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Vreitagsvers, der achtunddreißigste


ich bremse auch für biere

am straßenrand, da steht ein bit
und will die fahrbahn queren
der rechte fuß holt aus zum tritt
vermieden die miseren

ein reissdorf schleicht gleich hintendrein
auf braunglassohlen (leisen)
ein mann, ein schrei. er lautet: neiiiiin!
ich steige in die eisen

zwei becks, kein blick: sie gehn bei rot
geschlossen die visiere
zum glück komm ich. sonst wärnse tot
ich bremse auch für biere

Zuhause, auf Zwölf Zeilen zur Zeit, zockt Ingo Neumayer tagtäglich so lange mit der deutschen Sprache, bis sie ihm einen sinnigen Reim spendiert.
Vreitags gibt er auf Spreeblick einen aus.

4 Kommentare

  1. 01

    Berliner, geht wählen.

  2. 02
    Floda Nashir

    Beck’s ist doch kein Bier. (Wer mir nicht glaubt: mal dran riechen; wer mir dann immer noch nicht glaubt: mal kosten.)

  3. 03
    Stephan

    Tolles Gedicht! Hast du es selbst erfunden?

  4. 04

    @Stephan: ja. noch kann ich es mir nicht leisten, andere für mich dichten zu lassen.

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