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The Burning House

Macbook, Schlüssel, iPod, Telefon, Tagebuch: das waren die Gegenstände, welche ich gerade noch schlaftrunken zusammenraffen konnte, bevor ich einmal wegen eines Feueralarms im Studentenwohnheim die Treppen hinuntereilte. Zum Glück stellte sich dieser als falsch heraus, denn die verkohlte Pizza im Stockwerk über uns konnte maximal als Gefahr für menschliche Mägen gelten, und leider sollten die Kochgewohnheiten der dazugehörigen Bewohner auch in Zukunft nicht besser mit Rauchmeldern kompatibel sein.

Doch als ich darüber grummelnd wieder zu meiner Butze schlurfte, war ich schon fasziniert, was diese potentielle Gefahrensituation für mein Hab und Gut bedeutete. Was würdet ihr noch eben schnell an euch reißen, wenn es brennt und ihr sofort euer Haus verlassen müsstet? Mit dieser Frage beschäftigt sich auch die Seite The Burning House und fordert dazu auf, genau jene Gegenstände zu fotografieren und aufzulisten. Hin- und hergerissen zwischen praktischen und wertvollen Dingen oder solchen, die schlicht einen sentimentalen Wert für einen haben.

Heraus kommt dabei eine wunderbare Sammlung an Bildern, Gegenständen und Geschichten, die hinter ihren Besitzern stecken:

[via]

28 Kommentare

  1. 01
    S. Schwarzmeister

    „Was würdet ihr noch eben schnell an euch reißen, wenn es brennt und ihr sofort euer Haus verlassen müsstet? “
    Glaub mir, wenn es brennt und du sofort raus musst, holst du gar nichts mit. Gar nichts.

  2. 02

    @S. Schwarzmeister: das glaub ich auch, nur eine weitere Seite damit die Leute ihre herzeigbaren, tollen Gadgets präsentieren können.

  3. 03
    Anne Wizorek

    @Conrad: Ein Kunstprojekt, das sich mit einer hypothetischen Frage beschäftigt, die man durchaus mal für sich beantworten kann, auch wenn man nicht gerade aus einem brennenden Haus flüchten muss.

    Grob gesagt: was ist dir so wichtig, dass du es unter keinen Umständen hergeben möchtest? Wieso muss man da gleich Aufschneiderei unterstellen?

  4. 04
    Leo

    Stimmt, man darf nicht hypothetisch darüber nachdenken, welche Gegenstände in dem hoffentlich nie eintretenden Falle eines Brandes persönlich wichtig wären, sinnvoll oder praktisch. Und vor Allem darf man dann kein Tumblr darüber machen weil dann kommen Schwarzmeister und Conrad und sind beleidigt und total cool abgeklärt. Ist ja eh nur Hipsterscheiße.

    Das ist eine schöne Idee. Ich mache mir darüber oft Gedanken. Was wäre mir theoretisch (rein theoretisch) so wichtig, dass ich es unbedingt würde mitnehmen wollen? Was wäre praktisch, wichtig für wie es weitergeht. Ob ich im Falle des Falles dann wirklich dazu in der Lage wäre ist scheiß egal. Kunstprojekt. Darübernachdenken. Und so.

    Aber nee lass mal lieber wieder über alles nörgeln.

  5. 05

    Mannomann, dann aendert die Frage halt in „wenn ihr 5 Minuten habt das wichtigste zusammenzuraffen bevor ihr ein Haus fuer immer verlassen muesst“. Dann sind 5 Minuten nicht sehr lang. Selbst 10 Minuten nicht.

    Viele Gadgets kann ich auf der Seite auch nicht sehen, sondern vor allem sehr viele sentimentale Gegenstaende. Denn hauptsaechlich darum geht es doch, um Erinnungen, Traeume, Liebe und oft unwiederbringliche Dinge.

    Trotzdem waere mein Laptop eines der ersten Dinge die ich auflisten wuerde. Nicht weil es ein Gadget ist, sondern wegen dem was da so auf der Festplatte ist. Erinnerungen. Sehr viele Erinnerungen. (von denen ich auch deswegen noch anderweitig backups habe, aber trotzdem).

  6. 06
    johannes

    ich würde meine beiden kinder mitnehmen.

    ist übrigens schonmal passiert. wir waren schon benebelt vom rauch, als die feuerwehrleute an die tür wummerten. die lassen dir nicht die zeit, noch rasch dein iphone auszustöpseln und andere witzige accessoires einzupacken. kinder wecken und raus.

    jetzt sind sie älter und nicht so süß, aber ich würde sie wieder mitnehmen.

  7. 07

    @Anne Wizorek: unter dem Aspekt leuchtet das Licht auf diese Seite schon anders. Als es mal über uns brannte, stand ich mit Unterwäsche und Feuerwehrplane 2 Stunden vor meinem Haus. Ohne Handy und co

  8. 08

    Kinder, Frau und Hosen, was zum Malen und Kaffeepulver. I <3 listgeeks.

  9. 09
    anonym

    Bügeleisen. Wenn man ein Haus fluchtartig verläßt, nimmt man immer ein Bügeleisen mit, das wurde bereits im letzten Krieg so gehandhabt. Oder man hat, und das ist die andere Variante, immer einen gepackten Koffer neben dem Bett stehen.

  10. 10

    Tja, und jetzt ist die Seite gleich mal down.

    Zur Frage: Frau, Kind, mich.

  11. 11
    KOPNR

    Wenn ihr mal einen mit nem Eizo-24″-Monitor vor einem brennenden Haus seht – das bin ich.

  12. 12
    Elblette

    Mir fallen auch nur die Kinder ein. Alles andere kann von mir aus zum Teufel gehen.

  13. 13
    xray

    Geht zwar am Thema vorbei, aber was auch lustig ist, sich zu überlegen, wie man aus dem Haus/der Wohnung kommt. Man könnte sich zum Beispiel komplett nass machen mit Alufolie einwickeln, die Luft anhalten und dann durchs Treppenhaus. Oder wenns da nicht lang geht Kabel aneinanderknoten und ausm Fenster. Allerdings wärs glaube ich ratsam jeden Meter einen Knoten reinzumachen, da man sich ja an so einem Kabel schlecht festhalten kann. Ach da gibt es noch so viel zu bedenken, müsste man sich eigentlich n Plan machen ^^

  14. 14
    Reiner

    @johannes: Bei mir stand die Feuerwehr mit der Axt vor der Tür und wummerte wie Wild dagegen (hab ich mir nächsten morgen sagen lassen, von innen steckte der Schlüssel :-) ). Schwerhörigkeit & Schlafen & Wohnheim, das stumpft so ab, da kann der 3. Weltkrieg ausbrechen, den würde ich verschlafen. Man kann doch nicht auf jeden Scheiß reagieren. War eh fehlalarm.

  15. 15

    Frau, Katze und wenn möglich noch an die Nachbarn denken. Und wenn dann noch zeit ist und es der Adrenalin-Spiegel und die Lage es zuläßt – Persönliche Unterlagen, Rechner, Fotos.

    Wenn die Frage auch rein hypothetisch ist und so eine Situation hoffentlich nicht eintrifft werde ich trotzdem mal darüber nachdenken, ob ich nicht wichtige Dokumente einscanne und eine Festplatte anderenorts deponiere. Denn sollte der Fall eintreten und niemand zu Scahden gekommen sein, dann könnte wir uns damit einiges erleichtern.

  16. 16
    Oliver

    Im Hinterhaus ist vorletztes Jahr eine Wohnung komplett abgebrannt. Ich hatte die Feuerwehr alarmiert. Die Bewohnerin hatte wohl geschlafen und zunächst nichts davon bemerkt, bis die Nachbarn sie rausgeklopft haben.

    Da ging es um jede Sekunde. Die Wohnung war schon nach ein paar Minuten in Schutt und Asche. Als die Feuerwehr eintraf, brannte schon die Wohnung darüber.

    Wenn’s ernst wird, ist keine Zeit, um irgendetwas zusammenzusuchen. Die Frau stand dann unten im Nachthemd und sah zu, wie ihr gesamter Besitz in Rauchwolken aufging. Ich hoffe, sie war versichert.

    (Die Wohnung darüber war übrigens eine Maisonette-Wohnung, die man nur aus dem unteren Teil verlassen konnte. Die Bewohner hatten es nicht mehr geschafft, sie zu verlassen. Zum Glück konnte die Feuerwehr noch löschen, bevor die oberste Wohnung, in der sie saßen und warteten, abbrannte.)

    ps. Ich sichere seitdem vor allem Fotos in Originalgröße auf einem Server.

  17. 17
    bEn

    Computer, MP3-Player und womöglich auch noch Telefon mit Apfel drauf? So hätte ich auch gerne studiert ;)

  18. 18

    Hier in Riad, ganz klar alle Ausweisdokumente, die in greifbarer Nähe sind. Sonst sieht es düster aus. Und die Katzen müssen natürlich mit raus.
    Ansonsten sind die wichtigsten Sachen extern digital gesichert.

  19. 19
    anonym

    Von den Katzen könnte man ja vorher jeweils eine Kopie machen und auslagern.

  20. 20

    Aber bitte in Originalgröße.

  21. 21
    ber

    Hier in Deutschland, ganz klar 3-4 Ordner mit Dokumenten der lieben Behörden ;)

  22. 22

    Also wenn es bei mir hier in dem 4 stöckigem Hochhaus brennen würde sähe es allgemein ziemlich schlecht aus für mich, da ich im obersten Stock wohne und die Bewohner im Erdgeschoss für gewöhnlich abends die Tür zuschließen. Aber ich würde denke ich schauen dass ich mein Handy und meinen Geldbeutel mitnehmen würde (mindestens).
    Bleibt halt dann nur noch die Frage ob ich es erstens bis unten und zweitens ganz raus schaffe :-)

  23. 23
    anonym

    Vielleicht gibt es ja Leute, die soviel Gepäck (Essensrationen und so) mitnehmen, daß sie es nicht mehr bis zur Haustür schaffen. Vermutlich war das der verborgene Sinn der Frage.

  24. 24

    …und ob im Erdgeschoss die Tür offen ist :-)

  25. 25

    Sehr nett anzuschauen.

    Das gilt wohl als ‚ Urbaner Rettungskofferinhalt ‚.

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