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Spreeblick-Adventskalender Tag 22: Françoise Hardy und Udo Jürgens

FrancUdo

Udo Jürgens ist heute früh natürlich in aller Munde und in allen Ohren, in Nachrufen der Rundfunksender wird mit „Merci Cherie“ oder anderen seiner Abschiedslieder begonnen, und es ist ja auch wirklich jemand gegangen, der für den deutschsprachigen Chanson die große Leitfigur war, die über das Lied gesellschaftskritische Töne in Schichten bringen konnte, die für ebendiese Kritik aus anderer Richtung eher taub, zumindest schwerhörig waren.

Es gab eben als Begleitmusik zu den reinen Schmonzetten auch das „Ehrenwerte Haus“, „Gefeuert“ und „1000 Jahre sind 1 Tag“, und damit hat sich der Neffe von Hans Arp auch meine Sympathien gesichert.

Jürgens hat im Laufe seiner Karriere mit vielen anderen Musikern zusammengearbeitet und für sie geschrieben, z.B. Alexandras „Illusionen“, hatten wir am 10.12. im Programm, und er hatte gemeinsame Veröffentlichungen mit u.a. Françoise Hardy:

francoise_hardy_udo_juergens-portrait_in_musik_a

Frau Hardy kann man sich meiner Meinung nach ja immer mal anhören und ansehen, und deshalb verlinke ich hier im Doppelpack „Er war wie Du“, erschienen auf dem schrecklich gezeichneten Portrait von 1967, ab 2’10“ hier zu hören:

Und ihre Discoversion von „La Mer“, das ich wiederum im Kalender 2012 schon einmal in der deutschen Fassung von Liselotte Malkowsky hatte – wer noch einmal reinhören möchte, voila:

Aber als Abschiedslied für Herrn Jürgens möchte ich zu einem melancholischen Titel aus dem Repertoire der wunderbaren Mary Roos greifen – was hat nur die Zeit aus unserem Glück gemacht …

Gesegnet mit dem klassischen Schlager-Grammatikmangel, dem fehlendem „haben“, das sich eben auch nicht reimen mag auf „geschehen“; und dennoch wäre „als wir uns sahen“ einfach flüssiger, und vielleicht hätte man da auch einen schönen Reim finden können? Aber egal, Rosemarie singt von Wind in den Haaren und das erinnert unweigerlich an Biancas Lieblingstitel von Udo, an „Ich weiß was ich will“, und damit blicken wir noch einmal zurück auf das musikalische Lebenswerk von Herrn Bockelmann – wie schön war es doch eben noch hier mit Dir.

Mit einer Träne im Auge grüßt: Johannes.

1 Kommentar

  1. 01

    Und der nächste klopft schon an der Himmelstür.
    RIP Joe Cocker. We all follow.

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