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Dieser Artikel ist ein Leserbeitrag im Rahmen der Open-Spreeblick-Aktion.

Geschieden? Aha…

Vor kurzem hat es mich nach langer Zeit mal wieder in die Heimat verschlagen. Sozusagen eine Stippvisite. Familie besuchen, Heimatstadt neu entdecken, abspannen und relaxen. So das Übliche, wenn man ins Ländle fährt. Wobei relaxen und Familie besuchen sich natürlich ausschließen.

Also ab in den Zug und los ging es, Regen 13 Grad und das Mitte Juli – HALLO, wo bin ich nochmal?! Egal wird schon, der Zweckoptimismus setzte ein. Vergebens, kann ich an dieser Stelle nur betonen, denn auch in Berlin (Zwischenstopp), sah es nicht besser aus. Und als ich ankam goss es in Strömen, wie gesagt, Mitte Juli! Egal. Die Freude war groß, der Hunger noch größer, das übliche Geplänkel folgte.

Am nächsten Tag traf ich prompt auf einen alten Schulkameraden in dem einzigen Einkaufscenter des Ortes. Zwei Arten von Schulkameraden gibt es, die die man mag und die Anderen. Nun, was soll ich sagen, eigentlich mochte ich ihn. Das Gespräch ging wie folgt:

Er: „Hi, na auch mal wieder hier?“

Ich: „Ja.“

Er: „Schön, ja. Das ist übrigens mein Sohn. Er ist jetzt 2 Jahre.“

Ich: „Schön und Deine Frau?“

Er: „Die ist hier irgendwo. Und wie geht’s?“

Ich: „Gut.“

Er: „Das letzte, was ich von Dir gehört habe, ist, dass Du geschieden bist!“

Ich: „Oh, dass wusste ich ja selber noch nicht. Nee…!“

An dieser Stelle kann ich das Gespräch abbrechen und halte kurz inne, denke nach und komme zu dem Schluss, dass ein Besuch in der Heimat immer wieder zu neuen Erkenntnissen führt, Wahrheit hin oder her …

 

Ein Leserbeitrag im Rahmen der Open-Spreeblick-Aktion von

Ulrike (Website)

8 Kommentare

  1. 01
    SarahYasemin

    ?? es tut mir leid, vielleicht fehlt mir dazu der nötige Horizont, aber….??

  2. 02
    Kar.Ma

    Müssen Kommentare hier freigeschaltet werden? Wo ist mein Kommentar von gestern hin? Hin wie her, macht OpenSpreeblick wieder zu. Der Text zeigt die Probleme doch überdeutlich…

  3. 03
    IngEweMaz

    Dieses Erlebnis kann man wohl nur nachvollziehen, wenn man schonmal ähnliches erlebt hat – ich war in meiner Heimat schon zweimal Vater und einmal drogensüchtig: Wenn die Leute nichts genaues wissen, erfinden sich Geschikchten auf fast magische Weise selbst – und werden Allgemeingut. So macht man das eben mit denen, die wegegangen sind. Wenn man dann mal wieder zurückkommt, kann man manchmal nur staunen …

  4. 04
    Kar.Ma

    Na und…wen scherts?

  5. 05
    strangeways

    na leute denen es anscheinend hauptsächlich um ihre eigenen kommentare geht offensichtlich nicht.

  6. 06

    ich lebe, laut den informationen in meiner heimatstadt, unter der brücke und bin drogensüchtig.
    gut, dass hier ein wlan in der nähe ist.

    harhar

  7. 07
    Kar.Ma

    @strangeways: Messerscharf! Mal ehrlich, die Idee war gut, aber die Leserschaft (qualitativ) nicht bereit zur Schreiberschaft zu werden.

  8. 08

    Schwierig,

    sich als bekennender ‚Südwestdeutscher‘ zu outen.
    Die mit Muckefuk aufgewachsenen haben tlw. ihre
    Probleme damit.

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