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Popgun! Videocast #04 – Entertainment for the Braindead

Julia macht schöne Musik mit kleinen Instrumenten. Unter dem Namen „Entertainment for the Braindead“ erschafft die Singer-Songwriterin schon seit ein paar Jahren fragile, musikalische Biotope. Aufgenommen wird stilgemäß und mit viel Liebe zum Detail im eigenen Schlafzimmer, wobei sie ihre melancholischen Texte in Ukulelen, Akustikgitarren und frische Küchensamples bettet.

Für unsere POPGUN!-Folge am sommerlichen Paul-Lincke-Ufer organisierte sich die für gewöhnlich alleine performende Künstlerin kurzerhand etwas Verstärkung. Und wie sich das anhört, erfahrt ihr nach dem Klick. Read on my dear…

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Popgun! Videocast #05 – Ólöf Arnalds

In der Vorstellung ist Island zunächst diese von Nebeln umwogte Insel weit im Norden des Atlantiks. Grün und rau soll sie sein, legendäre Parties werden in Reykjavík gefeiert, wie sogar Quentin Tarantino berichtete und an den Hängen der unaussprechlichen Vulkane sehen einsame Wanderer elfenartige Wesen tanzen. Eigentlich bekommen wir Europäer ja nicht viel von dieser kleinen Welt mit. Aber ab und an kommt es zu musikalischen Eruptionen, die über das Meer bis in unsere Ohrmuscheln wehen und genau solche Bilder erzeugen.

Die Musikerin Ólöf Arnalds aus Reykjavík half uns in dieser Ausgabe von Popgun! dabei, den über der isländischen Musik liegenden Schleier, etwas weiter zu lüften. Ihr aktuelles Album heißt „Innundir Skinni“, erschien bereits im letzten Jahr und neben einem Feature mit Björk schraubten auch die Jungs von Sigur Rós daran mit. Einige wunderbare akustische Kostproben davon und das Interview mit Ólöf Arnalds seht und hört ihr nach dem Klick. Read on my dear…

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Popgun! Videocast #03 Caribou

Caribou und hat mit seinem Song ‚Odessa‘, bereits für einigen Trubel in der deutschsprachigen Blogosphäre gesorgt. Zurecht, denn das im April erscheinende Album ‚Swim‘ ist ein kleines elektronisches Soundtüftel-Meisterwerk, verortbar irgendwo zwischen Erlend Øye und Four Tet. Daniel Snaith ist Caribou und erzählt im Interview was er mit ‚Swim‘ alles erreichen wollte, von seinem Verhältnis zur Mathematik, wie ihn Dance-Musik und HipHop beeinflussten und noch einiges mehr. Read on my dear…

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Popgun! Videocast #02 Shout Out Louds

Die Shout Out Louds bringen diesen Freitag ihren dritten Longplayer heraus. ‚Work‘ heißt der und steckt voller Schwärmerei für die frankophonen 60er, sehnsüchtiger Rückblicke, unvergesslicher Melodien, schlankeren Songs und nicht zuletzt voller Hits. ‚Walls‘, die erste Single, die sie bereits im Dezember verschenkten, ist einer davon, ‚Fall Hard‘, die zweite Auskopplung, steht dem in nichts nach, baut spitze Gitarrenriffs auf 80er-Fernsehserien-Keyboardharmonien. Das wehmütige und gleichzeitig hoffnungsvolle ‚1999‘ ist einer der besten Opener des Jahres. ‚The Candle Burnt Out‘ und ‚Paper Moon‘ sind in dem Sinne keine Radiosongs, aber großartige Pop-Balladen.

Der Popgun! beweisen die Schweden in halber Besetzung und in einer Halbakustikversion ihrer aktuellen Single ‚Fall Hard‘, wie großartig die neuen Titel auch mit schmalem Arrangement sein können.
Video nach dem Klick: Read on my dear…

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Popgun! Videocast #01 Broadcast2000

Es ist in der letzten Zeit etwas ruhig geworden um die Popgun!-Kolumne, doch das soll sich jetzt ändern. Die Reihe wechselt das Format und wird als Videocast neu gestartet. Und Joe Steer, Kopf hinter Broadcast 2000 macht den Anfang. Der ausgebildete Multiinstrumentalist wohnt in Camden mitten drin, in der englischen New Folk-Szene: Er ist im Luminaire zu Hause, Noah and the Whales Tom ‚Fiddle‘ Hobden spielt auf seinem Debüt Geige und keines seiner neuen Lieder kommt ohne Glockenspiel aus, weshalb er seine Musik nach zwei Bionaden auch als Glocken-Indie bezeichnen würde. Read on my dear…

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Popgun! 65 Die 2009er Jahresliste


Christian Ihle hat Heiligabend auf dem TAZ Popblog das popmusikalische Jahr bereits ganz gut zusammengefaßt:

2009 war das beste Popjahr seit Ewigkeiten. Kaum sind die Charts nicht mehr relevant, werden sie richtig gut.

Das sieht in der Liste meiner meistgespielten Songs 2009 ganz ähnlich aus. Sehr viel Chartpop, darunter — ganz im Gegensatz zum letzten Jahr — Sachen für die man früher auf der Indiedisko verhauen worden wäre. Doch das ist das Gute an dieser arithmetischen Zählmethode, nach der ich die Liste jetzt Jahr für Jahr zusammen stelle. Hier gibt es kein Verstecken und Verschieben, nur harte Zahlen aus der Datenbank — und die liefern einige Überraschungen. Read on my dear…

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Popgun! 64 Deichkind auf finaler Tour


Heute starten Deichkind in Düsseldorf ihre — wie sie im Vorfeld ankündigten — vorerst letzte Tour. Und weil die Hamburger ja irgendwie eine Relevanz für die jüngeren Spreeblick-Leser und -Leserinnen zu haben scheinen, hat mich Johnny am Wochenende nach Pankow raus gejagt, um bei der Deichkind-Generalprobe einmal rein zu hören, in diesen Soundtrack der jüngeren Generation.
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Popgun! 63 All The King’s Men: Wild Beasts


Oh mein Gott sind die Wild Beasts großartig. Nicht nur mit dieser einen Single oder dem und dem Video, sondern richtig, auf Albumlänge. Komplett. Jeder Song, jeder einzelne Takt, ab dem ersten Ton.
In einem auf Ausgleich bedachten Pop-Universum, das sich konzentrisch um Bill Haleys ‚Rock around the clock‘ dreht, und in dem jedes neue Genre auch immer eine davon angewiderte Gegenbewegung ausgelöst hat, trifft auf viel Begeisterung mindestens genauso viel Ablehnung. Und die Wild Beasts, diese vier jungen Kerle aus Leeds, da muss man kein Prophet sein, wird man so richtig hassen. Dafür sorgt die Band schon alleine. Da wäre ihr Kunsthochschulgebaren zum Beispiel, Hayden Thorpes Popper-Frisur oder die Smoking Gun, das Falsetto des Wild Beasts Sängers. Da wird es keine dritte Meinung zu geben, das wird Familien entzweien. Read on my dear…

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Popgun! 62 I might be wrong (+Ticketverlosung)


Es ist ganz erstaunlich Lisa von Billerbeck und ihren vier Bandkollegen von I Might Be Wrong im Video zur Albumveröffentlichung ‚Circle the yes‘ zu zuschauen und zu hören. Nüchtern, beinahe distanziert kühl, berichten die Berliner im ocker eingefärbten Film von Reibereien, charakterlichen Kontrasten, Meinungsverschiedenheiten und unterschiedlichen musikalischen Interessen. Und als wollte man das Gesagte noch einmal visuell unterstreichen, ist die Band für das Interview in zwei kleine Grüppchen aufgeteilt worden, so wie man es von Rockbands kennt, die nur ausverkaufte Stadien und das Abonnement auf die Top10 noch zusammen auf die Bühne und vor die Mikrophone bringt. Read on my dear…

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Popgun! 61 Download-Sommer-Sampler

Phil hat’s neulich bereits vorgemacht und wie ich gerade so diverse Musikblogs absurfe und unendlich viel gute Musik sehe, dacht ich mir, das kann die Popgun! auch, so einen Download-Sommer-Sampler (zumal wir im letzten Jahr ebenfalls einen hatten). Et voilà! Read on my dear…

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Popgun! 60 Return from the dead

In West-Baltimore könnten sie sich glücklich schätzen, wenn die Beamten des Zeugenschutzprogrammes ähnlich eifrig an den Scheinidentitäten arbeiten würden, wie es das Plattenlabel Matador gerade an der von Julian Plenti macht. Dabei hat die Musikpresse trotz Brille und Teenagerflaum längst spitz bekommen, dass Plenti in seiner Vergangenheit auf der Gehaltsliste von Interpol stand. Read on my dear…

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Popgun! 59 Das kommt im Mai & Juni

Vorweg: Ich hab letzte Woche kaum neue Musik gehört, es gibt aber auch gerade kaum etwas das mich so richtig begeistern kann. Die neue Kasabian ‚West Ryder Pauper Lunatic Asylum‘ verspricht großartig zu werden, die beiden Singles ‚Vlad The Impaler‘ und ‚Fire‘ sind es jedenfalls. Aber da geht es dann schon los, auf’s Album muss man sich noch bis 8. Juni gedulden. Denn das ist auffällig: Die meistversprechenden Veröffentlichungen dieses Jahr sind auf die Monate Mai und Juni gelegt. Ein paar Köder hab‘ hab ich in dieser Ausgabe einmal zusammen geschnürt, mit dabei gratis Songs von: Dinosaur Jr., Iron & Wine, The Dears, The Early Years, M.Ward und White Denim (Foto). Read on my dear…