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Die Kunst der Selbstverdrängung – Paneldiskussion zur Berliner Techno-Szene

Im Rahmen der Berlin Music Days, die vor gut einem Monat das Bild der Berliner Clublandschaft bestimmten, fand auch eine Paneldiskussion statt, die unter dem Motto „Wer verdrängt wen, oder verdrängt sie sich am Ende selbst?“ der Diskrepanz zwischen gewollter Vermarktung der Techno-Szene einerseits und Problemen im Zuge der Gentrifizierung andererseits, auf den Grund ging. Andrej Holm, Steffen Hack, Olaf Kretschmar u.a. trafen sich im standesgemäßen Feierumfeld des Watergate, um als Kenner der Szene und der Stadt darüber zu debattieren, wie aktuelle Konflikte zu bewerten sind und sich auch im Kontext vergangener Entwicklungen auf die Zukunft auswirken könnten.

Den gesamten Mitschnitt der Diskussion kann man sich nun über Soundcloud anhören und herunterladen, ferner sind dort auch zusätzliche Kommentare möglich und selbstverständlich erwünscht. Eine Zusammenfassung des Gesprächs und weiter ausgeführte Gedanken zum Thema gibt es außerdem von Organisator Jan-Michael Kühn beim Berlin Mitte Institut nachzulesen.

Mitschnitt der Paneldiskussion zur BerMuDa 05.11.2010 im Watergate-Club by berlinmitteinstitut

9 Kommentare

  1. 01
    lana

    kurzform des pdfs:
    eure hipness kotzt mich an.

  2. 02

    ach es gibt noch ne technoszene? klingt so 1996…

  3. 03
    Carsten Curz

    Wenn du wüsstest. :-)

    Aber ehrlich gesagt besteht die Technoszene für mich nur aus der Musik, doch ich finde es völlig geil wie die sich weiterentwickelt hat. Im Grunde ist die Hälfte dessen was man Minimal nennt bloss Techno. Ich finde es ist die sexieste Musik dies gibt. Im wahrsten Sinne des Adjektivs.

    Ich höhr’ mir jetzt mal an was Herr Holm dazu zu sagen hat.

  4. 04
    Anne Wizorek

    @Carsten Curz: Für deinen Kommentar wünsche ich mir gerade einen Like Button à la Facebook. :)

    Das Problem des Szenebegriffs greift Jan-Michael Kühn übrigens auch in seinem Text auf, aber ansonsten lieber @Gregor: kann ich dir nur mal einen Donnerstag, Freitag und Samstag (wenn du richtig gut bist, auch Sonntag) in den Clubs dieser Stadt empfehlen…

  5. 05
    Chris

    Wow – endlich mal ein Thema, zu dem ich absolut keine Meinung habe. Ich wünsche aber allen Spaß beim Spaß haben, mit dem Techno.

  6. 06

    @lana:
    War dieses Jahr auf einer Veranstaltung eines ‚Rockerclubs‘ und erstaunt darüber, dass die Verantwortlichen neben den zu erwartenden Hardrockklängen auch Hippeldihop und Tekkno dargeboten haben.
    Sinnvoll war die kluge Entscheidung, voneinander getrennte Zelte (Bühnen) zu beschallen.

    Siehe auch
    http://www.BikersNews.de

  7. 07

    Interessante Diskussion in der allerdings etwas viel vermengt wird. Ich selbst habe Techno in den 90ern nur vereinzelt in Berlin erlebt aber das Ding ist, dass man nicht nur in Berlin dem Techno der 90er hinterhertrauert, sondern auch in Städten die praktisch nicht auf der Technolandkarte auftauchen. Diese oft genannten „Freiräume“ gab’s offenbar auch anderswo. Vielleicht gab es sie in Berlin ganz besonders, wer weiß, aber wenn man wissen will wie es weiter geht könnten die Berliner ja vielleicht mal in andere Städte gucken die nach außen hin kaum mehr Freiräume haben, in denen sie aber dennoch existieren. Es gibt durchaus Konzepte wie man sich sein eigenes Biotop erhalten kann.

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