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Snape. Snape. Severus Snape.

alanrickmanletter

Alan Rickman, Darsteller eines der größten Charaktere in einer der größten Geschichten, die jemals erzählt wurden, bedankt sich mit dieser Seite im Empire Magazine bei J.K. Rowling.

Größter Kommentar bei reddit dazu:

„well at least he’s still got NiN“

[via]

17 Kommentare

  1. 01
    Ben

    Die Idee, Marketing zu betreiben, indem man versucht, mit Darstellerkommentaren einer Millionenproduktion den Anstrich von Familie & Freundschaft zu verleihen, erregt bei mir übelsten Brechreiz..

  2. 02
    jens

    Die Idee, daß ein Mensch so von Zynismus zerfressen ist, daß er sich nicht vorstellen kann daß eine solche Anzeige von etwas anderem als Marketing motiviert ist macht micht traurig.
    Mir hat hat das Lesen dieser Anzeige zusammen mit der Anmerkung von Johnny das Herz gewärmt, und ich fühle mich damit mit Sicherheit besser als der Kommentator vor mir mit seinem moralinsauer erregten Brechreiz…

  3. 03

    mich wundert eigentlich nur, dass harry potter immer noch so dermaßen überschätzt wird :p

  4. 04
    S. Schwarzmeister

    @jens:
    Wenigstens lebt der erste Kommentator im Gegensatz zu Johnny und dir anscheinend in der Realität.

  5. 05
    Martin

    Wenn ich NiN google, komme ich nur auf nine inch nails.

  6. 06
  7. 07
  8. 08
    Elblette

    @Ben: Im amerikanischen Filmbusiness ist das ziemlich üblich, dass man sich in Anzeigen für die tolle Zusammenarbeit bedankt. Wir haben die Cinefex abonniert, und da sind immer solche Anzeigen drin, aber von Firma zu Firma. Kann man doof finden, (wie ein Friese mal zu mir sagte: „Warum so viele Worte, ein Kopfnicken reicht doch auch“), aber Pathos gehört zu bestimmten Branchen halt dazu. Man wird ja nicht Filmschauspieler, weil man nur hin und wieder mit dem Kopf nicken will.

  9. 09
    KOPNR

    Ich kann mich nicht erinnern dass ein Alan Rickman in Star Wars mitgespielt hätte…

    :)

  10. 10
    gnihi

    in a world, where „thank you“ was a commercial message, one man was chosen to be one of the greatest characters in one of the greatest stories ever told…

  11. 11
    Kommentator

    Ich mag solches Marketinggetue und „Jo, meine tolle Kumpelin“-Angebiedere auch nicht, bäh – aber Alan Rickman darf das, ich seh ihm das nach, meine unmaßgebliche Meinung.

    Nicht wegen der zwar durchaus gut erzählten, aber komplett steril wirkenden Harry Potter-Filme – sondern wegen seiner äußerst souveränen und „die Wand, gegen die ich euch jederzeit spielen kann, lasse ich mal den Regisseuren zuwillen unbenutzt“-Auftritte in „Dogma“ und „Galaxy Quest“. Wobei er sich in beiden Filmen mit fast subversiver Eleganz gegen seine äußerst gut gelaunten Mitspieler (in „Galaxy Quest“ vor allem Tony Shalhoub und Sam Rockwell, die sind da bestens aufgelegt) behaupten muss, da hätten sie ihm fast die Wand abgekauft. Fast :)

    (Ich wollte damit eine Referenz auf die besseren Auftritte von Herrn Rickman in den seichten Gefilden weisen. Er kann ja noch mehr.)

  12. 12

    @jens: Nicht ärgern lassen. Ich habe nach zehn Jahren und knapp 200.000 auf diesem Blog veröffentlichten Kommentaren (die ich fast alle gelesen habe) verschiedene Erklärungen für Kommentare, die mich inhaltlich so außerordentlich überraschen wie dich der Kommentar von @Ben oder auch @S. Schwarzmeister.

    Eine davon ist, dass es Menschen immer wieder schwer fällt, sich Charaktere und Handlungsweisen vorzustellen, die mit ihren eigenen nicht wenigstens ansatzweise übereinstimmen. Weshalb sie solches Handeln von Dritten nicht verstehen, es im besten Fall ignorieren, in anderen Fällen als falsch oder unglaubwürdig bezeichnen (und dabei aber den Anspruch der „Wahrheit“ und „Realität“ für ihre Sichtweise beanspruchen). Davon ist niemand frei: Ich verstehe das Handeln vieler Menschen auch nicht und kann mir kaum vorstellen, warum jemand bestimmte Dinge tut. Aber er tut sie, und zwar meistens aus tiefster Überzeugung und mit reinstem Gewissen.

    Wenn jemand die oben gezeigte Anzeige als pures Marketing empfindet, dann bedeutet das vielleicht, dass er selbst einen solchen Text niemals aus anderen Gründen als aus Marketinggründen veröffentlichen würde. Wir schließen alle täglich von uns auf Andere, das macht Kommunikation oft schwierig – es fehlt zu oft die Empathie für den Gegenüber.

    Hinzu kommt, @Elblette hat das schon erläutert, oft eine Unkenntnis des Kontextes. Die Empire-Ausgabe war eine Ausgabe zum letzten HP-Film und es ist durchaus üblich, dass Schauspieler oder andere Team-Mitglieder bei solchen Gelegenheiten Dankesanzeigen schalten, das Magazin ist ein Heft für Filmfreaks und wird auch in der Branche gelesen. Wie schon erwähnt: Ob man das eklig findet oder sympathisch, das hängt auch von der eigenen Lebenseinstellung ab. Und wie ebenfalls schon erwähnt: Schauspieler sind Menschen der Öffentlichkeit und des Pathos, daher sind sie Schauspieler geworden.

    Am Ende bleibt die nüchterne Frage, ob eine solche Anzeige in einem Magazin, dessen Leserinnen und Leser die HP-Filme wohl größtenteils ohnehin mit Spannung erwarten, tatsächlich ihren Zweck des vermuteten Film-Marketings erfüllen kann. Wenn überhaupt wäre es vielleicht Werbung für Rickman, der selbige aber, @Kommentator hat das zusammengefasst, nicht nötig hat. Der Mann ist außerordentlich gut im Geschäft.

    Wer jedes öffentliche Tun als Strategie mit Hintergedanken empfindet, der handelt vielleicht selbst einfach meist strategisch und lebt in ständigem Misstrauen vor Dritten oder zumindest vor Personen der Öffentlichkeit (Letzteres kann ich teilweise nachvollziehen). Die Vorstellung, dass diese Anzeige vielleicht erschienen ist, weil Rickman Lust darauf und das Geld dazu hatte und seinen Respekt für Rowling (nicht uneitel, natürlich) öffentlich ausdrücken wollte, fällt manchen Leuten daher sehr schwer. Ebenso wie die Vorstellung, dass die Arbeit an einem Film, egal ob groß oder klein und noch dazu an einer solchen Serie, das Team tatsächlich auf eine sehr eigene Art zusammenschweißt und hier und da vielleicht etwas sentimental werden lässt. Um das zu verstehen, muss man es vielleicht selbst einmal erlebt haben (was für viele Lebensbereiche gilt).

  13. 13
    gnihi

    @Johnny Haeusler: Wie du hier ein Psychogramm anfertigst für Kommentatoren, die anderer Meinung sind als du, empfinde ich als überheblich.

    Auch ich bin naiv genug, zu glauben, dass Menschen in der Regel mit reinem Gewissen handeln. Aber ist deshalb jede Handlung gut? (Ich verzichte an dieser Stelle mal auf drastische Beispiele.)

    Manchmal ist es wichtig, nicht zu viel Kontext einzubeziehen. Denn man kann natürlich immer so lange in den Kontext eintauchen, bis die jeweilige Handlung als ganz folgerichtig oder zumindest vertretbar erscheint. Für den Akteur war sie es ja schließlich. Aber dabei geht der nötige Abstand verloren, ohne den man die Handlung gar nicht kritisch bewerten kann.

    Klar, solche Anzeigen mögen in der amerikanischen Kinobranche üblich sein, und dadurch ist Rickmans Art, sich zu bedanken, vielleicht nachvollziehbar. Aber geh doch mal einen Schritt zurück und schau von außen auf diese Form der Kommunikation. Ist es wirklich eine gute Idee, den Ausdruck eigener Dankbarkeit und Verbundenheit in einem Brei gemeinsam mit den finanziellen Interessen Dritter (die ich gar nicht moralisch verurteilen will; die eigenen finanziellen Interessen mal ganz außen vor gelassen) zu servieren?
    Ich finde, in einer Gemeinschaft, in der diese Art der Kommunikation normal ist, läuft etwas schief.

  14. 14
    vk

    … muss man denn immer alles in gut und schlecht bewerten?
    die welt ist nicht weiß und schwarz, ebenso wenig handlungen, ansichten und motivationen. nur weil wir denken das eigene schwarz und weiß definieren zu können, können wir noch lang nicht über das grau der anderen richten und sagen sie handen in „schwarzen absichten“.

    ist es nicht einfach möglich zu akzeptieren das leute dinge tun, die sie tun, die man eventuell nicht machen würde? (oder doch, man war schließlich noch nie in der lage und kann es nicht nachvollziehen)

  15. 15

    @gnihi: Ich finde, in einer Gesellschaft, in der diese Art der Kommunikation als „verwerflich“ (zu hartes Wort … aber du weißt, was ich meine?) angesehen wird, läuft auch etwas schief. Ich finde das alles nicht so wild, wie es hier erscheint. Und natürlich ist nicht jede Handlung gut, aber das behauptet ja auch niemand.

    Mir war klar, dass mein Kommentar als arrogant/ überheblich angesehen werden kann und ich hatte gehofft, dass ich mich oft genug selbst einbezogen habe, um das zu vermeiden. Hat nicht geklappt, okay. Aber es ist halt so: Ich lese täglich sehr viele unterschiedliche Kommentare, nicht wenige davon richten sich direkt an mich, einige davon sind auch mal recht deutliche und persönliche „Angriffe“. Da fängt man an, nachzudenken (natürlich auch über sich selbst), und mit dem Kommentar habe ich einige dieser Gedanken aufgeschrieben. Ob sie stimmen? Keine Ahnung, aber ich glaube, ein bisschen was ist dran. Und das kann man alles auch fein bei sich selbst beobachten. Ich denke einfach, dass alle Menschen sehr unterschiedliche Lebenshaltungen und Charaktere und Erfahrungen haben, und dass diese Tatsache die Bewertung von Handlungen Dritter oder auch die Kommunikation untereinander sehr erschwert. Das ist nicht schlimm und ich werte dabei auch nicht, wessen Lebenssicht nun die „bessere“ ist, aber es hilft enorm, sich dessen bewusst zu sein. Mich ärgern bspw. bestimmte negative Kommentare zu dem, was ich tue, lange nicht mehr so sehr, seitdem ich mir vor Augen halte: Derjenige *kann* gar nicht verstehen, was oder wie ich etwas meine, genauso wenig, wie ich ihn verstehe. Wir ticken komplett anders und reden oder leben oder fühlen aneinander vorbei. Das bedeutet nicht, dass wir uns nicht annähern und es trotzdem versuchen können. Es bedeutet aber, dass das nicht immer leicht ist. :)

  16. 16
    jes

    die anzeige ist für mich ein ausdruck der bedeutung der hp-geschichte. und die ist global betrachtet allein deswegen bedeutsam, weil sich in der bösen kapitalistischen von kurzfristigen finanziellen interessen geprägten welt etwas im mainstream behaupten konnte, was nicht durch diese interessen geprägt ist, jedenfalls im ursprung und kurzfristige finanzielle interessen waren für die entwicklung von büchern und filmen auch nicht das bestimmende moment. (dass es ohne profitinteressen nicht im mainstream geht und dass das scheiße ist, ist nichts neues.)
    und schön außerdem auch zu sehen, wie so ein post und die kommentare johnny dazu veranlassen, über motive für zynismus (oder was das misanthrope da ist) nachzudenken. und diese gedanken wiederum gehen in ihrer bedeutung über den konkreten post hinaus. ick fands jut.

  17. 17

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