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Unser erster Praktikant

jo
Ein Stückchen Jo.

Zwei Wochen lang hatten wir hier bei Spreeblick einen lieben Gast: Jo war unser erster Schülerpraktikant, und wir wissen bis heute nicht, wer deshalb im Vorfeld nervöser war: Er oder wir. Wir wahrscheinlich, denn ein Praktikant bedeutet ja auch Verantwortung, vor allem aber muss man sich Aufgaben ausdenken und immer so tun, als hätte man auf jede Frage eine Antwort.

Da Jo immer schon etwas früher nach Hause durfte als wir, konnten wir ihn leider zu selten mit dem abendlichen Abwasch beauftragen und erklärten ihm stattdessen ein wenig Netzkultur, wie man Quellen verlinkt und Bilder erkennt, die man auf einem Blog nutzen darf, und natürlich ließen wir ihn auch selbst bloggen.

Im aktuellen re:publica-Vorbereitungswahn blieb sicher nicht immer genug Zeit für den jungen Mann, doch unser 14-jähriger Teilzeit-Kollege zeigte glücklicherweise genügend Eigeninitiative und Interessen, so dass wir euch jetzt einfach mal auf das Ergebnis seiner Arbeit loslassen, denn Leserinnen und Leser, die hat er etwas vermisst in den vergangenen zehn Tagen: Damnundherrn: Das Jodablog.

Tschüss Jo! War schön mit dir! Und die Mütze ist auch super!

Falls die Frage auftaucht: Wir haben bisher keine Praktikanten gehabt und werden das auch nicht zur regelmäßigen Einrichtung machen können, wir verarbeiten jetzt dieses erste Mal und sehen dann nach der re:publica weiter.

17 Kommentare

  1. 01

    Prima finde ich das !
    Weiter so und so wie das Foto aussieht hat er spass gehabt.

    Und ja ich weiß wie schwierig das ist einen Praktikanten zu haben, denn man stellt sich zwar vor „Arbeit“ für den zu haben. Aber manchmal scheitert das. Da muss man höllisch aufpassen nicht wie der Idiot dazustehen ;-)

    Aber eine Sache habe ich leider anzumerken.
    Das GRÜN auf dem Blog geht ja gar nicht !!!
    Argh, sorry aber im Moment bin ich blind.
    Auf nem neuen iMac 27zoll hat man da so viel Farbe auf einmal.
    Junge da brauchts nichts mehr zu rauchen ! ;-)

    Aber ansonsten weiter so !

  2. 02

    *EDIT:

    Oh eines habe ich noch:

    Ihr habt leider vergessen Ihm beizubringen, dass man ein Impressum braucht !!!!!

  3. 03
    name2

    aber sein Deutsch geht gar nicht – auch nicht für einen 14 jährigen… die Artikel auf seinem Jodablog lesen sich so holprig und falsch.

  4. 04

    @name2: Lass mal deine Aufsätze lesen, die du geschrieben hast, als du 14 warst. Dann reden wir weiter. ;)

  5. 05
    Jan

    @name2: Dass nicht jeder direkt so geschliffen formuliert wie scheinpromovierte Medienprofis, sollte höchstens Ansporn sein, nicht Ausschlusskriterium. ;)

    Jedenfalls: Sehr gut finde ich das. Ohne den Anspruch zu erheben, ein in irgendeiner Weise für eine solche Beurteilung geeigneter Beurteiler (trotz eines Altersvorsprungs von 10 Jahren klappt das bei mir mit den geschliffenen Formulierungen ganz offensichtlich auch nicht) zu sein, habe ich den starken Eindruck, dass der Junge echt was gelernt hat.

    Hut ab, auch vor euch, dass ihr euch das zugetraut habt! Es hat sich gelohnt.

    edit: Ich merke gerade, ihr habt den armen Jungen als Produkt eingeordnet?

  6. 06

    (Aus unerfindlichen Gründen ist die Schrift der Kommentare „extrem“ klein)

    Also..Ich finde dass sich sowohl die sprachliche Darstellung als auch das Erfassen von Sachverhalten auf einem für einen 14-jährigen sehr hohen Niveau befinden. Wenn ihr ihm das beigebracht habt: Respekt! ;)

  7. 07

    Ich hab Jonathan ein paar Worte zu meinem Schulpraktikum auf seinem Blog hinterlassen, das eine halbe Ewigkeit her ist, ohne alt klingen zu wollen. Mit der Sorge allerdings, er könnte nicht jugendfreie Gedichte auf meinem Blog entdecken, falls er dem Link in meinem Namen folgt, den ich nicht weggelassen habe. Aber sind denn die Spreeblickinhalte allesamt jungendfrei? Ich glaube, nicht. Johnny, du bist im Gegensatz zu mir Vater. Wie hältst du es diesbezüglich mit deinen Kindern? Oder habe ich auf Spreeblick nicht irgendwo schon mal etwas diesbezüglich gelesen?! Ich mache mir nicht selten Gedanken darüber. Neulich habe ich zwei jungen Skatern, die ich auf der Straße antraf, mit denen ich ins Gespräch kam, meine Internetseite nur unter der Bedingung genannt, dass sie sie ihren Eltern zeigen und die entscheiden sollen. Im Vergleich zu vielem, was im Web grassiert, sind meine Gedichte jedoch geradezu harmlos.

  8. 08
    anonym

    Erst habe ich gedacht, er trägt aus religiösen Gründen eine Kopfverhüllung.

  9. 09
    KOPNR

    Was macht so’n Praktikant den ganzen Tag bei Euch? Was macht ihr eigentlich den ganzen Tag?

    :)

  10. 10

    @Jan: OMG, nein, nicht Jo ist Produkt! Die Kategorie, in die wir „Internes“ stellen ist „Spreeblick“, was sich unter der Oberkategorie „Produkte“ befindet. Im Grunde brauchen wir ein Blog für solche Beiträge …

    @lart: Wir haben ihm das nicht beigebracht, ich schätze, das waren seine Eltern. Und die Schule. Und das Leben.

    @Veit: Bis Jugendliche bei Gedichten an den nicht jugendfreien Stellen angelangt sind, haben sie nebenbei mehrere Videos angesehen, die heftiger sind, fürchte ich. :) Ich wollte dazu aber mal was schreiben. Mach ich mal, später.

    @anonym: Tut er ja vielleicht auch. Ich habe ihn nicht gefragt.

  11. 11

    Erste drei Gedanken, als ich das gelesen habe:
    1. Sehr gut, dem Nachwuchs eine Chance. Man kann nicht darüber klagen, dass junge Leute keine Chance bekommen, wenn man selbst keine gibt.
    2. Mir hat mein Praktikum damals eine Menge gebracht. War auch rund um Computekram.
    3. Einem 14-jährigen etwas über digitale Rechte und Bloggen beizubringen, ist nicht das Schlechteste fürs weitere Leben. Von wegen „digital natives“: Das muss man alles mühsam lernen.

  12. 12

    Schön zu sehen,
    wie ‚Medienschaffende‘ dem Nachwuchs einen Einblick ermöglichen.

    Respekt

  13. 13
    Merete

    Ich bin beeindruckt. Mit 14 hab‘ ich leider, abgesehen von einem David-Bowie-Konzert und einem Aufenthalt in England, nicht viel beeindruckendes erlebt
    „Ich habe gelernt, dass es sehr wichtig ist … ein sehr ordentlichen, interessierten Eindruck zu machen.“
    Das wird dem jungen Mann sehr helfen.
    Ich schließe mich allerdings an, Rechtschreibung und Grammatik sind ebenso wichtig wie Kenntnisse über CC. Das geht einher mit dem „ordentlichen Eindruck“
    Aber ein ‚Stückchen Jo‘ ist schon sehr vielversprechend.

  14. 14

    by the way

    Eigentlich ist die englische BBC http://www.bbcgermany.de das Maß aller Dinge.
    Denkste, CNN http://cnn.tv/ legt nach. Auch der Arabische Sender Aljazeera http://english.aljazeera.net/news/europe/ zeigt Journalistische Kompetenz.

    Ohne die fleissigen Redakteure, von denen man erwarten darf, dass diese
    unvoreingenommen berichten, es unnütz ist diese besonders zu loben, da
    sie es (sprachlich) eh‘ nicht verstehen.
    Siehe auch: http://www.alarab.net

    Thank You ;-)

    (Nein, auch ich spüre die ‚NärrischeZeit‘ nicht)

  15. 15
    Dennis

    „Ich habe gelernt, dass man auch ohne Stress und Leistungsdruck viel auf die Beine stellen kann.“

    Hachja…wie schön wäre so eine Welt.. =(

  16. 16

    @Dennis: Ja, oder? Nächstes Mal bekommt der Praktikant alle meine Mails in Kopie und muss bei den Telefonaten dabei sein, dann passieren solche Sätze nicht mehr. ;)

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