsetzen werden? IBM als nicht ganz kleines Unternehmen bestimmt, sofern es das Produkt noch gibt. Auch die Bundeswehr, Banken, usw. werden ihre Mails nicht Google übergeben, da kannst du sicher sein. Überall dort wo Mails geschäftskritische Daten beinhalten, wird Google nicht mitspielen dürfen.

    Was Microsoft angeht: Auch hier ist kein Wechsel erkennbar. Wenn du im Unternehmen Linux als Server OS einsetzt, sparst du gegenüber MS Volumenverträge kein Geld, denn du bezahlst für die Wartungsverträge, das weiß ich aus eigener Erfahrung.
    Ich glaube nicht, dass MS als Platzhirsch plötzlich mit seiner Entwicklung stehen bleiben wird und keine neuen Produkte mehr auf den Markt bringen wird. Im gegenteil, zurzeit sind die Updatezyklen sogar fast zu schnell. In einem Unternehmen kannst du ja nicht alle 2 Jahre die ganze Hardware neu installieren.

    Also, Microsoft tot, so wie du schriebst? Auf keinen Fall, das Gegenteil ist der Fall. Insbesondere dann, wenn man mal über seinen eigenen kleinen Desktop hinausschaut. Microsoft und Google begegnen sich im Unternehmen nicht mal. Es gibt kein einziges Googleprodukt, welches irgendein MS Produkt im Unternehmen ersetzen könnte.
    Spontan würde mir für ein Google Produkt im Unternehmen lediglich eine Suchappliance einfallen. Aber auch eine solche Appliance haben die wenigstens deutschen Unternhemen im Einsatz, ich kenne kein einziges. Obwohl die Dinger durchaus sehr praktisch sind.

  9. 09
    stefanx

    kurzer einwurf aus einem mittel-großen unternehmen: in allen firmen in denen ich bislang gearbeitet habe und in denen die admins ahnung hatten, hat kein mensch bei servern ms eingesetzt. bei desktopsystemen mag das anders sein, aber auch da kommt mehr und mehr eine mischung rein. das sieht bei weniger it-lastigen unternehmen sicher noch anders aus, aber die zeit spielt vom gefühl her eindeutig gegen ms.

    >> Es gibt kein einziges Googleprodukt, welches irgendein MS Produkt im Unternehmen ersetzen könnte.

    hängt ganz von der unternehmensgröße und von der definition von unternehmen ab. in freelancer-netzwerken werden google docs & co durchaus genutzt. und diese wachsen schneller als siemens & co leute entlassen..

  10. 10
    Dirk

    Was man vielleicht noch ergänzend hinzufügen könnte:
    Die meisten Unternehmen haben im Prinzip für jeden Client eine MS Office Version. Nun könnte man ja denken, dass in diesem Bereich Google etwas Boden wettmachen könnte, weil sie ja Google Docs anbieten. Wird aber auch nicht genutzt, weil im Unternehmen nicht benutzbar.
    Der Office Bereich ist der einzige Bereich, in dem dem Lotus derzeit Boden gutmachen könnte, da in den Lotus Notes Client ein Office integriert wurde. Dieses Office heißt Symphony und ist im Prinzip ein Open Office.
    Wenn ein Unternhemen also Lotus Notes einsetzt und Geld sparen möchte, können sie dieses kostenlose Symphony nutzen, sofern man das im Unternhemen abbilden kann. Denn Office Prof. Lizenzen sind nicht gerade ein Schnäppchen.
    Also auch in diesem Bereich ist Google kein Matchwinner.

  11. 11
    Dirk

    @stefanx: Du kanst in meinem Kommentar lesen, dass ich nicht von Freelancer Netzwerken spreche, sondern von großen und mittelständischen Unternehmen.
    Dein Kommentar mit der Ahnung und Microsoft muss ich leider auch zurückweisen. Das hat nichts mit Ahnung zu tun, sondern von viel mehr mit Anforderungen.

  12. 12

    Wir sollten die Debatte vielleicht auf Wiedervorlage legen und alle 5 Jahre einen Realitätsabgleich machen. *Ich* kann mir ja Fehleinschätzungen leisten, ich verwalte keine IT-Etats. Weiß nicht, wie das bei euch ist „¦ ;)

  13. 13
    Dirk

    @Johnny Haeusler: Ich verwalte auch keine IT Etats, bin aber als externer Berater jeden Tag in Unternhemen unterwegs und habe gute Einblicke in diese Strukturen, und auch in solche IT Etats.
    Was ich sagen wollte ist, dass ein Privatanwender wie du sehr unglaubwürdig wirkt, wenn er aufgrund eines Videos eines Google CEOs einfach mal so dahermeint, dass MS tot sei.
    Der MS Markt ist sehr groß und deckt sehr viele Gebiete ab, da kann Google nicht mithalten, und das wollen sie auch gar nicht. MS und Goolge bedienen völlig unterschiedliche Märkte und begegnen sich höchstens im Consumerbereich auf den kleinen Desktops, bei Handys und eben im Internet.
    Die eigentliche MS Stärke wird aber dort nicht abgebildet.

    Du hättest genauso gut ein Video von Steve Ballmer zeigen können, in dem er über Bing referiert und darunter schreiben können: Google ist tot. Das wäre ähnlicher Blödsinn gewesen.

  14. 14

    @Dirk: Jaja, aber nochmal: Hast du das Video gesehen?

  15. 15
    Mister t

    @Mister t: Auf der anderen Seite ist er ja angenehm nerdsprechfrei…

  16. 16
    Dirk

    @Johnny Haeusler: Was bedeutet jaja nochmal genau? ;-)
    Wie auch immer, ja ich habe das Video gesehen. Und nun? Microsoft immer noch sowas von tot? Toller Typ der Eric Schmidt? Google löst in 5 Jahren Exchange, MS Server und alle MS Desktop Betriebssysteme ab?

  17. 17

    @Dirk: hast du dir das Video angeguckt?

    Der Witz ist ja grade, das Google gezielt (große) Unternehmen anspricht, und versucht sie zur Migration auf Google Apps zu bewegen. Und anscheinend sind sie dabei auch relativ erfolgreich. Ich kenne Unternehmen mit mehreren hundert Mitarbeitern, die dahin abgewandert sind.

    Laut Video ersetzt das Unternehmen Kosten von mehreren tausend Euro pro Jahr und MA für ihre Windows-Umgebung durch 50 €. Das ist sicherlich nicht die komplette Rechnung, aber auf jeden Fall kein Unsinn.

    Wenn man jetzt noch annimmt, dass man die Anwender auf Netbooks migriert, was bei Server-basierten Anwendungen in vielen Fällen tatsächlich möglich sein könnte, dann sparen eben jene großen Unternehmen massiv Geld. Und über kurz oder lang werden sie sich dem nicht entziehen können, sonst ziehen ihre Wettbewerber an ihnen vorbei.

    Übrigens hat Google diverse APIs um lokale Anwendungen in die Infrastruktur einzubinden.

    Welche riesigen Unternehmen Clients bzw Serveranwendungen für die MS Infrastruktur entwickeln würde mich übrigens interessieren. Soweit ich das überblick wandert in den letzten ca 5 Jahren alles ins Web, bei dem es irgendwie vertretbar/technisch möglich ist, weil die Firmen aus dem MS-Ghetto raus wollen und das Web als Entwicklungsplattform erheblich attraktiver ist. Es gibt zwar noch legacy und sicher einige, bei denen die Nachricht noch nicht angekommen ist – aber die Masse baut Webanwendungen, und die meisten ohne MS-Technologiestack.

    Insofern würde ich nicht sagen das „Microsoft so was von tot“ ist, aber es gibt auf jeden Fall plausible Konkurrenz. Was ja mal nett wäre, schließlich sieht man in der Preisgestaltung deutlich MS‘ bisherige Monopolstellung.

  18. 18

    @Dirk: In diesem Fall bedeutet „jaja“ dass ich dich schon verstanden habe und du deinen Punkt mehrfach rübergebracht hast. ;)

    Warum ich auf das Video beharre? Weil es darin genau darum geht „¦ aber das jetzt @Martin Probst: schon geschrieben.

    Ärgert dich mein MS-Satz so sehr oder glaubst du tatsächlich nicht, dass Google eine ernsthafte Konkurrenz für MS in Unternehmen werden kann? Es geht mir nicht um blödes MS-Gebashe, wirklich nicht, auch wenn der Satz danach aussieht. Und es ist auch nicht so, dass ich das supertoll fänd, wenn Google noch mächtiger würde. Doch sie gehen in diesen Markt, sie sind erst am Anfang und betrachtet man, was sie im Consumerbereich in kürzester Zeit erreicht haben, halte ich diese Pläne auch für dich als Berater zumindest für sehr interessant. Einfach zu behaupten, das ginge alles nicht, hat schon anderen das Genick gebrochen.

    Du magst den Satz scheiße finden: Okay. Aber blindes Vertrauen in die Stellung von MS in Unternehmen (und übrigens auch von IBM — es passiert zwar viel, aber die Wendigkeit und Flexibilität von Google scheint für Unternehmen wie IBM schwer machbar zu sein) halte ich auch für zwiespältig.

    Speziell der Satz „we won’t trap your data“ wird viele Unternehmen aufhorchen lassen. Hier bin ich nicht firm genug, aber soweit ich mich erinnere, waren gerade die Sparkassen noch mit CP/M verheiratet, als andere schon längst mit Windows operierten. Nun haben viele ein ähnliches Problem mit MS: Sie sind Gefangene.

    Es gibt bereits viele Mittelständler, die aus Kostengründen zu Linux-Systemen wechseln, da aber auch das nicht immer ganz einfach ist (wird es auch bei Google nicht sein, klar) und beachtet man die generelle Kraft und Stellung von Google, kann Google durchaus Chancen in diesem Markt haben, zumal man persönliche Ansprechpartner in Aussicht stellt, ein bisheriger Kritikpunkt an Google-Produkten in Unternehmen.

    Ich verstehe Schmidts Äußerungen klar als Kampfansage an MS. Diese Ansage als IT-Berater als Blödsinn abzuhaken, ist zumindest „¦ mutig.

  19. 19
    Dirk

    @Martin Probst: Namen von Firmen möchte ich an dieser Stelle nicht nennen, aber ich kenne in der von mir genannten Größenordnung keine Anwendungsentwickler, die nicht für und mit MS entwickeln. Klar machen die hauptsächlich Webanwendungen und Portale, aber dahinter hängen fast immer SQL Server und nicht nur das, auch die Authentifizierung läuft trotz Webanwendung über ein Active Directory, von, du hast es erraten, Microsoft.

    Außerdem werden die meisten dieser Anwendungen auch für den IE zertifiziert. Auch bei den ganzen Datawarehouse und objektorientierten Anwendungen ist immer MS mit im Boot. Der SQL ist da ein Riesenthema.
    Im Übrigen wandert dort gar nichts ins Web, wie du schreibst, sondern lediglich ins Intranet. Alles andere dürfen die gar nicht, was auch der Grund dafür ist, Google Webanwendungen nicht zu benutzen.

    Anwender werden auch nicht auf Netbooks migriert, warum auch? Die Kosten für das OS wären die gleichen. Du musst dich ja gegenüber einer Domäne authentifizieren, also kannst du dort nicht mit einer Starter oder Home Edition arbeiten, die kann das nämlich nicht.
    Im Clientbereich ist dort wo nichts entwickelt werden muss immer noch Citrix die erste Wahl, und Desktopvirtualisierung ist im kommen. Aber nicht von Google.

    Wie gesagt, ich spreche von großen und mittelgroßen Unternehmen. Wenn du jetzt der Inhaber und Geschäftsführer einer kleineren Firma bist, und dir keine große IT Umgebung leisten kannst oder willst, und du darüber hinaus nur für dich alleine verantwortlich bist, du keine jährliche Revision im Hause hast, du keine IT Security Verträge mit deinen Kunden abgeschlossen hast, du keine Reaktionszeiten für Geschäftskritische Anwendungen einhalten musst, sprich wenn du alle Entscheidungen selber treffen kannst und niemand gegenüber verantwortlich bist, dann kannst du natürlich solche Google Produkte einsetzen. Würde ich dann auch machen, weil es praktisch und günstig ist.
    Solche Fälle gibt es bestimmt, ich kenne persönlich aber keine.

  20. 20
    Dirk

    @Johnny Haeusler: Ach weißt du, ich kann nur für die Unternehmen sprechen, die ich kenne. Das sind aber eine ganze Menge und vor allem sind das Unternehmen wie z.B. Sparkassen, die alle einen IT Dienstleister haben, der die Produkte entwickelt, hostet und somit die Regeln bestimmt.

    Ich habe gar nichts gegen Google, im Gegenteil, ich nutze die Produkte selber sehr gerne privat. Aber zumindest in deutschen Unternehmen ist das alles sehr, sehr kompliziert, wie so vieles in Deutschland.
    Natürlich sind diese Pläne interessant, aber eben nur für bestimmte Unternehmen, die selbstbestimmt arbeiten können. Das sind aber nicht die ganz großen. Für viele kleine ist das aber durchaus interessant, besonders im Mailbereich, eigentlich sogar nur dort.

    Auf dein Beispiel mit Linux bin ich ja auch schon eingegangen, das ist in großen Unternehmen nicht günstiger (falls doch dann nur marginal) als Microsoft, ist also überhaupt kein Kostenpunkt. Wenn ein Webserver benötigt wird, dann wird so ein Linux gerne aus technischen Aspekten genommen, aber nicht aus Kostengründen. Unterschätze aber nicht, wie das so viele tun, die Webserver von MS. Sogar die von Lotus Domino werden für Notes Anwendungen immer noch genutzt.

    Wo siehst du denn Potential für Google? Welche konkreten Google Produkte könnten denn in Unternehmen MS Produkte ablösen? Diese Überlegung bitte auch unter Gesichtspunkten von Revisionen, Datenschutzbestimmungen und Geheimhaltungsklauseln anstellen. Und dann gibt es ja auch noch Empfehlungen, z.B. vom BSI.

    Kampfansagen haben wir schon sehr viele gehört, in allen Bereichen. Meistens blieb es aber bei den Ansagen.

    Ich bin übrigens kein Microsoftler, sondern nur unabhängiger Berater, der Projekte begleitet. Die Plattform ist dabei egal. Alles was zählt sind die spezifischen Anforderungen eines einzelnen Projekts.

  21. 21

    @Dirk: Ich meine das wirklich nicht ironisch: Mal sehen. Die Zukunft vorhersehen können wir ja beide nicht.

    Ich lasse mir meine Sätze dann in 10 Jahren um die Ohren hauen. Oder du dir deine. Abgemacht? :)

  22. 22
    Dirk

    @Johnny Haeusler: Nein, die Zukunft können wir beide nicht voraussehen, aber ich wusste nicht, dass du in 10 Jahrezyklen denkst. Das sind, umgerechnet in IT, Ewigkeiten ;-)

    Abgemacht, wenn wir dann alle chinesisch gelernt haben um noch relevante Blogs lesen und schreiben zu können, können wir uns dann gerne erneut unterhalten, um zu schauen, inwieweit Erics Bestrebungen zum Erfolg geführt haben. Ich lasse mich dann sehr gerne eines besseren belehren, so ist das nicht. Wichtig ist, für Neues offen zu bleiben.

  23. 23
    Kommentator

    Moin,
    ich will garnicht groß in die Debatte einsteigen, und ich halte mich aus besten Gründen zurück, was Prognosen angeht, aber . . .
    Lass uns über Kohle reden. Zitat Dirk aus (19): „[…]Du musst dich ja gegenüber einer Domäne authentifizieren, also kannst du dort nicht mit einer Starter oder Home Edition arbeiten, die kann das nämlich nicht.[…]“
    Tja: Wieso kann die „Starter Edition“ das nicht? Wieso muss ein Kunde die teuren Lizenzen kaufen, nur um sich damit wegen eines (oder eines anderen) Nutzens an MS zu binden? Geht das nicht auch billiger?
    Die meisten Entscheidungen werden nicht über den Geldbeutel gefällt, das weiß jeder BWLer im 2. Semester – aber wenn man lange genug finanzielle Vorteile unter die Nase gerieben bekommt, fängt man doch an, nachzudenken.
    Ich denke, da ist der Ansatz von Google, die „Welt“ aufzurollen. Google reibt sich jedermann und -frau sehr oft unter die Nase, behaupte ich. Sogar sehr gerne, sehr freiwillig und vorerst sehr kostenfrei. Und irgendwann werden auch die ITler umkippen. Oder dazu, unfreiwillig, gezwungen werden, gerade von den Entscheidern und deren Apple-schick-findenden Vorgesetzten… :)

  24. 24

    @Dirk: wenn du von Sparkassen sprichst: klar, solche Unternehmen schaffen es konsequent immer veraltet zu sein, egal welche technische Entwicklung sie grade verschlafen ;-)

    Aber im Ernst: momentan haben viele Unternehmen in der Tat einen Lock In zu Microsoft, weil sie komplett auf deren Infrastruktur, insbesondere ActiveDirectory & Co gesetzt haben. Daran haben viele aber keinen besonderen Spaß mehr – es ist teuer, und in vielen Bereichen sind die Lösungen nicht besonders hübsch.

    Was ich mit Netbooks & Co sagen wollte: ich kann mir absolut vorstellen, dass sich Firmen aus dem AD, MS Office, … Bereich komplett verabschieden. Alle Admins schwärmen immer von den tollen Policys die sie zentral im ActiveDirectory setzen können, aber braucht man das wirklich? Wozu betreiben Firmen eigentlich diese ganze IT Infrastruktur, und auch noch In-House?

    Google hat durchaus Lösungen, die mit Microsoft konkurrieren können. Die Kombination aus Google Mail, Calendar & Chat kann zwar sicher nicht alles, was Exchange jemals konnte, aber es deckt die 80% ab, die wirklich benötigt werden. Dazu kommt der problemlose universale Webzugriff, bessere Anwendungsoberflächen und die Kostenfrage.

    MS Office wird sicherlich noch lange weiterleben, schlicht und ergreifend weil es ein gutes Produkt ist, und die Konkurrenz kein Vergleich. Aber für die 60% der Anwender die eigentlich keine perfekten Formbriefe schreiben müssen, sondern nur hin und wieder ein Memo runtertrippen reichen die Webanwendungen.

    Ich denke da könnte sich einiges bewegen, und ich wäre sehr froh darüber. Microsoft ist gut im Aufholen/Nachamen/Einholen, aber wenn sie den Markt dann einmal besitzen hören sie schlagartig auf, sich zu verbessern. Konkurrenz kann da nur helfen.

  25. 25

    Vielleicht solltet Ihr ganzen „IT-Experten“ (ich dachte die tummeln sich alle in den Heise Foren?) mal ueber den Deutschen Tellerrand hinausblicken?

    Da werdet Ihr dann naemlich auf einmal ganz schnell fuendig:

    City of Angels to Give Cloud Computing a Go (Los Angeles City Council, 30,000 Mitarbeiter, also nicht gerade klein, will auf Google Apps umstellen).

    AFP: French police deal blow to Microsoft (Die franzoesische Gendarmerie (?) mit 70,000 Desktops wechselt von MS zu Linux. Und das ist wohl nicht die einzige Behoerde in Frankreich).

    Nur mal so als ein paar Beispiele. Wahrscheinlich wird MS in 5 Jahren noch nicht tot sein, aber Sorgen machen die sich bestimmt schon einige mehr als noch vor nur ein paar Jahren.

  26. 26
    Dirk

    @Martin Probst: Es sind nicht nur Sparkassen, die ganze Finanzindustrie tickt da sehr ähnlich.

    Wofür man AD, Policys, sprich Verwaltung braucht? Weil du nun mal eine zentrale Verwaltung und Steuerung brauchst, wenn du ein Netz mit Tausenden von Clients betreibst.
    Das fängt mit der sicheren Authentifizierung an, geht über automatische Softwareverteilung, der Zuweisung von Ressourcen, über die komplette Steuerung vom Netz und Einstellungen.

    Stell dir nur mal den absolut einfachen Fall vor, dass du innerhalb einer Firma mit 1000 Mitarbeitern den Proxyserver wechselst, so was kommt vor. Nun müsstest du als Admin zu jedem einzelnen Client marschieren, um in den Browsern den Proxyeintrag händisch zu ändern. Innerhalb eines AD änderst du das nur in der Policy, und schon wird das an alle Teilnehmer verteilt. Genauso wie die Zuweisungen von Netzlaufwerken, Einstellungen in der Registry, Ausnahmen vom Proxy für Intranetzugriffe, usw, usw.
    Ohne ein AD geht gar nichts. Ein großes Netz kann man nicht ohne Verzeichnisdienste wie AD administrieren und betreiben. Google hat dafür keine Lösungen, das ist nicht deren Markt.

    Was Office angeht, kommt auf die Verwendung an. Viele Skripte füllen ganze Excel Tabellen automatisch mit Daten vom SQL Server, Excel wird für viel mehr als für Tabellenkalkulation eingesetzt, so wie die meisten sie kennen. Auch da kann Google nicht mithalten. Google Docs reicht für den ganz einfachen Anwendungsfall für zu Hause, aber selbst mir reicht deren Kalkulation schon nicht mehr.

    Ich kann nicht zustimmen, wenn du schreibst, dass MS sich nicht mehr verbessern würde, wenn sie einmal einen Markt haben, Ich finde eher, dass MS dazu tendiert sich zu viel und zu ambitioniert in zu kurzen Abständen versucht zu verbessern. Keine Firma kommt mit deren ständigen Updates und neuen Versionen hinterher, dass ist meist gar nicht mehr administrierbar. Und auch meist nicht nötig.

    Was den Preis von MS Produkten angeht, auch hier finde ich, dass der nicht übermäßig hoch ist. Durch die Volumenlizenzen kommt MS den großen Unternehmen sehr entgegen. Klar, kein vergleich zu Google, denn da würde man zusätzlich noch Manpower und Hardware sparen.

    Ich kann mich da nur wiederholen, es heerschen zum Teil, und das absolut zu recht, so hohe Sicherheitsanforderungen innerhalb der Unternehmen, dass es selbst beim besten Willen nicht erlaubt wäre, solche geschäftskritischen Daten an ein Fremdunternehmen wie Google heraus zu geben. Das ist einer der Hauptpunkte.
    Mag ja sein, dass sich das alles irgendwann mal ändert, dass man völlig bedenkenlos seine geschäftskritischen Daten Google anvertrauen kann, aber ehrlich gesagt sehe ich das noch nicht.
    Heute wird doch jedes einzelne Sicherheitsloch von so mickrigen Web VZ Anwendungen in der Presse auseinandergenommen, die freuen sich ja regelrecht darüber. Jetzt stell dir mal vor, dass die Kontodaten von Millionen von Bankkunden irgendwo veröffentlicht würden, da könnten dann ganze Unternehmen direkt dicht machen.
    Von daher darf man nicht immer nur fordern, dass die Daten geschützt werden sollen, um im nächsten Schritt dafür zu plädieren, diese Daten einer ausländischen Firma und dem Internet anzuvertrauen. Diese ganze Cloudgeschichte ist zumindest derzeit, noch nichts für Firmen mit geschäftskritischen Daten. Und das ist gut so.

    Selbst viele privaten Poweruser machen sich ja schon kritische Gedanken zur immer weiter zunehmenden Nutzung von Google. Ich weiß ehrlich gesagt nicht was passieren müsste, damit man als Firma eines großen Kalibers Google seine Daten bedenkenlos anvertrauen könnte. Was nicht heißen soll, dass so etwas nie passieren wird. Nie gibt es natürlich nicht.

    @Kommentator: Du fragst warum ein User teure Lizenzen kaufen muss, um sich an einer Domäne anzumelden. Das kann und sollte man umgekehrt sehen, warum sollte ein Heimanwender diese Funktionalität bezahlen, wenn er sie doch gar nicht braucht. Ich finde diese Preispolitik gut, immerhin bekommst du eine Windows 7 Home Premium für 70 — 80 Euro, wenn du mal überlegst, wie viele Jahre du ein solches Betriebssystem jeden Tag viele Stunden nutzt, ist das doch total günstig.
    Wenn ich als Unternehmen heute bei FSC, Dell oder HP meine Clients kaufe, dann ist, wenn ich möchte, im Preis schon eine Prof. Lizenz enthalten, mit der ich innerhalb der Domäne arbeiten kann. Die Clientkosten merkst du also fast gar nicht. Du brauchst nur noch eine Clientzugriffslizenz, und das war es. Ähnlich wie wenn du dir privat einen Rechner mit einer OEM Version kaufst, den Preis für das OS realisierst du dort fast nicht.

    Die meisten Netze sind heute sowieso heterogen, da fügen sich dann noch diverse Schwergewichte wie Oracle, SUN, AIX, usw. problemlos in das MS Umfeld ein.
    Selbst als kein Freund von MS muss man denen attestieren, dass es keine vergleichbare Software gibt, um kleine oder auch ganz große Netze mit allem was zum Grundbetrieb dazu gehört (Verzeichnisdienste, DNS (WINS), DHCP, usw“¦) zu betreiben und aufzubauen. Dafür gibt es von Google keine Lösungen. Auch für einzelne Google Anwendungen, brauchst du erstmal ein funktionierendes Netz, mit integrierten und vor allem verwaltbaren Clients.

    Die von dir erwähnten Apple-schick-findenden Vorgesetzten kenne ich auch, aber die müssen nur mal auf das Preisschild schauen und schon finden sie Apple nicht mehr schick, zumindest nicht für die komplette Belegschaft.

  27. 27
    jerk

    @Dirk: Hat nicht Springer erst vor kurzem auf Apple umgestellt? Aber ich glaube, dahinter arbeiten die noch mit Windows.

  28. 28

    @Dirk schrieb: „…stell dir mal vor, dass die Kontodaten von Millionen von Bankkunden irgendwo veröffentlicht würden, da könnten dann ganze Unternehmen direkt dicht machen…“

    Soll ich jetzt lachen oder was? Das ist doch alles schon mehrfach passiert und keine dieser Firmen (Telekom? Postbank?) musste „schliessen“.

    Habe selbst in IT-Unternehmen gearbeitet an deren Clients man alle Kundendaten auf einen USB-Stick hätte ziehen können. Ganz abgesehen von der Möglichkeit, nen netten Virus ins Intranet zu pflanzen…

    Daten sind offensichtlich nicht sicher, aber der Versuch ist ja löblich ;-)

  29. 29

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