13
Dieser Artikel ist ein Leserbeitrag im Rahmen der Open-Spreeblick-Aktion.

Hamburger Sommer!

Hamburger Sommer – veröffentlicht auf goodnewstoday. de von der Autorin 


Rena Larf

Ich liebe den Sommer. Ich liebe Hamburg. Das Licht, die Farben, die Düfte. Die Stadt wirkt hell, frisch und neu. Meine Stadt. Die wunderschöne Metropole mit dem Flair der großen weiten Welt.
Hamburg riecht ganz anders, wenn es Sommer wird. Besonders am Hafen mischt sich der alltägliche Geruch von Teer, Farbe und Öl mit einem aromatischen Geruch aus ‚Fernweh’ zu einer ganz besonderen Kreation. Sie weitet die Nasenflügel, weckt Erinnerungen und Sehnsüchte. Und schon früh am Morgen nehmen uns die Wellen mit unseren Träumen hinaus durch das ‚Tor zur Welt’ die Elbe entlang.

Aber auch in der City ist alles schön und strahlt aus sich selbst heraus: der Himmel, die Luft, die Menschen. Latte Macchiato an der Alster, sommerhafte Fashion – Highlights in den Schaufenstern auf der Mönckebergstraße und buntes Make Up in den Straßencafés.

Und da sage noch einer mit Namen Joop, die Hamburger Frauen hätten Ähnlichkeit mit Pferden. Eindeutig mithalten kann diese Stadt und ihre zweibeinigen Grazien mit Berlin, Paris oder Mailand.

Ein Porsche – Cabrio hält an der Fußgängerampel vor dem Hotel Atlantic Kempinski. Darin sitzt eine Blondine mit einem hellgelben XXS – Hemdchen und überdimensionaler Paris – Hilton – Sonnenbrille.
Hat diese Frau eigentlich eine Nase? Das interessiert mich brennend, denn die plastisch korrigierte Erhebung unterhalb des Sonnenbrillenrandes ist kaum auszumachen.
Faszinierend. Aber auch irgendwie charmant.
Aus ihrem Autoradio schallt Ciceros Oldie „Frau’n regier’n die Welt!“ über die Alster. Passend.
Zwei Segelboote kreisen wie verliebte Schwäne umeinander und ein paar diamantene Sonnenstrahlen spielen Fangen auf den Wellen, die den Alstersteg umplätschern.

Das Leben macht wieder Spaß in der lebendigen Weltstadt an der Waterkant!
Ich fühle mich in diesen Momenten wie neu geboren, frisch entschlüpft aus einem dunklen Kokon aus Trägheit, Schwere und Unlust.
Frei und leicht. Wie gut das tut!
Endlich ist diese seltsame Starre weg und weicht hanseatischer Aufbruchstimmung in eine neue Jahreszeit: Hamburger Sommer!

Am allerschönsten ist die Innenstadt, – liebevoll weltstädtisch Down Town genannt – wenn sie sich öffnet für ihre Sommer-Gäste aus aller Welt.
Rathaus, Mönckebergstraße, Jungfernstieg, Neuer Wall. Flanieren, kaufen, sehen und gesehen werden. Dann wird Hamburg auch neben beliebtem Tourismusziel zur Kultur – und Medienstadt, lockt mit Musicals und Theater, mit Galerien und Museen.

Die Wärme der Sonnenstrahlen auf der Haut am Elbstrand weckt dagegen kontrastreich mediterrane Assoziationen. Geradezu lustvoll erlebe ich diese Momente der Ahnung. Das Gefühl ist ein ganz besonderes, schönes, einmaliges, beglückendes.
Einfach nur genießen und sich lebendig fühlen!
Den Sommer begrüßen wie ein lange erwartetes Geschenk. Hier am Wasser.

Und ich würde jetzt nirgendwo lieber sein wollen als in der schönsten Stadt Deutschlands!

_„Es könnte kommen, dass Sie es im Himmel bereuten, Hamburg nicht gekannt zu haben.“ Georg Christoph Lichtenberg

(Die Untermalung der Audiodatei © Hugo ‘Droopy’ Contini)

Ein Leserbeitrag im Rahmen der Open-Spreeblick-Aktion von

Raoul (Website) (Twitter)

13 Kommentare

  1. 01
    marc

    latte machiato, reiche tussis im cabrio, medianstadt, musicals, einkaufen…jetzt bin ich aber froh, in berlin zu wohnen! bitte lasst uns diese stadt so wie sie ist (oder mal war) und macht kein hamburg daraus!
    oder werden jetzt blogger vom fremdenverkehrsamt hamburg bezahlt?

  2. 02

    Toller Text. Macht Sehnsucht.

  3. 03
    Jan

    Was für ein armseliges Geschwätz.. es sprach die PR Abteilung eines beliebigen Standort-Verwerters. „Am allerschönsten die Innenstand..“ jawoll, so allerschönst wie alle gefranchisten Innenstädte.. Latte machiato Laune, Sonnenbrillen, Porsche, flanieren, kaufen (klar!), sehen und gesehen werden (noch klarer!). Genau diese Sorte Leute hat die Stadt nicht verdient, genau diese Sorte Leute macht sie schön langsam kaputt. Was im Prenzlberg schon durch is, erlebt Hamburgs Analogon die Schanze gerade im Schnelldurchlauf..
    Was Hamburg mal – abseits des Standortvorteils Hafen/Elbe – interessant gemacht hat, wird von solchen Latte-Säufern wie der „Autorin“ mit ihrer selbstverliebt bräsigen GAP-Mentalität in Grund und Boden gelivestylt.
    Erschreckend das Spreeblick solchen Exsudaten ein Forum zur Veröffentlichung bietet. ;-(

  4. 04
    Horst

    Toller Text. Macht Sehnsucht nach Berlin.

  5. 05

    Hahahaha, ganz groß.

    Sommer in Hamburg. Hahahahaha. Da hat jemand seinen regenschirm vergessen, oder?

    Sehr lustige Aktion. Spreeblick mit Hamburg-Anfall.

  6. 06
    Caro

    Wer Hamburg abseits von Hafen und Mönckebergstraße kennenlernt, wird sehen, wie häßlich diese Stadt doch ist.

  7. 07
    Barny

    Boah, ist das schlecht. Puuuh, und einen schönen Gruß aus der Innenstadt.

  8. 08
    Jan

    @Caro: Vermutlich nicht weiter als Hafen/Mönckebergstraße gekommen, stimmts? Aber vielleicht sollte man das eh nicht jemanden fragen, der die Mönckebergstraße unter „schön“ verbucht.. ;)

  9. 09
    Geborener Hamburger

    Irgendwie scheinst du in einem anderen Hamburg zu leben. Ich bin froh nach 30 Jahren aufs Land gezogen zu sein. Ich vermisse nichts.

  10. 10
    Princess Vince

    Vielleicht soll es Satire sein??

  11. 11
    Ollie Banana

    Ich glaube Rena Larf meint ihren Artikel ganz ernst.
    Das ist eben ihre Sicht auf „ihr Hamburg“.
    Diese Sicht ist so überhaupt nicht meine, aber die vieler Hamburger.

    Na und?

    Frau Larf entspricht sicherlich auch nicht der „typischen Spreeblick Leserschaft“ oder gar dem „Spreeblick-Schreiberling“ und sieht auch nicht so aus als wenn sie in irgendwelche Punkrock-Schuppen geht oder in der Flora zu Elektrosounds tanzt.Aber wo ist das Problem?
    Ist doch Open Spreeblick, oder?

    Auch mit „Gentrification“ hat ihr Artikel für mich überhaupt gar nichts zu tun.
    Gut essen, teuer einkaufen und wohnen konnte man in der Hamburger Innenstadt und an der Alster schon immer.

    So what?

  12. 12
    flubutjan

    Schön, wenn man sich wohlfühlt.

  13. 13
    flubutjan

    … aber das hier könnte auch ein meisterliches Werk von Max Goldt sein.

Diesen Artikel kommentieren