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Telekom führt Ende der Netzneutralität ein: Eine Idee.

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Das könnte ihr Spreeblick sein.

(Bitte die Updates am Ende des Artikels beachten!)

Das Ende des Internets, wie wir es kennen (Satzzeichen von mir, hier ein schönes Symbolbild). In der Tat.

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Ach, Soundcloud.

soundcloud

Bitte das UPDATE am Ende des Artikels beachten!

Meine Band hat einen Soundcloud-Account, denn im Internet stand, dass man das heutzutage so macht. Da alle Veröffentlichungsrechte seit letztem Jahr bei der Band bzw. bei dem von ihr dafür gegründeten Label liegen (ich berichtete), gab es in unserer Soundcloud-Schublade auch die Original-Version eines alten Songs zu hören. Das mit den Rechten ist wichtig, denn schließlich stimmt man den AGB von Soundcloud zu, die besagen, dass man keine Songs veröffentlicht, die man nicht veröffentlichen darf, und wenn man es doch tut, dann bekommt man Pickel und muss ohne Abendbrot ins Bett.

Nun bekam ich von Soundcloud die Nachricht, dass man den Song gesperrt habe, weil der Rechteinhaber seine Rechte an der Aufnahme angemeldet habe. Da ich den Rechteinhaber jeden Morgen im Spiegel sehe, habe ich nachgehakt: Er hat nichts angemeldet.
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Geld ausgeben mit Blogs

Ich hab’s gerade mal überschlagen: In den letzten zehn Jahren haben wir hier rund 10.000 Euro ausgegeben für Anwalts- und Gerichtskosten bei Rechtsstreits im Zusammenhang mit Spreeblick-Artikeln. Die vielen Arbeitsstunden nicht mitgerechnet.

Juristische Auseinandersetzungen sind für große Medienhäuser Alltag, weshalb sie eine Rechtsabteilung und entsprechende Rücklagen haben. Für einzelne Blogs und Blogger kann eine Klage oder Abmahnung jedoch schnell den finanziellen Ruin bedeuten, weshalb auch wir oft am Ende klein beigeben und Artikel „entschärfen“ oder gar löschen mussten, da wir uns eine Fortsetzung der Auseinandersetzung ganz einfach nicht leisten konnten. Und das, obwohl wir im Gegensatz zu vielen anderen Blogs Einnahmen haben. Denn man kann sich noch so sehr im Recht wähnen: Gegen eine Klage muss man sich erst einmal wehren, Anwalt und Gerichtsprozesse müssen (vor)finanziert werden und ob man am Ende wirklich Recht und damit seine Kosten erstattet bekommt, ist auch schon mal ein bisschen abhängig von der Tagesstimmung aller Beteiligten und vor allem davon, welche der streitenden Parteien den längeren Atem hat, um alles in die Länge zu ziehen. Wenn das 15.000-Euro-Schwert über einem baumelt, löscht man dann deshalb vielleicht doch lieber einen Artikel, statt um sein Recht zu kämpfen.

Mein vollstes Verständnis hat Florian Freistetter daher, der seinen Science-Blog-Artikel über Sternenlicht-Juwelen vorsichtshalber entfernt hat, nachdem eine Firma ihn rund vier Jahre nach Erscheinen eines Artikels zur Änderung desselben bewegen wollte. Und meinen noch größeren Respekt hat er, weil er gleich einen neuen Text zum Thema geschrieben hat.

Es tut weh, aber: Bei Blogposts über Unternehmen oder Produkte sollte man als Bloggerin oder Blogger nicht davon ausgehen, dass den Text wahlweise keiner liest oder dass sich nach Jahren niemand mehr dafür interessiert. Spätestens, wenn das Thema SEO eines wird, starten gerade die etwas merkwürdigen Buden gerne eine Art „Web-Bereinigung“ und versuchen, alles unliebsame aus dem Netz zu entfernen.

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Ein Jahr Spotify: Fragen? Fragen!

UPDATE Das Interview ist jetzt online.

Eigentlich bieten sie eine Art Kulturflatrate, die Musik-Streaming-Services wie Juke, Rdio, WiMP, Simfy und der aktuelle Platzhirsch Spotify. Wenigstens im musikalischen Bereich. Und trotz vieler noch bestehender Lücken in den Repertoires der einzelnen Dienste kenne ich keinen Musikfreund, der nicht begeistert ist von der Möglichkeit, jede Menge Musik zum Festpreis hören zu können und dabei sicher zu sein, dass Urheber und Künstler etwas vom Umsatz erhalten und dem Nutzer keine Abmahnungen ins Haus flattern.
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Datenschutzlücken bei eBay?

1, 2, 3 … bei vier könnte es bereits ordentlich brodeln, wenn sich als wahr herausstellt, was ein unter dem Decknamen „Unbequem“ schreibender Autor gestern im sellerforum über eBay bzw. deren Callcenter-Dienstleister „Competence Call-Center“ (CCC – sic!) veröffentlicht hat.

Die Person, die sich als ehemaliger Mitarbeiter des Callcenters vorstellt, wirft dem „Competence Call-Center“ nicht nur Lohndumping vor, sondern behauptet auch gravierende Sicherheitslücken bei dem Unternehmen, das wohl den kompletten Kundenservice für eBay abwickelt.

So habe jeder CCC-Mitarbeiter Zugriff auf die privaten Nachrichten aller eBay-Mitglieder, und gewerbliche eBay-Kunden könnten sich bei einem Anruf im Callcenter mit Informationen verifizieren, die nicht selten öffentlich für jeden verfügbar sind. Anders gesagt: Es soll recht einfach sein, sich am Telefon als gewerblicher eBay-Kunde xyz auszugeben und dann Umsätze, Infos über Kaufabwicklungen, Nachrichten usw. abzufragen.

Handle with care: Bisher stellt eine Person Behauptungen auf. Dass man sich überhaupt nicht wundern würde, wenn sich diese als wahr herausstellen, belegt noch nicht ihre Richtigkeit.

Das ganze Posting ist hier zu lesen, der Vorfall wird außerdem inkl. der Reaktion(en) von CCC ausführlich bei sicherheit-online.org dokumentiert.

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Wassermarsch

Was machen Länder, denen es an Geldern fehlt? Sie privatisieren die Wasserversorgung. Und zwar auf Anraten der EU.

Nach dem Klick: Ein aktueller Monitor-Bericht zum Thema, der etwas ältere Film „Water makes money“ und die Trailer zu „Bottled Life“ und „Abgefüllt (Tapped)“.

Wer die Online-Petition der Europäischen Bürgerinitiative „Wasser ist ein Menschenrecht“ unterstützen möchte, kann sich auf der leider entsetzlich langsamen Website right2water.eu informieren oder direkt hier unterzeichnen.
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Wirklich irre

Wer sich für einen längeren Text interessiert, nach dessen Lektüre einem Angst und Bange werden kann, der sollte mal bei Capital vorbeiklicken. Spoiler-Alert: In „Wie der Staat unbequeme Steuerfahnder kaltstellt“ geht es keineswegs um russische Methoden der offenbar staatlich inszenierten Zwangspsychiatrisierung ehemals erfolgreicher Steuerfahnder. Sondern um deutsche.

UPDATE Tweets wie der von Nils Schuth weisen mich darauf hin, dass Autor Matthias Thieme den Fall schon seit längerer Zeit verfolgt und dokumentiert, hier ein Artikel aus dem Jahr 2009.

[via]

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Geld, Musik und YouTube

Wir reden uns die Köpfe heiß über das Internet im Zusammenhang mit Musik. Während die Einen das Netz als großartigen Verteiler für Songs und Sounds und als direkten Draht zum Fan empfinden, stellt es für die Anderen eine Bedrohung für ihr kreatives Schaffen dar – oder zumindest für die Entlohnung desselbigen.

Die Wahrheit wird wie immer auf einem gemäßigten Feld irgendwo dazwischen liegen und darauf warten, entdeckt zu werden, doch eines steht fest: Urheber, Komponisten, Musiker und andere Kreative im Netz verdienen längst und auch manchmal auch sehr ordentliches Geld im Netz, und zwar unter anderem auf YouTube.
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Umsätze im Unterhaltungsbereich

Fefe hat ein paar 2011er Umsatzzahlen aus der Unterhaltungsbranche in Deutschland zusammengestellt und ich hatte Lust, das mal zu visualisieren. Die Übersicht zeigt gleichzeitig vieles und nichts, und die Schlüsse, die man daraus ziehen kann, halten sich meiner Ansicht nach in Grenzen, die Zahlen sind aber wenigstens interessant. Und brauchen natürlich ein paar Erläuterungen.
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Wie man die GEMA verlässt und trotzdem bei der GEMA bleibt. Auf eine Art.

Hinweis: Ich befinde mich derzeit auf dem Reeperbahn Festival und Campus in Hamburg und werde am laufenden Band mit Korrekturen und Hinweisen zu diesem Artikel versorgt, es kann also immer wieder kleinere Änderungen oder Erweiterungen geben.

„Dieses Video ist deinem Land leider nicht verfügbar“ – noch immer nervt dieser YouTube-Hinweis, der uns hierzulande in erster Linie Musikvideos vorenthält und über den wir nicht nur bei Spreeblick mehrfach debattiert haben. Der andauernde Streit zwischen YouTube/Google und der GEMA über die Höhe und Art der Vergütung von Musik-Urhebern ist noch immer der Grund für die Sperrung einzelner Videos, deren Nichtsichtbarkeit zwar nicht von der GEMA veranlasst wird, wohl aber von Labels oder Verlagen, welche Urheber vertreten und sich mit der Haltung und den Forderungen der GEMA solidarisch erklären. Solange Google gegenüber der GEMA nicht einlenkt, bleiben bestimmte Videos eben zum Ärger der Fans gesperrt.

Ich weiß nicht, wer sich wann wie und wo trifft oder eben nicht und wer dabei am meisten bremst. Aber ich weiß, wer bei der Debatte am längeren Hebel sitzt: Google.
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Schweinereien

Als jemand, der im Blog- und anderen Kulturbereichen gute wie auch schlechte Erfahrungen mit Werbung oder werbenden Unternehmen und Agenturen gemacht hat, habe ich mir im Lauf der Zeit für mich selbst ein kleines Päckchen von Regeln zugelegt. Hierzu gehören u.a. folgende Sätze:
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Datenschutzlos gemeldet

Während der Arbeit an unserem Buch „Netzgemüse“ (hier der Partnerlink für frühe Vorbestellungen) haben Tanja und ich uns natürlich erneut und besonders intensiv mit Facebook beschäftigt. Eine spannende Arbeit – und ein schwer zu schreibendes Kapitel im Buch.
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