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Lady Luck

Ist jetzt nicht mein neuer Lieblingssong, doch nachdem ich schon fast weitergeklickt hätte, hielt das Video zu Jamie Woons „Lady Luck“ ein paar visuelle Überraschungen bereit. Der Clip stammt von Vincent Haycock, der auch für den NIP/TUCK-Opener verantwortlich war und der auch in anderen Musikvideos, z.B. für die Assassins, mit ähnlichen Elementen arbeitet wie bei „Lady Luck“.

Auch drei Jahrzehnte nach der Gründung von MTV bleiben Musikvideos, nun vorangetrieben durch das Internet, eine eigene Kunstform und unfassbar viele Strömungen und Stile reflektieren den jeweils aktuellen Zeitgeist und die technischen Möglichkeiten und loten aus, was gefällig und erträglich ist. Spannend finde ich den Trend zu langsameren Schnitten (den ich mir einbilde), aber auch das Spiel mit Verzerrungen, digital ge- und zerstörten Bildern wie bei Haycocks Arbeiten zu sehen, ist auf jeden Fall weitere Blicke wert.

[via]

9 Kommentare

  1. 01

    In der Tat ein interessantes Video (nb. spielt MTV noch Videos??), und das Lied gefällt mir persönlich auch :)

  2. 02
    Stefan

    Also ich kriege Kopfschmerzen von dem Geflimmere, auch wenn es natürlich gut gemacht ist.

  3. 03
    Jakob

    aber irgendwie nervt der player, man kann ja nichmal vorspulen… oder stelle ich mich nur etwas dumm an?

  4. 04

    @Jakob: Das ist irgendwie der neue Embedd-Code von Vimeo, hat mich auch schon verwundert und geärgert, hatte aber noch keine Zeit, mir anzusehen, wie man den alten wieder benutzen kann.

    UPDATE: Aha. Offenbar kann der Besitzer des Videos einstellen, ob und wie man sein Video embedden kann. Ist also nur in manchen Fällen so wie hier und „Schuld“ ist der Urheber.

  5. 05
    ber

    Werden Musikvideos wirklich so vom Internet vorangetrieben? Wo kommen die Budgets dafür her? Ich habe eher den Eindruck das selbst für vernünftige Plattencover kaum noch Geld ausgegeben wird.

  6. 06

    @ber: Ich glaube, die Clips sind das, was sie schon immer waren: Ein Vehikel für den Künstler. Bands werden durch ein gutes Video bekannt – ob mit oder ohne Internet. Letzteres hat aber MTV komplett ersetzt: Wenn man eine band sucht, guckt man bei YT. Und dort gibt es dann für einige Künstler mehr Publikum, als MTV jemals haben könnte.

  7. 07
    Mister T

    @ber: Die Budgets kommen offenbar immer häufiger von den Bands selbst. Der ganze Apparat hat sich ein wenig überholt, weil große Labels nur noch selten die Eier haben, ein interessantes Video zuzulassen. Aus einem Haufen Treatments wird da herausgesucht, was man sich vorstellen kann. Was sich Menschen, die in erster Linie Budgets von A nach B schieben, vorstellen können, ist in der Regel schon dagewesen. Mehrfach. Was für die Musik ja ebenfalls gilt.

  8. 08
    irreversible

    Visuell schon ganz nett aber die Musik verursacht leider Ohrenkrebs vom Feinsten…

  9. 09

    also. das beste an dem video IST der player hier. frei von lästiger steuerung. play. pause. fast so wie bei mtv. früher. als die zeiten noch besser waren. zumindest was das musikfernsehen betrifft.

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