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Rebel Youth

Sensationelle Fotos aus der Schweiz der 60er Jahre zeigt der neue Fotoband „Rebel Youth“ des damaligen Amateur-Fotografen und Autodidakten Karlheinz Weinberger. Weinberger, der 2006 verstarb, war eigentlich Lagerist und fotografierte die Schweizer Subkultur in seiner Freizeit, besonders die Rocker- und Schwulenszene hatte es ihm dabei angetan. Eine Google-Bildersuche zeigt einige seiner Fotos (muss man jetzt eigentlich in Deutschland auch schon diese „Not Safe For Work“-Warnung bringen, wenn nach einem Klick eventuell ein paar Schwänze zu sehen sind?) und auch auf der Facebook-Fanpage gibt es einiges zu sehen.

Rebel Youth: Karlheinz Weinberger (Amazon-Partnerlink)

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13 Kommentare

  1. 01
    Merete

    „muss man jetzt eigentlich in Deutschland auch schon diese „Not Safe For Work“-Warnung bringen, wenn nach einem Klick eventuell ein paar Schwänze zu sehen sind?“
    Ja, sollte man.
    1. weiß ich dann, daß es sich lohnt
    2. weiß ich dann auch, daß hier im Großraumbüro alle anderen die Schwänze auch sehen.

  2. 02
    flubutjan

    „muss man jetzt eigentlich in Deutschland auch schon diese „Not Safe For Work“-Warnung bringen, wenn nach einem Klick eventuell ein paar Schwänze zu sehen sind?“

    Nö, glaube nicht, aber eine Hakenkreuzwarnung wäre vielleicht ganz nett.

  3. 03

    also ich find die Haare am besten :)

  4. 04

    @flubutjan: Solange das Hakenkreuz in einem dokumentarischen und/oder künstlerischen Zusammenhang auftaucht? Meinst du, weil die Kollegen sonst irritiert wären oder generell?

  5. 05

    @Merete: Ich glaube ja auch, dass ein NSFW-Hinweis eher ein Klickanreiz ist …

  6. 06

    Glied hin, Glied her, ich finde die Fotos als Zeitzeugnis sehr interessant. Wie im Foto des Beitrags, einige im Anzug und einer als Rebell. Heute wirkt das alles etwas unausgegoren, aber heute ist heute und damals waren die Zeiten eben anders und das macht den reiz der Fotos aus.

  7. 07

    Wegen (N)SFW, ich schaetze mal mindestens in Grossunternehmen duerften sich die Regeln nicht so furchtbar von dem was international so passiert unterscheiden. Von Empfindlichkeiten mal ganz abgesehen, die duerften in jedem Grossraumbuero ein moegliches Problem sein.

    Ausserdem habt ihr bekanntlich nicht nur Leser in Deutschland ;-)

  8. 08

    @Armin: Das hat mich aber schon immer interessiert: Ist es denn in einem Großraumbüro nicht so, dass man generell halt nicht „rumsurfen“ soll? Und wenn man das dann doch macht, dann ändert doch sicher auch eine nackte Brust o.ä. im Zusammenhang mit einer Site nichts? Entweder man ist halt gerade „privat“ im Netz unterwegs oder eben nicht. Oder kann man Sites ohne Nacktheit usw. eifach leichter als „Arbeit“ verkleiden? Wie dicht sitzen denn deine Kolleginnen und Kollegen und interessiert die das wirklich? Oder steht dein Boss ab und zu hinter dir und findet SpOn okay, aber Weinberger eher nicht?

    Sind ernst gemeint, die Fragen.

  9. 09

    @Johnny Haeusler:

    Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen, in anderen Firmen mag das anders sein:

    Ein bisschen privat surfen wird meistens toleriert, so weit es sich in Grenzen haelt. Jeder weiss dass man mal eine Pause und kurze Ablenkung braucht, auch arbeiten die wenigsten 9-5 sondern oft muessen Ueberstunden gemacht werden oder die Firma erwartet auch mal dass man am Wochenende reist oder aehnliches. Da gibt es halt ein bisschen Toleranz auf beiden Seiten.

    Insbesondere in einem Grossraumbuero kommt es dann halt darauf an auch eine gewisse „Professionalitaet“ zu wahren, aber auch (und das wohl mehr im Angelsaechsischen Raum) auf die Empfindlichkeiten der anderen Mitarbeiter und den Ruf des Unternehmens zu achten.

    Wenn man da halt meinetwegen auf der BBC News website oder auf Flickr mit lauten unbekleideten Koerperteilen ist macht da schon einen ganz schoenen Unterschied. In einem Grossraumbuero kann man oft recht weit sehen was jemand auf dem Bildschirm hat, von daher ergeben sich daraus verschiedene Probleme. Zum einen gibt es genuegend Leute die nicht gerne unbekleidete Geschlechtsorgane in der „Oeffentlichkeit“ sehen moechten, die fuehlen sich da unwohl und belaestigt. Das kann ja sogar als sexuelle Belaestigung gewertet werden. Nicht gerade etwas fuer eine Arbeitsumgebung. Zum einen zwischen den beiden Mitarbeitern, zum anderen auch fuer’s Management generell dass fuer eine gute Arbeitsumgebung sorgen muss. Auch der Ruf des Unternehmens generell, OK, vielleicht nicht gerade ein paar Nackedeis auf Flickr, aber wenn es dann etwas haerter wird und das nach aussen dringt, nicht gerade foerderlich fuer den Ruf des Unternehmens wenn das toleriert wird.

    Erklaert das das ganze ein wenig?

  10. 10
    flubutjan

    @Johnny Haeusler: Ich meine nur, dass es vom Anstößigkeitsgrad her ein Hakenkreuz allemal mit einem oder mehreren Schwänzen aufnehmen kann.

    Außerdem hat es einen (irgendwie amerikanischen) Hauch von Prüderie und gleichzeitigem fehlendem Geschichtsbewusstsein (letzteres haben m. E. alle Punker erwiesen, die sich seit den 70ern mit Hakenkreuzen „schmückten“; ich weiß, dass DU in der Regel Geschichtsbewusstsein hast), wenn man auf Geschlechtsteile warnend hinweist, auf – im verlinkten Content unkommentierte – Hakenkreuze aber nicht.

    Nochmal anders gesagt: Ich finde Hakenkreuze weitaus irritierender als primäre Geschlechtsmerkmale und hätte eine kurze Vorbereitung DArauf bevorzugt.

    Ist das übrigens der Weinberger auf dem Hakenkreuzfoto? Dann gefiele es mir (und er mir) wirklich nicht.

  11. 11
    Merete

    Ich lös‘ das Großraumbüro-Problem so, daß ich einen großen Monitor mit Arbeit habe und mein Laptop mit privacy screen so steht, daß nicht gleich jeder sieht, wenn ich Spreeblick oder sonstwas lese.
    Bei uns kontrolliert zwar keiner, wer was wann wo macht, solange die Arbeit erledigt wird, aber ich fühl‘ mich trotzdem ein wenig schlecht, wenn ich meine Feeds runterlese.
    Mir kann aber auch keiner erzählen, daß das nicht alle tun (und ich seh’s ja bei den Kollegen ohne privacy screen…).
    Wie Armin schon sagt, dafür arbeite ich auch abends, am Wochenende, bin viel für die Firma unterwegs, das zähle ich ja auch nicht zusammen, Überstunden werden eh nicht gezahlt.

  12. 12

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