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Eva Horn über Wikileaks

Der erste Tag nach dem Urlaub beginnt immer (als wäre das etwas, das mir regelmäßig passiert…) mit dem Sortieren von Mails und der Lektüre halbwegs aktueller Leseempfehlungen aus dem Feed- und Tweet-Reader. Gerade gelesen: Das interessante ZEIT-Interview mit der Kulturwissenschaftlerin Eva Horn zum Thema Wikileaks.

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8 Kommentare

  1. 01
    Name (muss sein)

    Lesenswert, aber erstaunlich einseitig.

    Frau Horn umschifft auffallend die Erkenntnis, dass auch die von ihr so gelobte Presse kein Allheilmittel ist. Aus der Boulevardpresse wird bei ihr die „mediale Öffentlichkeit“ — und bewegt damit heimlich die Verantwortung für die Verrohung und Verdummung durch Medien wie BILD einzig auf die Rezipienten.

    Daneben macht Frau Horn auch bei ihrem Verständnis von „umfassender Transparenz“ einen fundamentalen Fehler: Sie setzt die Transparenz eines Staates, deren Notwendigkeit sie sogar selbst eingeräumt hat, mit dem Ende des Datenschutzes gleich.

    Wer von „Privatsphäre“ redet, wenn es um staatliche Akteure geht, verfehlt aber das Thema.

    Die restlichen Auslassungen — etwa die Bewertung korruptionsfördernder Geheimnisse des deutschen Staates (z.B. Toll-Collect-Verträge) und die Verbindung Lamos zu den amerikanischen Geheimdiensten — seien mal dahingestellt.

    Schlicht unredlich ist ihre durch keinerlei Fakten gestützte Anmerkung, es sei „doch seltsam, dass über [China und Russland] bisher auf Wikileaks nicht viel gekommen ist.“ Insbesondere, da sie just im vorhergehenden Absatz erst die Mittel beschrieb, mit denen repressive Staaten ihre Geheimnisse so effektiv schützen.

  2. 02

    Danke, schöner fund und bisher gut zu lesen.

  3. 03

    Bevor ich das Interview lese: Das mit China und Russland ist unabhängig der Umstände verständlich — zuallererst haut man halt dem Stärksten eine rein.

  4. 04

    Hey! Das ist mein Vortrag für die re:p… äh… nix!

  5. 05

    Ob die Dozentin auch niederflurige Themen anspricht,
    die wohl die meisten anbelangt, erkenne ich nicht.

    http://www.formatlabor.net/blog/?p=163 (alt)

    http://www.zeit.de/kultur/2011-02/interview-eva-horn

    Man soll den Abend nicht vor den Morgen loben.

    Bin interessiert und weitestgehend aufnahmebereit.

  6. 06

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