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Mek Wito, Erasmus von Meppen und Frédéric Valin bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick

Zu sagen, Mek Wito sei charmant, ist eine arge Untertreibung. Zu sagen, er sei gewitzt, eine Verharmlosung. Eigen und eigenartig, ohne groß Aufhebens darum zu machen, schreibt er über Kleinigkeiten, die ihm auffallen, und Großartigkeiten, die er nicht versteht. Poetisch und pointiert zugleich, ist er, wie es einmal hieß, „der Thomas Meggle“ unter den Schreibern.

Erasmus von Meppen heißt natürlich nicht Erasmus von Meppen, aber das ist nicht weiter von Belang. Kenner klassischer Musik, der er ist, hat er einen Sinn für absurde Phrasierungen, zum Beispiel zwischen Mann und Frau. Ironisch „mit gesunder Härte“, wie es im Fußball heißt, und vornehm dabei: so beliebt es sich zu scherzen.

Frédéric Valin organisiert normalerwese diese Bühne und fällt in erster Linie durch seltsame Ansagen und die Ankündigungstexte auf Facebook auf. Er hasst es, in der dritten Person von sich selbst zu sprechen, weswegen ich jetzt ins Ich wechsle: Von mir wird es eine Anleitung zur Flugangst geben, oder vielmehr einen Ratgeber, wie man sich, wenn man denn Flugangst hat, auf keinen Fall verhalten sollte, wenn man denn doch noch ins Flugzeug steigen will schlussendlich.

Mek Wito, Erasmus von Meppen und Frédéric Valin bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick
Mittwoch, 19. Mai 2010 um 20:30
Reuterstraße 63, Yuma Bar

Eintritt frei, Austritt mit Hut

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