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Das nächste Gorillaz Album kommt aus dem iPad


Foto: (cc) Just Chaos (thanks a lot!) & (cc) 3Gstore

Schon vor einigen Wochen hatte ich irgendwo von Damon Albarns Zuneigung zu seinem iPad gelesen. Es sei sein ständiger Begleiter während der aktuellen Tour der Gorillaz und er sei völlig von den Socken, was damit alles anzustellen sei. So spiele er zum Beispiel gerade sehr viel mit den musikalischen Möglichkeiten des Geräts herum und vielleicht würde das nächste Gorillaz Album ja komplett auf dem iPad entstehen.

Die Idee fand ich tatsächlich extrem toll. Aber so recht wollte ich das alles auch nicht glauben. Das klang doch schon sehr nach Fandom und ungelegten Eiern.

Und jetzt rufe ich vorhin Pitchfork auf und was steht da? Es kommt ein neues Gorillaz Album (Whoa!), vollständig auf dem iPad entstanden (Whoa!) und alles als freier Download [Update: Holger weist in den Kommentaren zurecht darauf hin, dass das Album nur Mitgliedern des Fanclubs zum Download bereitstehen wird.] am 25.12. auf der Gorillaz Website.

Ich bin gespannt auf dieses Experiment und verbleibe mit einem begeisterten … Whoa!

25 Kommentare

  1. 01

    Whoa, another incredible PR stunt by Apple. Whoa. Echt toll, mit welch doofen Mitteln diese mittelmäßige Soft- und Hardwareschmiede es immer wieder schafft, in die Schlagzeilen zu kommen. Erster. Whoa.

  2. 02

    Was zahlt Apple den Gorillaz für diesen Werbegag?

    Und wie bekommt man eigentlich Audio in Studioqualität in ein iPad? Na vermutlich ist das nicht mehr wichtig, weil ist ja ein iPad. „Ein Mischpult ist kein Klärwerk,“ das ist der Spruch der Tontechniker. Vielleicht hat das iPad es nun endlich geschafft. „Ein iPad ist ein Klärwerk.“

  3. 03
    Enquête

    Da wird sich das Studiopersonal freuen, wenn der ganze Sound aus so einem gurkigen Ding kommt, als Stereosumme. Viel Spaß beim Mastern.

  4. 04
    sonnenspitze

    Sorry, aber für jemanden mit einem musikalischen Gehör (und wahrscheinlich auch für alle professionelle Tontechniker) hört sich der Sound aus dem iPad an, wie zu Geräusche aus einer LP, die man schon 20 Jahre nicht mehr genutzt hat. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass man die berühmte „milchgebende eierlegende Wollsau“ kreieren wollte. Schade, dass bei einer so guten Idee nicht mehr heraus gekommen ist.

  5. 05
    Philipp Jahner

    @sonnenspitze: Ach, du hast das Album schon gehört? (Tss.)

  6. 06

    @sonnenspitze: Auf die Idee, dass das iPad ein Computer ist der 24Bit/44khz-Audiodateien ausgeben kann wie jeder andere zur Musikproduktion verwendete Computer auch, seid Ihr noch nicht gekommen?

  7. 07
    Philipp Jahner

    @Zippo: Ein Grammophon mit Bildschirm, sag ich! EIn Grammophon mit Bildschirm! ;)

  8. 08
    RatRex

    Whoa! Das ist so wie die Leute, die sich die Mühe machen mit nem Trabbi um die Welt zu fahren. Respekt!

    Man hätte es sich auch einfacher machen können aber Mukke aus dem Frühstücksbrettchen. Das ist schon Kunst.

    Und dabei meine ich das nur halb ironisch.

  9. 09
    Sven

    iPad! Whoa! Whoa! Whoa! ;)

  10. 10

    Hmm, laut gorillaz.com nur für Fanclubmitglieder. Also nicht gratis, sondern für 30 £ Jahresbeitrag.

  11. 11

    @Zippo: Du bist wohl auch noch nicht auf die Idee gekommen, dass in Studios Mikro-Vorverstärker und Wandler für 24/44.1 (wenn nicht 96khz) stehen, die pro Kanal mehr kosten als ein iPad… ich frag mich eher, wie der Sound ins iPad reinkommt.

    Man kann natürlich sagen: Schaut her, braucht man alles nicht, besinnt Euch auf das Wesentliche. Gut. Aber guten Sound gibt es damit nicht. Und für mich wäre das Wesentliche dann auch eher eine Gitarre und eine Stimme als eine Software im iPad.

    Das Goorakel ist sich uneins über die 24bit-Fähigkeit des iPads. Ich persönlich würde vermuten, dass es vor der Ausgabe über die Wandler auf 16bit konvertiert. Die Ausgabe ist aber auch weniger wichtig als die Aufnahme.

    Natürlich kann man Klangerzeuger/Software-Synthesizer im iPad benutzen, was das Problem irgendwie umgeht. Aber auch da wird man nicht in allen Bereichen an die Leistungen bisheriger Studiogerätschaften herankommen, denn dort haben die entsprechenden Programme gigabyte-große Sample-Bibliotheken für die Sounds…

    Von dem her bleibt das Gorillaz-Album ein spannendes Projekt, ein Proof of Concept, aber eine Revolution wird das nicht.

  12. 12

    Whoa! Und dann wird auch noch mein Kommentar gelöscht weil ich es wage, eine Apple-kritische Meinung zu haben. Whoa! Das ist echt ein spreeblick-unwürdiges Theater, Herr Jahner!

  13. 13
    Mirko

    Das iPad ist Dreck. Gorillaz sind gut. Das eröffnet die spannende Frage: wird ein auf dem iPad produziertes Gorillaalbum gut, schlecht oder mittel? Die Antwoord steht aus.

  14. 14
    nelder

    @DrNI: Teures Equipment macht nicht automatisch bessere Musik. Du hättest damals bestimmt auch Punk scheisse gefunden…

  15. 15

    oha. Beide Kommentare sind wieder aufgetaucht. Vielleicht hat mein Gemäkel ja doch geholfen ;) Danke fürs Veröffentlichen, ich war schon drauf und dran, persönlich zu werden ;) nix für ungut gelle? Gorillaz sind toll, nur mit Apple kann ich mich einfach nicht anfreunden, vor allem nicht mit der kindlichen Begeisterung, die manch Erwachsener ob dieser überteuerten Produkte an den Tag legt.

  16. 16

    (hat sich erledigt)

  17. 17

    Hm,

    http://gorillaz.com/g-player/video/plastic-beach/Doncamatic

    bin zuvorderst skeptisch.
    Lasse mich aber gerne überzeugen.

  18. 18

    @daMax: Deine Kommentare bleiben immer in der Moderation hängen (egal, was drin steht), ich weiß nicht, woran das liegt. Sie werden aber auch immer freigeschaltet, nur manchmal nicht sofort, wenn wir gerade mal nicht am Rechner waren.

  19. 19
  20. 20

    So ein Schrott! Diese kack Werbegags sind doch zum kotzen! iPad! Oh mein Gott, wirklich? Das ist so innovativ, kreativ und sinnvoll wie ein Zebrastreifen auf der Autobahn!

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