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The drugs do work

Banken, die sich durch Drogengelder finanzieren, ein Fest für Verschwörungsanhänger. Mich interessiert die Praxis. Wie läuft das ab, wenn eine Bank feststellt, dass der Geldfluss versiegt und man sich nach anderen Quellen umsehen muss?

„Hey, Chef, das Geld wird knapp!“ — „Okay, verbinden sie mich mal mit Oliver Dope, Codename OD, sie wissen schon. Der soll mal ein paar Milliarden rüberwachsen lassen, zahlen wir ihm irgendwann zurück, dann ist die Kohle auch gleich sauber gewaschen! Von den Zinsen sollen die dann die nächste Anti-Drogen-Kampagne mitfinanzieren. Har. Har. Har.“

Im Ernst: Wie geht das? Wie viele Leute müssen da mitmachen und mitwissen und dichthalten, wie laufen Geldtransfers aus und zu solchen Quellen ab, wie funktioniert die Kontaktaufnahme? Sitzen die alle mit dunklen Sonnenbrillen am Konferenztisch und schieben sich die Geldkoffer rüber? Western Union? Kreditkarte? Und wie effektiv ist eine Behörde zur Verbrechensbekämpfung, wenn UNODC-Generaldirektor Antonio Maria Costa zwar sagt, dass es solche Transfers gegeben habe, aber keine Namen und Banken nennen möchte?

22 Kommentare

  1. 01

    So ähnlich: Man geht in eine Diskothek, in der Prodigy läuft und ein Stroboskob blitzt. Dann geht man nach hinten durch den samtenen schwarzen Vorhang und setzt sich selbstsicher und zuversichtlich an den Tisch, hinter dem ein dicker Mann sitzt, der ein Opossum streichelt.

  2. 02

    @Martin: Er raucht dabei eine dicke Zigarre und zwei blonde Autos mit Goldketten streicheln ihm sein Haupthaar, nehme ich an.

  3. 03
    32iii

    Juhu. Der JavaScript-Klimbim ist zurück! Einst glaubten Webarchäologen sowas sei längst ausgestorben. Aber siehe da, es schneit! Demnächst fliegen hier regenbogenfarbene Blumen um den Maus-Cursor? Ja?

  4. 04

    @Johnny Haeusler: Richtig. Allerdings trägt er Toupet (das fällt ihm vom Kopf, wenn er sich später in Batmans Kabel verheddert).

  5. 05

    @Martin: Und im letzten Moment wird er von einer Mitarbeiterin mit Jetpack gerettet. Damit’s eine Fortsetzung geben kann.

    @32iii: Wir dachten an ein Pferd mit pinkfarbenem Schweif, das bei jedem Klick wiehert.

  6. 06

    Banker sind Menschen wie Du und ich. Genauso gut und genauso schlecht. Ich sehe mit Sorge, dass gewisse Medien sie aus ideologischen Gründen zunehmend ‚entmenschlicht‘ darstellen. Dass der Spreeblick hier eine nüchterne Betrachtung entgegensetzt, gefällt mir.

  7. 07
  8. 08
    Alberto Green

    Schlechte Witze, leicht gemacht (MDCCCXLVII): Der Schnee stört lustigerweise die Lektüre ausgerechnet dieses Artikels.

  9. 09

    @Johnny Haeusler:

    Jetzt hast Du’s angeboten, jetzt will ich’s auch haben (Fussaufstampf!). Das Pferd mit pinkfarbenem (nicht rosa!) Schweif (Quengel!) das wiehert wenn man klickt. Und zwar sofort (Draengel!)!

    So!

    Ich halte jetzt die Luft an bis ich es bekomme (rotanlauf!)!

  10. 10

    Das geht ja eh alles nur wenn das CIA, NSA, FBI, BND, Mossad, KGB, FSB, MIT, DEA und diese weiteren mitwissen und mitmachen. Vorher fällt das alles unter Verschwörungsklamauk und braucht noch 3 bis 5 Google-Videos bevor es als bewiesen gilt.

  11. 11
    pell

    Ich könnte mir vorstellen, dass eher die Mafia oder ähnliche Organisationen mit dem Angebot anklopfen.

  12. 12
    Ludowika

    @Johnny Haeusler (7): Provokationskunst? ;)

    Das Kind musste einen Namen haben. So wohlklingend wie ‚Spreeblick‘ ist er zwar nicht, aber es kann ganz gut damit leben und wird eigentlich nur selten deswegen gehänselt.

  13. 13

    @Ludowika: Nee, so meinte ich das nicht, der Name ist doch gut. Ich fragte mich, ob dein Kommentar auch so zu verstehen ist. ;)

  14. 14
    Ludowika

    @Johnny Haeusler (13): Verstehe. Aber ‚Provokation‘ und der in Eurem Impressum erbetene ‚bedachte Umgang‘ der Kommentatoren untereinander schließen sich vermutlich aus. Da will ich lieber keinen Rüffel von Euch riskieren, denn im Moment fühle ich mich in der ‚Pension‘ Spreeblick einfach zu wohl :-)

  15. 15

    @Ludowika: Ach was, nein, sowas wird doch nicht gelöscht. Ich glaube zwar nicht, dass Banker, die sowas durchziehen, wie du und ich sind, aber deswegen ist dein Kommentar ja nicht unbedacht oder so. Solange niemand blöd rumpöbelt, ist alles gut. ;)

  16. 16

    Ich habs schon immer gewusst: http://www.youtube.com/watch?v=KqCUQIE7zo8

    Übrigens eine hervorragende Platte (Johnny möge mir dies verzeihen denn, ja, es ist ein Techno Klassiker).

  17. 17

    Apropos Verschwörungstheorien – den richtigen umgang mit ihnen beweist Jon Ronson:

    http://kreuzwortfeuer.wordpress.com/2009/12/14/immer-auf-der-suche-nach-dem-fringe/

  18. 18
    manna

    Wieso Verschwörungstheorien?

    Die Mafia hat ihr Geld doch auch nicht in Kopfkissen verstaut.
    Da wird eben an den Märkten weiterhin mit spekuliert.

    Frei nach dem Motto:
    Die Mafia hat natürlich nichts mit Drogenhandel zu tun.
    Genau so wenig wie eine Bank jemals mit der Mafia Geschäfte machen würde.

    Zumindest nicht auf dem Papier ;-)

  19. 19

    Wie gut, dass ich mein Geld unter der Matraze bunkere

  20. 20

    Wie konnte ich eigentlich in meiner grenzenlosen Naivität erwarten, dass hier auch nur eine ernsthafte Anwort dazu zu finden ist. Mag daran liegen, dass man darüber nicht offen spricht oder andernfalls mit Betonschuhen in der Spree bzw. in meinem Fall im Bodensee aufwacht.
    Irgendwas interessantes dazu bei Wikileaks gefunden?

  21. 21
    in memory of"¦

    Leider kann Gary Webb diese Frage nicht mehr beantworten – und er war scheinbar der einzige Journalist, der eben dieser Frage ernsthaft nachgegangen ist.

    Verarbeitet findet man Infos von Webb, der sich angeblich mit 2 Schüssen selbst gerichtet hat, in dem Film American Drug War (http://americandrugwar.com/) von Ricky Ross – teilweise spannender als viele Krimis und gibt eine Idee, wie die Leute an das Wissen kommen, dass das Geld aus dem Drogenmilieu kommt.

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