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Spotify, Rdio, Simfy

Man konnte es im Internetland kaum überhören, doch der Vollständigkeit halber: Der Musik-Streaming-Dienst Spotify ist nach gefühlten zwölf Jahren nun auch in Deutschland ohne Umwege nutzbar.

Und Spotify ist dabei ziemlich prima gemacht, sieht okay aus und funktioniert. Die Social-Media-Integration macht Spaß und das Konzept der Apps halte ich für ein sehr schlaues, wenn natürlich auch nicht neues. Und der Online-Hype um den Start von Spotify in Deutschland hätte kaum größer sein können.

Warum das schon viel länger verfügbare Simfy hingegen offenbar bisher nicht wirklich abhebt, entzieht sich meiner Kenntnis, ich selbst fand es irgendwie … „sperrig“, unelegant. Dabei funktionierte es in meinen kurzen Tests gut, über das Repertoire kann ich allerdings nicht viel sagen. Den ganzen Mainstream, den ich immer suche, spielt ja mittlerweile jede automatische Drehorgel ab, in dieser Bewertungshinsicht bin ich also auf Expertinnen und Experten angewiesen.

Mitten im ganzen Spotify-Hype lohnt sich aber auch mal wieder ein Blick rüber zu Rdio – ich finde bpsw. bei Spotify nur ein Album von AD/DC, bei rdio sind es zehn. Ich weiß nicht, wie repräsentativ das ist, aber vielleicht habt ihr ja Lust, eure eigenen Erfahrungen mit den verschiedenen Diensten in die Kommentare zu packen.

Was bei diesen Streaming-Diensten letztendlich beim Label oder Künstler hängenbleibt, ob solche Services also auch auf der produzierenden Seite ein spannender Ansatz sein können, das ist dann noch einmal eine ganz andere Kiste. Die Rede ist bei Spotify in den USA von 0,004 Cent Dollar pro Stream für die Urheber, Künstler, Labels (wer auch immer also die Rechte an der Veröffentlichung hat und dann noch was an die anderen abgeben muss). Das bedeutet, sie bekommen für eine Million Streams, für die eine alte Oma lange rocken muss muss, 4000 Dollar.

Was dann eher ein Witz ist. Beziehungsweise leider keiner.
Da ich fälschlicherweise von Cent statt Dollar ausgegangen war, sieht die Verteilung nun ein wenig besser aus. 4000 Dollar für eine Million Streams ist sicher auch nicht Welt, aber natürlich längst nicht so brutal wenig wie 40 … ich bitte um Entschuldigung für den Fehler!

UPDATE Hier gibt es ein paar Einnahme-Zahlen von Bodi Bill (Danke an Michael für den Hinweis).

51 Kommentare

  1. 01

    Sie hätten gerne mehr Geld? Besuch doch mal meine Seite.

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