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This site is not Facebook

Es sind ja oft die kleinen Dinge, die den Bildschirmarbeiter erfreuen. Zum Beispiel die wunderbare Geschichte des nicht ganz unbekannten Technologie-Blogs ReadWriteWeb, das vorgestern über eine AOL-Facebook-Kooperation berichtete.

Der Artikel tauchte offenbar äußerst populär bei der Suche nach „Facebook Login“ auf und brachte dadurch jede Menge Facebook-Nutzer zu ReadWriteWeb. Diese Facebook-User nutzten nun die Möglichkeit, sich via Facebook-Connect für die ReadWriteWeb-Kommentare zu authentifizieren, dachten aber, sie wären auf Facebook und begannen, sich lauthals über das furchtbare neue Design aufzuregen und vermissten natürlich auch den Zugriff auf ihre Daten … das ganze Drama befindet sich hier.

Man weiß nicht, ob man Mitleid haben (denn er ist ja auch langsam etwas sehr unübersichtlich, dieser ganze Kram) oder einfach nur laut lachen sollte, fest steht jedoch, dass der Hinweis, den ReadWriteWeb als Artikel-Update veröffentlichte, an Größe kaum zu überbieten ist:

Dear visitors from Google. This site is not Facebook. This is a website called ReadWriteWeb that reports on news about Facebook and other Internet services. You can however click here and become a Fan of ReadWriteWeb on Facebook, to receive our updates and learn more about the Internet. To access Facebook right now, click here. For future reference, type „facebook.com“ into your browser address bar or enter „facebook“ into Google and click on the first result. We recommend that you then save Facebook as a bookmark in your browser.

[via]

UPDATE Es gibt ein sehr schönes Followup von ReadWriteWeb.

UPDATE 2 Fabu testet ähnliches mit StudiVZ-Nutzern …

70 Kommentare

  1. 01

    Und nachdem man ueber die ganzen DAUs gelaestert und gelacht hat vielleicht auch mal die gute und selbstkritische Analyse bei ReadWriteWeb lesen und darueber nachdenken wie man es fuer Menschen einfacher machen kann die einfach nur etwas erledigen wollen oder Spass haben wollen ohne den ganzen technischen Hintergrundkrams zu lernen.

  2. 02

    @Armin: Genau das las ich auch gerade „¦ :) „¦ und finde das Followup großartig.

  3. 03
    Peter

    Haben die pösen Zensoren mal wieder Kommentare gelöscht? Ist ja echt Stasi hier.

  4. 04
    Anonymous

    Haben die pösen Zensoren mal wieder Kommentare gelöscht? Ist ja echt Stasi hier.

  5. 05

    Sehr gut gemacht. Nach dem Motto „Schadenfreude ist die schönste Freude“ ein Volltreffer. Aber eben auch ein Beleg für Faulheit, nicht immer Dummheit, von Nutzern. Konsumverhalten auf die Spitze getrieben. Ich nehme mir, aber aktiv mitdenken bzw. gar handeln, muss ja nicht.

  6. 06
    HCL

    @Armin: du sprichst mir aus der seele! und readwriteweb fand ich schon immer toll!

  7. 07

    Schöne Story, erinnert mich aber sehr an die Leute, die auf der Suche nach y**p**n.com mit exakt diesem Suchbegriff auf einem meiner Artikel landen, in dem ich mich genau darüber amüsiert habe. Und die mich dann zum Teil noch gefragt haben, ob die Seite nun komplett gesperrt sei oder weshalb keine Videos mehr zu sehen sind.

    Es sind heute noch 200+ Besucher pro Tag, die exakt über diese Suche bei mir landen. Und der Artikel ist inzwischen fast 3 Jahre alt.

  8. 08
    Qwertz

    Das hat schon vor dem Internet funktioniert. Hier im Ort wurden früher mal die Parkuhren erneuert (Parkuhren gab es früher – vor Parkscheinautomaten) . Im gesamten Stadtgebiet standen nur noch die nackten Gehäuse ohne die Uhr und die Geldeinwurfschlitze waren einfach große Aussparungen im ansonsten komplett leeren Gehäuse. Ich habe – ungelogen! – aus JEDER einzelnen Parkuhr in dieser Stadt mit einem Bleistift und Kaugummi etliche 10 und 50 Pfennig-Stücke rausgeholt!!!

  9. 09

    Ich lachte, aber dann musste ich sofort an die eine oder andere Person aus meinem Umfeld denken, die darauf womöglich auch reingefallen wäre.

  10. 10
    sebastian

    Wie, Dein Auto macht Geräusche und Du fährst einfach in eine Vertragswerkstatt? Allzu helle scheinst Du nicht zu sein, dass Du das nicht alles selber machst. Musst doch nur mal in eine Reperaturanleitung schauen und dann auf ne Hebebühne fahren und die Antriebsachen einfach auswechseln….

    Ein großteil der Kommentatoren hier sollten sich den followup-Artikel vielleicht nochmal durchlesen. Der ein oder andere macht sich hier über die 50 jährige Hausfrau lustig, weiß aber selber nicht wie man eine Waschmaschine bedient. Die meisten von denen sagen doch, dass sie das ganze nur benutzen, weil sie mit ihren Freunden in Kontakt bleiben wollen. Warum sollen die wissen, was eine Browserzeile ist. Da haben Browser nun mal ne sau schlechte usebility.

  11. 11

    @sebastian: Die Adresszeile eines Browsers mit der Reparatur eines Autos zu vergleichen ist schon sehr gewagt. Ich würde sagen, wer sich in ein Auto setzt und losfahren will, sollte zumindest wissen, wo man den Zündschlüssel reinsteckt.

    (EU-Computerführerschein für alle!)

  12. 12

    @Sebastian:

    Wissen sie doch. Sie wissen nur nicht wie man den Code fuer den Immobiliser eingibt, ist der etwa nicht in dem Schluessel gespeichert?

  13. 13
    sebastian

    @Sebastian: Armin hat da schon recht. Zündschlüssel reinstecken entspricht in etwa dem „auf das blaue e klicken“. Aber wenn ich mich in die Lage der minimaluser versetzte, ist diese Browserzeile schon unheimlich, spätestens wenn ich mich auf der facebook-Seite befinde, steht da doch eine unerklärliche Wort- und Zahlenkette mit lauter Sonderzeichen.

  14. 14
    Ach ja

    Naja viele kennen ja nur Google und gehen jedes mal über Google auf eine Seite, dass ist schon traurig.
    Was ich aber richtig erschreckend finde, dass dies auch Facebook Nutzer sind. Bei denen würde ich ja mal davon ausgehen, dass es nicht die totalen Netzeinsteiger sind.

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