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Content-Mafia

Vergleiche zwischen der digitalen und der analogen Welt werden im Netz regelmäßig und oft zurecht als unzureichend oder fehl am Platz kritisiert, besonders aber, wenn so genannte „alte“ Medien oder Unternehmen sie benutzen. Werden ähnliche Vergleiche hingegen innerhalb der diversen Netzgemeinden bemüht, gibt’s etwas mehr LIKE und RT und die Vergleiche hinken offenbar nicht mehr ganz so stark.

Beobachten kann man dieses Phänomen derzeit bei denjenigen Entrüsteten, welche die Vorwürfe gegen den Datenspeicher und -verteiler Megaupload bemängeln und dabei den Vergleich mit der Post heranziehen, die man ja schließlich auch nicht für den Inhalt ihrer Sendungen verantwortlich machen könne.

Nun wird der Post allerdings auch nicht vorgeworfen, Mechanismen zum Aufspüren und Aneignen illegal verbreiteter Sendungen entwickelt zu haben, Kunden dafür zu bezahlen, solche Inhalte bereitzustellen oder mit ihren Unternehmen Geld zu waschen … soweit ich weiß. Denn sonst sähe sich ihre Geschäftsführung hoffentlich ebenfalls der Kritik und Justiz ausgesetzt. Und dass Filehoster, deren Geschäftsmodell im übertragenen Sinne tatsächlich demjenigen der Post ähnelt, im Gegensatz zu Megaupload keineswegs vor Gericht stehen, sei auch noch angemerkt.

Ziemlich blöder Vergleich also, der mit Megaupload und der Post.

Ähnlich blöd wie die Pressemeldung der Piratenpartei, in der Filehoster zu „Lagerhallenbetreibern“ verniedlicht werden. Auf dem Niveau sollten sich mal andere Parteien mit dem Netz beschäftigen, das wäre ein Spaß!

Und apropos Spaß: Die Piraten gehen davon aus, dass die netten Herren um Kim Schmitz nur das Beste (na klar: Geld) wollten, sich an alle Gesetze hielten und dass hinter den Razzien gegen Megaupload allein die „Verwerterindustrie“ stünde.

Am letztgenannten Punkt könnte tatsächlich etwas dran sein, denn es passiert ja immer häufiger, dass Klagen von Klägern ausgehen, die ihre Rechte verletzt sehen – es ist schon eine verrückte Welt da draußen! Deshalb überlasse ich die Beantwortung der Frage nach der tatsächlichen Legalität von Megaupload lieber den Juristen – auch, weil alle anderen Befragten mit etwas Kenntnis bei der Erwähnung der Begriffe „Schmitz“, „Legalität“ und „Vertrauen“ in einem Satz sofort entweder schwere Hustenkrämpfe oder heftige Lachanfälle bekommen. Und so kann man ja nicht arbeiten.

Immerhin: Sollten sich die Vorwürfe gegen Kim Schmitz und Kumpanen bewahrheiten, gibt es mindestens zwei Definitionen für den Begriff „Content-Mafia“.

Und wenn sich die Unterhaltungsbranche dann irgendwann mal dazu bequemen könnte, aus dem Erfolg von Megaupload etc. zu lernen und internationale Lösungen für Konsumenten anzubieten, statt ihre Energie in nicht minder schmutzige Lobbyisten-Arbeit in der Politik zu vergeuden, dann kommt vielleicht langsam mal was ins Rollen.

Von mir aus kann dieser ganze Schrott wie Megaupload nämlich gerne aus dem Netz verschwinden, ich will weder beschissene Pornowerbung noch flackernde Download-Timer ertragen müssen und an solche Portale erst recht kein Geld zahlen, um den Film meiner Wahl sehen zu können, sobald er fertig produziert wurde. Ich lege gerne fünf oder zehn Euro im Monat aufs Trackpad, wenn ich davon ausgehen kann, dass die Produzenten einen Teil davon erhalten und der ganze Kram legal ist. Doch bis ich das erleben darf, werden wohl noch reichlich Gigabytes die Leitungen entlang streamen.

Nur damit wir uns richtig verstehen: Ich habe keinerlei Verständnis für Irrsinn wie ACTA und SOPA, und die Einflussnahme einzelner Industrien auf die Politik unter Ausschluss der Öffentlichkeit ist – nicht nur in Fällen, die mit dem Netz zu tun haben – eine einzige Frechheit. Doch das eine Übel rechtfertigt das andere nicht, und wer sich schützend vor Unternehmen wie Megaupload stellt und ihnen ein gutherziges und romantisches Robin-Hood-Image andichten will, der ist entweder extrem naiv oder soll sich bitte in Zukunft weder über die Berlusconis noch über die Zuckerbergs dieser Welt aufregen.

130 Kommentare

  1. 01

    @#798470: Informationsaustausch und Datenaustausch sind schon mal zwei Paar Stiefel. Selbst völlig ungehinderten Informationsaustausch kann man so nicht fordern, wenn man noch ein bisschen bei Verstand ist. Oder sollen Neonazis die Adressen von Antifas, die ihre Kumpane bitteschön zusammenschlagen sollen, ungehindert austauschen dürfen? Ich möchte nicht einmal, dass meine Bankdaten und Passwörter (das sind sowohl Informationen als auch Daten) frei zugänglich durchs Netz flutschen.
    Man darf also nicht so faul sein, pauschal 100-prozentige Freiheit (d.h. Ende jeglichen Datenschutzes und jeglichen geistigen Eigentums) zu verlangen, sondern muss sich die Mühe machen, zu konkretisieren, was das schützenswerte Ziel ist (nämlich die Freiheit, WAS? zu tun).

  2. 02
  3. 03

    @#798523: Dass Urheberrechte nicht veräußerbar sind, gilt bei uns. In den USA ist das anders. Beim dortigen Copyright kann der Verwerter dem Urheber die alleinigen, ausschließlichen Rechte abkaufen – oder abluchsen.

  4. 04
    Gehirnbutter

    Z.B. werden solche Filehoster oft und gerne in der Modding-Szene benutzt. Modder wollen ihre Mods zur Verfügung stellen und das wird gerne über einen externen Filehoster getan. Wenn der dann auch noch für Downloads vergütet, dann kommt das auch nicht ungelegen.

    Das ist nur ein Beispiel dafür, um mal diesem blödsinnigen Argument entgegenzutreten, dass Leute Filehoster nicht für legale oder private Daten benutzen würden.

  5. 05

    @ Gehirnbutter

    Das ist doch auch völlig o.k.. Die Spielehersteller verdienen an der Engine und lassen es zu, als Marketinginstrument, dass die Mods frei, d.h. kostenlos verfügbar sind. Und die Leute, die die herstellen, machen es wissentlich, aus Liebe zur Menschheit, aus Profilierungsgründen oder zu Marketingzwecken.

    Alles super. Wenn es dann noch liebende Mitmenschen gibt, die den Usern Traffic und Serverkapazität schenken, dann kann ich nichts dagegen haben. Das ist Altruismus.

    Wenn aber Kim Bim Bam Millionen scheffelt und Zeug auf seiner website verscherbelt, das er nicht verkaufen DARF, dann hört für mich der Spass auf. Natürlich kann jeder Urheber selbst entscheiden, ob er seinen Kram verschenkt, wenn er es aber ausdrücklich nicht will, dass ein anderer ohne Verträge, Provisionen etc. das Material verkauft, wie nennt man das?

    Lagerhäuser, Bäcker, Telefonnetzbetreiberhaftung für Gespräche, das geht alles völlig am Problem vorbei.

    Ich finde die meisten Juristen weder unterhaltsam noch geistreich. Eines aber muss man ihnen lassen, sie bemühen sich seit Jahrtausenden, eine einigermassen kohärente Rechtslogik zu bauen und anzuwenden, jetzt auch internaional, die es uns ermöglicht, friedlich und auskömmlich miteinander zu leben. Sie mussten für den immateriellen Bereich, z.B. Urheberrecht aber auch z.B. Straftaten wie Beleidigung, Spielregeln finden, die auf die Wirklichkeit passen. Materielles Recht, das sich z.B. mit Lagerhallen, Diebstahl und dem Betrieb von Telefonnetzen befasst, ist nur bedingt übertragbar. Daher wohl die ganze Verwirrung.

    Jetzt muss ich schon Juristen in Schutz nehmen, nee.

  6. 06
    swissball

    @#798420:
    HI Negativly,

    1) was sind konkret deine Lösungsansätze.
    2) Wie könnte man die Beziehung Werkerzeuger und -nutzer ausgestalten zum win-win,
    3) ist win-win Überhaupt möglich,
    4) liegt es wirklich nur an der bösen Contentindustrie
    5) was ist deine Vision.

    lg
    swiss

  7. 07

    Einen noch.

    http://www.sinn-frei.com/so-lebte-der-megaupload-gruender-kim-dotcom_16441.htm
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kim_Schmitz

    Diese ganze AutoflottenundVillenberichterstattung ist traurig. Hier versuchen einige Medien und Teenager einen Eindruck zu erzeugen, der vielleicht so ist:

    Dickes Hackerkind kann mit cleveren Geschäftsmethoden Megabranchen austricksen. Kauft teuren Anwalt, spaziert nach 5 Jahren aus amerikanischem Gefängnis und buddelt die restlichen Millionen aus.

    Die Villa war gemietet und wenn die Autos gekauft waren, dann hielte ich Kimmie Räikönnen tatsächlich für eine miserablen Gangster. Ich wette, die Karren waren geleast.

    Wie er bis jetzt immer mit Bewährungsstrafen davonkam, das könnte er sich allerdings als Berater vergolden lassen.

    Dass er angeblich schlauer als Bill Gates ist, heisst nicht viel. Wer kennt nicht Dutzende von Leuten, die schlauer sind als Bill Gates. Wenn er aber besser wäre als Bill Gates, würde er 90 % der verbliebenen Millionen spenden. 10 % sollen ihm bleiben, für das ganze Entertainment. Der kriegt doch nie wieder einen Job.

  8. 08
    swissball

    @#798436:
    Hi Christa,

    wie hat das Leben der meisten Künstler über die Jahrhunderte und Kontinente ausgesehen?

    Sicherlich gab es zu allen Zeiten und Orten, ein paar (WENIGE) Ausgesuchte (warum auch immer), die ein äußerst einträgliches finanzielles Einkommen hatten (andere Faktoren wie psy. Stabilität, Glück, feste Beziehungen mal außen vor gelassen).

    Wo/Wann war des Künstler´s Shangri-La?
    Wenn Du ihn kennst, tu´s hier gleich kund, wir kopieren das Geheimnis und sharen es um den Globus (mit nur einem click).

    Mal abgesehen von dem „Konsum“ von Musik, Filmen und Beletristik. Wie schaut es mit dem Menschenrecht auf (Aus-)bildung aus. Wenn Journale wie Elesvier 60% Umsatzrendite machen, ist dann nicht etwas oberfaul. Welche Gesellschaft kann es sich erlauben, den Kindern die beste Ausbildung zu verwehren. Und die ist (neben einfühlsamen, kompetenten, inspirierenden Lehrern) stark vom genutzten Material abhängig…

    Ja, nur wie organisiert sich´s. Das guter Content zu gutem Geld in der Tasche des werktätigen Künstlers wird???

    lg
    swiss

  9. 09

    P.P.S.

    Ein alter Trick übrigens auch, dass Kriminelle und Hochstapler, wenn ihnen die Verfolger auf den Fersen sind, noch schnell Legenden begründen und dem Bösen abschwören. Megabox – 90 % für die Künstler, alles legal. Kimble, wenn das wahr wäre, würde ich sammeln für Deine Kaution und Rehabilitation.

    Bei aller Kritik, da hat er recht. So sieht das zukünftige Geschäftsmodell aus. Wenn wir es jetzt noch hinkriegen, dass die Downloader einen vernünftigen Obulus beisteuern, sammle ich für das Kimbledenkmal auf der Schatzinsel.

  10. 10
    swissball

    @#798516:

    Hi Arne,

    30 Jahre BWL haben Dir nicht die Emotionalität verdorben. Na das ist ja schon eine Leistung.

    Jeder kann sich für einen Change einsetzen, JEDER der nicht am Beatmungsgerät hängt.

    Leider ist der Weg nicht so klar vorgezeichnet. Und Patentrezepte gibt es nicht. Ob der Sturm auf die Tuilerien langfristig die Welt zu einem behaglicher Ort wandelte?

    Wie und Wohin…

    lG
    swiss

  11. 11
    don't copy the floppy!

    CBS, Viacom usw haben die meisten fileshare-hoster doch selbst gegründet!
    Mit dem WISSEN dass „Urheberrechtlich geschützes Material“ dort kursieren wird (sogar KiPo!) ohne etwas dagegen zu unternehmen!
    Damit sie sich ein neues Geschäftsmodell erschaffen können:
    Kinder, Hausmütter und Jugendliche verklagen! Um Unsummen. Für einpaar heruntergeladene Songs. (und häufig nichteinmal das. Sondern auch für gepostete Links!)

    (NC hatte ja über genug Fälle dieser Art berichtet!)

    http://www.youtube.com/watch?v=Gd7xTMmCipE
    http://www.youtube.com/watch?v=WJIuYgIvKsc

    Klingt weit hergeholt?
    Nicht in meinen Augen! Besonders wenn man schwarz auf weiss sehen kann, wer mit wem die FIlehoster am Leben gehalten hat (was eben NICHT nur die Abos waren!)!

    Da ist der Ausdruck „Contentmafia“ sogar mehr als angebracht!

  12. 12

    @swissball:

    Ja,
    die schweizerische Einstellung ist bekannt für die Loyalität gegenüber der Geldmacht.
    So lange es Schlupflöcher im Rechtssystem gibt, werden diese – auch mit
    Unterstützung dubioser Anwälte – dazu benutzt, sich zu bereichern.
    Ethisch unkorrekt, wenn von vorn herein das ‚Schneeballprinzip‘ als
    Grundlage der eigentlichen Geschäftstätigkeit aufgenommen wird.

    Escher ( http://www.MDR.de ), andere Verbrauchermagazine (Stiftung Warentest) u. nicht zuletzt
    die Zentrale für Verbraucherfragen http://www.Verbraucherzentrale.de, können behilflich sein.

  13. 13
    inhaliert-livesinsky

    Ich freue michs chon auf das erste anwaltliche Schreiben in einem Coyright-Verfahren bei dem „Karl Klammer“ dahingehend insistieert daß gegen seinen Erezuger und Arbeitgeber mit dieser Sofwtare keine Klagen verfasst werden dürfen.

    Wie man Durchgriffshaftung durch Job- und Auftragsverlust im Sorgerechtsstreit erzeugt: Das allerbeste …

    http://myup.ir/images/24114995641705287727.jpg

    … “wird aufgefordert seine ärztlichen Unterlagen offenzulegen”,
    oder: wie Frau Ra AS4 H.IV durch die Gegend streut.

  14. 14
    inhaliert-livesinsky

    Ziel der Verantsakltung – ich spekuliere mal – ähnlich der Appple Stores werden dann Microsoft Stores erfunden – die rosa Pest plakatiert ja schon auf SERVICE *selten so gelacht* – und der rest der supply chain – DIE UNABHÄNGIGEN – die Nicht-Fanboys einer bestimmten IT-Glaubensrichtung wird dann eingemacht.

    Als Anfang des Hartausends Zeit war hätte man über Peering und Trafficmengen bei finanziellem Ausgleich sprechen können, ein alles für umme Markt im Zugansgbusiness funktioniert eben nicht. Traffic muß Geld kosten ddann erledigt sich Spam und ähnliches ganz vonalleine. Nur dann können die Telekomiker nicht diejenigen Entwicklungen die einmal mit hohen Investitionen verbunden waren zu den – und darum geht es – ihnen genehmen Konditionen aus der Konkursmasse aufkaufen – also nicht der Verkäufer bestimmt den Preis – die andere dann schlußendlich bezahlen.

  15. 15
    inhaliert-livesinsky

    @arne:

    Ganz einfach!

    Die Contentindustrie hat mit dem Mist angefangen als die ersten Diskettenlaufwerke und Heimcomputer auf den Massenmarkt kamen.

    Eine Schweienrei beispielsweise: niemand kann X-Server oder Windows-Gui statisch linken. Das war die ganz große Falle der erst mit den Cross-Platform-Browsern beim Internet der 4. Browsergeneration entgegengewirkt wurde.

    Damit war die QUICK and DIRTY Entwicklung auf Windows immer mit dem Nachteil der Unfähigkeit das auf unixoiden (BSD/Linux/OSX) x86-Systemen zum laufen zu bekommen verbunden.

    Deshalb hab ich nie verstanden daß Omnis 7 – cross-platform-halber – keine höhere Marktdurchdringung erreichte. inzwischen schein qt als Toolkit ganz brauchbar zu sein nur um mal an zwo Beispielen zu erläutern was gemeint ist.

  16. 16
    inhaliert-livesinsky

    @#798502:

    Da liegt der Hund begraben. Der geringste Teil der NUTZER barucht ADSL. Für – und das wäre jetzt das einzige Argument was mir einfällt – Fotos EMAILen brauchst du schonmal synchrone Datenraten so die – wo sie hingehören – im privaten Umfeld bleiben sollen. Für VoIP gilt das selbe. Allerding ist mir nicht erklärlich wieso mein PC es rechenlsietungstechnisch von der kompression nicht schaffen soll auf 64 K die knapp 7 gleichzetigen Gespräche darauf abzuwickeln die GSM bei 9,6 kbps auch schafft.

  17. 17
    inhaliert-livesinsky

    @#798541:

    Lea, das mit St.Pauli stand so sogar mal in der COSMOPLITAN Mitte/Ende der 1990er! Also derjenigen Ausgabe die dort auslag wo ich vor meinem vollzetlichen Eisntieg ins Berufsleben dienst leistete!

  18. 18

    @inhaliert-livesinsky: Habe Dich mal eben rausgefischt. Ist nichts persönliches.

    Meine allerliebste wurde unlängst von der GEZ angeschrieben, sich
    zu ihren Lebensumständen zu äussern. Das hat sie pflichtbewusst
    schon vor vielen Jahren in schriftlicher Form getan.
    Meine Vermutung geht dahin, zuzugeben, dass ab 2013 onehin alle
    Haushalte pauschal die Abgabe zu entrichten haben, und die schier
    dämlichen Schreiben ebensolche Beantworter brauchen.

    Selbstverständlich zahlen wir unsere abverlangte Gebühr.

    http://www.GEZ.de

    All die Aufregung ist es nicht wirklich Wert sich zu echauffieren.
    Schade ist nur die Erkenntnis,
    daß der Rechnungshof vollkommen Verantwortungslos ist.

    Als nicht-RA erübrigt sich die Überlegung einen von
    vorn herein unsinnigen Rechtsstreit für nix anzustrengen.

    Erzähle keine Märchen.

  19. 19
    3rd Engine

    Also… von den Big Companies ins Leben gerufene DDL-Sites werden jetzt teilweise geschlossen, nachdem sich das Geschäftsmodell mit dem Abmahnen von Kindern, Witwen & Studenten nicht gelohnt hat?
    Oder weil der Schuss nach hinten losgegangen ist und man mit dem Abmahnen nicht schnell genug hinterhergekommen ist?

    Oder hat man jetzt die perfekte Ausrede um Filesharer unverhältnismäßig zu kriminalisieren?

    Es ging doch schon lange nichtmehr um das „schützen“ von Content!

  20. 20
    Ivan

    Irgendwie erinnert mich der ganze Aufruhr an das Problem mit den „illegalen Drogen“.

  21. 21

    Lieber Ivan,

    mich erinnert auch so manches an ebensolches. ;-)

    http://www.sat1.de/tv/akte/video/legal-highs-legale-drogen-clip

  22. 22
    P(apa)R(azier)-Agency

    Sie meinen jenen illegalen Drogen deren Konsum man Leuten unterstellt denen man die KINDER abnehmen will. Schauen sie mal unter görgülü, die Fälle häufen sich, insbesonder im OLG Bezirk Frankfurt/Main Vordertaunusgemeinde.

    Suche immer noch den/die Einbrecher mit Prostatakarzinom und Geburtsdatum 12.02.1963. Die hessische Polizei kann ja nichts anderes als Leute jagen die Richter wegen Rechtsbeugzung anzeigen.

  23. 23

    @P(apa)R(azier)-Agency:
    Johnny hat sicherlich auch solche Beiträge mit in die Erwägung einbezogen.

    Wenn,
    was ich nur vermuten kann, tatsächlich der Fokus auf Krebs und dessen Behandlung anbelangt, verweise ich an die Landesärztekammer oder
    http://www.bundesaerztekammer.de, die auf Anfrage eine Liste von örtlich nahen Spezialisten parat haben.

    Die Anwaltskammern (leicht zu finden) helfen dabei, einen Fachanwalt zu
    benennen, der o. die sich wirrer Problematiken annimmt. Sollte es zu Fehl-
    deutungen meinerseits gekomen sein, bitte ich höflichst um Nachsicht.

  24. 24

    Richtig gut geschrieben. Gefällt mir und auch der Vergleich Megaupload mit der Post, ist treffend. Naja manch einer glaubt eben an die heiligen Filehosterbetreiber. Die sind unschuldiger als Jesus.

  25. 25

    Absolut treffender Beitrag. Ob natürlich die Providerhaftung abseits von Megaupload greift, sei in vielen Fällen dahingestellt. Aktuell wohl wieder aktuell aufgrund von MEGA.COM – einem Angebot des allseits bekannten Kim dot Com, der nach Megaupload nun darauf setzt, die Daten entsprechend zu verschlüsseln, um der Providerhaftung zu entgehen…

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