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Obama, ein Jahr danach


Ein Jahr Obama, das ist zu früh, um zu wissen, was man von ihm zu halten hat. Es gibt trotzdem zwei Möglichkeiten, sich Barack Obama zu nähern. Der Politiker. Oder das Phänomen.

Da wäre einerseits der Politiker Obama: Man müsste sich seine Kabinettszusammenstellung nochmals ansehen, die Fortschritte in der Sozialgesetzgebung analysieren und die außenpolitische Neuausrichtung unter die Lupe nehmen. Man müsste sehen, ob und inwieweit die Brzezinski-Doktrinen zu einer strategischen Reorganisation geführt haben. Guantanamo, das Konjunkturprogramm, die Vorsorgehaft, das Ende des atomaren Zeitalters. Natürlich, der Nobelpreis. Oder gleich: John H. Richardsons Obama Timeline.

Oder man betrachtet das Phänomen Obama. Hope. Und Change.

Norman Mailer, der große Analytiker des US-amerikanischen Befindens, sagte einst, dass der Charakter des Präsidenten die Kultur des Landes bestimmt. Wenn das stimmt, dann waren vor Obama Europa und die USA sich so fern wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Bush stand für die Staaten, die mit dem europäischen Erbe überhaupt nichts gemein hat: Christliches Sendungsbewusstsein, ein Fundamentalismus, der eher an den islamischen Fanatismus erinnerte als an die zurückhaltende, laizistische Religionskultur im Alten Europa. Die USA stellte sich dar als ein Bible Belt mit angehängter Anwaltskammer in Boston und ein bisschen Las Vegas, ein Haufen Hinterwäldler, Tollpatsche und Idioten. Das alles garniert mit einer Regierung, die durch fehlerhafte Wahlen an die Macht gekommen war, und ihre Autorität durch traditionelle imperial presidency aufrecht erhielt.

Obama hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er das entgegengesetzte Amerika vertreten wollte. Eine seiner wichtigsten Reden hielt er am 18. März 2008 in Philadelphia. In der Rede war viel von Versöhnung die Rede, von Zusammenhalt. Er sei angetreten, sagte er, „žto form a more perfect union“. Es könne nur zusammen gehen. Das war ein Appell an all jene, die nicht gegen das System kämpfen, sondern die sich gegen ihren Willen aus dem System ausgeschlossen sehen. Statt der imperial presidency setzte Obama auf die liberal tradition und auf die Fähigkeit der USA, aus Fehlern — wie gravierend auch immer sie sein mögen — zu lernen. In dieser Optik hat Obama noch zwei weitere zentrale Reden gehalten: eine in Berlin, für Europa. Und eine in Kairo, für die islamische Welt.

Der Mythos Obama hat sicherlich an Kraft eingebüßt, weil hehre Ziele und hohe Ideale einen Haufen Schaum produzieren, sobald sie sich an der Realität brechen. Aber einiges an Hoffnung ist noch da. Genauso wie das Bedürfnis des alten Europas, sich atlantisch zu organisieren, eher nach Washington zu sehen als nach Moskau oder Peking. Jenseits des Atlantiks will Europa seine Zukunft haben.

In der Hinsicht ist Obama ein europäischer Präsident: Er war und ist immer noch der Repräsentant einer Politik, die nach vorne blickt. Nach vorne, to form a more perfect union.

Heute Abend um 22.45 Uhr zeigt das ZDF eine Dokumentation über Obamas Werdegang seit 2007 „Obama hautnah„. Für alle, die hier nicht dabeisein können.

24 Kommentare

  1. 01
    Bratwurst

    Obama kann so viel gute ideen haben wie er will, nur hat er keine Macht und ist der Spielball grösserer Mächte. Wenn Obama macht hätte gäbs schon echte Veränderungen ZB im Finanzwesen und keine neue Finanzblase die grade entstehen.
    http://www.capital.de/politik/1… 26065.html
    Obama hat nicht mal bei Opel Einfluss gehabt.
    Aussenpolitisch muss er auch noch zu schauen wie die Siedlungsbauer im nahen Osten machen was Sie wollen. Obama cant change the world aber wollen täte er ja schon gerne.

  2. 02
    VoltaRen

    Mir ist, als sei Amerika so melancholisch, so resigniert wie nie zuvor. Die Bush-Jahre haben Amerika von Europa entfremdet, sein Erbe lastet schwer auf Obama.
    Es steckt in einem asymmetrischen Krieg, der nicht zu gewinnen ist und es herrscht bei allen beteiligten Staaten Kriegsmüdigkeit vor.
    Als Zyniker könnte man sagen, bin Laden ist auf dem besten Wege, einen Triumph zu feiern, ein schmachvoller Abzug einer zerstrittenen Westallianz würde seiner Ideologie zu noch mehr Energie, Zulauf und Unterstützung verhelfen.

    Und dann die liberalistischen Fundamentalisten im eigenen Land, die ihn mit Hitler (wat sonst) oder Stalin oder weiß der Kuckuck vergleichen, weil er ein kleinbisschen Sozialdemokratie einbringen will.

    Amerika hat m.E. Anzeichen einer sinkenden Großmacht, aber ich glaube nicht dass das, wenn man mal einen Schritt weiterdenkt, wirklich in unserem Interesse ist.

  3. 03
    Tatsache

    Es ist wirklich traurig, wenn ein Präsident Obama im im eigenen Land so verspottet und tyrannisiert wird. Ich bewundere ihn für seine Intelligenz,Stärke und Willenskraft.
    http://loom.tv/channel/19760?sid=ipgqp8r1jcq3bripe843gjfie6

  4. 04

    Idh verstehe nicht ganz – wieso „Ein Jahr danach“? Nach was? Also Obama ist noch nicht vorbei und 1 Jahr ist er auch noch nicht im Amt, das war im Januar, als er angefangen hat Präsident zu sein.

  5. 05

    @Manuel: heute ist ein Jahr nach seiner Wahl. Auch wenn er auf dem Papier natürlich erst im Januar Präsident wurde. Aber Bundesregierungen ordnet man ja zeitlich auch eher nach Wahlen, als nach konstituierenden Sitzungen ein — insofern ist der Ausdruck „ein Jahr danach“ schon okay.

  6. 06
    peter h aus b

    Ein Artikel über Obama und nur 5 Kommentare. Entweder hat Frederic schlecht geschrieben oder der Typ ist wohl nicht mehr so relevant..

  7. 07
    Koz

    „Ein Jahr Obama, das ist zu früh, um zu wissen, was man von ihm zu halten hat.“

    Ähhh, Nein Herr Valin. Das konnte man schon vorher wissen. Und spätestens seit er sein Kabinett präsentiert hat weiss man es ganz sicher. Zumindest dann wenn man sich Inhaltlich auseinandersetzt und nicht dem „Brand-Obama“ aufgesessen ist. Das sieht man ja auch wunderbar an den Kommentaren vor mir.
    Wenn man sich vor der Wahl mal angesehen hätte wer die Geldgeber sind (was ja halbwegs transparent ist) und aus welchem Milleu der gute Herr kommt, nämlich dem der Foundations und Wallstreetapologeten, der Straußschen Chicago School of Business, hätte man sich schon seinen Reim darauf machen können.
    Aber spätestens seit die „Ich werde keine Lobbyisten in mein Kabinett holen“-Mär als solche entlarft wurde kann man sehr wohl sehen wem die Loyalität Obamas sicher ist – und zwar nicht dem Average-Workingclass-Joe. Manchmal frag ich mich wo GoldmannSachs aufhört und Obama anfängt…
    Viele in den Staaten haben Obama gewählt um sich vom Bush-Establishment zu distanzieren – haben aber nicht gemerkt dass sie sich für das Selbe Establishment in neuer Verpackung entschieden haben. Raiders heisst jetzt Twix – Harr Harr…
    Der Hauptunterschied zwischen Bush und Obama besteht IMHO darin dass Obama einen Teleprompter benutzen kann und einen Volllständigen Satz beim ersten Versuch herausbekommt. Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten dass Obama schlimmer ist als Bush – Er verfolgt weiterhin die Antikonstituelle PatriotAct ProWar Politik seines Vorgängers, jedoch mit voller unterstützung der vermeintlich Linken. Auch wenn ich dieses Thema nicht gerne einbringe, ist da natürlich auch noch die „Racecard“. Und wir wissen ja jetzt auch: „Socialist is the new N-Word.“
    So kann man Kritiker natürlich wunderbar abwatschen, gerade in den Staaten. Und um dem Argument vorzugreifen – NEIN, Obama wird nicht ausschließlich von der „Religiösen Rechten“ Kritisiert. Der krasseste Drop in den Beliebtheitsumfragen seit Präsident Carter allein spricht da schon Bände. Ich hätte gerne, wirklich gerne an den Prophezeiten CHANGE geglaubt – aber die Realität sieht nun mal anders aus. Naja nicht ganz, von einem Change zum guten hat ja niemand gesprochen.
    Wer geglaubt hat nach Bush kann es nichtmehr schlimmer werden wird (Wenn er gewillt ist zu recherchieren und nicht nur sein psychologisches Investment verteidigt) eines besseren belehrt.

    Zum Abschluss hier nochmal eine Auswahl KLEINER Schmankerl:

    Obama: Ich werde…

    Keine Lobbyisten beschäftigen!
    – Ausschließlich Lobbyisten

    Den Krieg (Die Kriege) beenden
    – Aufstockung der Truppen und ausweitung der Kampfhandlungen, einrichtung permanenter Militärbasen

    Guantanamo Schließen!
    – Erst in ein paar Monaten. Naja Nächstes Jahr vielleicht. Vielleicht auch garnicht. Falls ja, dann lediglich Verlegung der Gefangenen in „normale“ Gefängnisse.

    Dafür sorgen dass meine Steuerpläne niemaneden betreffen der weniger als 250000$ im Jahr verdient!
    – Steuererhöhungen gerade für Finanzell Schwache, nahezu Steuerfreiheit für MultiMillion$-Unternehmen

    Alle Gesetzesentwürfe 5 Tage bevor ich sie unterzeichne für alle einsehbar online stellen
    -Der Congress sowie Senat können froh sein wenn sie eine ExecutivOrder überhaupt zu Gesicht bekommen bevor sie in Kraft tritt

    Das unkontrollierte Ausschnüffeln der Amerikaner beenden
    -Ausweitung von Befugnissen für Polizei, Militär, In- und Auslandsgeheimdiensten, keine revision des PatriotAct

    Eine Zivile Paramilitärische Organisation für das Inland schaffen die genauso Groß, genauso Mächtig wie das Militär ist!
    -Steht (zum Glück) noch aus, ist aber auf bestem Wege, „Obama-Youth-Chor“

    etc, etc, etc, etc, etc, etc, etc, etc…

    Wer diesen Mann noch ernsthaft unterstützt oder Verteidigt hat meiner Meinung nach entweder überhaupt keine Ahnung wovon er spricht, oder einen Hang zu totalitären Tendenzen. Ich mache Niemandem einen Vorwurf der sich Veränderung gewünscht hat – die habe ich mir auch gewünscht. Aber wenn diese offensichtlich und erwiesener Maßen ein geschickter Marketing-Feldzug war sollte man seine Position vielleicht nochmal überdenken.
    Wann immer verstrahlte Massen „CHANGE! CHANGE!“ schreien, hört sich das für mich nach „BRAINS! BRAINS!“ an. :)

  8. 08
    RC

    Wieso ein Jahr danach? Sein Amtsantritt war ja erst dieses Jahr! Das ist jetzt nicht so irr wie viele US-„News“, die schon 4 Wochen nach seinem Amtsantritt völlig ausgerastet sind, dass er IMMER NOCH NICHT die ganze Welt verändert hat, nach so episch langer Zeit, aber…

    Weil ichs jetzt erst sehe:

    insofern ist der Ausdruck „ein Jahr danach“ schon okay

    Wieso soll das okay sein? Seine Politik kann ja frühestens mal einsetzen sobald er Präsident IST und nicht irgendwann vorher! Die Monate in denen Bush noch Präsident war schon als Obama Amtszeit mit zu zählen ist echt daneben.

  9. 09
    outist

    nun ja man muss ja nicht erbsenzählen. die frage ist ob man im januar auf eine größere erfolgsbilanz blicken können wird.
    ein jahr ist ja kein maß. hat er die weichen für veränderungen innerhalb seiner amtszeit gestellt – ja oder nein?
    und da habe ich den verdacht dass nein. den verdacht, dass die politik überall nur verpackung ist – image. dass manche menschen sich unter obama vielleicht freier fühlen, aber am ende umso desillusionierter da stehen werden.
    es kann keinen guten us präsidenten geben so wie es auch keine gute kanzlerin geben kann. es würde mich jedenfalls sehr überraschen wenn in den nächsten jahren jemand gewählt würde der richtig an den rädern dreht. dass das aber notwendig ist, dürfte klar sein.

  10. 10
    Tada

    Obama hat gesagt er würde Guantanamo innerhalb eines Jahres schließen.

    Er hat mittlerweile schon zugegeben das das gelogen war. Äh, ich meine das er das einfach nicht schafft. Sachzwänge – ihr wisst schon.

    Fremde Erwachsene und Jugendliche (14, manche sagen das das Kinder sind) ohne Anklage Jahrelang einsperren und foltern – ich wüsste auch nicht wie man mit all dem einfach aufhören sollte. Das scheint ja geradezu physikalisch unmöglich.

  11. 11
    Tada

    Edit: Doppelpost gelöscht.

  12. 12

    Ich hab gestern die Doku im Zweiten gesehen und das war schon toll wie viele junge Menschen ihn unterstützt haben bei seinem Wahlkampf…und man hat wirklich das Gefühl mit diesem Mann kommt ein Wandel – Change

  13. 13
    Mister t

    @Koz: Vielleicht hab ich ja einen Hang zu totalitären Tendenzen – schließliche verteidige ich gerade einen Menschen, den deine Freunde bei Fox mit Hitler vergleichen – aber ich sehe in Obama einen Präsidenten, der zum Beispiel gerade eine Reform des Gesundheitssystems durchzieht, gegen die jede Reform in Deutschland seit Gründung der Bundesrepublik vermutlich Pipifax ist, und an der sich vor ihm schon ganz andere die Zähne ausgebissen haben. Dafür werden von Fox und den privaten Versicherern kübelweise Lügen und falsche Gerüchte ausgeschüttet, was dann auch ganz einfach die sinkenden Umfragewerte erklärt. Der Witz an der Sache: er weiß das und er macht es trotzdem. Und zeigt damit, dass er über mehr Chruzpe verfügt, als 99% der politschen Figuren, die zur Zeit über den Erdball kaspern. Gleiches gilt für seine Reden – klar, sind nur Worte, aber wann hat man das letzte Mal von einem US-Präsidenten einsichtige Worte gehört? Bush hat bereits durch seine Wortwahl großen Schaden angerichtet – warum soll es also abwegig sein, dass jemand durch seine Worte bereits Schaden behebt?

    Mal abgesehen davon finde ich die Haltung albern, dass man, weil jemand Kompromisse eingeht oder Wahlversprechen einfriert, ihn sofort komplett abschreibt. Du unterstellst anderen keine Ahnung zu haben, schreibst aber nur über die Haare, die du gefunden hast, ohne den Hauch einer Idee zu haben, in was für einer Suppe sie eigentlich schwimmen.

    Es ist einfacher, auf jemanden mit Visionen einzudreschen, als auf einen reinen Verwalter des Bestehenden. Aus diesem Grund wird schwarzgelb hier wieder 16 Jahre regieren, während jede progressive Regierung nach spätestens 8 Jahren durch ist. Das ist in den USA nicht anders als hier. Über Bewegung kann man sich einfacher streiten, Stillstand ist einfachere Grundlage für Konsenz. Nichts ist so konservativ wie progressive Kräfte, die unterschiedlicher Meinung sind.

  14. 14
    Mister t

    Oh – und noch ein schöner Link zu dem Thema, der aufschlussreicher sein dürfte, als diffuses Herumgefasel, wo Obama der persönlichen Ansicht nach versagt hat: http://politifact.com/truth-o-meter/promises/

  15. 15
    Koz

    @Mister T.

    „schließliche verteidige ich gerade einen Menschen, den DEINE Freunde bei Fox mit Hitler vergleichen“

    Aha, MEINE Freunde bei Fox, soso. Allein mit diesem Satz hast du dich schon disqualifiziert. Wo habe ich bitte nur den Ansatz dafür gegeben dass ich auch nur in geringster Weise mit Fox sympathisiere? Und selbst wenn, was hätte das mit meiner FAKTENBASIERENDEN Inhaltlichen Kritik zu tun?

    „gerade eine Reform des Gesundheitssystems durchzieht“

    Ja, nur dumm dass es nicht Obamas Job ist zu tun was er oder du meinst durchziehen zu müssen – sondern den Willen der Bürger zu Repräsentieren, als Volksvertreter. Und Die Amerikaner wollen diese Reform in dieser Form nunmal nicht. „Der Witz an der Sache: er weiß das und er macht es trotzdem“ um mal deine Wortwahl zu benutzen.

    „schreibst aber nur über die Haare, die du gefunden hast, ohne den Hauch einer Idee zu haben, in was für einer Suppe sie eigentlich schwimmen.“

    Ähh, Nein. Wie ich meiner Auflistung schon vorranstellte ist dies nur eine Auswahl KLEINER Schmankerl gewesen. Würde ich den wahnwitzigenn Versuch unternehmen alle seine Lügen und falschen Versprechen aufzulisten würde ein Telefonbuch dickes Werk dabei herauskommen. Mal davonn abgesehen dass allein die Guantanamo-Geschichte eher einem Elefanten als einem Haar in der Suppe gleichkommt.

    „Mal abgesehen davon finde ich die Haltung albern, dass man, weil jemand Kompromisse eingeht oder Wahlversprechen einfriert, ihn sofort komplett abschreibt“

    Ähhm, wieder NEIN. Wenn du mal die ersten 3 Sätze meines Posts gelesen hättest würdest du wissen dass ich ihn von Anfang an nicht „Angeschrieben“ habe. Allein das Milleu aus dem er stammt und die Leute mit denen er sich umgibt sagen schon genug darüber aus, aus welchem Holz der gute Mann geschnitzt ist. Aber das ist ja Inhaltliche Kritik – damit muss man sich nicht auseinandersetzen…

    Und meine berechtigte Kritik als „diffuses Rumgefasel“ zu bezeichnen ist auch ein wunderbares Beispiel für das psychologische Investment dass ich erwähnt habe. Als Ich Bush kritisiert habe wurde ich von Freunden in den Staaten als „Idealistic Terrorsupporting Commie-Dreamer“ bezeichnet.
    Jetzt werde ich als „Fascist Rightwing Nut“ bezeichnet weil ich Obama kritisiere.
    Übrigens zähle ich dich nicht zu den Leuten mit totalitären Tendenzen. Nur zu der Masse verblendeter Fanboys die nicht in der Lage sind FAKTEN über psychologisches Investment zu stellen. Dazu bediene ich mich auch nicht fragwürdiger Quellen aus 2.Hand, sondern lese direkt bei http://www.whitehouse.gov/ denn im selbst komprimentieren ist Obama mindestens genauso gut wie Bush.
    Naja, wenn die USA unter Obama in den nächsten Angriffskrieg ziehen kannst du dir ja vielleicht nochmal Gedanken drüber machen, im Moment hat es mit dir leider keinen Sinn. Ich könnte jetzt noch das Voltaire Zitat von der Meinungsfreiheit bringen – aber das kennst du ja sicherlich.

  16. 16
    Koz

    Ups, typo – es muss natürlich kompromittieren heißen.

  17. 17
    Mister t

    @Koz: Aaach so. Er soll nur das umsetzen, was er versprochen hat, aber sofort damit aufhören, wenn jemand laut genug „stopp“ ruft… Seine Health Care Reform war jedenfalls Wahlversprechen, aber offenbar soll er die jetzt nicht durchsetzen, wenn einige es nicht wollen. Umgekehrt wäre ich mir dann aber auch nicht sicher, ob die Mehrheit der von ihm repräsentierten Amerikaner nicht bei deinen Schmankerln genau auf seiner Seite ist, was dann ja deiner Argumentation nach wieder erlauben würde, seine Wahlversprechen zu brechen.

    Sicherlich ist die Frage, nach welchem Maßstab man Obama beurteilt – du benutzt deine Ideologie einer perfekten Welt dafür und gleichst die mit dem Output aus dem Weißen Haus ab, ich bevorzuge eine Auflistung von seiner Versprechen und Ankündigungen zweifelhafter pulitzerpreistragender Quellen, in denen irgendwelche Informationen zusammengetragen sind, die wie Fakten aussehen, belegt sind und sich nachprüfen lassen, aber wohl keine Fakten sind weil… pff.. keine Ahnung… vermutlich weil sie dir nicht genehm sind.

    Ich möchte mir gar nicht weiter anmaßen, zu behaupten, dass eine Methode da richtiger wäre als die andere. Auf jeden Fall ist es vollkommen zwecklos, eine Diskussion zu betreiben, die zwischen zwei vollkommen unterschiedlichen Wertesystemen herumschwubbert.

  18. 18
    Koz

    @Mister t: Mal davon abgesehen dass du mir wieder Sachen in den Mund legst die ich so nie geschrieben habe anstatt mal auf mein Hauptargument, wer nämlich hinter Obama steht und wen er sich in sein Kabinett geholt hat, einzugehen – Unterstellst du mir eine „Ideologie einer perfekten Welt“. Wie man das aus meinen Kommentaren herauslesen kann ist mir rätselhaft. Ich glaube ganz bestimmt nicht an Utopien – und genau deshalb finde ich es wichtig und notwendig auf Missstände, Heuchlerei und Scharlatanerie hinzuweisen. Denn mit zum Messias hochsterilisierten Politikern die einen Personenkultigen Mob hinter sich herziehen hat man historisch nicht unbedingt die besten Erfahrungen gemacht. Und das ist kein Hitler-Vergleich, auch wenn dieser mit in diese Kategorie fällt.
    Amerikanisches Sprichwort: „You can put as much perfume on a pig as you want – it’s still a pig.“
    Und mal zum Thema „Mehrheiten“ – 99% aller Amerikaner waren gegen den Bankster-Bailout….
    Das Wahversprechen zur Healthcare war übrigens eine „Für alle bezahlbare und nicht der Qualität der Versorgung schadende Lösung“
    Deshalb schrieb ich auch „in dieser Form nicht haben wollen“ denn Obamas Pläne sind von diesem Versprechen weit entfernt. Was passiert wenn der Staat meint den Ärzten vorschreiben zu müssen was eine adäquate Behandlung ist und was nicht, und was eine Behandlung Wert ist, sieht man gerade an unserem Gesundheitssystem wunderbar, aber das ist ein anderes Thema.
    Mein Kommentar zu fragwürdigen Quellen bezog sich übrigens nicht auf deinen Link, sondern auf deine Unterstellung ich wäre Fox-Sympathisant. Den Link behalten wir mal beide im Auge und schauen dann in 3 Jahren nochmal. Wenn wir bis dahin noch ein Internet in heutiger Form haben – Denn zu den diktatorischen Befugnissen die Obama teils von Bush übernommen, teils sich selbst gegeben hat, gehört auch das Internet jederzeit abschalten zu können (zumindest die von den Staaten kontrollierte Infrastruktur). Vom „Cyber-Bully-Act“ und „Hatespeech-Laws“ mal ganz abgesehen.
    Und ich pflichte dir bei, eine Diskussion zwischen uns beiden ist sicherlich fruchtlos – aber für einen Interresierten Leser vielleicht Interessant und zu eigener Recherche anregend.
    An dieser Stelle verabschiede ich mich von der Diskussion. No hard feelings. Wir sitzen im selben Boot.

  19. 19

    Koz hat ganz Recht: An unserem Gesundheitssystem kann man sehen, wie beschissen das amerikanische Gesundheitssystem im Vergleich ist. Und dabei ist die Bonzenwirtschaft, die wir im Gesundheitssstem betreiben – sowie vieles Weitere – deutlich kritisierenswert.

    Oh, upps.

    Aber schön, wenn man hier auch mal einen dieser sehr fix rechtsdrehenden Spinner Politaktivisten zu lesen bekommt, der in Obama einen kommenden oder gar schon agierenden Diktator sieht.

    Sag mal Koz, kann es sein, dass du woanders bloggst? Und wäre es möglich, dass du Präsident Bush vor einigen Jahren noch für einen sehr interessanten und positiv zu wertenden amerikanischen Präsidenten gehalten hast?

    Ich frag ja nur.

  20. 20
    Harkai

    Obama ist Jesus Christus für alle schwarzen (aehm Afroamerikaner) Christen in den USA.

    Obama, Obama, Obama.

    Obama = Glück auf

    Obama muss natürlich schreckliche Dinge dem amerikanischen Volk antun, weil natürlich eigentlich immer noch etwas Rassenhass es in den USA gibt.
    Und so wollen die ganzen Mächtigen in den USA ihr Volk erziehen.
    Seht her wenn ein Afroamerikaner an die Macht kommt passiert dies oder das.
    (Was ich denke was noch kommen wird bzw. ist ja schon passiert wie Health Care was viele Amis gar nicht wollen)
    Afroamerikaner sind zwar nette Menschen, sagen sie dann, aber nicht für die Politik gemacht/bestimmt, dass können nur Weiße (aehm amerikanische Ureinwohner — Hmm verdammt geht ja auch nicht — Amerikanische Urbewohnerermörderer)
    Das ist zwar nicht nett. Aber was soll man machen.
    So sind halt die Amis.
    Genauso wie bei Opel. Erst wollen sie es uns geben und dann doch nicht.

    Egal

    JEDER POPEL fährt ein OPEL

    Hahahaha. Das wissen die Amis gar nicht.
    In echt haben wir sie nämlich reingelegt.
    :D

  21. 21
    VoltaRen

    @Harkai:
    „Ermörderer“ ist ein großartiges Wort. Wenn es mich mal zur Dichtung hintreibt, verwende ich das.

  22. 22
    Koz

    @John Dean

    Wenn du mal aus erster Hand was über unser ach so soziales Gesundheitswesen erfahren willst befrage mal einen Kassenarzt deiner Wahl z.B über:
    -Medikamentenbudgetierung
    -Wie die Kassen mit unseren älteren Mitbürgern umgehen – denn die sind ja unwirtschaftlich
    -Was er laut Leistungsziffer für ein 30 Minütiges Beratungsgespräch ohne Folgebehandlung abrechnen kann
    -Bürokratieaufwand versus Behandlungszeit
    Davon abgesehen wird er dir sicherlich gerne auch noch weitere aufschlussreiche Einblicke geben können.
    Bring aber ne Spucktüte mir die wirst du brauchen.

    „Aber schön, wenn man hier auch mal einen dieser sehr fix rechtsdrehenden Spinner Politaktivisten zu lesen bekommt, der in Obama einen kommenden oder gar schon agierenden Diktator sieht.“

    Klar, wer den Messias kritisiert kann ja nur ein Nazi sein. Was für Vorurteile hast du denn sonst noch so? Ich bin auch kein Aktivist, nur politisch interessiert. Übrigens ist mir völlig egal ob Obama weiss, schwarz, gelb oder grün mit lila punkten ist – die Fakten zählen. Bei dir (und vielen, zu vielen Anderen) anscheinend nicht – Da frage ich mich ernsthaft bei wem da eher rassistische Tendenzen auszumachen sind…
    Ich verweise dann mal auf meinen Kommentar Nr. 17:
    „zu den diktatorischen Befugnissen die Obama teils von Bush übernommen, teils sich selbst gegeben hat“
    Ich mach dir sogar mal den ErklärBär:

    http://georgewbush-whitehouse.archives.gov/news/releases/2007/05/20070509-12.html

    http://www.wnd.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=55825

    http://cdt.org/security/CYBERSEC4.pdf

    http://www.motherjones.com/politics/2009/04/should-obama-control-internet

    Nur die Spitze des Eisbergs…vom Patriotact brauch ich wohl garnicht anzufangen.
    Meine Bemühungen sind aber vermutlich vergebens, denn inhaltliche Kritik interessiert ja anscheinend auch dich nicht.

    „Sag mal Koz, kann es sein, dass du woanders bloggst? Und wäre es möglich, dass du Präsident Bush vor einigen Jahren noch für einen sehr interessanten und positiv zu wertenden amerikanischen Präsidenten gehalten hast?“

    Nein und nein. Ich verweise mal auf meinen Kommentar Nr.15:
    „Als Ich Bush kritisiert habe wurde ich von Freunden in den Staaten als „Idealistic Terrorsupporting Commie-Dreamer“ bezeichnet.
    Jetzt werde ich als „Fascist Rightwing Nut“ bezeichnet weil ich Obama kritisiere.“

    Ich antworte ja nur.

    @Harkai

    „Hiphop artist KRS-One in interview says: Don’t get caught up in emotional politics. It might be foolish of us to assume that Obama is the opposite of Bush just because his skin color is different.“

    http://www.youtube.com/watch?v=qVaTZCfzTpo

    Mit generalisierungen wie deinen wäre ich vorsichtiger.

  23. 23
    Koz

    @Frédéric Valin

    Warum wurde meine Antwort auf John Dean nicht freigegeben?
    Schon witzig, Ich muss mich hier als Nazi und Bushfreund beschimpfen lassen aber wenn ich meine Argumente mit Links auf die Whitehouse.gov Archive zu Bushs NSPD 51 und HSPD 20 , sowie Obamas „CybersecurityAct“ untermauern will wird das weggefiltert? Aber eine Tirade wie die von Harkai bleibt stehen? Ich darf nicht sagen dass es mir egal ist ob Obama weiss, schwarz oder lila mit grünen Punkten ist, dass nur die Fakten für mich zählen?
    Was ist da los? Ich hoffe nur ein technisches Problem.

  24. 24
    Koz

    @Frèdèric Valin

    Danke Sehr – Beschwerde kann dann auch gelöscht werden.

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