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Randgruppenbegegnungen

Während vor den Ständen der großen Spiele- und Hardwarehersteller heftige Tumulte wüten, sobald es dort Frauen und Spiele zu sehen gibt, haben nicht alle Aussteller das Luxusproblem, sich vor den Besuchermassen retten zu müssen.

So ärgern sich die Stand-Soldaten der Bundeswehr, dass die pickelige Nerdjugend lieber zum Controller als zur Maschinenpistole greift. Und auch die Popcornmaschine in unmittelbarer Nähe vermag an dieser unbrisanten Lage nichts zu ändern. Vielleicht ist das für den Weltfrieden aber auch besser so.

Doch auch einer jugendnahen politischen Gruppe geht es nicht besser: Die Piraten haben ihren Stand zwar mit Pac-Man ausgestattet und zeigen passend dazu Lavalampen, die Idee des „Pirate Gaming“ scheint aber selbst bei der Randgruppe der Spieler nur eine Nebenrolle zu spielen. Wenn man ständig von knapp bekleideten Hostessen (nur wenige Stände weiter und stets in Sichtweite) sowie nicht minder extravagant gekleideten Cosplayerinnen umringt wird, die jungen Hormone also sowieso schon verrücktspielen, dann scheint die Politik auch mal kurz bis zum nächsten Treffen der Crew warten zu können.

Möglicherweise liegt es auch einfach nur daran, dass die Besucher zu einer Spiele-Expo kommen um zu spielen, und nicht um sich um Politik zu kümmern.

Der Friseursalon in einer der Hallen konnte sich über mangelnden Andrang übrigens nicht beschweren.

11 Kommentare

  1. 01
    FoEl

    „Während vor den Ständen der großen Spiele- und Hardwarehersteller heftige Tumulte wüten, sobald es dort Frauen und Spiele zu sehen gibt“

    Du sagst es ja selbst, die Frauen sind zentral. Und da sind Piratenpartei und Bundeswehr ungefähr gleich (un)attraktiv :)

  2. 02
    Marc Biebusch

    Der Stand der Piraten war übrigens von einer Frau bevölkert!

  3. 03

    Die Bundeswehr dachte wohl tatsächlich, dass killerspielespieler lieber mit richtigen waffen schießen.
    Was haben die da überhaupt zu suchen?

  4. 04
    tucholsky hatte recht

    nun war es ja nicht so, dass die bundeswehr die gesamte zeit alleine war.
    als allerdings (endlich) einige leute an ihrem stand auftauchten, war ihnen das auch nicht recht. aber lest einfach selbst: http://de.indymedia.org/2010/08/288122.shtml

  5. 05

    @tucholsky hatte recht:
    Interessanter Ansatz

    Gamer mit Politischen Ambitionen zu konfrontieren.
    Wer zuerst dagegen schiesst hat verloren oder was?

  6. 06
    leo

    wegholzen!

  7. 07

    Letztes Jahr hatte die Bundeswehr einen Schützenpanzer in der Halle, mit zwei Animateuren in Uniform drauf, die T-Shirts und allerlei Zeug in die Menge geworfen haben.

    Da konnten sie über mangelnden Andrang nicht klagen.

  8. 08

    @Herr Kaliban:
    Das schließt den Kreis.
    (Die doofe Rechtschreibprüfung ist hiermit abgeschlossen.)
    Uuupps

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