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Die Sechs-Dollar-Jobanzeige

jobsuche

Der Texter Alec Brownstein war auf der Suche nach einem neuen Job und agierte clever: Er suchte die Namen der Zuständigen von fünf New Yorker Agenturen heraus, für die er gerne arbeiten wollte, und schaltete Google-Ads. Wann immer einer der Agentur-Direktoren seinen eigenen Namen googelte, erschien Brownsteins Jobgesuch als Anzeige über dem Suchergebnis. Gesamtkosten: Sechs Dollar.

Das Resultat ist klar, denn sonst wäre das nachfolgende Video kaum einen Blog-Eintrag wert.

[via, gefunden in den RSS-Empfehlungen von Max]

31 Kommentare

  1. 01

    das geilste ist eigentlich: das video hat exakt null (in zahlen: 0) zusatzinformationswert zu dem kleinen text, den du da vor gesetzt hast..:) wahrscheinlich ist hier deswegen auch noch kein sinnvoller kommentar. immernoch nicht.

  2. 02
    peter H aus B

    @nilz:
    In det Tat, sehr seltsam.

  3. 03
    Mister T

    @nilz: Doch! Nämlich: Tony Granger googelt seinen Namen nicht.

    Dafür hab ich jetzt eine Minute dieser Fahrstuhlfickfilmmusik ertragen.

  4. 04

    @Mister T: Oder er hat sich ertappt gefühlt.

  5. 05
    fewweffwe

    Sind:

    I got interviews with …

    und

    I got job-offern from…

    und

    I now work for…

    keine Zusatzinfos?

    Daran kann es also nicht liegen das ihr keine sinnvollen Kommentare hinbekommt.

  6. 06

    Das tolle an der Sache ist doch, dass es geklappt hat.
    (wenn die Story wirklich stimmt)

    Denn wie hoch ist den die Chance, dass diese Leute wirklich Ihren namen bei google eingeben und danach suchen und dann noch die Anzeige anklicken ?

  7. 07
  8. 08

    @nilz: Ich lachte. Sehr. :) Ja aber was hätte ich denn sonst tippen sollen? Ich dachte, ich gebe mal die Basisinfo für die, die das Video nicht sehen können oder wollen.

  9. 09

    @name:

    Vielleicht hat ja auch jemand anders die Leute gegoogelt und ihnen Bescheid gesagt oder es ist irgendwie indirekt zu ihnen gelangt. Auf jeden Fall eine geniale Idee finde ich.

  10. 10
    Mr. Mr.

    Für den geneigten Narzissten ist sich selbst zu googlen nicht wirklich abwegig.

  11. 11

    @Mr. Mr.: Zumal in Kreativagenturen … Ich denke auch, da hat jemand seine Zielgruppe sehr gut erkannt. :)

  12. 12
    Kommentator

    @Mister T (3):
    Ich bin immer dankbar, wenn die Musik nicht zu sehr von der Aufgabe ablenkt… Insofern ist diese Musik als „FFM“ vorbildlich geeignet.
    (Persönlich bevorzuge ich allerdings nach wie vor den Klassiker für alle Arten von Entertaiment in Fahrstühlen, also – Jake und Elwood sind meine Zeugen – diesen hier (meinetwegen instrumental):
    http://www.youtube.com/watch?v=UJkxFhFRFDA
    Kommt aber nicht drauf an.)

  13. 13
    bubu

    @Trotzendorff: Dabei ist Tony Granger just der aus der Liste, der bei Y&R sitzt, wo der Alec jetzt angeblich arbeitet. Oder bin ich jetzt blöd?

  14. 14

    Tja, das geistert durch alle Köpfe. Die Zeiten, in denen es verurteilt wurde, den eigenen Namen zu googeln sind glücklicherweise vorbei. Ein Hauch Narzismus wird wohl immer eine Rolle spielen. Was soll’s? Heute im Datensammelzeitalter muss man ja fast ein Auge drauf haben, wo man wann und wie zu unvorsichtig vorgegangen ist. Was das www alles über mich weiß, lass ich mir gerne von Google zeigen. Ist zwar nur die Spitze des Eisbergs aber mittlerweile schon irgendwie notwendig. Und bisweilen sogar witzig, wenn man (wie ich) die zweifelhafte Ehre hat, Kevin zu heißen:
    http://keffster.blog.de/2010/05/10/eigener-sache-8560545/

  15. 15
    fredge

    Ich find’s ziemlich schlimm, dass man 6 Dollar zahlen [sic!] muss, um einen Job zu bekommen.

  16. 16

    Das zeigt wieder, cleverness hilft beim jobfinden. Ich frage mich nur, ob ich in solch einer Lage auch so clever wäre.

  17. 17

    Sich selbst zu googeln ist notwendig, wenn man wissen will, was im Netz alles so über einen rumschwirrt. Ob das mit Narzissmus oder mit Selbstschutz zu tun hat, das mag jeder selber für sich beantworten. Leider wird vermutlich diese Idee des Selbst-Inserats nun inflationär genutzt und damit wertlos werden.

    6$ finde ich recht günstig. Ich kenne Leute, die mit Top-Abschluss Bioinformatik 40 Bewerbungen verschickt haben, von denen auch nur um die 5 zu einem Vorstellungsgespräch geführt haben. Kostet deutlich mehr Porto als 6$.

  18. 18

    @bubu: Das stimmt, aber eingeladen hat er ihn nicht. Komisch das.

  19. 19

    @fredge
    Naja, jedes gute Bewerbungsfoto ist deutlich teurer – und die Kosten sparen die Leute in den USA ja.

  20. 20

    @keffster:
    So in etwa funktioniert das.
    Introvertierte Spinner haben, wie Du sagst, ein Medium gefunden, welches es Erlaubt auch Dünnpfiff von sich zu geben, ohne Anspruch auf Nachhaltigkeit.

    Psst

    http://www.myspace.com/druhrin

    Wirklich nicht böse gemeint.

  21. 21
    fredge

    @creezy: Das stimmt.

    Ich will auf keinen Fall eine Diskussion anzetteln.

    Vielleicht darf man aber sogar fragen, wieso man als jemand, der eine Arbeit für jemanden leisten will, sich überhaupt anpreisen muss. Strange world. ;-)

  22. 22

    @PiPi:
    Ich versuche verzweifelt, Dir zu folgen. Welche Medien intovertierte Spinner gesucht haben könnten, weiß ich nicht, weil ich ein extrovertierter Spinner bin. Und wenn man beim Wandern durch die Weiten des Internet eines NICHT mitbringen muss, dann ist das Nachhaltigkeit. Diesbezüglich sortiert sich die wabernde Masse im Relevanzspektrum selbst. Soll heißen: Nicht wer Input in die www-Welten spuckt, sondern wer es konsumiert, legt fest, ob irgendetwas nachhaltig ist. Und wenn man sich mal beispielsweise anschaut, was die meisten klicks erreicht, kommt man leider zu der Erkenntnis: Ja, was wir für Dünnpfiff halten, setzt sich erstaunlich oft durch. Aber zurück zum Eingangssatz: Was hat das damit meinem vorherigen Kommentar zu tun?

  23. 23

    @nilz:
    Derselbe Inhalt beider Texte gibt uns doch eine tolle Gelegenheit, die Form zu vergleichen: Der „Film“ zeigt was für ein großartiger Texter der Mann ist. Besser & dramaturgisch effektvoller kann man diese Geschichte nicht erzählen, bis hin zur Punchline am Schluß, das ist ganz großes Tennis. Die Aktion selbst und der „Film“ darüber sind meines Erachtens ehrfurchtgebietend perfektes Selbst-Marketing.

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