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re:publica, re:publica, re:publica.

rp14

Ich wiederhole mich. Sieben Jahre nach meinem ersten Tweet. Die vergangenen Monate, noch mehr aber die kommenden Tage und Wochen stehen für uns unter dem Zeichen der von newthinking und Spreeblick gegründeten und veranstalteten re:publica. Der Konferenz, die auch ein Festival ist, und die vom 6.-8. Mai wieder auf dem Gelände der Station Berlin stattfindet.

Die Büros sind längst zum Gleisdreieck gezogen, denn natürlich beginnt der Aufbau lange vor dem eigentlichen Event. Es herrscht konzentrierte und ruhige Anspannung im Team, das sich auf voraussichtlich 6.000 Gäste freut und kaum erwarten kann, dass es endlich wieder richtig losgeht!

Für diejenigen von euch, die erneut oder zum ersten Mal dabei sein werden: Freut euch auf drei tolle Tage mit 250 Stunden Programm durch 350 Sessions auf 18 Bühnen und auf viele Überraschungen von Beginn an. Freut euch auf alte und neue Freundinnen und Freunde und mit uns darüber, dass 40% all unserer Gäste in diesem Jahr weiblich sind. Wir sind dem erklärten Ziel einer Echtwelt-Genderquote wieder erheblich nähergekommen. Das ist nicht ganz selbstverständlich für eine Konferenz dieser Art, und es zeigt und freut uns, dass die re:publica als Gesellschaftskonferenz funktioniert.

Diejenigen, die nicht vor Ort sein können, können trotzdem ein bisschen dabei sein, denn wie in den letzten Jahren wird es einen Live-Videostream geben, und vieles, was nicht bei diesem Livestream vertreten ist, wird aufgezeichnet und so schnell wie möglich auf unserem YouTube-Kanal zu sehen sein. Außerdem gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal Audio-Aufzeichnungen aller Sessions, die nach der Veranstaltung als Podcast zur Verfügung stehen werden.

Wer vor Ort sein kann, aber nur mal kurz in die Stimmung reinschnuppern möchte, ist herzlich zur Web Week Night am Dienstag, den 6. Mai 2014 eingeladen (hier geht es zum Facebook-Event) – ohne Ticket für die re:publica, die Media Convention oder die NEXT kostet der Eintritt am Abend zehn Euro, mit den genannten Tickets ist der Eintritt also kostenfrei.

Wir haben Jillian York. Wir haben Jacob Appelbaum. Wir haben Sarah Harrison. Wir haben Bianca Jagger und HEY!, wir haben David Hasselhoff! Wir haben etwa 500 weitere, großartige, bekannte und noch nicht so bekannte Sprecherinnen und Sprecher, von denen der jüngste 12 Jahre alt ist, wir haben großartige Partner und Sponsoren, welche die ganze Kiste möglich machen, und wir haben sogar noch ein paar Tickets.

Aber wir haben vor allem euch alle, die ihr diesen Wahnsinn durch eure Anwesenheit Jahr für Jahr zu einem wunderbaren Ereignis auch für mich persönlich macht. Es kann also nichts mehr schief gehen.

Tanja hat einmal in einem Interview zur re:publica-Gründung 2007 gesagt: „Die re:publica gab es eigentlich schon, bevor wir sie zum ersten Mal veranstaltet haben. Wir mussten nur noch ein Datum festlegen und Räumlichkeiten anmieten“. Und obwohl man von „nur“ schon lange nicht mehr reden kann, hat sie immer noch recht:

Das ist euer Festival.

Wir freuen uns sehr auf euch!
INTO THE WILD!

Erste Artikel treffen ein:
Berliner Morgenpost – Die digitale Welt kommt nächste Woche nach Berlin
Tagesspiegel – Das große Thema der re:publica ist die Freiheit im Netz

13 Kommentare

  1. 01

    :) Wir freuen uns dabei zu sein. Wie wäre es mit einer Torwand, dann kann unser 14jähriger Speaker mit dem 12jähren zocken bis zum Abwinken:)

    LG Doreen Kröber

  2. 02

    Komplett Audio als Podcast find ich eine super Idee. Die letzten Jahre kam ich nämlich nie dazu, die Videos der verpassten Veranstaltungen anzuschauen. Mit Podcasts beim Gassi auf den Ohren besteht da aber doch noch eine Chance.

  3. 03
    anonym

    Lieber Tanja, lieber Johnny,

    das liest sich oben alles ganz charmant. Ihr habt einen dicken Erfolg hingelegt. Dafür habt IHR meinen ganz persönlichen Respekt, immer!

    Was die Presseabteilung der re-publica angeht, kann ich leider nur schlechte Noten vergeben. Sie gilt als eine der schlimmsten Presseabteilungen, insbesondere unter VertreterInnen kleinerer Medien.

    Offenbar wird der Zugang für PressevertreterInnen ganz klar nach irgendwelchen, komplett intransparenten Veraussetzungen gefiltert. Da sich insbesondere in meinem Kreise VertreterInenn von kleineren Medien darüber beschwert haben, in welch lächerlicher Argumentation sich die Presseabteilung versteigt, gehen wir davon aus, dass vermutlich nur große Medien und Medienmarken einen offiziellen Zugang zur re-publica eingeräumt bekommen.

    Die zwei Argumente der Presseabteilung, die sich übrigens erst Tage später auf Anfragen überhaupt meldet, sind folgende: Zu viele Anfragen und man müsse begrenzen, sonst könnte man den Ticketpreis nicht halten.

    1. Eine 5.000er Veranstaltung, die angeblich zu viel Presseanfragen hat, muss sich vielleicht auch fragen, ob ihr Pressekontigent zu klein ist.
    2. Ich will auf der re-publica arbeiten und niemanden den Platz für ein Ticket wegnehmen.
    3. Auf jeder anständigen Veranstaltung mit 0 € bis 2.000 € Eintrittspreis, die ich bis jetzt besucht habe als Medienvertreterin, gab es anständige Pressezugangsmöglichkeiten.

    Warum ich anonym bleiben möchte? Weil ich keine Lust habe, als Buhfrau durch das digitale Dorf getrieben zu werden will, weil ich hier dem re-publica-Team mal die Meinung geschrieben habe. UND weil ich in der kommenden Woche auch in Ruhe auf der re-publica arbeiten will.

  4. 04

    @anonym: Sorry, dass ich erst jetzt antworte – etwas eleganter wäre es vlt gewesen, mir eine Mail zu schreiben, aber egal jetzt. Die Sorge wegen „Buhfrau“ solltest du dir nicht machen, das klingt ja, als würde das rp-Team oder unsere Gäste Kritikerinnen und Kritiker der rp durchs Dorf treiben. Das ist bisher nicht passiert und wird hoffentlich auch nie passieren. Denn ja, wir hören schon gut zu. Ich kann Mails auch sehr gut vertraulich behandeln.

    Jetzt aber zu deiner konkreten Kritik: Die Anfragen nach Pressetickets sind in diesem Jahr auf die 1.000 zugedonnert, besonders in den letzten Wochen vor der Veranstaltung. Und im Sinne der Veranstaltung sind natürlich sehr viele davon Online-Medien und auch viele „kleinere“. Die meisten davon sagen wir übrigens zu. Warum deine Anfrage „abgelehnt“ wurde, kann ich nicht einmal vermuten, denn ich weiß nicht, wer du bist und für welches Medium du arbeitest.

    Das Presse-Team (im letzten Jahr war das eine Person …) versucht, fair zu sein, dass eine Absage aber manchmal nach Rumrudern klingt, könnte trotzdem sein. Aber welche Regeln würdest du vorschlagen, welche Absage würde dir einleuchten? Freier Presse-Eintritt nach Menge der Berichterstattung, nach Leserzahl, nach Reichweite? Welche Zahlen wären da fair? Ich finde das immer wieder schwer in Zeiten, in denen doch eigentlich jeder eine Form der Presse ist, der ein Blog hat. Weshalb wir ja den allergrößten Teil der Anfragen positiv beantworten.

    Dabei ist es keineswegs so, dass wir nur die „Großen“ zulassen, bei denen ist es nämlich eigentlich leichter: Sie brauchen oft z.B. für ein Filmteam oder zwei, drei Interviews nur für ein paar Stunden Zutritt zur rp, das war’s dann. Die „Kleineren“ möchten meistens ein Ticket für alle drei Tage haben, weil sie ja über die ganze Zeit berichten wollen. Das tun wiederum aber auch viele Leute auf der rp, die Tickets gekauft haben und darüber bloggen. Wie also unterscheidet man fair?

    Dass eine Reaktion ein paar Tage dauert, kann leider passieren. Wir können uns keine Presseabteilung mit mehreren Leuten Vollzeit leisten, und besonders in den Wochen vor dem Event nimmt die Flut der Anfragen derart zu, dass es auch drei Leute kaum bewerkstelligen und schneller entscheiden können. Auch das mit dem größeren Presse-Kontingent ist einfach nicht möglich, die Location ist jetzt schon mit verkauften Tickets, Helferinnen und Helfern und einigen hundert Pressemenschen an der Grenze, noch mehr Presse-Leute gehen einfach nicht, denn die Preise sind nicht so kalkuliert, dass am Ende nur zwei Drittel der Gäste ein Ticket gekauft haben.

    Wenn du dich konkret unfair behandelt fühlst, schick mir bitte gerne eine Mail an johnny at re-publica.de und ich versuche zu klären, was passiert ist. Schreib mich gerne auch an oder poste es hier, wenn du Vorschläge hast, wie man das alles besser machen kann.

    Uns stellt das alles jedes Jahr vor neue Aufgaben, denn im Grunde könnte jeder zurecht von sich behaupten: Ich mache Werbung für die rp, denn ich twittere den ganzen Tag darüber und schreibe auf Facebook. Viele Gäste machen mehr Presse für uns als manche Presse, dennoch können wir nicht jeden als Presse behandeln.

    Noch eine Frage an dich: Wie viel Prozent der Besucherinnen und Besucher würdest du als Pressekontingent vorschlagen? Sagen wir mal: 5.000 Gäste. Wie viele Pressetickets zusätzlich wären deiner Meinung nach ein gut balanciertes Kontingent?

  5. 05

    Schöner Beitrag gerade zur re:publica bei Corso im DLF. Gute Idee, die Veranstaltungen auf den Monitoren in den U-Bahnzügen zu streamen ;-))

  6. 06

    Ich muss da endlich mal hin! Wäre auch eine schöne Gelegenheit, dass wir uns endlich mal persönlich treffen, nachdem wir ja blog-mäßig seit 2006 Kontakt haben – wenn auch zuletzt nicht mehr so.

    Auf jeden Fall viel Erfolg, aber wozu sag ich das?! Den habt ihr ja! Ich freu mich sehr für euch und bekomme richtig nostalgische Gefühle, wenn ich an die Podcasts mit dir, Tanja und Holgi denke. :-)

  7. 07
    anonym

    Lieber Johnny,

    hab ganz lieben Dank für deine ausführliche Antwort. Das habe ich zur stressigen re-publica-Zeit in dem Umfang gar nicht erwartet. Ein aufrichtiges Danke dafür.

    Ich versuche mal chronologisch zu antworten.

    1. „Buhfrau“ – die Angst davor ist nicht dem geschuldet, dass bisher jemand konkret gegen mich gemeckert hätte. Die Angst vor der der „Buhfrau“ ist dem geschuldet, dass ich das halt schon öfter beobachtet habe, wie KritikerInnen immer wieder aus der anonymen Netzgemeinde angegangen werden. Hat also keinen konkreten Zusammenhang mit euch bzw. eurem Team. Ich wollte damit nur erklären, warum ich diese Kritik anonym angebracht habe.

    2. Gut 1.000 Presseanfragen? Hätte ich nicht gedacht. Das gebe ich ehrlich zu! Da bleibt die Frage nach einem Kontingent natürlich ein dickes Problem. :-/ Ich meine damit, dass ich jetzt erst mal über die Zahl nachdenken muss, um eine sinnvolle Antwort auf deine Schlussfrage geben zu können.

    3. Ich konkret fühle mich nicht unfair behandelt. Ich habe halt meinen Weg gefunden, mein kleines Team und mich auf die re-publica zu bringen. Teils habe ich Tickets bezahlt, teils habe ich Kontakte der Sponsoren genutzt. Meine Kritik habe ich hauptsächlich angebracht, weil ich inzwischen im dritten Jahr rund um mich herum MedienmacherInnen habe, die nicht mit der re-publica-Pressestelle klargekommen sind. Die Leute sind frustriert, weil es eben keine erkennbaren, nachvollziehbaren und transparenten Kriterien gibt, nach denen klar wird, warum nicht oder eben doch dabei ist. Das frustriert die Leute natürlich vor dem Hintergrund, dass ja aus dem „new thinking“-Umfeld auch Markus Beckedahl kommt und gerade für Transparenz eintritt. Die eben nicht bei der re-publica-Pressestelle zu erkennen ist.

    Ich melde mich hier später noch mal, wenn ich noch weitere sinnvolle Antworten oder Anmerkungen geben kann.

  8. 08

    Konnte leider nicht dabei sein und es auch nicht Live mit verfolgen. Aber wie ich schnell sehen konnte habt ihr alles super gut formuliert im Blog präsentiert. Toll :)

  9. 09
    Felix Moniac

    Ich habe ein absurdes Problem: Ich finde die Podcasts zu den Vorträgen zum Nachhören nicht.

    Stelle ich mich zu blöd an oder gibt es die einfach nicht?

  10. 10

    @Felix Moniac: Ist alles noch etwas chaotisch, wir werden in den kommenden Tagen mal alles auflisten und verlinken. Hier ist ein Einstieg für die Audio-Mitschnitte: https://www.voicerepublic.com/users/re-publica

  11. 11
    Felix Moniac

    @Johnny Haeusler: Vielen Dank!

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