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Paypal jetzt noch sicherererer

paypal

Screenshot aus dem iPhone-AppStore.

UPDATE Auweia, ist mir das peinlich, die machen das ja absichtlich, als Werbeslogan. Tut mir leid. wusste ich echt nicht, ich verfolge keine Paypal-Werbung. Mist. Verdammter. Sorry.

27 Kommentare

  1. 01
    Freddy

    Schau doch mal auf ebay.de oder paypal.com – Das schreiben die schon länger so ;)

  2. 02

    @Freddy: Scheiße, ist das peinlich. Danke für den Hinweis. :(

  3. 03
    Daniel

    Ist doch nett. Paypal zeigt es diesen unflexiblen Sprachnörglern, die an solchen Unsinn wie Absolutadjektive glauben und herummeckern, wenn man Wörter wie „der einzigste“ oder „am bestensten“ verwendet.

  4. 04

    Am Berliner Alexanderplatz wurde man mit dieser Idee bis zum Erbrechen vollgeworben. Siehe http://www.juber.de/wss/?p=5568

  5. 05
    ben

    Auweia, und schon hat die Strategie wieder für etwas mehr Verbreitung gesorgt :D

  6. 06

    Ich möchte Ihnen allen etwas zeigen:

    http://www.youtube.com/watch?v=3tDIQaagNyw

    Wer nach einer solchen Werbekampagne (denn es soll/te eine sein, siehe http://www.youtube.com/user/DiePALS#p/u ) auch nur in Erwägung zieht, bei dem Verein Kunde zu werden oder zu bleiben, der hat echt den Schuß nicht gehört.

    Sorry

  7. 07

    Es ist ein Hyperlativ! ;-)

    Aber Mal im Ernst: die App ist wirklich praktisch – einfach mal ausprobieren…

    Dominik Dommick (GF PayPal)

  8. 08
    Heinz

    Also mal Adejektivgesabbel hin oder her, grundsätzlich ist das mal eine wirklich schlaue Idee. Ich hatte bislang wirklich noch Bedenken Waren online per Handy zu bezahlen. Das war wahrscheinlich immer nur ein blödes Gefühl, aber so ganz ohne Endgerätefirewall per Handy was zu bezahlen…. ne ich weiß ja nicht.

    Ich glaube ja, dass das eine ganz neue Möglichkeit für Micropayments bietet. Dann kann man auch mal de Parkuhr mit Handy bezahlen.

    Hoffentlich auch bald für Android??

  9. 09
    ben2

    Oh mann, was für ein Käse..
    Aus Prinzip will ich Ebay bzw. seiner Tochter-Ltd. nicht noch mehr Geld in den Rachen schmeißen und nehme immer die Überweisung oder Sofortüberweisung. Zeitliche Nachteile entstehen dadurch nur in den allerseltensten Fällen, die Verkäufer sind froh, wenn sie um die Paypal-Gebühren herumkommen.

  10. 10
    Heinz

    Auf der Suche nach dem Android App hier noch mal ein Paar Randinfos…
    a) es heisst natürlich Adjektiv nicht Adejektiv… :o)

    und

    b) desweiteren scheint der Slogan PayPals Strategie zu sein. Hier soll einfach nur eine Diskussion angerengt werden.
    Siehe Paypal GV Blog http://www.übermarketing.de und http://www.wuv.de/leute/koepfe/dominik_dommick_botschafter_fuer_sicherheit

  11. 11

    @Dominik: Herrje, machen sie’s doch bitte mit Kommentar-Lobhudelei-Spam nicht noch schlimmer (immerhin gekennzeichnet …). Ist mir ja so schon peinlich genug. Senken sie lieber die Gebühren, speziell für Kleinstbeträge. Überfair ist mir lieber als Übermarketing.

  12. 12

    @Johnny Haeusler

    War (Ist) mein Kommentar so schlimm, daß er auf Dauer im Spamfilter hängenbleibt?

    Und wenn ja, was konkret?

  13. 13

    Ich verstehe, dass Dir peinlich ist unbewusst „Werbung“ gemacht zu haben – dein Spamvorwurf ist trotzdem unfair – „Besprochene“ dürfen aus meiner Sicht im Web durchaus antworten – dafuer ist es da ;-)

    @Johnny Haeusler:

  14. 14

    @Dominik: Klar dürfen sie. Ist ja ja auch nicht gelöscht worden.

    @Peter Viehrig: Manchmal bleiben Links im Filter hängen, warum das so ist, weiß ich nicht. Ist aber jetzt drin.

  15. 15
  16. 16

    @Dominik: Zwischen Gliedern von Komposita gibt es im deutschen keine Flexion und keine Derivation, nur Bindemorpheme. Es ist also kein Hyperlativ sondern einfach nur Quark.

    Natürlich ist mit Sprache spielen immer erlaubt, aber irgendwie ist die Grenze zwischen „charmant falsch“ und „ziemlich doof“ doch recht fließend.

  17. 17

    Und was lernen wir daraus: Ein schlechter Werbeslogan bleibt ein schlechter Werbeslogan. Egal wie oft man ihn wiederholt und wo man ihn überall hinschreibt.

  18. 18
    San

    welch Zufall….habe mich vor kurzem bei PP angemeldet und dabei ist mir dieser Fehler aufgefallen: http://twitpic.com/2m4kmq

    Ist nicht weiter schlimm, dürfte aber eigentlich nicht passieren! (;

    (Und wenn ich es noch recht in Erinnerung habe bin ich noch auf einen Rechtschreibfehler gestoßen, der bestimmt nicht gewollt war)

    VG

    SAN

  19. 19

    @partikelfernsteuerung: Danke für den link. Das ist super. habe das mal in meinem blogbeitrag zu eben jener paypal-werbung am alex verlinkt. ich hatte nämlich leider keine fotos gemacht!

  20. 20
    Robert A. Betongiu

    @Dominik:

    Tja, Dominik – Herr Domminck,

    Ich schreibe hier jetzt zwar unter Pseudonym aber dies extra für Sie. Ich denke, Sie werden damit derzeit mehr anfangen können als mit meinem Realnamen.

    Richtig – wer im Netz besprochen wird, darf durchaus darauf antworten. Als Geschäftsführer von Paypal Deutschland und Nachfolger des allseits bekannten und beliebten Erfinders der nach ihm benannten Klausel Frerk-Malte Feller möchte ich Sie in dem Zusammenhang darauf hinweisen, dass Ihr Unternehmen wohl am häufigsten an einer Stelle besprochen wird, an der Sie es bisher vorziehen, sich nicht dazu zu äussern.

    Nämlich in den Diskussionsforen von ebay. Ich würde mich daher sicherererlich nicht als einziger freuen, wenn Sie zu den dort besprochenen Themen im Bezug auf das von Ihnen mitverantwortlich geführte Unternehmen ebenfalls häufiger äussern würden.

    Paypal ist sichererer? Ich habe es dort schon geschrieben. Mir ist es egal, ob Paypal sicherer, sichererer oder sichererererererer ist. Ich hätte einfach gerne die vertragliche Zusicherung, dass Paypal ganz einfach nur SICHER ist. Ohne Superlativ, Hyperlativ, Ablativ oder Quatschlativ. Geht das? Kommen sie doch einfach mal rüber zu uns ebay-Nullen.

    Sie sind herzlich eingeladen, mit uns über Paypal zu diskutieren.

  21. 21

    Sicher ist mal „überhauptgarnix“!

    Mal angefangen bei den ‚Tippern‘.

    Es mag durchaus berechtigte Einwände gegenüber ‚Bezahlsystemen ‚ geben.

    Meine Erfahrung, da ich gelegentlich Waren aus Übersee beziehe, ist bisher
    immer positiv. Insbesondere auch deshalb, dass man dem Zoll eine ordent-
    liche Rechnung darlegen kann. Anhand derer der ‚Freibetrag‘ überprüft wird.

    Habe mir z.B. bei einem Body Shop in California ein spez. Teil bestellt, das
    nach Abzug aller Kosten ein drittel weniger gekostet hat als bei einem Dt.
    Grossisten.

    @PiPi

  22. 22
    Robert A. Betongiu

    @PiPi:

    In deinem Fall ist Sicherheit eher davon abhängig wie seriös deine Geschäftspartner sind. Du hattest Glück: deine Verkäufer existieren wirklich und sind ehrlich genug, Dir sogar die Ware zu schicken, die Du gekauft hast. Das ist aber definitiv kein Verdienst von Paypal.

    Dem Zoll reicht übrigens sogar ein Ausdruck einer ebay-Auktion – eine Rechnung ist das nicht, auch über Paypal nicht. Zumindest nicht im rechtlichen Sinne. Dem Zoll reicht für die Berechung der Abgaben der Anscheinsbeweis für den Kaufpreis. Einem Buchprüfer des Finanzamtes dürftest Du weder das eine noch das andere als Rechnung vorlegen, allenfalls als Eigenbeleg zusammen mit der dazugehörigen Kontobewegung.

    Stimmt schon – Sicherheit ist immer relativ. Kein System ist so sicher, dass es wirklich sicher ist. Sogar der eigene Rechner, der ohne Internet zuhause steht und mit BIOS-Passwort gegen Einschalten geschützt wird. Man kann die Wohnungstüre aufbrechen, den Rechner klauen und dann den BIOS-Baustein gegen einen identischen ohne gesetztes BIOS-PW tauschen, schon lässt sich auch dieser Rechner ausspähen. Geht alles, in so fern ist Sicherheit immer eine Frage des Aufwands, den man für relative Sicherheit betreiben muss um eine möglichst geringe NichtSicherheit zu erzielen.

    Aber ein Zahlungsdienstleister, der in seinen AGB bereits in Punkt 1, Unterpunkt 1.1 zugibt (ich zitiere bzw kopiere mal wörtlich)
    „Wir können nicht garantieren, dass Nutzer Ihre Identität zutreffend angegeben haben. Es besteht deshalb das Risiko, dass Sie es mit Minderjährigen zu tun haben oder mit Personen, die unter falschem Namen auftreten.“
    könnte zumindest mit seiner deutschen Niederlassung, deren Geschäftsführer Herr Dommick ja ist, ein kleines Problem mit dem hier bekommen (ebenfalls wörtliches Zitat):
    „Ist der Vertragspartner eine natürliche Person und zur Feststellung der Identität nicht persönlich anwesend, hat der Verpflichtete die Identität des Vertragspartners anhand eines Dokuments im Sinne des § 4 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1, einer beglaubigten Kopie eines solchen Dokuments oder einer qualifizierten elektronischen Signatur im Sinne von § 2 Nr. 3 des Signaturgesetzes zu überprüfen“

    Das steht nicht irgendwo sondern im Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (kurz: Geldwäschegesetz) im §6, Verstärkte Sorgfaltspflichten.

    Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie) hat sich zur Sicherheit bei Paypal mal sehr diplomatisch so geäussert: „Die Sicherheit eines Zahlungsdienstes im Internet, der lediglich mit einem Passwort geschützt ist, ist grundsätzlich anzuzweifeln.“

    Über diese und ähnliche Fragen – da hätte ich liebend gerne Herrn Dommick als kompetenten Diskussionspartner gewonnen. Dort, wo die Wahrscheinlichkeit am größten ist, dass möglichst viele Betroffene der Diskussion folgen können, nämlich in den ebay-Diskussionsforen.

    Leider zieht er es bisher vor, der Einladung nicht zu folgen obwohl ich davon ausgehe, das er als professioneller Marketingfachmann diesen Blog ziemlich sicher verfolgt. Über die Gründe seiner Verweigerung kann ich allerdings nur mutmaßen, denn daran, dass er sich nicht zu Wort melden will oder keine Zeit dazu hat wird es kaum liegen, hier hat es ja schliesslich auch funktioniert.

    Wie er sehr richtig formuliert hat, darf sich selbstverständlich ein Besprochener im Internet zu den Besprechungen äussern, dafür ist das Netz ja da.

    Es könnte allerdings auch sein, dass nicht Herr Dommick sondern der tatsächlich Besprochene – Paypal – etwas dagegen hat, sich der Diskussion mit den Leuten zu stellen, die direkt durch die NichtSicherheit des seriösen Zahlungsdiensteanbieters betroggen.. upps…. nö: betroffen (sorry, vertippt) wurden.

    Wer/was sonst könnte unterbinden, dass der Geschäftsführer der deutschen Paypal GmbH sich dort mit Sachbeiträgen zu Wort meldet wenn nicht der Big Boss eine bis mehrere Etagen weiter oben? Zeitprobleme etwa? Zeit für gutes Marketing ist immer.

  23. 23

    @Robert A. Betongiu:

    Sehr geehrter Herr Unbekannt,
    PayPal steht für sichere Online Zahlungen.
    Vergleichen wir doch einmal mit der Alternative auf eBay: der guten alten Überweisung. „Gut“ weil wir alle sie seit Kindheitstagen kennen aber auch „alt“ weil wir alle sie seit Kindheitstagen kennen.
    Die Überweisung ist aus Käufersicht keine geeignete Online Zahlungsmethode. Warum nicht? Wenn ich im Internet etwas kaufe und dafür VORAB per Überweisung Geld bezahle ist dieses Geld weg – weder kann ich es zurückfordern noch bin ich in irgendeiner Weise geschützt wenn ich meine Ware nicht erhalte. PayPal dagegen sichert Ihren Kauf ab und zwar die überwiegende Mehrzahl aller Problemfälle (siehe Bedingungen http://bit.ly/d0XvXt). Damit ist PayPal ohne jede Frage sicherererer.

    Wir wickeln jeden Tag alleine in Deutschland für unsere 15 Millionen Kunden ca. 225.000Transaktionen ab – das sind mehr als 150 Transaktionen pro Minute und bringt eine hohe Verantwortung. Ich kenne auch jeden der ca. 4-5 täglichen Foreneinträge zu PayPal auf eBay. Ein PayPal Mitarbeiter bearbeitet dort die Anfragen. Eine Vielzahl der Boardposts ist sachlich orientiert und will eine Frage klären. Die tatsächlichen Fragen und Themen werden von uns ernstgenommen und finden Eingang in Produktentwicklung und Service.

    Ich finde es jedoch auch spannend zu sehen wie gerade die deutsche Internetkultur es sich zu einem Sport macht, sich auf jede erfolgreiche Firma förmlich einzuschießen… Über Jahre war es Microsoft mit angeblich instabiler Software und Explorerbündelung, jetzt Google mit Streetview und neuerdings der ehemalige Publikumsliebling Apple und seine iPhone Antennen.

    Vom Sofa und ohne Angabe des eigenen Namens kann jetzt jeder einmal der Welt erklären, warum man auf keinen Fall Kunde all dieser Firmen sein darf. Das alles auch noch ohne sich in die Londoner Speakers Corner bewegen zu müssen. Praktisch oder?

    Jeder Internetnutzer hat das Recht seine Meinung über ein Produkt offen zu sagen und kundzutun – das ist das faszinierende am Web, denn diese Meinungen und Wünsche werden zur Verbesserung der Produkte genutzt. Muss PayPal denn seinen Service noch verbessern? Klar, wie jede andere Firma auch – daran arbeiten wir jeden Tag.

    Wenn es Ihnen also wirklich um die Klärung von Fragen, oder die Diskussion von kritischen Punkten zur Verbesserung von PayPal geht, erreichen Sie mich unter ddommick[at]PayPal.com jederzeit direkt – noch besser wäre ein persönliches Gespräch – ich bin daran interessiert.

    Mit freundlichen Grüßen
    D.Dommick

  24. 24

    @Dominik Dommick: Immerhin: Man hat auch als Unternehmensvertreter inzwischen die Möglichkeit, sich in die Debatten einzumischen. Was übrigens die wenigsten tun, erstaunlicherweise. Dafür, dass Sie es tun (und auch nicht damit hinterm Berg halten, welche Form der Kritik Sie auch mal nervt): Respekt.

    Mich interessiert ein bestimmter Satzteil ihres Kommentars: Ich gehe davon aus, dass sie viele Kontakte zu internationalen Kolleginnen und Kollegen haben – sehen sie die beschriebene Art der Kritik wirklich in der deutschen Internetkultur stärker vertreten als in anderen Ländern (schließlich kam z.B. der größte Alarm um die iPhone-Antennen aus den USA)?

  25. 25
    g_k

    @Dominik Dommick:

    Es ist wirklich ein anständiger Zug von Dir, Dich einer kritischen Diskussion mit dem Ziel der Verbesserung von PayPal stellen zu wollen.

    Damit möglichst viele Leute was davon haben, kommt mir auch gleich eine passende Idee:

    Früher gab es in den eBay-Foren gelegentlich einen Chat mit der Geschäftsführung von eBay. Warum schaust Du nicht auch mal bei uns im PayPal-Forum vorbei?

    Naja, seit der Umstellung auf die „neue Community“ gibt es zwar kein echtes PayPal-Forum mehr; stattdessen wurde dieses Sammelbecken für Kritik der Nutzer in verschiedene Bereiche aufgeteilt, so daß sich die Threads über Probleme mit dem seriösen Online-Zahlungsdienstleister jetzt gleichmäßig zwischen allerlei anderen Themen verteilen und die Stimmungslage der Basis daher auf den ersten Blick etwas positiver aussieht.

    Trotzdem würden sich sicherlich etliche Nutzer über Deinen Besuch dort freuen.

    Du könntest dort dann z.B. erklären, warum ein Zahlungsdienstleister, bei dem mal sich als Dagobert Duck anmelden kann [1], der über kein TAN-Verfahren verfügt, dafür aber weltweit die Phishing-Statistiken unangefochten anführt [2], der sämtliche Risiken des Zahlungsausfalls an den Zahlungsempfänger weiterreicht, was z.B. gegenüber Kreditkarten zu einem 18fach (!) überhöhten Betrugsrisiko führt [3], der die sensiblen Finanzdaten seiner Kunden wildfremden Leuten per Telefon rausgibt [4] und dessen Sicherheit nicht nur vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie „grundsätzlich angezweifelt“ [5] wird, sondern auch vom (damals) eigenen Geschäftsführer [6], „sichererer“ ist.

    Im übrigen sind robertas (wie auch meine) Realdaten problemlos über die von uns in den eBay-Foren genutzten Accounts verifizierbar. Einen kurzen Draht zum Plattformbetreiber solltest Du ja haben.

    gutgelaunten Gruß,
    g_k

    [1] http://www.falle-internet.de/de/html/pr_ppobl.php

    [2] http://www.chip.de/news/Phishing-Hits-Die-Lieblings-Ziele-der-Web-Betrueger_41257029.html

    [3] http://www.accc.gov.au/content/trimFile.phtml?trimFileName=D08+54179.pdf&trimFileTitle=D08+54179.pdf&trimFileFromVersionId=861515

    [4] http://www.falle-internet.de/de/html/pr_ppfon.php

    [5] http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/paypal-ungebetener-freund-307556/

    [6] http://www.falle-internet.de/de/html/pr_ppfmf.php

  26. 26
    Robert A. Betongiu

    @Dominik Dommick:

    Hallo zurück Herr Dommick – wobei mir da ein Fehler unterlaufen ist, ich habe das in Deutschland in der normalen Anrede gebräuchliche Sie verwendet und nicht bedacht, dass das im Netz als eher unhöflich angesehen wird. Dafür entschuldige ich mich erst mal, so sollte das nicht gemeint sein.

    Als der ältere sage ich jetzt mal: Du kannst Betonschuh sagen oder auch Zementsocke. Ich höre auf beides. Auch auf roberta_betongiu, meinen ebay-Forennick, reagiere ich ab und zu. Oder Du fragst bei der Rechtsabteilung der Paypal Luxemburg nach meinem Namen. Auch die beiden letzten Paypal-Forenbetreuer „Markus“ und „Felix“ können dieses Pseudonym sicherlich sowohl mit mindestens einem Powerseller-Account auf ebay als auch mit einem Klarnamen und einer Festnetztelefonnummer verbinden. So ganz unbekannt bin ich bei Paypal vermutlich nicht, obwohl oder eben weil ich keinen Paypal-Account habe.

    Nachdem die Formalien geklärt sind ignoriere ich mal die Nebenschauplätze und ob der Gegegnwind für Paypal in Deutschland schlimmer ist oder in Australien. Allerdings möchte ich den zentralen Satz Deines letzten Postings aufgreifen.

    „PayPal steht für sichere Online Zahlungen.“

    Dem widerspreche ich: Nein, tut es nicht.

    Paypal steht für sichererere Zahlungen, meinetwegen. Von sicher ist Paypal aber leider weit entfernt. Ansonsten wäre die Grundidee hinter Paypal gar nicht schlecht. Ein – im Rahmen des Möglichen – sicheres Paypal würde ich gerne benutzen, insbesondere für den Zahlungsverkehr ausserhalb der EU.

    Betrachten wir doch mal die gute alte Überweisung wenn ich etwas kaufe. Bei der Überweisung erhalte ich vom Verkäufer ein Bankkonto, eine Bankleitzahl und einen dazugehörigen Namen.

    Zumindest innerhalb Deutschlands kann ich gemäß den Regelungen des bereits von mir erwähnten Gesetzes über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten sicher sein, dass der Zahlungsempfänger zumindest mit einem Personalausweis oder einem Reisepass irgendwann mal bei der Bank war und sich legitimiert hat, bevor die Bank für ihn die erste Transaktion ausführt. Selbst wenn derjenige gar nicht persönlich zugegen war, hat er vorab eine beglaubigte Kopie des Ausweises übersenden dürfen.

    Was heisst das im Betrugsfall? Ich habe zumindest einen Anhaltspunkt – ich weiss sogar wie derjenige aussieht, der das Konto eröffnet hat, weil die Bank üblicherweise eine Kopie des Ausweises macht.

    Ich – bzw der Staatsanwalt – habe also bei Bedarf das Passfoto des Zahlungsempfängers, seine Adresse, sein Geburtsdatum, seine Sozialversicherungsnummer, seine Steuernummer… Sehr schwer, da unerkannt zu bleiben. Geht eigentlich nur mit einem gefälschten Ausweis, den man aber auch erst mal beschaffen muss. Es gehört hier also schon im Vorfeld eine gewisse kriminelle Energie dazu, überhaupt die Voraussetzungen zu schaffen.

    Vergleichen wir diesen Punkt nun mal direkt mit Paypal. Was weiss ich dort über den Zahlungsempfänger? Im Zweifel, dass er eine Mailadresse hat, 1867 geboren wurde und einen Zwicker auf seinem breiten gelben Schnabel trägt. Das restliche Äussere ist aber selbst bei Carl Barks nicht immer identisch geblieben, nicht mal der Backenbart und die Farbe des Gehrocks. Sogar der Zwicker war anfangs eine Brille.

    Natürlich steht es mir zu Gebote, die selben Voraussetzungen an die Akzeptanz einer Paypal-Zahlung zu knüpfen, die dein Vorgänger Frerk-Malte Feller in seiner nach ihm benannten FMF-Klausel festgelegt und in seinen ebay-Angeboten vermerkt hatte. Nur: nicht bei ebay, das verbieten deren AGB. Sinnigerweise als Folge der breiten Verwendung genau dieser FMF-Klausel auf ebay.

    Andererseits verbietet mir Paypal aber in seinen AGB, mein Paypal-Konto in einer Weise zu nutzen, die zu irgendwelchen Ersatzansprüchen gegenüber irgendwem führen können. Punkt 9.1 Buchstabe l ist das AFAIR. Ist ja zum Schutz aller Beteiligten auch sinnvoll.

    Für einen gewerblichen deutschen Verkäufer, der nach §2 GwG Abs. 1 Ziff 12 zu den Verpflichteten gehört, ist das gemäß §6 Abs. 2 Ziff. 2 GwG sogar verpflichtend notwendig, denn gemäß Paypal-AGB Ziff 1.1 kann er sich ja eben nicht auf eine bereits erfolgte Überprüfung durch einen anderen Verpflichteten nach §7 GwG berufen.

    Wie also, frage ich Dich nun, soll ein gewerblicher ebay-Verkäufer Paypal als Zahlungsmethode auf ebay anbieten ohne gegen entweder mindestens einen der Nutzungsverträge mit Paypal und ebay zu verstoßen (beide enthalten überdies das Verbot, gegen geltendes Recht zu verstoßen oder die Rechte Dritter – z.B. aus einem Nutzungsvertrag – zu beeinträchtigen) oder sogar noch gleich dazu gegen das Geldwäschegesetz?

    Eigentlich geht das nur, wenn man jede Paypal-Zahlung, bei der sich der Zahler nicht von sich aus entsprechend legitimiert, zurückweist. Darf man aber auch nicht; ebenfalls in den ebay-AGB steht, dass man Paypal-Zahlungen akzeptieren muss, wenn man Paypal als Zahlungsmethode anbietet.

    Hier wäre PayPal in der Pflicht, seinem Vertragspartner ebay deutlich die Grenzen der Regelungsfähigkeit fremdvereinbarter Kontrakte aufzuzeigen. Ok, dass Paypal zu 100% eine ebay-Tochter ist, weiss ich selber. Aber gerade deshalb sollte man erwarten können, dass die eine AGB weiss, was die andere tut…

    Das ist übrigens die Art von Fragen, auf die ich von den Forenbetreuern noch nie eine Antwort bekommen habe obwohl ich mehrfach darum gebeten hatte, solche Themen der jeweilgen Rechtsabteilung zur Beantwortung vorzulegen, nachdem ich mir die Bestätigung abholen konnte, dass die Forenbetreuer damit – verständlicherweise – überfordert sind. Es wäre schön, wenn Du zu solchen Fragen „drüben“ etwas beitragen könntest. Den altbekannten Vorwurf des Grillfeten-Klüngels der Berlinfahrer würde ich nämlich gerne vermeiden.

    Aber zurück zu unserem Paypal-Zahlungsempfänger mit Backenbart über dessen Identität ich mich nicht vergewissern darf.

    Denn ebenso wie der Käufer nicht weiss, ob sein Verkäufer tatsächlich existiert, weiss auch der Verkäufer nicht, ob der Zahler mehr ist als eine Mailadresse. Die beiden sind sich also über ihre gegenseitige Identität noch mehr im unklaren als Du dir jetzt über meine.

    Natürlich hat der Verkäufer eine Lieferadresse. Und natürlich hat er einen Verkäuferschutz. Ebenso hat er die Paypal-Zahlung bei sich gutgeschrieben. Also verschickt er die Ware. Natürlich an die bei Paypal hinterlegte Packstationsadresse. Das unpraktische für ihn daran ist nur, dass der Käufer sich diese Packstation für 100 Euro über eine Kleinanzeigenplattform – ebay hat so was – besorgt hat. Nein, DHL prüft nicht, ob der Adressat auch der Inhaber des Packstationsfaches ist. Müssen sie auch nicht, das ist ja keine Zahlungsdienstleistung. Und ja, ob DHL das prüft ist schon überprüft worden.

    Nach einer gewissen Zeit fällt dem Inhaber des Bankkontos, das für das Lastschrift-Verfahren bei Paypal hinterlegt ist, auf, dass er da aus irgendwelchen Gründe eine Abbuchung von Paypal hat. Ich nehme mal an, er wird die Lastschrift dann stornieren. Kann er ja. Darf er auch, tut dem Käufer nicht weh, ist ja nicht sein Paypal-Konto, die auf diese Art ergaunerten Handies hat er ausserdem ja schon längst aus dem ergaunerten Packstationsfach rausgeholt.

    Wem das weh tut sind die Verkäufer. Die haben dann nämlich weder Geld noch Ware noch Verkäuferschutz.

    So was passiert nicht? Ich lade Dich nochmals ein, ins ebay-Forum zu kommen. Ein betroffener Paypal-Nutzer ist rechtzeitig auf die Buchung von 410 Euro bei Paypal aufmerksam geworden und konnte, übrigens auch mit Unterstützung des derzeitigen Paypal-Forenbetreuers (meiner Ansicht nach ist „Laura“ ein Glücksgriff von Paypal), weiteren Schaden verhindern. Ist einer der 4 oder 5 täglich auftauchenden Threads, die da im Forum über Paypal drinstehen. Müsstest Du also eigentlich kennen. Genau wie meine anderen hier jetzt formulierten Punkte. Stehen auch alle dort drüben.

    Und trotz Kenntnis dieser Informationen sowie dieses aktuellen Vorfalls, bei dem nur schnelle Reaktion und Aufmerksamkeit aller einen weiteren Schaden verhindert hat, schreibst Du „PayPal steht für sichere Online Zahlungen.“?

    Da habe ich nun also doch ein paar Zweifel dass diese Aussage nach objektiver Beurteilung noch von echter Überzeugung getragen wird.

    Um es deutlich zu formulieren: Paypal steht NICHT für sichere (Online) Zahlungen. Nicht derzeit unter den aktuellen Bedingungen mit der aktuell minimalst niederen – um nicht zu sagen niedersten – irgend notwendigen Zugangsschwelle, die zu überwinden ist, um damit zu betrügen.

    Sichere Zahlungen, ob per Online-Überweisung, Papierträger oder auch über Paypal, sind nur deshalb relativ sicher, weil der Anteil an Betrügern, die das System missbrauchen verschwindend gering ist im Vergleich zu den Leuten, die ehrlich sind, die bezahlen was sie kaufen und die liefern, was sie bezahlt bekommen haben.

    Laut Dr Stefan Groß-Selbeck beträgt der Anteil der Betrüger höchstens 0,01% – nicht eingerechnet die „problembehafteten Transaktionen“ die er zwar mit eingerechnet hat, bei denen es aber einfach nur zu einem Missverständnis oder einer verspäteten Lieferung oder Zahlung gekommen ist. Daher also Hanlon’s Razor folgend „höchstens“ 0,01%.

    Die demnach zu mindestens 99,99% grundsätzlich vorhandene Ehrlichkeit der Menschen ist aber meines Erachtens nicht das Verdienst von Paypal.

  27. 27

    @Johnny Haeusler: Sie haben natürlich recht – das iPhone Beispiel ist amerikanisch…

    Wir sehen aber in internationalen Studien sehr klar zwei typisch deutsche Tendenzen in dieser Hinsicht:

    1. „Das Schwarzsehen“ – Situationen werden generell als schlechter eingeschätzt als in den Vergleichsländern – und das oftmals trotz nachweislich besserer Situation.

    2. „Das missionarische Element“ – Die Art der Aufklärung über vermeintliche oder tatsächliche Probleme wird derart hoch motiviert und akribisch vorbereitet betrieben, wie in keinem anderen Land.

    In der Tat ein sehr interessantes Thema – Ich werde dazu einen Blogpost schreiben…

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