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Dieser Artikel ist ein Leserbeitrag im Rahmen der Open-Spreeblick-Aktion.

Der Gedankenfurz

Aufgewärmte Scheiße.

Belanglose Reproduktion schon Dagewesenen.

Normalerweise stinkt fremde Scheiße weniger.

Doch in diesem Fall schmeckt sie von anderen aufgewärmt und aufgetischt am besten.

Da kann man sie so richtig schön in sich rein löffeln, wo man die eigene nur ausspucken würde.

Geplänkel an der Oberfläche.

Fische verscheuchen und das Wasser trüben.

Auch Scheiße ist Dünger.

Zumindest wächst da noch mal so richtig schönes, grünes, fladenförmiges Gras drüber.

Selbst wenn es kompletter Dünnpfiff war.

Richtig schön mit kleinen Bröckchen und bestialischem Geruch.

So eine Sitzung, nach der die Keramikschüssel richtig sauber geschrubbt werden muss.

Und keiner das Klo benutzen will.

In diesem Fall schmeckt das von anderen aufgetischt richtig gut.

Da kann man sich jeden Happen auf der Zunge zergehen lassen.

Das Aroma, jede einzelne Duftnote herausschmecken und riechen.

Schmecken sie es schon und kriegen so richtig Hunger. Auf Scheiße.

Ist schon ok, auch wenn es in diesem Fall nur fremder Dünnpfiff war.

Soll ja auch Dünger sein, hab ich gehört.

Reproduktion und so.

Am besten per Copy und Paste.

Aber alles ist ja nur ein Zitat schon Gesagten.

Nur in neuen Worten.

Ich will jetzt nicht sagen: „Alter Wein in neuen Fässern“, aber tue es trotzdem.

Ist ja fremde Scheiße, da schmeckt das ganz gut.

Ein Leserbeitrag im Rahmen der Open-Spreeblick-Aktion von

Daniel Harms

10 Kommentare

  1. 01
    Michael

    So langsam wär’s nett, wenn sich die Macher hinter Spreeblick mal wieder selbst an die Tasten wagen würden. Leserbeteiligung ist eine schöne Sache, aber muss wirklicher jeder Scheiß (wortwörtlich) veröffentlicht werden?

    Dann doch lieber ein paar mal die Woche Gastbeiträge von wirklich guten Autoren zu weniger beschissenen Themen.

  2. 02
    omg

    Ich gebe Michael recht. Langsam wird es peinlich.

  3. 03
    SarahYasemin

    ich schließe mich an

  4. 04

    Also langsam wirds peinlich!
    Ein Artikel auf Spreeblick über Scheisshaufen!? *omg*

  5. 05
    diebartdie

    schöner eintrag. gehaltvoller als manch anderer open-spreeblick-beitrag über stolz auf berlin, stolz auf deutschland, blabla. grenzen einreißen und fertich is der lachs.

  6. 06

    Gehe ich recht in der Annahme, daß das jetzt der „jump the shark“-Moment für Open Spreeblick war?

    Ist doch wie mit dem modernen Autorentheater: wenn ein bestimmtes „Provokations“level erreicht ist, kann man sich nur noch mit mehr vom Gleichen profilieren.

    (außerdem ist dieser Artikel selbstbeschreibend, und zwar nicht nur, weil er scheiße ist, sondern auch, weil sowas ebenfalls schon hunderte Male gesagt wurde und dieser Beitrag dem zweifelhaften Thema „bäh, es gibt nix Neues unter der Sonne“ nicht mal eine neue Duftnote hinzufügt. Aber das war bestimmt Absicht und ganz gefickt eingeschädelt mit der Selbstreferenzialität, denn der Herr Harms, das ist ein cleverer einer, der denkt sich was bei dem, was er schreibt).

  7. 07
    Lenni

    Da zeigt sich, dass ihr das Prinzip von der Aktion nicht verstanden habt. Es ist ein Experment. Und bei einem Experiment kann man die Daten, die man erhält, auch nicht nach Laune aussortieren.

    Super Beitrag! Wer so viel Zeilen für Scheiße verwendet, dem muss auch was dran liegen!

  8. 08
    omg

    Weil es ein Experiment ist darf es jetzt ewig so gehen? Ich würde sagen Experiment gescheitert, oder man macht die Seite gleich dicht.

  9. 09

    Dann bin ich ja mal gespannt, was für eine Fragestellung hinter diesem Experiment steht und was für Ergebnisse die Auswertung bringen wird ;-)

  10. 10

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