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Don’t mention the war

I live by the river!

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Eine kurze Geschichte, die fast genau so passiert ist.

„There’s a nice and cosy italian restaurant close by, not too expensive, very good food. Been eating there for 13 years now – never had a bad meal.“

Die Empfehlung des Nachportiers soll uns genügen. Es ist unser erster Abend in England, es sind die ersten Schritte unserer beiden Söhne auf der Insel und das soll gefeiert werden.

Unser Hotel, gebucht für einen Zwischenstopp zur Verkürzung der Autofahrt, könnte englischer kaum sein und empfängt uns mit vielleicht irgendwie viktorianischen Mustern unterschiedlichster Art auf bestimmt ganz schön altem Mobiliar. Lovely. Und da es nicht John Cleese ist, der uns den Schlüssel für das Familienzimmer ausgehändigt hat, bleiben wir auch von Kriegserwähnungen verschont.

Vorerst.

Denn ich bin mir sicher: Irgendwann im Verlauf dieser Reise wird es uns erwischen, das Gespräch über den Krieg, Deutschland, England, Hitler. Das war oft so, wenn ich in England war, entweder, weil sich jemand nach den ersten Pints erfolglos in Lustigkeit versuchte, oder weil die ältere Generation zu viel Schreckliches erlebt hat, um darüber in Angesicht eines Deutschen schweigen zu können.

Doch das soll jetzt nicht unsere Sorge sein. Auf ins Restaurant! Im strömenden Regen machen wir uns auf den Weg zum Italiener, ein paar Häuserblocks sind es nur. Wir sind müde von der Fahrt, vor allem aber hungrig, und wenn die Kinder nicht bald etwas zu Essen bekommen, steht äußerst schlechte Laune ins Unterhaus.

Das kleine, tatsächlich sehr nett aussehende italienische Restaurant empfängt die triefende deutsche Familie – wer nimmt schon einen Schirm mit, wenn er nach England reist? – mit einem Lächeln, netten Worten und einem Tisch im Zentrum des Raums. Zwei, drei englische Familien sind ebenfalls anwesend, ein Tisch ist besetzt mit spanischen Jugendlichen, der ein oder andere Bekannte des Gastwirts lehnt an der kleinen Bar, hinter der leckere Back-Gerüche aus dem Steinofen strömen.

Erleichtert und entspannt lehnen wir uns zurück, studieren die Speisekarte und genießen gut gelaunt unsere Ankunft. Während wir auf die Pizza warten – der Trip soll halt typisch britisch losgehen –, bringen wir, verständnisvoll von den anderen Gästen belächelt, das noch recht magere Schulenglisch der Jungs auf Trab. Spoon. Knife. Fork. Table. Waiter. Ze Germans are anwesend, außer Freundlichkeit und dem ein oder anderen netten Nicken in unsere Richtung verändert das die gute Atmosphäre im Lokal jedoch kein Stück.

Mit einer Wissbegierde und einem Spaß, den wir im Hausaufgabenalltag eher vermissen, radebrechen sich die beiden Heranwachsenden durch die Karte, erweitern ihren englischen Sprachschatz um so überlebenswichtige Wörter wie „sparkling“, und erst mit dem Eintreffen der Pizza wird es etwas stiller an unserem aufgeregten Tisch.

Nach den ersten Bissen ist es der jüngere Sohn, der mit seiner zwar äußerst süßen, aber doch sehr hohen und durchdringenden Stimme als Erster wieder das Wort ergreift.

„Eigentlich…“ – er überlegt noch mal und säbelt nachdenklich an seiner Pizza herum, während wir ihn erwartungsvoll ansehen.

„Eigentlich hat Hitler nur eine gute Sache gemacht, oder?“

Ich gebe vor, dass ein viel zu groß geratenes Stück Quattro Staggioni in meine Luftröhre geraten ist, starte eine schwere Hustenattacke und hoffe, diese könne rückwirkend den Satz unseres Jüngsten ungehört machen. Das Restaurant, so kommt es mir vor, verfällt in eine kollektive Schweigeminute zum Gedenken an die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs.

„Was… wieso… werhatdirdenn…“, stammle ich und füge mit Blick in Richtung meiner Frau hinzu: „Nun sag‘ du doch mal was!“

Meine Frau sitzt unter dem Tisch, schlägt rhythmisch mit beiden Handflächen auf ihre Ohren und summt etwas Mantraartiges.

In Erwartung einer Antwort schaut mich mein Sohn an, während sein älterer Bruder auf die zweite Hälfte der Pizza spekuliert, falls es zu längeren Diskussionen und die erfahrungsgemäß darauf folgende Verweigerung der Nahrungsaufnahme seines kleinen Bruders kommen sollte.

Ich senke die Stimme: „Lasst uns mal etwas leiser reden, es sind ja auch noch andere Leute hier, die wollen in Ruhe essen und außerdem…“

„Hitler hat die Autobahn erfunden, das ist aber auch das einzig Gute, dass man über ihn sagen kann!“, weiß der Jüngste und nun auch das ganze Restaurant und ich versuche, dem Ober mit Bitte um die Rechnung zu winken, bevor er uns hinauswerfen kann.

„Also…“ – es hilft ja nichts, ich muss da jetzt durch. „H… ich meine… der… also vielleicht nennen wir den Namen nicht so laut, denn den verstehen die ganzen anderen Gäste auch, sie können aber ansonsten nicht wissen, worüber wir reden, weil sie ja kein Deutsch verstehen, und das könnte dann komisch klingen, ‚Autobahn‘ verstehen sie übrigens auch, aber sonst verstehen sie nichts, obwohl, naja, ‚Kindergarten‘ verstehen sie auch, aber es wäre nicht gut, dieses Wort in dem Zusammenhang jetzt auch noch…“

Der Kleinste interveniert in der seiner Empörung entsprechenden Lautstärke: „WAS? Die verstehen ‚Hitler‘ und ‚Autobahn‘ und ‚Kindergarten‘, aber ‚erfunden‘ verstehen sie nicht?“

„Psssst!“, ruft meine Frau unter dem Tisch hervor.

„Nein, ‚erfunden‘ verstehen sie nicht“, bestätige ich, „aber egal, jedenfalls hat H… also, der, dessen Namen wir nicht…“

„Voldemort!“, schlägt der ältere Sohn vor.

„HAHAHA! HIT-LER IST VOL-DE-MORT!“, singt der Jüngere derart melodisch, dass ich für einen Moment meine Frau verdächtige, unter dem Tisch die zweite Stimme mitzusingen, „HIT-LER IST VOL-DE-MORT!“

Ich rücke mit meinem Stuhl ein wenig vom Tisch ab, greife nach einer herumliegenden vorgestrigen Ausgabe der „Daily Mail“, studiere den Sport-Teil und tue so, als würde ich nur zufällig mit am Tisch dieser dreiköpfigen Familie sitzen, denn die seit 30 Sekunden allein erziehende Mutter hat inzwischen wieder Platz genommen.

„Hitler hat die Autobahn nicht erfunden, die gab es schon vorher“, erklärt sie mit leichter Hektik, kaum hörbar und dicht am Ohr des Kleinsten, während sie sich die Tischdecke vom Kopf nimmt. „Er hat zwar neue gebaut aber die wollte er in Wirklichkeit für den Transport seiner Soldaten und Kriegsmaschinen außerdem wollte er so tun als würde er den Menschen durch den Autobahnbau Arbeit besorgen denn es gab sehr sehr viele Arbeitslose damals in Wirklichkeit bekamen aber viel weniger Leute Arbeit als versprochen wurde und die mussten dann auch noch unter härtesten Bedingungen bis um Umfallen arbeiten. Und jetzt iss deine Pizza.“

„Wo hast du das überhaupt her?“, frage ich, erleichtert und reintegriert. „Weiß nicht mehr“, lügt der jüngere Sohn und kümmert sich zur Enttäuschung seines Bruders wieder um sein Essen, als hätte er keinen Schimmer, wovon überhaupt die Rede ist. „Hat irgendjemand gesagt.“

Meine Frau und ich lächeln in die Restaurant-Runde, faseln etwas von „History lessons“ und versprechen den Kindern ein Eis als Nachtisch, wenn sie es schaffen, den Namen von Ihr-wisst-schon-wem für den Rest des Abends zu ignorieren.

Im Stillen beschließe ich, nach unserer Rückkehr ein ernstes Wort mit allen Verwandten, Großeltern, deren Bekannten, den Mitschülern, deren Eltern, den Lehrern meines jüngsten Sohns sowie allen Bus und Bahn fahrenden Berlinerinnen und Berlinern zu sprechen.

Und noch einmal alle Harry-Potter-Filme zu gucken.

Zwei Wochen später stand übrigens fest: Niemand in England zeigte auch nur einen Ansatz von Ressentiments gegen uns, niemand, ob alt oder jung, erwähnte irgendwelche Kriege, uns wurde auf der gesamten Tour durch England nichts anderes als Freundlichkeit, Herzlichkeit und Interesse entgegengebracht. Das einzige Gespräch über Hitler führten wir in einem kleinen italienischen Restaurant in Brighton. Mit unserem jüngsten Sohn.

46 Kommentare

  1. 01

    Ich habe sehr gelacht über die Geschichte. Danke! Es hätte mich auch sehr gewundert, wenn es anders gewesen wäre. Ich lebe jetzt seit fast fünf Jahren in UK und mich hat noch nie jemand irgendwie blöd angemacht, weil ich Deutsche bin. Im Gegenteil. Die positiven Vorurteile über Deutsche sind manchmal schon sehr lustig: Strebsam, pünktlich, qualitätsbewusst, zuverlässig, effizient. Da hat man manchmal ein wenig Mühe, dem gerecht zu werden.

  2. 02
    Kai

    Hihi, großartig. Allerdings habe ich es 1989 bei einem Schulaustausch deutlich anders erlebt. Es verging eigentlich kein Tag, an dem wir nicht irgendwie als Deutsche aufgezogen wurden oder Ziel von Spott und Hohn waren. Die Krönung war der Abschied nach 14 Tagen als einige Engländer mit ihren Fingern einen kleinen Hitlerbart zum Gruß formten. Schön war das nicht. Ganz im Gegenteil.

    Seitdem ahne ich zumindest, wie man sich als unerwünschter Ausländer in einem fremden Land fühlt…

  3. 03

    @Christiane: Ging uns auch so. Selbst das Thema „Fußball“ sah jeder, den wir trafen, extrem entspannt und mit dem erhofften Humor. :)

  4. 04

    @Kai: Ja, Reisen bildet. :) Tatsächlich habe ich so etwas vor vielen Jahren auch mal erlebt, aber wie auch Christiane bestätigt: Das scheint endgültig vorbei zu sein.

  5. 05

    Völlig unrealistisch, die Geschichte: Ein EMPFEHLENSWERTES italienisches Restaurant in England? Niemals.
    (Hier ist übrigens noch viel Platz für weitere Englandurlaub-Erlebnisse, finde ich.)

  6. 06
    Tobias Friedrich

    Brillant!!!!

  7. 07

    @kaltmamsell: Mal sehen, an was ich mich im Lauf der Zeit noch erinnere! (Der Italiener war okay. Echt!)

  8. 08

    Ein paar Ewiggestrige findest Du auch heute noch, vor allem haettest Du nicht nur den Sportteil gelesen ;-)

    Aber ansonsten stimmt es schon, da hat sich in den letzten 10 Jahren gewaltig was gewandelt. Bei der Euro 96 und dem 5-1 2001 konnte man schon noch gewaltig die Vorurteile spueren. Kann mich noch daran erinnern wie ich 1996 sehr vorsichtig zu meiner damaligen Freundin (die war Schottin, da war ich recht sicher. Ihr Vater hat mir hinterher zum Sieg ueber das verhasste England gratuliert ;-)) geschlichen bin und vor allem hinterher nach Hause. In einen Pub, vor allem nicht in etwas „rougher areas“, bin ich da ein paar Tage erst einmal nicht gegangen.

    Die Zeitungen sind da inzwischen sehr gemaessigt geworden, ebenso die Fussballfans. Kriegsfilme und vor allem Geschichtsprogramme gibt’s soweit ich weiss (habe ja keinen Fernseher) immer noch recht viele, da ist man noch immer stolz drauf.

    Handtuch auf Badeliege Witze werden auch noch immer gerissen, aber ich habe das Gefuehl da langweilen sie sich inzwischen selber drueber. Es gibt ja inzwischen auch einen „German Comedy Ambassador“, der ist manchmal sogar ein bisschen lustig.

    Wieso ihr allerdings mit Euren Soehnen Pizza gegessen habt und kein Chicken tikka masala….

  9. 09

    Ich hatte 1992 beim Sprachkurs auch noch Probleme als Deutsche, aber das ist echt vorbei, genauso wie es in Deutschland vorbei ist, dass ich auf der Straße noch Sprüche gesagt bekomme, die das H-Wort und „vergast worden“ enthalten. Früher war halt doch nicht alles besser….

    Empfehlenswerter Italiener in England – hier lang: http://www.yelp.co.uk/biz/la-porchetta-pollo-bar-london

  10. 10

    Ihr seid eine sehr niedliche Familie.

  11. 11

    @Armin: Indisches Essen gab’s ja auch noch, natürlich, in den folgenden Tagen. :)

  12. 12

    @pell: LOL, manchmal ja. Aber natürlich schreibe ich auch nur das Niedliche nieder.

  13. 13
    claudia

    Ich wäre unterm Tisch geblieben. Sehr schöne Geschichte! Habe England genauso erlebt. Schade, dass es dort immer regnet.

  14. 14

    @claudia:

    Wie kommst Du auf die seltsame Idee? Zugestanden, es ist bewoelkt, aber ich brauche nur aus dem Fenster zu sehen um Deine These zu widerlegen.

  15. 15
    Scott

    Großartige Geschichte. Lag auch unter dem Tisch. Vor Lachen. Zum Glück wohne ich so weit weg, daß ich bei der Angabe meiner Herkunft nur gefragt werde, ob Ostdeutschland immer noch zur Sowjetunion gehört.

  16. 16

    Oh ha. Grüße unter den Tisch – da hätte ich mir wohl auch einen Platz gesucht.

    Meine Fawlty Towers Lieblingsfolge ist seit dem Neubau hier übrigens „The Builders“. Doch im Urlaub war eine Bedienung auch drauf und dran zur Überbrückung der Wartezeit ein Ständchen zu bringen. Ach, die Serie begegnet einem eigentlich recht häufig.

  17. 17

    Das mit dem Unter-dem-Tisch ist natürlich maßloser Quatsch. Ich hoffe, das versteht man. :)

  18. 18
    claudia

    Nee das ist toll – und dabei ‚mantraartigvorsichhinsummend‘ ich sehe es vor mir – wie wär’s mit einer kleinen Verfilmung?

  19. 19
    claudia

    @ Armin Das ist keine These – das ist so. Siehe: alle Harry Potter Filme.

  20. 20

    Essenstechnisch wäre irgendwas mit Pfefferminzsoße auf jeden Fall Pflicht gewesen, die essen sowas ja wirklich da (Stand 1998, jedenfalls. Vielleicht ist die im Zuge der allgemeinen Mäßigung auch abgeschafft. Ich konnte Obelix so gut verstehen…)

  21. 21

    @claudia:

    Die wurden zu einem grossen Teil in Schottland gedreht. Mindestens der Hogwarts Express auf der Bruecke sowie so einiges anderes.

    Und ich frage mich dann wo der ganze Sonnenschein in so vielen von meinen Bildern herkommt, so gut bin ich naemlich in Photoshop dann doch nicht….

  22. 22
    Matthias

    Aber wie kam er in genau diesem Moment auf eben jenes Thema? Bestimmt haste grad über Fawlty Towers geredet, oder… : )

    Und deinem erstauntem Epilog bringe ich nur ein selbstgefällig kosmopolitisches Schulterzucken der Selbstverständlichkeit entgegen ; )

  23. 23

    @Matthias: Ich habe wirklich keinen Schimmer, wie er darauf kam. Passiert aber oft. Abwegige Themen beim Essen, meine ich, nicht Hitler. ;)

  24. 24
    flubutjan

    Bravo.

  25. 25
    And

    Ein sehr einfallsreicher Beitrag zum Tod von Loriot!

  26. 26
    Elsie

    Sehr schön!
    Und es erinnert mich an mein Erlebnis von neulich. Natürlich haben wir zu Hause andere Themen als Hitler, nichtsdestotrotz ist der Name bereits gefallen. Mein Schnuppi fand das ausgesprochen spannend. So spannend offenbar, dass er mir vor kurzem in der vollbesetzten U9 Richtung Moabit lauthals – er musste laut sein, denn er hatte einen Platz ergattert, während ich in der Menschentraube im Gang festklemmte – über mehrere Reihen hinweg zurief: „Mami, erzählst du mir heute abend wieder von Hitler?“

    In dem Augenblick hätte ich gern einen Tisch gehabt, unter den ich hätte rutschen können.

  27. 27
    kreetrapper

    Comedy Gold. Danke für diese Geschichte.

  28. 28
    oli

    @elsie, Kommentar Nr. 26

    hier hat es mich vom Stuhl gehauen vor Lachen, vielen Dank. Jetzt so viele Bilder im Kopf und immer noch ein extrem breites Grinsen im Gesicht. Herrlich.

    Hmmm, wobei… Moment…. Dass uns dieser Massenmörder, seine damaligen Anhänger/Helfer und all das weiterhin peinlich ist… Natürlich niemals vergessen und die Scham und Schande nicht verdrängen, aber ihm und seinen heutigen Fans auch nicht den Gefallen tun, ihm mehr Raum zu gebe, mehr Beachtung zu schenken, als er verdient. Diese Genugtuung will jedenfalls ich ihm und seinen heutigen Fans nicht gönnen… „And now to something completely different!“ Joghurt hat auch keine Gräten.

  29. 29
    Dom

    Marvellous! Jetzt hab ich bessere Laune, zu dieser unorthodoxen Uhrzeit :)

  30. 30

    @Johnny Haeusler: Ja, das klingt durch.

    Damit ist das Gefühl, dass mich in meiner kleinen Runde auch ständig beschleicht aber gut getroffen. Dieses „Wo tut sich nun bitte ein Loch im Boden auf/ Wo ist der nächste blickdichte Vorhang?“ oder „Wo drücke ich an einer Dreijährigen bloß Strg z?“

  31. 31
    zionist juice

    hahaha,

    aber warum müssen kleine kinder eigentlich wissen wer der H ist?

  32. 32
    Floda Nashir

    Warum so verklemmt? Was ist da lustig dran? Ein lautes Lachen und ein deutliches Nein hätten die Sache doch flott erledigt, oder?

  33. 33

    Die Generation WW2 ist ja auch auf langsam on its way out. Ich glaube, das Hitler-Ding läuft in GB jetzt nur noch auf tabloid-Ebene (und da auch nur noch wenn EM/WM ist) und in (ziemlich vielen) engl. TV-Dokus. In denen bermerkt man schon noch die typisch englische interessierte Faszination für die Nazis und die deutsche Kriegsmaschinerie. Das Thema war glaube ich vor 30-40 Jahren noch heißer, als die erste post-war Generation nach England gereist ist.

  34. 34
    philipp

    yep, als kind in den anfang-70ern in sheffield haben sie mir und meinen brüdern auf dem spielplatz „nazi pig“ nachgerufen. die zeiten sind glücklicherweise vorbei. und ich liebe england und seine bewohner!

  35. 35

    ganz groß! und auf jeden fall hat dein knirps die HP-romane richtig verstanden :D

  36. 36

    Schöne Geschichte, ich hab zwischendurch auch einiges von den anderen Gästen des Restaurants erwartet! Anscheinend kommen wir doch langsam in der Gegenwart an!

  37. 37

    schöne highway-story.

  38. 38
    Jason

    Mich würde a) der Name des Hotels interessieren und b) der Name und die Anschrift des Italieners!

  39. 39
  40. 40
    thinktank

    i ♥ u

  41. 41
    anonym

    Daß die Autobahnen in Deutschland für den Krieg gebaut wurden, ist eine Phrase, die offenbar ständig zwanghaft wiederholt werden muß. Nur gibt es wohl kaum Belege für diese These.

  42. 42
    Phil

    Mittagessen mit befreundeter Familie anfang der 80er in Ostberlin.
    Mein Bruder: „Pappa, was sind Bonzen?“
    Totenstille.
    Totentotenstille.
    Alleguckenhin.
    Mein Vater:“Also, mein Sohn – China -stammel – Pagoden – hüstel – wirregeschichteausdenfingernsaug – …“
    Sehr schön … werde ich nie vergessen!

  43. 43
  44. 44

    Ressentiments gegenüber Deutschen.

    Kannst Du erleben, zumindest in Teilen von Alsace u. Lothringen,
    wo selbst die Hoteliers pikiert sind, wenn man sie zurecht weist.

  45. 45
    Alberto Green

    Bin ja aus Torquay zurück, wo Fawlty Towers spielt. Der Chef unseres typischen Bed&Breakfasts Paul war zwar sehr nett. Aber seine Frau brachte uns eines Morgens das Frühstück und sagte: „Sorry for the eggs, but Basil has his times.“

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