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Dieser Artikel ist ein Leserbeitrag im Rahmen der Open-Spreeblick-Aktion.

Just sayin…

Spock,

Nur mal so ganz nebenbei, just sayin you know? …a night out with Berlusconi and Charlie Sheen, das würde ein episches Entertainment für mich und alle Anwesenden sein, dann mache ich ein Foto, verbreite es im Internet, in Printmedien, aber auch Flyern; und next to it steht

 

‚Eine Freundschaft ist so stark wie Ihre Medien.‘

 

Ein indirekt direkte Message, ganz subtil, soll gar nicht zum Nachdenken anregen, ueberhaupt nicht deep.

 

Wenn dann die Gläser zerbrochen, der letzte weibliche Körper abgegrabscht und erotische Drogenexzess vollbracht ist, kommen die ersten Handyvideos on youpoop oder die Weltinfrastruktur „Facebook“ (aufraunen im Leserpublikum), Wellen von I like (really?), vielleicht sogar ein dezenter Leak von Wikischick (something like Die Berlusconi-Sheen-Unbekannter-Dritter Depesche oder Die Party Depesche) und die Welt beginnt sich langsamer zu drehen. Diesmal geht es nicht um politische Affaeren und Korruptionsvorwuerfe, denn mit Charlie Sheen oder mir hat Berlusconi keinen partner in crime gefunden, wie auch, wie kann ich ihm schon helfen, despite being a loyal wingman. Es geht darum wie die (Social-) Medien Freundschaften idealisieren, nach aussen hin verstärken und hervorheben, grosses Tamtam um uns drei…das im Endeffekt was macht, ja was? Exactly, es überintensiviert eben jene bereits überintensivierte Beziehung dreier Männer, die in Realität (in echt!) nicht weniger miteinander zu tun haben könnten…außer dem Löres und einer Vorliebe für Frauen vielleicht. Jetze, imagine mal how this works für diejenigen, die sich schon kennen und miteinander verkehren. Das ist doch alles Verar-? A)Ching B)Chang C)Schung.

Naja, and what else… War alles nur my train of thought und ich wollts irgendwie mitteilen. Wie dicke sind die – die auf Zuckerbergs Neverland Range so dicke erscheinen – eigentlich wirklich? So in Reality, oder haben die summiert eigentlich mehr online Freundschaft als ihre reale Freundschaft je erreichen kann or will? How do I behave behind a screen? Dann unterhaelt man sich also ueber Sachen, die man zuvor schon via Facebook ausgetauscht hat. In (besonders frischen) Erinnerungen schwelgen sozusagen … „Weisst du noch der Link den ich dir damals…“ Der oberflaechliche Gespraechsstoff geht dadurch nicht aus, bis dann die immer laenger werdenden Redepausen eintreten. Vielleicht kann man sich beim wirklichen Aufeinandertreffen gar nicht mehr begegnen.

So, ich geh mir jetzt noch’n Burger holen, dann rollt die Zunge leichter.

Keep it real und halt die Ohren steif, du alten Priapismus

B wie Sergio

Ein Leserbeitrag im Rahmen der Open-Spreeblick-Aktion von

Bronko (Website) (Twitter)

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