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Wieviel?

Ich verstehe bei dem ganzen Rummel um die sich dauernd ändernden Privatsphäreneinstellungen und andere Diskussionen bei Facebook und anderen Portalen nicht, wieso man als Betreiber einer erfolgreichen Plattform nicht einfach mal überlegt, ob Nutzer nicht auch bereit wären für den Service zu bezahlen. Natürlich dürfte das nicht zu einer digitalen Zweiklassengesellschaft führen, auch Nutzer der kostenfreien Version eines Dienstes müssen sicher sein können, dass ihre Daten weder verhökert noch per Grundeinstellung unfreiwillig sichtbar gemacht werden, aber es gibt doch genügend mögliche Zusatzfunktionen, mit denen man einen Anreiz für Premium-Accounts schaffen könnte?

Mir ist klar, dass man eine Basis von angeblich 400 Millionen aktiven Nutzern kaum mit einem Premium-Dienst erreichen kann (will sagen: Solche Zahlen erreicht man nur mit einem kostenfreien Dienst), aber selbst wenn am Ende nur 2% der Premium-Nutzer die Daten- und Privatsphärensicherheit der anderen 98% sichern, wäre das doch völlig in Ordnung und sollte sich rechnen.

Lässt man mal kurz die Grundsatzdebatte darüber weg, ob Facebook nun doof ist oder nicht: Wer von euch, der Facebook nutzt, würde für eine transparente, sichere und faire Version bezahlen? Und vor allem: Wieviel?

UPDATE Ich sollte den Begriff „sicher“ etwas besser erläutern, denn damit meinte ich nicht die technische Sicherheit. Die kann kein Geld der Welt kaufen – entweder, der Anbieter gibt sein Bestes, sie zu gewährleisten, oder er arbeitet schlampig. Technische Pannen können aber trotz aller Vorsichtsmaßnahmen jederzeit und überall passieren, leider. Bei dem Begriff „Sicherheit“ geht es mir hier um die Sicherheit, dass ein Portal meine Daten allein für den Betrieb der Plattform und nicht direkt oder indirekt als Einnahmequelle nutzt.

Hinweis: Ich bin (seit einigen Monaten wieder) Facebook-Nutzer, u.a., weil immer mehr Spreeblick-Besucher/innen via Facebook den Weg hierher finden, inzwischen beinahe so viele wie über Google. Ich tue mich aber mit dem Dienst immer noch schwer, was an der Unternehmenspolitik in Sachen Nutzerdaten liegt, aber auch daran, dass ich noch nicht ganz verstehe, warum es wieder zurück zu Walled Gardens geht, nachdem AOL, Compuserve und andere in den 90ern zurecht davon Abstand genommen haben.

79 Kommentare

  1. 01

    Ich. 5 € im Jahr.

  2. 02

    Naja… Bei diesem Beitrag den „Facebook-Gefällt-Mir“ Button zu drücken ist so die eine Geschichte. Aber immerhin. Ich denke gewisse Portale wären mir ohne Werbe/ichversauedirdeinlebenindemichinformationenverkaufe/Ad-Service-Scheiße um einiges lieber. Wie wäre es mit einem Pauschalbeitrag von 20 € für ein SCHEIßE FREIES INTERNET pro Monat….

  3. 03

    Nicht wirklich was.. Lieber schreib ich mal ne nette Mail, dass sie bitte alle Daten von mir zu löschen haben ;)

  4. 04

    Ich frage mal zurück:

    1. Ist Datensicherheit überhaupt ein Mehrwert, für den was bezahlt werden würde (vs. Schnelligkeit, Komfortfunktionen, Werbefreiheit … bei Flickr zahle ich für mehr Bilder einstellen können, sowas?)

    2. Ist es überhaupt technisch machbar, sichere und noch sicherere Accounts in einer social-networking-plattform, in der beide Account-Formen interagieren, zu unterscheiden?

    (Und 3. müsste das nicht eher politisch geregelt werden, also im Sinne von „social networking ist eine öffentliche Kommunikationsinfrastruktur, für die a, b und c gelten müssen“, z.B. Ausschlussverbot, Portabilität, offene Standards?)

  5. 05
  6. 06

    Ich würde für regelmäßig benutzte Websites, sofern es kein Adblock mehr gäbe und keine Alternativen, die sich an Datenschutzgesetze zahlen, 10 cent pro Monat und Website zahlen.

    Bin übrigens selbst Webmaster und finde die Zahl die ich so in den Raum stelle plausibel und sinnvoll.

  7. 07
    Jeriko

    Xing. Um einfach nur mal ein Wort in den Raum zu werfen.

  8. 08
    Dirk

    Vielleicht etwas blöder Vergleich – World of Warcraft kostet im Monat ca 12-14 € (je nach Bezahlvariante – Bankeinzug oder Prepaidkarte)
    Ein Grund wieso ich unter anderen aufgehört habe zu spielen – war einfach weil ich für das Geld einen nicht mehr zu frieden stellenden Service geboten bekommen habe. Die Technik wurde am Limit gefahren – es kam des öfteren zu Lags – Log-in Problemen und mehr.

    Insofern ist das erst einmal per se das Preis-Limit welches ich im Falle von irgendwelchen Premiumcontent – oben drauf zu meiner DSL-Flat bezahlen würde.

    Im Falle Facebook – währen imo 5€ im Monat ok. Ich gehe mal mit meinem Laienverständnis was Web-entwicklung – Programmierung ect pp betrifft ;) davon aus dass Facebook nicht so viel Kosten verschlingt wie WoW. Auch sind ja die Nutzerzahlen sehr unterschiedlich – Facebook hat die benannten 400 mio und afaik WoW so um die 11,5 – 12 mio

    so und an der Stelle wird’s natürlich zu nem Äpfel- / Birnen vergleich – der natürlich anfängt zu hinken ;) Aber trotzdem so in der groben Dimension bewerte ich Bezahl-Modelle

  9. 09

    @ Till: aber ist das clevere an Johnnys Frage nicht gerade, zu postulieren, dass es tatsächlich der Markt regeln könnte und dass man nicht nach einem Staat, der vorschreibt, schreien müsste?

    finde ich vom Ansatz her auch den besseren Weg.

  10. 10
    yenz

    Geh doch zu Xing!

  11. 11

    300 drachmen pro monat

  12. 12
    Jonas

    24€ pro Jahr, also 2€ im Monat.

    Ich denke auch, dass man auch einige Leute, besonders ältere und Deutsche ;-), erreichen könnte, die momentan eben wegen der mangelnden Privacy nicht in sozialen Netzwerken unterwegs sind.
    Die Frage ist weiterhin, ob man sogar ohne Gebühr, aber unter Wahrung der Sicherheit der Benutzerdaten nicht doch ein entsprechendes Netzwerk aufbauen könnte, dass profitabel ist. Über Vertrauen kann man die Nutzer viel stärker binden und es gibt sicher noch mehr mögliche Geschäftsmodelle als das (indirekte) Verkaufen von Nutzerdaten.

  13. 13
    Rufus T. Firefly

    N-I-X! Facebook ist ok um an kulturpolitische Nachrichten zu kommen, die ich mir aber, zumindest im Moment, noch anderweitig besorgen kann. Wenn ich mir das Geschreibsel der sogenannten Freunde durchlese… geschenkt noch zu teuer. Ich könnte darauf verzichten es bedeutet mir nichts

  14. 14

    Nichts. Einzig und allein aus dem Grund, dass ich Facebook (und jeder anderen größeren Website) nicht vertraue. Und wenn deine Daten „gestohlen“ wurden, bringt es dir auch nichts.
    Vertrauen könnte ich ihnen, wenn ich in deren Serverfarm reingucken dürfte und kontrollieren dürfte, was für Daten dort über mich gespeichert sind. Obwohl ich dann vermutlich wieder Angst hätte, dass andere meine Daten angucken können.
    Ich bleibe dabei, ich würde dafür nichts bezahlen.

  15. 15
    Philipp Jahner

    Ich hielt die 25 Dollar pro Jahr von flickr immer für einen wirklich extrem guten Preis. Vimeo nimmt für seine Extras 60 Dollar pro Jahr und überschreitet damit knapp meine Hemmschwelle. Das aber eher deswegen, weil mich die angebotenen Leistungen bei meiner Verwendung der Seite als (hauptsächlich) Empfänger und nicht Sender von Inhalten weniger reizen.

    Um ein sauberes Facebook zu bekommen, wie es jetzt ansonsten läuft, würde ich mich aus dem Bauch heraus eher unterhalb der 25 Dollar pro Jahr wohlfühlen. Alles darüber würde ich ansonsten (sehr wohl aufgeschlossen) vom Mehrwert abhängig machen.

  16. 16
    Julius

    nichts.
    also nicht mehr als das, was ich eh als webspace zahle. sprich: ich will keine woanders liegende gated community, ich will ordentliche schnittstellen um meine eigene community-seite selbst bei mir ins netz zu stellen (foaf und co.).

  17. 17
    Swen Wacker

    Ich denke „transparente, sicher und fair“ sind zu weiche Begriffe, als dass man aus den Antworten eine Tendenz erahnen können.

    Was genau ist z.B. für uns „transparent“?
    Als Gegner eines Walled Garden (ich teile Deine Befürchtung bzw. Deine Vergleiche mit AOL und Compuserve) wäre für mich Transparenz gleichbedeutend mit „default öffentlich“, wohingegen die Aigners dieser Welt unter transparent wohl exakt das Gegenteil verstehen werden.

    Für mich wäre es anders herum z.B. ein geldwerter Vorteil, wenn die Apps und die dahinter stehende Politik, solchen Apps, Quizzes und Spielen praktisch jedweden Zugriff auf Profile zu erlauben bzw Nachrichten „im Namen“ einer Anwenders zu verschicken, ausgeblendet werden würde. Ist das nun „sicher“ oder einfach nur „praktisch“ und „konfigurierbar“.

    Und „fair“ wäre für mich, wenn die Weitentwicklung des Netzwerkes Nutzerbestimmt, open source, werbefrei … verlaufen würde. Herr Zuckerberg würde das wohl als „unfair“ empfinden.

  18. 18
    karnival

    Wär ja schön, man müsste dafür zahlen. Dann würde sich umso schneller zeigen, dass man auch sehr gut ohne diesen Blödsinn auskommt. Die Welt hat sich mehrere Millionen Jahre um sich selbst gedreht und auch der Mensch hat sein Wissen erweitert, als noch der Bote losgeschickt wurde, Facebook und Co. sind doch Tamagotchis einsamer Nerds, die dort Farmville spielen. Traurige Welt.

  19. 19
    Operator

    2-5 Euro im Monat.

  20. 20
    MrQT

    wäre auch bereit zu zahlen. Bis 3€/Monat ist das voll in Ordnung.

  21. 21
    Frogster

    Für Facebook speziell überhaupt nichts. (Benutze ich auch jetzt nicht und ärgere mich schon über die ganzen „Einladungsemails“)
    Aber es gibt ja noch andere Dienste. Dort sehe ich plausible Preise eher im Mikrobereich (+- 1€ / Monat, eher aber noch als vereinzelte Zahlungen nach Flattr-Art), da ich denke, dass einerseits bei großen Nutzerzahlen auch mit kleinen Preisen ordentliche Umsätze gemacht werden können und andererseits wäre es mir persönlich einfach nicht mehr wert. Für beruflich genutzte Dienste natürlich auch mal mehr. Solange es aber keine Möglichkeit gibt, anonym im Netz zu bezahlen, fällt auch das flach (an Datenschutzversprechen von Unternehmen will ich nicht glauben).

  22. 22

    einmalig 100€ für Privatsphäre-Einstellungen, die man endlich mal durchschauen kann

    Spaß beiseite: Wird FB vertrauenswürdiger, indem man denen Geld überweist? Wo bleibt das große Social Network, das von einer Nonprofit-Organisation betrieben wird? Couchsurfing.org ist auf dem richtigen Weg, aber leider zu spezifisch.

  23. 23

    Ich würde dafür gar nichts zahlen. Das Ding ist, es gibt genügend Konkurrenten, die dann einen kostenlosen Dienst anbieten, ich würde einfach wechseln.

  24. 24

    Datensicherheit setze ich von jeder Internetplattform voraus, und wenn es eine gibt der ich extra ne Mark, Fünzig geben soll nur damit die Verbrecher meine Email adresse und klickprofil nicht weiterverkaufen, die haben doch wohl nen Vogel.
    Achja nochwas „Facebook“ braucht kein Mensch.

  25. 25
    Boogie

    Exakt soviel wie meine Daten, die FB verscherbeln könnte, wert sind: nix. Das ist doch ein fairer Deal?

  26. 26

    1 Euro pro Jahr … okay, 1,80…

  27. 27
    Alex

    > Ich verstehe bei dem ganzen Rummel um die sich dauernd ändernden Privatsphäreneinstellungen und andere Diskussionen bei Facebook …

    Ich verstehe den ganzen Rummel allerdings auch nicht. Gibt es etwa eine Facebook-Meldepflicht? Lasst uns lieber mehr auf die staatlichen Datensammler aufpassen, an denen man nicht so einfach vorbei kommt.

  28. 28

    @Wolle:

    Musik, Buecher, Internet, Fernsehen, Haarspangen und Uhren braucht auch kein Mensch.

    Eigentlich braucht der Mensch nur etwas zu essen und trinken. Und falls es sich um kaeltere Gefilde handelt etwas Kleidung und eventuell eine Behausung. Das ist alles was der Mensch zum ueberleben braucht.

    Also weg mit all dem anderen Kram?

  29. 29

    Ich glaube hier kommt die Schnelllebigskeitmentalität zu Tage. Facebook lebt doch auch unter anderem davon, dass man sich eben mal schnell registrieren kann und es sofort möglich ist, ALLE Funktionen zu nutzen.
    Wenn Facebook nun aber zu einem Service wird, den man bezahlen muss, werden es sich viele Menschen zweimal überlegen, auch wenn sie sowieso nur die kostenfreie Version nutzen würden.

    Ich persönlich habe keinen Account bei einem Social Network ala Facebook, und würde dementsprechend auch nichts dafür bezahlen.

  30. 30
    Holger

    10 € im Jahr, auch mehr.

  31. 31

    @Christian: Das ist zwar clever, mein Einwand bezieht sich aber eben drauf, dass ich nicht glaube, dass das eine marktgängige Eigenschaft ist. Ich kann mir (auch beim Blick auf die Kommentare hier) vorstellen, dass Facebook weiterhin genutzt würde, wenn dafür eine geringe Gebühr anfallen würde. Dass jemand extra zahlt, um „FB sicher“ zu bekommen, halte ich für völlig unwahrscheinlich.

    (Wenn ich die Eigenwerbung machen darf: ich finde, mein Text Die Sache mit Facebook erläutert ganz gut, warum FB trotz Datenschutzbedenken so massiv genutzt wird)

  32. 32

    ich wäre durchaus bereit etwas für „premium dienste“ zu zahlen – wie auch immer die dann konkret aussehen. das tue ich ja z.b. bei xing auch.
    als betrag wären so 5 euro pro monat meine schmerzgrenze.

  33. 33
    Ste

    Für was zahle ich denn dann eigentlich? Dafür dass der ganze Content von mir und den ganzen Freunden kommt? Dann müsste ja ich mich selbst und meine Freunde bezahlen.

    Also, bezahlen würde ich eventuell die Bereitstellung der facebook-oberfläche, ergo den technischen Hausmeister. Da würde ich erstmal wissen was der so machen muss, wieviel und was der dann am Ende braucht.

    Neben diesen Hausmeister gibt es noch den oberste ethischen Rat, der drauf guckt, dass alle schön brav sind, aber ich halte diese Position und dessen Wichtigkeit für fragwürdig, ich habe jedenfalls nicht vor die demokratische und freiheitliche Grundlage zwischenmenschlichen Diskutierens zu stören. Ich glaube Trolle können durch die Gemeinschaft ausgeschlossen oder irgendwie domestiziert werden (Sascha Lobo ist ja da Experte für).

  34. 34

    Ich glaube mit 20€ im Jahr könnte man einverstanden sein. Kommt halt darauf an, was dann da mit drin wäre…

  35. 35

    Fuer Security zahlen? Das waere ein seltsames Geschaeftsmodell. Ich wuerde aber locker 2 Euro im Monat fuer einen Bullshit-Filter zahlen, um automatisch alle Facebook Games (*ville und wie sie alle heissen) aus meinem Profil verschwinden zu lassen.

  36. 36
    Hannes

    Zahlen würde ich auf jeden Fall, aber die bereits gestellte Frage wofür müsste zunächst beantwortet werden: 1.) Sicherheit, 2.) Reibungsloser Zugriff mit garantierten Geschwindigkeiten 24/7 und 3.) Deutlich erweiterte Funktionalität.
    Interessanter ist aber die weitergehende Entwicklung dieses Themas. Ich glaube mit der Weiterentwicklung des Webcontents sowohl auf privaten wie auch wirtschaftlichen Seiten könnte der Schritt vom der Kostenloskultur des Web 2.0 zur Solikassenkultur eines Web 2.5 werden. Die meisten Webnutzer sind meist gut informiert und in der Lage, Preise und Angebote unheimlich schnell und effizient zu vergleichen. In einer Zeit, in der das Abrufen von Information zu jeder Zeit an jedem Ort immer wichtiger wird, könnte aus dem Wirtschaftsgrab Internet ein Wirtschaftsfaktor werden. Oder?

  37. 37
    Rox

    a) dafür zahle ich gar nichts
    b) niemand muss irgendwelche daten offenlegen

    Was über mich dort bekannt ist, sind meine Kontakte. Mehr nicht. Thema beendet.

  38. 38
    rob rob, der robert

    @Frau Klein: Im oberen rechten Eck eines Facebook-Posts findest du einen „Hide“-Button (heißt in der deutschen Version sicher anders). Klick beim nächsten Farmville-Posting mal darauf und du hast die Möglichkeit, Farmville kategorisch auszublenden. Das funktioniert mit jedem möglichen Friend und jeder App, die Wallposts sendet.

    Ich würde nicht für Facebook zahlen, im Übrigen.

  39. 39

    @rob rob, der robert: Jupp, was du fuer alle Anwendungen machen kannst, sobald diese von einem Deiner verspielten Freunde geladen wird. Weiss nicht was ich haeufiger klicke, hide or like ;)

    anyways. facebook als kontakthalteplattform ist fein, und fuer keine werbung und nicht nerven wuerd ich ein bisschen geben. sicherheit ist fuer mich kein bezahl feature…

  40. 40

    Ich würde für facebook genauso wie ich es für xing auch tue 5€ im Monat zahlen.
    Ich gehe aber etwas anders an die Sache heran.
    Alles, was die Welt nicht über mein Privatleben erfahren soll, gebe ich im Netz nicht preis. Denn alles, egal was und wo ich es schreibe, liegt auf mehr oder weniger sicheren Servern. Und solange die Regierung das Recht hat, diese Server mit Rasterfandungen zu durchsuchen, können Wörter, die ich schreibe, gefunden werden. Ich stelle mir das immer so vor: Früher haben wir unsere Meinungen und Personalien auf Papier geschrieben und die landeten in Aktenschränke. Manche Regierungen lasen den gesamten Schriftwechsel ihres Volkes öffentlich andere vielleicht heimlich aber sie taten es…… und so wird es auch jetzt aussehen…. Was weis ich von den Nachrichtendiensten der Welt? Und es gibt in den Firmen auch Abteilungen, die das Internet nach dem Marktverhalten der Benutzer durchsuchen. Das wissen wir doch. Wir sind es, die steuern, was wir von uns preisgegeben und was nicht.
    Das ist mir immer bewußt.
    Gruß Susanne

  41. 41
    Svennö

    YEAH, GEMA für Webseiten über Zwangsabgabe an den Provider!!!

    ;)

  42. 42

    Hinweis: Ich habe den Artikel ein wenig ergänzt, da es mir nicht um „Bezahlen für technische Sicherheit“ ging, hier hatte ich mich missverständlich ausgedrückt, sorry dafür.

  43. 43
    Seamus Anus

    nen feuchten händedruck und einen furz ins gesicht.

  44. 44

    @Johnny: Hmm, wenn du mit „sicher“ meinst: „Daten werden nicht in die Marketingabteilungscomputer eingespeist“, nehme ich an, dass das ganz schön hochpreisig werden könnte. Es geht ja nicht nur um Werbefreiheit, sondern auch darum, dass die ganzen Personalisierungsalgorithmen nur funktionieren, wenn sie „alle“ erfassen (oder zumindest nicht ein relevanter Anteil rausfliegt). Und ich weiss auch nicht genau, wie trennscharf zwischen Daten-für-Marketing und Daten-für-Empfehlungen-für-Freunde unterschieden werden kann. Letztlich klingt das ganze für mich so ein bißchen wie ein Kondom im social graph.

  45. 45

    Ich gehe konform mit @Philipp Jahner: 25€/Jahr wie bei flickr fände ich durchaus akzeptabel. Dann ohne Werbung, mein Content gehört mir (Bilder!) und mit Features, die für mich und meine Freunde sinnvoll sind – also keinen Gratisdünger bei FarmVille. Sicher, meine Freunde und ich stellen den Content, aber die Plattform, die den Kontakt erst ermöglicht, möchte ich nicht missen.

    Alleine die Vorstellung, ich müsste mir mein Netzwerk aus zwanzig verschiedenen Services zusammenstöpseln! Und dann alle Freunde dazu bringen, sich auf zwanzig Portalen anzumelden …

  46. 46

    @Till: Ich glaube, das kann man sehr gut trennen. Dass ein Service wie Facebook die Daten (intern) miteinander verknüpfen muss, versteht sich von selbst, ansonsten ist der Dienst ja sinnlos. Die Tiefe dieser Verknüpfungen sollte der Nutzer kontrollieren können (meine Bikinifotos sehen alle/ nur Freunde/ nur „freigegebene“ Freunde) usw. – es geht mir darum, dass der meiste Dreck, den Facebook und andere anstellen, doch allein durch die Dringlichkeit eines Geschäftsmodells entsteht. Verständlich, dass man ein solches braucht, mir aber unverständlich, warum man nicht mal ganz oldschool-mäßig denkt: Ein gutes Produkt gegen gutes Geld. Klappt bei anderen schließlich auch (flickr, 37signals, Vimeo).

  47. 47
    Ivor Bigbotty

    Also Geld bezahlen für Datensicherheit klingt für mich jetzt mehr nach Schutzgelderpressung. Ich zahle Geld pro Monat und die „beschützen“ meine Daten dafür,.. ansonsten kann ja ein „Unfall“ passieren und meine Daten landen „zufällig“ auf dem falschen Server.

  48. 48
    Steffen

    5 € Schnuppermonat
    10 €/Quartal
    15 €/Halbjahr
    20 €/Jahr

  49. 49
    Floda Nashir

    Ich nutze diesen Quark auch kostenlos nicht.

  50. 50
    fewweffwe

    Wann kapieren die Webzwonull-Lemmige eigentlich mal dass sie einen Dienst der ihnen nicht behagt auch einfach nicht nutzen können?

    Was für ein Theater! Macht halt einfach einen Bogen um Facebook und die werden ihre Methoden ändern oder in der Bedeutungslosigkeit untergehen. Aber soweit sind die Leute offenbar nicht mehr in der Lage zu denken. Man muss ja bei jedem Scheiß dabei sein.

  51. 51

    @fewweffwe: „…Man muss ja bei jedem Scheiß dabei sein.“

    yep genau das ist es ^^ Mainstream is gnadenlos. Ich denke mal aber ganz ohne Mainstream geht es nicht – irgend was ist immer der größte / neuste / heißeste Shit ;)

    und genau da liegt der Hase im Pfeffer – zu sagen – ja dann haut doch ab von Facebook – is imo nicht so einfach. Ich hab selber erst gegen Ende 2009 mir dort nen Account geklickt – und bisher eigentlich gar nicht so viel drin gemacht. Mal sehen wo die Reise da hin geht.

    Aber ich hab z.B knapp 1 1/2 Jahre WoW gezockt – erst auch boa wie geil is n das – die Sogwirkung kann ich definitiv nicht von der Hand weißen. Das Spiel wurde immer mehr aufgeweicht – spielerisch vereinfacht. Irgendwann wahr einfach die Luft raus – aber auch dort gibt es anscheinend noch genug zahlende Abonnenten, obwohl sich die Community ständig aufregt, um die Cashcow zu melken.

    unterm strich sollte man immer die Möglichkeit der Erfahrung aus erster Hand sehen. Wenn man die unfreiwillige Phase des Fanboys überstanden hat kommt meist die Ernüchterung von alleine. Ich finde es nicht schlimm einem Trend mal so hinterher zu laufen – denn ständig einen auf Alternative zu machen wird auf Dauer auch Langweilig. Der Blick über den Tellerrand sollte aber immer frei bleiben.

    Nun frag ich mich aber ernsthaft – welchen Mehrwert könnte Facebook bieten um zu zahlen – Downloads von Songs oder TV shows??? vielleicht – Onlinespiele die irgendwo zwischen Farmville und World of Warcraft liegen. Ich gebe zu die Nummer – zahlen für besseren Datenschutz – is quatsch. und eigentlich will man eben keine Funktionen wiederum missen die man mit dem nicht zahlenden Freund dann nicht gemeinsam nutzen kann.

    Aber gerade bei Musik – man bekommt einen Song empfohlen und denkt sich – ja den jetz ganz easy auf meinen iPod bitte. Bisher müsste man sich umständlich in andere Stores begeben. oder wenns n stream is kann man den noch irgendwie mitschneiden. Für die convininence dann nen legalen / offiziellen dowloadbutton zu haben – könnt ich mir schon vorstellen dafür zu bezahlen. Der Mehrwert müsste vielleicht mehr in Richtung offline-verfügbarkeit gehen …. hmmm – naja so ma von mir gebrainstormt ;)

    mfg Dirk :D

  52. 52
    anonym

    Wie blöd, juvenil, urteilsunfähig, saturiert oder exhibitionistisch muß man wohl sein, um bei so einem Scheiß, ob er nun Facebook heißt oder sonstwie, mitzutun?

  53. 53
    Dirk

    @anonym: und wie introvertiert / langweilig um es nicht ausprobiert zu haben ?

  54. 54

    @anonym: Wie feige muss man sein, um auf Spreeblick anonym rumzutrollen und tolle Pauschalverurteilungen zu fällen?

  55. 55
    anonym

    @ Magnus
    Ach, auf Spreeblick darf man in den Kommentaren kein Pseudonym, das „anonym“ lautet, verwenden und sollte möglichst auch nicht seine Meinung sagen? Ich danke Ihnen sehr für den Hinweis.

    Was auf anderen Blogs seit Jahren ohne Probleme funktioniert, geht also auf Spreeblick nicht. Eine klare Aussage. Wenn Sie meine Meinungsäußerung stört und Sie gleichzeitig so tolle Argumente hier aufbieten können, werde ich mir selbstverständlich ernstlich überlegen, ob ich zukünftig darauf verzichten kann, um Ihre ureigenen Hausrechte besser zu respektieren. Ich hatte ja vergessen, daß man im Netz immer seinen Klarnamen angeben muß, um überhaupt eine Meinung anbringen zu dürfen. Stand das nicht sogar in den AGB von Spreeblick, Magnus?

  56. 56

    @anonym: Können wir den Ton mal wieder runterschrauben? Egal mit welchem Namen? Danke.

  57. 57
    Dirk

    @Magnus:

    na klar ist es wurscht – Jeder kann darf schreiben wie man mag – ob anonym oder mit Klarnamen – jeden wie es genehm ist.

    Aber dein Spruch ging mehr in die Richtung „alle Gamer sind potentielle Amokläufer“

    Es stimmt es gibt sehr viel Internet-exipitionismus – ob in youtube videos oder auf Twitter ect pp. – aber der steht doch gar nicht zur Diskussion.

    Es geht um die Frage ob man für diverse Dienste auf FB bereit währe zu zahlen und nicht darum ob man FB mag oder nicht. Somit hat sich imo der Artikel eher an FB – Nutzer gerichtet.

    Schade an für sich ein spannendes Thema – dass es sich lohnt diskutiert zu werden.

    @Johnny Haeusler: „Können wir den Ton mal wieder runterschrauben? Egal mit welchem Namen? Danke.“

    jaaa :D

    mfg Dirk ;)

  58. 58

    *AUSHOL* Ich nutze Facebook nicht, um meinen Exhibitionismus auszuleben – dafür habe ich ein Blog und Twitter, der Inhalt dort ist dann für alle sichtbar. Ich bin auch nicht blöd oder juvenil und bewege mich sicherlich schon zumindest so lange Zeit in sozialen Netzen, dass ich ein gewisses Gefühl für die Privatheit meiner Daten entwickelt habe. Facebook bietet mir vor allem eine Plattform, auf der ich mit Menschen kommunizieren kann, die ich mir selbst aussuche (anders als z.B. hier auf Spreeblick, haha). Wären meine alten Freunde, Mitstudierenden oder Verwandten irgendwo anders zu finden, wäre ich auch nicht auf Facebook.

    Die Bequemlichkeit, Inhalte wie Text, Links oder Bilder einfach und zentriert miteinander zu teilen, bezahle ich auf Facebook im Moment blöderweise mit einer eingeschränkten Hoheit über meine Daten, weshalb ich das Ganze auch immer noch kritisch beäuge und mich bei jedem Contentfitzel, was ich da reinstelle, frage, in wie weit ich die Rechte daran hergeben möchte. Wenn das anders würde und ich dafür etwas zahlen müsste, würde ich mir das durchaus was kosten lassen.

  59. 59

    @Dirk: Hoppla, da ist was verrutscht in den kommentaren, oder?

  60. 60

    Es geht doch vor allem gar nicht darum, ob Facebook oder seine Nutzer nun blöd sind oder nicht, das sagen andere Leute über Blogger, wieder andere über Internet-Nutzer generell und nochmals andere über Skifahrer.

    Facebook ist ein aktuelles Phänomen der Popkultur, das man nicht wegdiskutieren kann (wieso auch?). Für manche Netz-Nutzer ist Facebook mittlerweile quasi ein Synonym für „Internet“, die Site ist tatsächlich ein globales Dorf. Ich halte es für wenig sinnvoll, dem mit Ignoranz, Arroganz und Intoleranz zu begegnen.

    Aber darum sollte es ja auch gar nicht gehen. :)

    Schon irre: Es genügt die Erwähnung von Facebook oder Twitter oder anderen etwas jüngeren Netz-Diensten und schon donnern ähnliche Reaktionen raus wie vor einigen Jahren bei der Erwähnung von Blogs. Nur aus anderen Ecken.

  61. 61
    fewweffwe

    Ich finde es dennoch erstaunlich. Erst kaufen alle Windows (warum auch immer) und wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist – durch ihr eigenes verschulden – schreien alle Monopolist. Ja wer hat denn dafür gesorgt dass es so gekommen ist – keienr hat sich Gedanken über Alternativen gemacht, keiner hat sein eigenes Verhalten hinterfragt. Alle haben schön Windows gekauft udn davon geredet dass manche Alternative zu exotisch ist.

    Selbiges bei eBay oder Google…

    Jetzt wieder bei Facebook.

    Ihr seid es selbst die solchen Firmen den Monopolstatus verleihen. Da mus sman sich nicht hinterher wundern wenn man die Rechnung bekommt.

  62. 62
    Dirk

    @Magnus: ;)
    hmm . also wenn ich dich richtig verstehe war es bei dir schon so, dass du auf FB gelandet bist um mit Menschen aus dem RL in Kontakt zu bleiben. Also auch nicht ganz freiwillig.

    ohne dir jetzt „Mitläufertum“ zu unterstellen – es war dann ein dezenter Gruppenzwang ;) kann ich gut nach vollziehen – denn daran merkt man ja auch den Nutzen, den solch eine Plattform bietet und das meine ich durchaus positiv. Diese Netzwerke bieten einen ja auch etwas und man möchte natürlich nicht „Außenseiter“ sein.

    würdest du nun ausschließlich für die Tatsache zahlen wollen, dass FB nicht so mit deinen Daten hausieren geht?
    Welche wirklicher Mehrwert müsste da aber dabei sein? Ich würde schon germe Gimmicks haben wollen, die sich auch lohnen – wie z.b. den schon erwähnten Download eines Musikstückes damit ich den Song auch auf meinem iPod offline nutzen kann.

    Das ist glaube ich auch die Richtung die Johnny meinte. wenn ein paar Prozent Pay-content auf FB nutzen würden – dann bräuchte der Dienst ja gar nicht so viel Datensätze an dritte Verkaufen um sich zu finanzieren und alle würden davon profitieren.

    @Johnny Haeusler: Mainstream polarisiert immer und führt leider zwangsläufig zu Mainstreambashing – schade eigentlich.

    Ich fand den Aufhänger interessant – vielleicht ergibt sich ja noch ein netter Diskurs^^

  63. 63

    @Dirk: „Gruppenzwang“ trifft es schon, ist aber eine notwendige Voraussetzung dafür, dass so ein soziales Netzwerk wuppt. Ich halte mich natürlich dort auf, wo die meisten Kontakte sind oder potenziell entstehen können. Sonst könnte ich ja ein schmuckes Portal auf meinem eigenen Rootserver implementieren (ist gar nicht mal so schwer heutzutage), mich da rein setzen und warten, dass alle zu mir kommen. Kommen sie aber nicht.

    Was den Mehrwert angeht, stimmt, nur dafür, dass Facebook keinen Blödsinn mehr mit meinen Daten machen kann/will, was zu zahlen, ist vielleicht etwas billig – für FB. Worin aber nun noch Mehr Mehrwert bestünde, darüber müsste ich noch nachdenken. Auf Flickr ist das mit den Premiumdiensten recht schlau gemacht, da zahlt man dafür, dass man mehr als 200 anschaubare Bilder mit mehr Optionen hochladen kann. Auf Xing hat man mehr Kontaktmöglichkeiten für den Premiumaccount. Auf Facebook … wenn die jetzt den kostenlosen Account runterdumpfen und die vormals freie Features verhökern, verlieren sie sicher auch Leute. Aber wenn genug bezahlen, kann ihnen das vermutlich Wurst sein.

  64. 64
    Dirk

    @Magnus: „… Auf Facebook … wenn die jetzt den kostenlosen Account runterdumpfen und die vormals freie Features verhökern, verlieren sie sicher auch Leute. Aber wenn genug bezahlen, kann ihnen das vermutlich Wurst sein.“

    genau das wurde ja auch schon angesprochen.

    ähnliche Diskussion im Rollenspielsktor [das is ma mein fable ;) ] monatliche Gebühren vrs Itemshop. Wie balanced ist das Spiel dann noch – wie fair, wenn nicht mehr spielerisches Können sondern der Geldbeutel entscheidet?

    Auf FB umgemünzt – könnte man nun hier die Netzneutralitätskeule gleich raus hohlen und das imo zurecht. Es währe natürlich unfair, wenn man auf einmal nicht mehr die Features wie gewohnt bekommen kann, die einem auch den gewohnten Informationsaustausch bieten.

    Ich hätte noch ne Idee – cloud-computing (im weiteren sinne) – auch ein sehr beliebter Dienst
    z.B. 2 bis 10 gig online-hd mit allen Schnick Schnack
    Dateien drauf schaufeln nur mit Premiumaccount – welche runter laden jeden dem ich es erlaube – egal ob Bezahlnutzer oder nicht
    …. ach gibt schon ne Menge Sachen die Sinn machen aber auch nicht alle unbedingt brauchen

    mfg Dirk :D

  65. 65
    Ste

    @Dirk (Johnny): !

    Vorschlag: Man könnte Plus-Accounts und normale, kostenfreie Accounts verwenden. Denn ich glaube, dass Schüler eher nicht zahlen wollen und/ oder können; denen muss man eine kostenfreie Variante ermöglichen. Die Plus-User zahlen eine freiwillige Summe (Stichwort „Kultur des Gebens“ nach Derrida; siehe dazu auch die Freiwiligensteuer-Debatte um Sloterdijk) und dafür wird denen eben ein „Plus“ angeboten, je nach dem was sie sich an Plus-Aps wählen und nutzen möchten.

  66. 66
    bandoo

    Ich finde facebook wird hier kleingeredet. Begriffe wie „Gruppenzwang“ sind im Kontext mit Dingen wie „alle lassen sich ein Tattoo stechen, also mache ich das auch“ angebracht. Hier erscheint es mir als würde man zu einem Autofahrer oder Bahnfahrer sagen er erläge irgendeinem Gruppenzwang. Social Networks bringen einfach Vorteile, gerade in einer globalisierten Welt. Ich kann das Leben meiner Kumpels weiter verfolgen, selbst wenn sie in einem anderen Land sind. Ich kann mich mit anderen Kommilitonen in Gruppen austauschen oder mit Frauen meiner Uni flirten. Social Networks sind kein temporärer Trend wie Tamagotchis oder hässliche 90er-Jahre-Leggings. Als Handys groß wurden musste man sich ähnliche Sprüche anhören. Heute kenne ich kaum mehr einen der keines hat. Das Problem ist tatsächlich ob wir unsere Daten an einen einzigen Konzern geben wollen. Da wäre es sicherlich absolut sinnvoll über dezentrale Lösungen nachzudenken, die in Richtung Jabba gehen. Ich bin kein IT-Nerd, aber das sollte doch machbar sein.

    Facebook hat einen wahnsinnigen Vorsprung durch seine gigantische Nutzerzahl. Ich glaube nicht, dass mehr Werbung oder zum Beispiel ein Limit für eingestellte Bilder dramatische Auswirkungen hätte. Darüber hinaus wären ein paar Features sicher nett und auch nötig, wenn sich jemand einen Premium-Account holen soll. Vielleicht Gutscheine für Restaurants und Lokale Veranstaltungen. Da verdient facebook gleich doppelt.

  67. 67
    Dirk

    @bandoo: Der „Gruppenzwang“ wahr wirklich etwas harsch gewählt – deinen Vergleich mit Auto und Bahn finde ich daher ok ;)

    Nichts desto trotz ist es aber so – das bei einem neuen Hype erst mal „alle“ hinterher rennen – weil man könnte ja etwas verpassen. Die Frage ist nur wenn der Hype sich etwas gelegt hat – was bleibt?

    Sehen wir ja auch an Google – momentan sind sie mehrfach unter Bedrängnis – ihre Alleinstellungsmerkmale gehen immer mehr verloren.

    Ich denke durchaus auch, dass man in Zukunft (eigentlich schon heute^^) in ein bis zwei Netzwerken vorhanden sein muss – um z.B. auf dem Arbeitsmarkt eine Chance zu haben. Die klassische Bewerbungsmappe wird immer mehr obsolet. Erst wurde gewarnt wegen Party-Fotos – das könnte den Personalchef vergraulen und nun wird eine Präsenz quasi gefordert ;)

    von daher stimme ich dir zu Social Networks gehören einfach selbstverständlich immer mehr zum Alltag dazu wie den Müll herunter zu schaffen.

    mfg Dirk :D

  68. 68

    Ich würde sowohl für Twitter, Gmail als auch Facebook einen Betrag zahlen. Sagen wir 5,- Euro pro Service. Monatlich.

    Allerdings nutze ich neben meinem E-Mail-Account kaum einen Social-Networking Dienst (E-Mail ist Urform des Networkings, nicht wahr) und interessiere mich nicht sonderlich für Mr. Zuckerberg’s Datenschutzphilosophie. Von mir aus kann er sogar wissen, wie oft ich Sex habe oder aufs Klo gehe. Wen interessiert das schon?

    Ein weiterer Hype um eine weitere Datenkrake. Nichts als Blabla.

    Ich würde es jedenfalls begrüßen, mich auf die spam- und idiotenfreie Seite der Zweiklassengesellschaft stellen zu können, wenn ich dafür ein paar Euronen springen lasse!

    Übrigens: Wenn ich Worte wie Adblock in so einem Zusammenhang höre, dann möchte ich kotzen und das Bild bei Facebook reinstellen, damit es jeder sieht.

    Wie kann man im Jahr 2010 immer noch ignorieren / boykottieren, dass die Webgesellschaft sich hauptsächlich durch Werbung finanziert?

  69. 69

    @Johnny Haeusler: Ja, aber wenn Facebook die Daten intern verknüpft, werden sie eben doch verknüpft. Außerdem klingt das für mich immer noch ein bißchen nach „dafür zahlen, dass die Datenschutzbedingungen eingehalten werden“ – und eben nicht nach „dafür zahlen, dass es mehr Speicherplatz, schönere Layouts, weniger Werbung … gibt“.

  70. 70
    jan

    So 2-3 € im Monat fände ich ok. Nervt mich schon eine Weile, dass das nicht angeboten wird. Geht doch bei anderen Seiten auch – last.fm etwa, ein paar Euro für website ohne Werbung und mit ein paar Extras. Ich denke aber, dass das allen Nutzer die Realität der Datennutzungs klar vor Augen führen würde und dass facebook daran vielleicht gar nicht interessiert ist.

  71. 71

    Wenn Facebook mir eine vernünftige Verfügbarkeit ohne Fehlermeldungen und Fehlfunktionen garantieren kann und ich alles so einstellen kann wie ich mir das vorstelle, werde ich nochmals über die Frage nachdenken.

  72. 72

    Facebook ist im Endeffekt doch Twitter für weniger nerdige Leute, oder?
    Ist zumindest mein persönliches Empfinden. Dementsprechend würde ich dafür auch nicht zahlen wollen.

  73. 73

    Ich teile die Meinung derer, die Datenschutz und Privatsphäre als Grundvorraussetzung sehen, überhaupt ein solches Portal zu betreiben. Entgelt könnte man lediglich für Zusatzleistungen fordern. Alles andere wäre meiner Meinung nach indiskutabel.

  74. 74

    @Johnny Haeusler:
    Oha
    http://www.tschlotfeldt.de/elearning-wiki/Walled_Garden

    Die Ansprüche unterscheiden sich immens, wenn man
    entweder Kommerziell oder Privat unterwegs ist.

    Neue Geschäftskontakte können durchaus auch mit
    Hilfe durchschnittlich begabten Lesern funktionieren.

  75. 75
    katja

    Ich wäre
    1.) bereit, für facebook 3€ – 5€ monatlich zu zahlen, weil es für mich derzeit wichtigster Kommunikationskanal, Sozialschnittstelle und Arbeitstool ist. Mir ist egal, was FB oder sonstwer mit meinen daten macht – sollen sie mir personalisierte Werbung schicken.
    2.) ein Micropayment implementieren, dass es der Nutzerbasis ermöglicht, für coole Dienste mal nen Euro dazulassen, wenns grad passt.
    3.) die Debatte über den Freiheitsverlust in einem kontrollierten Netz anregen, denn ganz abgesehen von dem, was uns jetzt aufgrund unserer Daten gezeigt wird, wird uns eine ganze Menge NICHT mehr gezeigt – da fängt das Problem an – eine Vorsellektion enthebelt den Zufall, die Unfreiheit hält Einzug. Jetzt grad, steztig mehr.

  76. 76
    katja

    Nachtrag: mir ist bzgl. Werbung egal, was FB mit meinen Daten macht – bzgl. der noch auf uns einströmenden Angebote, die mittels des neuen Social Cloudings ermittelt werden, siehts da ganz anders aus.

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