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Ein spannender Bogen

Nadine Lantzsch spannt in ihrem Blog Medienelite einen deutschen Bogen. Sie kommentiert nicht und bewertet nicht, sondern komprimiert einiges, was — nehme ich an — in vielen aktuellen täglichen und abendlichen Gesprächen thematisiert wird.

Dass die bisher einzigen beiden Kommentare nur das Wort „Danke“ beinhalten, zeugt dabei keineswegs von Faulheit, sondern vom Wissen darum, dass jede Bemerkung über dieses Wort hinaus länger als der eigentliche Text sein müsste.

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15 Kommentare

  1. 01

    Auch dir ein Danke für die Empfehlung.

  2. 02
    Martin

    Ich kann die Begeisterung für den Text nicht so teilen, aber ein für mich interessanter Punkt: Bushido wird sehr hofiert von den Medien, obwohl/weil er kriminell ist. Diese Nähe zwischen Milieu und Entertainment hat es schon immer gegeben, aber hier ist m.E. eine Grenze überschritten worden. Talksendungen mit dem Anspruch der Seriösität sollten ihn nicht einladen, Unterhaltungssendungen schon (Zumindest fände ich diese Grenze sinnvoll). Wenn Bushido also in Wetten dass? auftritt find ich das ok, aber bitte nicht bei Anne Will.
    Ich habe nichts gegen Bushido, aber ich finde es immer gut einen angemessenen Umgang zu finden.

  3. 03

    @Martin: Dieses Hofieren auf Grundlage von PR für den Film geht mir ebenfalls auf den Wecker, aber das mit der Verteilung in den Medien sehe ich anders. Würde Bushido nur bei Wetten, dass „¦ auftauchen, bliebe seine Arbeit unkommentiert. Nur andere Formate könnten eine Reflexion leisten.

    Ob sie das auch tun oder sich am Ende doch nur mit dem bösen Jungen, der so viele Platten und Bücher verkauft, schmücken wollen, ist natürlich eine andere Frage.

  4. 04

    Was euch vielleicht nicht aufgefallen ist, sie wertet durch die ironischen Bemerkungen durchaus. Sonst wäre der Artikel ja auch gar nicht lesenswert.

  5. 05

    Danke für die Erwähnung.

    @Schnaps: im Text ist keine Ironie, höchstens Zynismus und selbst den liefere nicht ich, sondern die Fakten. Aber warum wäre er weniger lesenswert, wenn er keinen Zynismus enthielte? Schließe ich daraus, dass Doppelmoral und Ungerechtigkeit nicht lesenswert sind für dich?

  6. 06

    @Lantzschi: Die Tatsachen mögen den Zynismus erklären, letztlich erweckst du ihn aber durch die Zusammenstellung der Fakten.

  7. 07
  8. 08

    @lantzschi: Ich hielt es für erwähnenswert, und?

  9. 09

    @pell: ok. darf ich fragen, wieso? sorry for skepsis.

  10. 10
    oehi

    Der Text steht für sich. Ja.
    Die Moderation der Nadine Lantzschi allerdings auch.
    Die sollte sie besser ganz lassen.

  11. 11
    Ralph

    @Lantzschi: Die Fakten sind aber teilweise so zusammengestellt, dass gewisse Leute in ein schlechtes Licht gerückt werden.
    Z. B. ist es nicht ganz fair, im Zusammenhang mit der Bemühung um Gleichberechtigung von Männern ausgerechnet den Gesellschaftsbereich zu erwähnen wo Männer am stärksten bevorteilt sind. In anderen Bereichen, etwa Schulbildung, ist so eine Initiative durchaus sinnvoll.
    Außerdem wird diese Aktion das BMFSFJ sicher nicht davon abhalten, sich weiterhin auch für Frauen einzusetzen.

  12. 12

    @Ralph: mmh. ich rücke einen mann in ein schlechtes licht, der eine 13-jährige missbraucht hat. ok. ich rücke mit den fakten kristina köhler in ein zumindest fragwürdiges/diskussionswürdiges licht, ja. ansonsten rücke ich keine weiteren „gewissen leute“ in ein schlechtes licht.

    zum thema „bildungsverlierer junge“ möchte ich gern auf diesen kommentar von mir unter selbem post verlinken, damit ich nicht alles doppelt schreibe: http://bit.ly/cMKAtX (nur falls du lust hast)
    das BMFSFJ setzt sich für frauen ein, ja: für mütter und karrierefrauen. nicht aber für vereinbarkeit von familie und beruf und nicht für den abbau von rollenstereotypen. und nicht für frauen mit ihren individuellen bedarfen und lebensentwürfen.
    das BMFSFJ unter von der Leyen und Köhler hat sich von seiner Gender Mainstreaming Strategie abgewandt, die ausdrücklich eine Mann-inkludierende Gleichstellungspolitik beinhaltet. und noch so einiges mehr. Aber das führt jetzt hier sicher auch zu weit.

  13. 13
    pell

    @lantzschi: Da ich anders als von Johnny geschrieben, durchaus eine Bewertung und somit auch eine Art Kommentar zu erkennen glaubte, wollte ich das in meiner Lust zum Ausdruck bringen. Das meine ich aber nicht abwertend, eher gleicht das einem Unterton beim Sprechen.

  14. 14
    Hatem

    Die Zusammenstellung von Frau Lantzsch entlarvt nichts außer ihrem ideologisch gerägten und damit sehr einseitigen Blick auf die Welt. Dialektik Fehlanzeige.

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